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Abbruch der Ausbildung

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Hallo mein Betreuter befindet sich im 3. Ausbildungsjahr.(psychotisch und verminderte Intelligenz) Er ist sehr schlecht in der Theorie und der ...


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Alt 25.05.2009, 17:14   #1
Einsteiger
 
Registriert seit: 11.05.2009
Beiträge: 11
Standard Abbruch der Ausbildung

Hallo

mein Betreuter befindet sich im 3. Ausbildungsjahr.(psychotisch und verminderte Intelligenz) Er ist sehr schlecht in der Theorie und der Praxis. Das Berichtsheft schreibt er auch nicht regelmäßig. Die Einrichtung überlegt, ob er überhaupt zur Prüfung zugelassen werden soll, er wird diese mit Sicherheit nicht bestehen. (Notendurchschnitt unter 4) Er lernt nur unter Druck, und das auch nur nach der x-ten Aufforderung.

Was kommt danach? WFBM, etwas anderes oder nur noch faulenzen. Angedacht ist ein Perspektiven - Gespräch mit allen Beteiligten (Ausbilder, Lehrer, Gruppenbetreuer und ich)

Danke für hilfreiches Antworten
chrissy88 ist offline  
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Alt 25.05.2009, 18:53   #2
Berufsbetreuer
 
Registriert seit: 30.07.2007
Beiträge: 1,090
Standard

Zitat:
Zitat von chrissy88 Beitrag anzeigen
Er lernt nur unter Druck, und das auch nur nach der x-ten Aufforderung.

Wenn er dann mal (ausnahmsweise) gelernt hat, sind dann die Ergebnisse einigermaßen ausreichend?

Es lässt sich meines Erachtens - zumindest für Betreuer - nicht immer abschätzen, ob der Betreute (krankheitsbedingt) nicht in der Lage ist zu arbeiten bzw. zu lernen oder einfach nur ein "fauler Sack" (sorry), die gibt es nämlich auch bei Behinderten Menschen.

Sollte das Verhalten des Auszubildenden überwiegend auf Faulheit zurückzuführen sein, so straft er sich - wie Andere auch - letztendlich selbst, was ihm klar sein bzw. eindringlich klar gemacht werden sollte.

Die Behindertenwerkstatt (gut, dass es solche gibt) wäre dann wohl eine realistische Konsequenz.

Lebt der Betreute allein oder in einer Einrichtung?

Sollte er alleine bzw. bei seinen Eltern leben, wäre evt. sinnvoll, dass er sich in eine (stationäre) Einrichtung der Jugend- oder Eingliederungshilfe begibt

Dort werden bestimmte Formen der Förderung und Ausbildung angeboten, z.B. bei der Lebenshilfe e.V.
Die Erfahrungen, die ich diesbezüglich bisher machte, waren eher positiv.

Ansonsten empfehle ich - wie bereits angedeutet - ein Gespräch mit allen Beteiligten um eine angemessene Lösung zu finden.

mfg

Geändert von carlos (25.05.2009 um 19:03 Uhr)
carlos ist offline  
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Alt 25.05.2009, 19:39   #3
Einsteiger
 
Registriert seit: 11.05.2009
Beiträge: 11
Standard

Hallo Carlos

ja der Betreute lebt in einer Einrichtung. Die Noten sind nie gut gewesen, ich bin der Meinung, er ist nicht dazu in der Lage. Aber ein Stück Faulheit ist auch dabei. Außer den Werkstätten gibt es keine Alternative?
chrissy88 ist offline  
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Alt 25.05.2009, 20:35   #4
ehrenamtliche Betreuerin
 
Registriert seit: 14.04.2009
Beiträge: 163
Standard Abbruch der Ausbildung

Hallo, Chrissy88,
warum keine Werkstätte? Mir erscheint diese Alternative nicht als die schlechteste. Auch dort wird gefordert und gefördert. Die ständige Motivierung und Kontrolle könnte in diesem Fall durchaus positiv sein. Abgesehen davon ist es auch dort das Ziel die Menschen ins Berufsleben zu entlassen. So suchen die Werkstätten Betriebe, in denen eine Ausbildung absolviert werden kann. Außerdem verfügt die Lebenshilfe über eigene Integrationsbetriebe. Durch mein vorheriges Tätigkeitsfeld konnte ich mir davon ein Bild machen, und ich muss sagen, dass mich diese Form der Integration überzeugt hat.
Gruß NaDa
NaDa ist offline  
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Alt 25.05.2009, 20:35   #5
Forums-Azubi
 
Registriert seit: 15.05.2009
Beiträge: 44
Standard

In welcher Einrichtung befindet sich denn der Betreute?
Was für einen Beruf macht er denn?

Gruß
ghostwriter

Ich denke schon, dass es noch Alternativen gibt.
ghostwriter ist offline  
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Alt 26.05.2009, 06:45   #6
Einsteiger
 
Registriert seit: 11.05.2009
Beiträge: 11
Standard

Hallo Ghostwriter

der Betreute hat eine Ausbildung als Raumausstatter. Auf Grund seiner Krankheit ist er nicht besonders einsichtig. Ich möchte ihm einen anderen Weg aufzeigen als Ausbildung und ein "normales" Arbeiten.
chrissy88 ist offline  
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Alt 26.05.2009, 08:16   #7
Forums-Azubi
 
Registriert seit: 15.05.2009
Beiträge: 44
Standard

Hallo chrissy88,

ist vielleicht auch etwas hoch angesetzt so eine Ausbildung, lass ihn doch mal testen, vielleicht hat er irgendwo bessere Qualitäten.

Es gibt Ausbildungen von der Jugendhilfe auch in einem Heim. (auch ohne Hauptschulabschluss). Außerdem gibt es neben der Lebenshilfe noch das CJD (Christliches Jugenddorfwerk), dort kann man in vielen Berufen auch einen niedrigeren Abschluß bekommen als der Ausbildungsberuf, hat dann aber auch was. (Hier auch untergebracht).

Ich finde das schon ein bischen krass gleich mit einer
Werkstatt für Behinderte zu kommen, viele machen zwei Ausbildungen, da die erste nicht geklappt hat.
Ich habe in dem Bereich gearbeitet und das mit den Integrationsbetrieben läuft in der Regel noch nicht so wie das nach Konzept und Gesetzgeber gewünscht ist, weil sich eben doch weniger Betriebe finden lassen und das sehr arbeitsintensiv ist. Ist eine Kaltaquise und das kostet. So habe ich auch schon von Einrichtungen gehört, die gar keine Vermittlungsversuche in die freie Wirtschaft machen.

Bis dann
ghostwriter
ghostwriter ist offline  
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Alt 26.05.2009, 14:58   #8
ehrenamtliche Betreuerin
 
Registriert seit: 14.04.2009
Beiträge: 163
Standard

Hallo,
ich wollte auch nicht unbedingt für die Werkstätten plädieren, sondern sie nur als Alternative sehen und feststellen, dass diese Möglichkeit nicht immer die schlechteste ist. Ich verstehe auch, dass im 3. Ausbildungsjahr (Faktor der mir vorher nicht bekannt war) noch nach anderen Möglichkeiten gesucht werden muss.
Grüße NaDa
NaDa ist offline  
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Alt 26.05.2009, 15:12   #9
Forums-Azubi
 
Registriert seit: 15.05.2009
Beiträge: 44
Standard

Hallo chrissy,

also ich würde das als junger Mensch nicht als Alternative sehen, vorschlagen kann man es ja. Dann kennt er ja die Möglichkeit und weiß, wie es um ihn steht.

Gruß
ghostwriter
ghostwriter ist offline  
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Alt 27.05.2009, 09:56   #10
Berufsbetreuer
 
Benutzerbild von heiner
 
Registriert seit: 11.05.2009
Beiträge: 567
Standard

Hallo,

ich habe auch einige unter Betreuung, die die gleichen Schwierigkeiten haben. Ich habe gute bis sehr gute Erfahrungen mit dem Integrationsfachdienst gemacht. Die haben Möglichkeiten und Verbindungen zu Betrieben, die genau auf diese Problematik eingestellt sind.
Ich habe schon einigen so zu einem Berufsabschluss mit anschließender Beschäftigung verhelfen können.

Der Integrationsfachdienst hat auch Möglichkeiten auf die Prüfung einzuwirken. z.B. nur mündliche Prüfung bei Leseschwäche etc.

Ein Versuch wäre es wert.

Gruß und schöne Pfingsten

Heiner
heiner ist offline  
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Stichworte
ausbildung, faulenzen, psychotisch, verminderte intelligenz, wfbm

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