Dies ist ein Beitrag zum Thema Brauche dringend Hilfe! im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Halle erst einmal miteinander. Bin auf der Such nach einer Lösung für mein Problem auf dieses Forum gestossen und hoffe ...
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Gesperrt
Registriert seit: 17.03.2009
Beiträge: 6
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Halle erst einmal miteinander. Bin auf der Such nach einer Lösung für mein Problem auf dieses Forum gestossen und hoffe hier Antworten und Lösungsmöglichkeiten zu finden. Es tat mir gestern schon gut zu sehen, dass auch andere Schwierigkeiten in der Form haben wie ich.
Nun zur Problematik (leider eine längere Geschichte): Meine Oma hatte meinem Vater eine Generallvollmacht im Jahr 2004 ausgefüllt, diese wurde aber leider nicht vom Notar beglaubigt.Als die Demenz meiner Oma schlimmer wurde, meldete sie mein Vater im Pflegeheim in unserer Nähe an, um die räumliche Distanz (sie hatte bis zu dem Zeitpunkt in ihrem eigenen Haus gewohnt) zu überbrücken und sich besser um sie zu kümmern. Da meine Eltern selbständig waren fiel eine Pflege in unserem Haus leider auch aus. Da in diesem Pflegeheim unserer Meinung nach seltsame Dinge passierten entschied sich mein Vater, den Vertrag mit dem Pflegehim zu kündigen und sie in ein anderes Pflegeheim zu bringen. Als mein Vater dann meine Oma abholen wollte, wurde ihm das vom Pflegeheim versagt und die Polizei gerufen. Diese hat meinen Vater dann mitgenommen. Kurz darauf als er erneut versuchte meine Oma aus dem Heim rauszuholen, wurde es ihm erneut versagt mit der Begründung, dass das Pflegeheim einen Antrag auf Einsetzen eines Betreuuers gestellt hat. Das Vormundschaftsgericht hat meinem Vater die Betreuung aberkannt, mit der Begründung, er sei nicht ind er Lage sich um die Belange meiner Oma ausreichend zu kümmern, zu diesem Zeitpunkt war mein Vater aber bereits Frührentner und hätte wohl die Zeit und auch Mögklichkeit dafür gehabt. Kurzum es wurde vom Vormundschaftsgericht ein Betreuuer eingesetzt. Mein Vater versuchte die Betreuung wieder zu bekommen, ist aber gescheitert. Mein Vater und meine Mutter hatten sich dann aber dennoch um das leerstehende Haus meiner Oma gekümmert, damit dieses nicht verwahrlost. Als der Betreuuer davon Wind bekam,brummte er meinen Eltern eine Räumungsklage auf. Sie gaben nach und dass Haus stand von 2006 bis 2008 unberührt leer, da sich der Betreuuer auch nicht darum kümmerte. Da mein Vater nach Kündigung des Heimvertrages keine Rechnung mehr bezahlte, da es ja eigentlich kein Vertrag mehr kam und er meine Oma ja verlegen wollte, musste der Betreuuer die angehäuften Rechnungen, die nicht rechtens waren zahlen. Um an liquide Mittel zu kommen verkaufte er eine Wohnung in Davos, was ja kein billiges Pflaster ist. Leider bekamen wir keine Information darüber, an wen er es verkauft hat und für wieviel. 2007 ist dann mein Vater sehr kurzfristig verstorben und ich muss mich nun um diese ANgelegenheit kümmern, muss dazu erwähnen dass ich 22 bin und von alldem ziemlich überrumpelt wurde, da Dinge auf mich zu kamen, von denen ich keine Ahnung hatte oder habe. Ich habe dann nachdem der Betreuuer und mein Vater sogar vor Gericht miteinander waren es auf ein neues und auf freundlcihe Art und Weise mit dem Betreuuer versucht, um so evtl. ein bisschen mehr Informationen zu erhalten. Habe mich zudem auch der Heimleitung bekannt gemacht und sie darum gebeten, dass ich bei wichtigen Dingen informiert werde und gab auch meine Kontaktdaten her. Kurf darauf hatte meine Oma einen Oberschenkelhalsbruch und musste operiert werden, wovon ich erst erfahren habe, als sie wieder im Pflegeheim war. Ich habe mich mit dem Betreuuern dan zusammengesetzt bzgl. des leerstehenden Hauses, da dieses, wenn es geräumt werden würde, vermietet werden könnte und so den Differenzbetrag zwischen Rente, Geld der Pflegekasse und Kosten des Heimaufenthalts decken könnte, ohne dass weiteres Vermögen veräußert werden muss. Dem stimmte er insoweit zu, fand es aber zu teuer dieses Haus räumen zu lassen und ließ es daher lieber leer stehen. Ich bot ihm dann an, mich ab und zu am WOchenende darum zu kümmern und zu versuchen eine vorhandene Einliegerwohnung vermietbar zu machen jedoch ohne von ihm auferlegte Fristen. Als er mir die Schlüssel vor dem besagten Gebäude übergab, traf mich danne rst mal der Schlag als er mit seinem Maserati vorfuhr - aber gut.Dies tat ich auch und habe bisher viel Sprit, viel Geld und auch Energie in diese Wohnung gesteckt, ohne leider großartig vorangekommen zu sein. Ich begann zu studieren und teilte dem Betreuuer mit, dass ich leider nicht mehr die Zeit aufbringen könnte. Darauf erhielt ichw eder eine Antwort noch sonst irgendwas. Erst als der Schonrsteinfegertermin anstand, nahm er Kontakt zu mir auf, ich solle den Termin doch bitte wahrnehmen, was ich auch tat. Ebenso Prüfung der Heizkessel, Gas bestellungen etc. auf gut deustch alle Termine, die wahrzunehmen waren, habe ich wahrgenommen, da er ja keine Zeit dafür hat. Ich betone, dass ich das alles auf meine Kosten und von meinen Urlaubstagen gemacht habe. Nun ist das Pflegeheim geschlossen worden und in einen anderen Ort verlegt worde. Wiedermal habve ich davon von anderen Leuten erfahren und weder vom Betreuuer noch von der Heimleitung eine Information bekommen. Ich habe mir bereits überlegt einen ANtrag auf Betreuung zu stellen, aber da ich studier und somit wenig Zeit habe, wäre es für mich schwierig alle Pflichten zu übernehmen, obwohl ich das ja eigentlich jetzt, bis auf Behördengänge, auch tue. Zudem ist wohl sehr scheirig einen vom VOrmundschaftsgericht eingesetzten Betreuuer wieder los zu werden. Mein Problem ist, dass ich keinerlei Informationen bekommen, und ich meine damit nicht nur finanzielle, sondern auch über den Gesundheitszustand oder den AUfenthalt meiner Oma. Ich bitte hier alle, die mir helfen können, mir Tipps zu geben, was ich machen kann, da ich ehrlich gesagt mit der ganzen SItuation etwas überfordert bin und damit auch noch alleine dasteh. Schon mal vielen Dank für die Hilf im Voraus und sorry aber kürzer ging die Geschichte nicht. |
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Berufsbetreuerin
Registriert seit: 16.12.2008
Ort: Berlin
Beiträge: 383
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Hallo H. Ahnungslos!
Erstmal Hut ab, dass Sie sich trotz diverser Schwierigkeiten nicht ganz zurückgezogen haben. Ich versuche mal ein paar Dinge zu beantworten: 1. Die Aussicht als ehrenamtlicher Betreuer eingesetzt zu werden ist nicht so aussichtlos, wie Sie annehmen. Kann denn die Oma noch ihren Willen dazu kundtun? Wenn ja und sie dies gern möchte, dürfte sich das Gericht eigentlich schlecht dagegen entscheiden können. 2. Die Wohnung in Davos kann der Betreuer nicht so einfach verkauft haben. Er benötigt dazu die Genehmigung des Vormundschaftsgerichtes. 3. Es ist sehr ärgerlich, wenn Sie nie Informationen erhalten und auf der anderen Seite aber immer wieder Termine f. Handwerker etc. wahrnehmen sollen. Ich würde versuchen letztmalig mit dem Betreuer eine Einigung zu finden, ansonsten evtl. ans Gericht wenden mit der Bitte um Unterstützung. Aber Sie haben kein Recht zur Beschwerde, könnten also nur den Rechtspfleger um Unterstützung bitten! Und ich würde diese Termine dann eben nicht mehr wahrnehmen, wenn es nicht auch von der anderen Seite zu Informationen kommt! 4. Eigentlich kenne ich es so, dass die Heime nicht nur mich als Betreuer informieren, wenn es wesentliche Ereignisse gibt, sondern auch die Verwandtschaft, sofern sie auch ansonsten im kontinuierlichen Kontakt zu den Heimbewohner sind. Oder es gibt ein Vereinbarung, dass ich bestimmte Infos weitergebe. Klappt sonst gut, hier anscheinend leider nicht! 5. Wichtig wäre wirklich zu wissen, inwieweit die Oma hierzu noch ihre Wünsche äußern kann. Denn nach ihrem Willen geht es vor allem! Nicht aufgeben und hoffentlich viel Erfolg bei den Bemühungen!
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#3 |
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Gesperrt
Registriert seit: 17.03.2009
Beiträge: 6
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Erstmal vielen Dank für die Antworten und den zugesprochenen Mut.
Bzgl. Kann denn die Oma noch ihren Willen dazu kundtun? Nein, dass kann sie leider nicht mehr. Sie ist bereits Pflegestufe 3, erkennt niemanden mehr und sitzt den ganzen Tag apatisch auf ihrem Stuhl und registriert nichts mehr um sie ehrum. Der Kontakt zu meiner Oma war nie der beste, auch zu "klaren Zeiten" nicht. Mein Problem ist, dass ich damit nicht umgehen kann, dass sie mich nicht mehr erkennt und ich auch nicht weiss, was ich mit ihr machen soll, da sie kaum noch laufen kann und mit mir als fremde Person nicht redet. Ich habe das auch dem Betreuuer erklärt, dass ich damit nicht umgehen kann und sie deshalb kaum besuche. Trotzdem wirft er es mir indirekt vor. Aber wie kann es sein, dass man Angehörige nicht über den Gesundheitszustand oder den Aufenthaltsort bei Wechsel informiert? Hat er da überhaupt keine Pflichten? Gehen wir mal vom schlimmsten aus...Sie stirbt...erfahre ich das erst wenn ich mal vorbeikomme und sie nicht mehr da ist? Man muss doch auch irgendwie die Chance haben, den Betreuuer im Sinne meiner Oma zu wechseln. Muss er nicht ebenso vermögenverwalten tätig sein, und u.U. auch Geld anlegen, bzw. durch zb Mieteinnahmen den Fehlbetrag ausgleichen oder darf er das Haus einfach so verwahrlosen lassen? Das mit dem Gespräch habe ich mir auch schon überlegt, aber ich denke da wird nicht viel dabei rauskommen, denn er wird mir dann sagen, dass er mir die Informationen gibt, die er für richtig hält, nämlich gar keine, und ich das alles hja auch nicht tun muss! |
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#4 | |
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Admin/Dipl. Sozialarbeiter / Berufsbetreuer
Registriert seit: 15.01.2009
Ort: Hessen
Beiträge: 1,152
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Zitat:
also wenn ich das so lese geht es wohl weniger einen Betreuer im Sinn der Oma sondern um einen Betreuer im Sinn der Abgehörigen. Das ist aber nicht Angelegenheit des gesetzlichen Betreuers. Es gibt sicherlich verschiedene Umgangsarten mit Angehörigen, aber es gibt keine Informationspflicht. Gruß, Andreas |
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#5 |
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Angehörige
Registriert seit: 24.02.2007
Beiträge: 112
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Hallo Ahnungslos,
vielleicht bekommt deine Oma zuviele Psychopharmaka und ist darum so apathisch. Kommt nicht selten vor. Wenn du sie regelmäßig besuchen würdest, könntest du das eher herausfinden. Warum gehst du nicht öfters hin und bist einfach nur da. Du musst mit ihr nichts "machen". Das einfach nur da sein ist unendlich wichtig. Setz dich zu ihr, auch ohne ständig zu reden, lies was, arbeite was für dein Studium, spiel ihr ihre Lieblingsmusik vor. Und sie z.B. in einem (geliehenen) Rollstuhl ein bisschen spazieren fahren, würde ihr sicher auch sehr gefallen. Oder wenn du zu den Mahlzeiten ins Heim kommst und deiner Oma beim Essen hilfst, freuen sich die Pflegekräfte... Mit der Zeit verlierst du deine Berührungsängste und entwickelst sicher eine innere Beziehung zu ihr, und sehr wahrscheinlich wirst du an ihren Reaktionen sehr wohl spüren, dass sie dich wahrnimmt. Was ist eigentlich mit deiner Mutter - die geht auch nicht hin? |
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#6 |
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Gesperrt
Registriert seit: 17.03.2009
Beiträge: 6
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@abend: erstmal danke.
Meine Mum hat sich mit meiner Oma dermasen zerstritten...da hab ich keine Chance. Ich bin halt ein bisschen gebeutelt, denn als ich das letzte mal meine Oma mit auf einen Spaziergang nehmen wollte, da konnte sie aber noch laufen, hat sich eine Schwester in die Türe gestellt und mir gesagt ich dürfte sie nicht mit auf einen Spaziergang nehmen. Als ich sagte, dass sie ja sonst nicht rauskommt und es auch gut wäre, wenn sie läuft und bisschen an die frische Luft kommt, hat die Schwester die Heimleitung geholt, die mir dann erklärt hat, der Arzt hätte das verboten. Welcher Arzt verbietet den frische Luft, aber naja. Letztendlich durfte ich sie nicht mitnehmen, weil man mir mit der Polizei gedroht hat. Ich habe ABrechnungen der Arzneimittel in meinen Unterlagen gefunden. SIe bekommt unter anderem Risperdal. Was sehr seltsam ist, dass nach der ABrechnung mal innerhalb von 10 Tagen 2x eine 300-er Packungen abgerechnet wird nach 14 Tagen die nächste usw. Die Abstände sind total unregelmäßig und 300 Tabletten in 10 Tagen erscheint mir doch etwas viel. Im montalichen Durschnitt ist es aber nur minimal über der zu verabreichende Höchstdosis, womit ich dann auch nix sagen kann. Ich weiß nur, dass die Schwester von meinem Freund hyperaktiv ist und auch risperdal bekommt. Was ich jetzt von meiner Oma nicht behaupten würde. Desweiteren bekommt sie Tabletten gegen Depressionen usw. Naja ich studiere ja nicht Medizin insofern darf ich mir da kein Urteil erlauben, aber die Menge und die unregelmäßigen Abstände sagen mir, dass das komisch ist. Mein Problem ist einfach ich will da nicht alleine hin. Ich glaub ich habe einfach angst. Ich finde es so schrecklich die ganzen Leute zu sehen, die nur da sitzen, den ganzen Tag nichts tun können und vor sich hin vegitieren. Anfangs habe ich meiner Oma noch Klamotten und Rätselhefte gebracht, weil sie die wollte. Aber immer wenn ich wieder kam, waren die weg. Und vorgeworfen wurde mir auch meine Oma hätte nichts zum anziehen, aber als ich kam, war der kleiderschrank voll und die Sachen die ich mitgebracht hatte, vor allem unterwäsche und socken, waren dann plötzlich die Sachen die der Betreuuer gekauft hat. Beim nächsten mal wurde wieder gesagt sie hätte keine warmen klamotten. Ich muss dazu sagen, dass sowohl die Zimmer als auch die Kleiderschränke mit den Namen der Patienten beschriftet sind. ALs ich darum bat mir dies zu zeigen, wurde ich in ein anderes Zimmer geführt, wo an der Tür und am Kleiderschrank eing anz anderer Name stand und die Sachen, die im Schrank hingen nicht von meiner Oma waren, da die viel zu klein für sie gewesen wären. Es sind eigentlich ja nur Kleinigkeiten hinter denen nichts stecken muss, aber sie häufen sich eben und das macht mich stutzig. Zudem wundere ich mich über das Verhalten der Pflegekräfte mir gegenüber. Naja aber damit muss ich wohl leben. Ach ja eines noch an den Vorredner:Ich denke mir halt, wenn ein fremder, der meine Oma noch weniger kennt wie ich, wieiss was für sie gut ist, und sie aus Zeitgründen einmal im Jahr nur besucht, könnte ich die Betreuung mindestens genauso gut machen! |
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#7 |
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Admin
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 3,903
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Hallo H. Ahunglos,
hab mir das mal durchgelesen und finde alles sehr verwirrend. Was möchten Sie denn, was passieren soll? Vielleicht das als erste Frage. Möchten Sie die Betreuuung übernehmen oder einen Wechsel des Berufsbetreuer erreichen? Wenns darum geht Informationen zu bekommen dann rufen Sie doch jede Woche im Heim an und fragen einfach ob es Ihrer Oma gut geht, ob es Neuigkeiten gibt? Ich kenne eigentlich kein Heim welches diese Auskünfte an Angehörige nicht erteilen würde. Zum Risperdal, das muss ein Arzt verordnet haben, kennen Sie den Arzt? Wegen der Abrechnungen zum Risperdal: wieso haben Sie diese Rechnungen? Ist das aktuell oder aus Vorzeiten? Unregelmässige Bestellungen können vorkommen wenn ein Arzt z.B. in Urlaub fährt und deswegen vorher Rezepte ausschreibt, auch Apotheken beliefern Heime manchmal grundsätzlich in einem bestimmten Rythmus. Daraus kann man nicht unbedingt etwas zur Verabreichung schliessen, dazu müsste Einblick in die Pflegedoku genommen werden. (Die Sie aber derzeit wohl nicht bekommen werden). Wegen den Kleidern: wenn am Schrank ein andere Name stand, warum haben Sie das nicht gesagt, bzw. warum können Sie nicht selbst in den Schrank im Zimmer Ihrer Oma sehen? Ist da immer Pflegepersonal dabei? Handelt es sich um ein Altersheim? So wie Sie das schildern, wie gesagt ich finde die Schilderung verwirrend, könnte das z.B. ein Fall für die Heimaufsicht sein. (Polizei holen wollen bei der freundlichen Nachfrage wegen einem Spaziergang z.B.) Vieleicht "sortieren" wir erst mal und finden dann eine Lösung. Nur nicht gleich den Mut verlieren. Grüsse M. Mohr |
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#8 |
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Angehörige
Registriert seit: 24.02.2007
Beiträge: 112
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Hallo H. Ahnungslos,
zum Risperdal: Welche Höchstdosis hast du denn aus- gerechnet? Neuroleptika bei alten Menschen mit Demenz sollen nur vorübergehend eingesetzt werden. Da sprechen die Leitlinien aller Fachgesellschaften (für Neurologie, für Psychiatrie und für Gerontopsychiatrie) eine ganz klare Sprache. Auch, weil die Symptome oft nur vorübergehend sind. Bevor eine Dauerverordnung stattfindet, müssen mindestens zwei Absetzversuche erfolgt sein. Auch muss es für die Verordnung eine klare medizinische Indikation geben. Ich fände es gut, wenn du dich an die Heimaufsicht wenden würdest. Mit welcher Begründung kann ein Arzt einfach einen Spaziergang verbieten? Und dann würde ich bei der Heimaufsicht auch Bedenken äußern, dass deine Oma vielleicht schon viel zu lange dieses Risperdal erhält, dass du nicht wüsstest was da für eine medizinische Indikation vorläge und ob es nicht zu hoch dosiert sei, da du deine Oma ständig apathisch erlebst. Du musst ja nicht gleich aggressiv anschuldigen. Aber ein besorgtes Nachfragen bei der Heimaufsicht und das Schildern deiner Eindrücke steht dir auf jeden Fall zu. |
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#9 |
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Gesperrt
Registriert seit: 17.03.2009
Beiträge: 6
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Ich kann nur nochmal sagen: DANKE, für die bisherigen Antworten.
@michaela mohr: 1. Mir wäre ein Wechsel in dem Fall des Betreuers recht in der Hoffnung ich könnte mit dem Betreuuer ZUSAMMEN ARBEITEN. Da ich mir alleine die Betreuung ehrlich gesagt nicht zutraue. Ich bin noch ziemlich jung und wie oben bereits erwähnt habe ich von solchen Geschichten eigentlich kaum Ahnung. Ich glaube nich, dass ich alleine der Betreuung gewachsen wäre. Mit Unterstützung könnte ich mir dies aber auch vorstellen. 2.Ich habe den Versuch öfters anzurufen gestartet, aber ich bekam immer die selbe AUskunft. "Ihrer Oma geht es gut". ALs ich sie dann mal besucht habe, war ich erschrocken über ihren Zustand. Das kann aber auch dadurch kommen, dass ich den Verlauf dieses Krankheitsbildes nicht kenne und die Pfleger es vlt. als "normal" ansehen. 3. Den Arzt kenne ich leider nicht. Er ist nicht aus dem Ort wo das Pflegeheim vorher war. Die Abrechnungen der Tablettenverabreichung habe ich aus den Zeiten als mein Vater noch Betreuer war. 4. Klamotten und Kleiderschrank: Ich habe natürlich die Pflegerin darauf aufmerksam gemacht, ob das wirklich der Schrank meiner Oma sei, weil ein anderer Name darauf steht, doch die sagte mir dann, meine Oma sei erst umgezogen in dieses Zimmer und die Namen wären noch nicht ausgetauscht worden. Ich kann leider nicht selbst in das Zimmer meiner Oma gehen, da sie leider sehr oft innerhalb des Pflegehims verlegt wird, weil sie, so wurde mir zumindest gesagt auf meine Nachfrage, sich wohl ständig mit ihren Zimmernachbarn in die Haare kriegt. Ich bin schon jemand, der auf höfliche Art und Weise versucht auf mir komisch vorkommende Dinge aufmerksam zu machen, aber ich glaube, dass das Pflegeheim aufgrund des Vorfalls mit meinem Vater, das sofort als Angriff gewertet hat. @michaela mohr und abend: Um Gottes Willen ich will eigentlich keinem an den Karren fahren, wie man so schön sagt, aber es kommt halt eins zum anderen. Und wenn ich für mich als Laie 1 und 1 zusammenzähle wird die Sache immer abstruser. Gibt es bei der Heimaufsicht untergeordnete Stellen für Landkreise oder einde direkt Zentrale? Welche Folgen hat das wenn ich die kontaktiere? Ich habe halt die Befürchtung, dass das alles ausartet und ich nachher im Endeffekt die Leidtragende bin. Was kann da auf mich zukommen?
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#10 |
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Angehörige
Registriert seit: 24.02.2007
Beiträge: 112
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Liebe H. Ahnungslos,
ich habe auch schon mal die Heimaufsicht eingeschaltet und natürlich auch Sorge gehabt, dass die Stimmung im Heim dann mir gegenüber als Tochter und Betreuerin kippt. War aber nicht so. Die Heimleiterin meinte dann nur, das sei ja mein gutes Recht. Ich habe natürlich mein Anliegen bei der Heimaufsicht sehr moderat formuliert - wollte geklärt haben, ob dieses oder jenes denn Rechtens sei. Sie haben sich ziemlich schnell gekümmert und bald danach auch im Heim aufgeschlagen, und es hat auch was bewirkt. Du kannst die Heimaufsicht auch bitten, dass sie im Heim nicht sagen, wer sich an sie gewendet hat. Ich denke schon, dass sie sich daran halten, zumal die Heimaufsicht auch anonymen Beschwerden nachgeht. Ich kann verstehen, dass das alles nicht sehr leicht ist für dich, erst recht, wenn man noch so jung bist. Aber trotzdem: Es ist dein gutes Recht, deine Sorgen und Beobachtungen der Heimaufsicht mitzuteilen. Und du solltest es auch tun, wenn du etwas für deine Oma tun willst. Andere Möglichkeiten, auf die Zustände im Heim und die Situation deiner Oma einzuwirken, hast du ja offenbar nicht. Es muss auch keineswegs so sein, dass das Heim nach Einschaltung der Heimaufsicht feindseliger gegen dich wird - ebenso ist das Gegenteil denkbar. Zu mir waren alle weiterhin freundlich - und sei es nur, weil sie nicht noch mehr Beschwerden von mir wollten. Das ist halt das Blöde an Konflikten - man weiß nie, was daraus wird und man neigt immer dazu, sich das Schlimmste vorzustellen. Ich würde dir auch sehr empfehlen, bei Besuchen erst mal einen Freund oder Freundin mitzunehmen - dann fühlst du dich gleich gestärkter und hast gleich einen Zeugen, wenn dir wieder jemand komisch kommt. Ich kann dich also nur ermutigen, in einem Brief zusammenzutragen, was dir alles Ungutes im Heim aufgefallen ist und den an die Heimaufsicht zu schicken nach dem Motto: Ich mach mir Sorgen, dieses und jenes ist mir aufgefallen, kann das denn Rechtens sein? Vergiss nicht zu erwähnen, dass deine Oma offenbar vor geraumer Zeit schon hohe Dosen Neuroleptika erhalten hat und du Sorge hast, dass sie die immer noch erhält, obwohl das vielleicht gar nicht mehr nötig ist. Und gerade als Laie bist du darauf angewiesen, dass die Profis von der Heimaufsicht mal nach dem Rechten schauen, weil du selbst ja auch vieles gar nicht so genau beurteilen kannst. Nur Mut! Ich denke, jedes Sozial- und Gesundheitsamt müsste dir die Adresse deines Ansprechpartners für die Heimaufsicht nennen können. Auch die Betreuungsbehörde oder ein Betreuungsverein. |
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