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Persönlichkeitsveränderung

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Hallo allseits, im Bereich des Forums zur Situation der BetreuerInnen wurde schon über Demenz geschrieben. Ich denke, dass ist eine ...


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Alt 27.07.2009, 18:23   #1
Heinz
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Persönlichkeitsveränderung

Hallo allseits,

im Bereich des Forums zur Situation der BetreuerInnen wurde schon über Demenz geschrieben. Ich denke, dass ist eine Sicht der Veränderung - zwar anteilnehmend, aber eher distanziert, sachlich - vielleicht ein Termin beim Neurologen und ein paar Tests und ein wenig gegoogelt, wieso weshalb warum.

Hier im Bereich der Angehörigen möchte ich das Thema aus einer anderen Perspektive ansprechen: what the matter - was geht da ab, mit der Person selbst, der Mutter, dem Vater und was macht das mit mir? Die mir so vertraute Person, ja der geliebte Mensch verändert sich merklich. Ich möchte das nicht. Ich möchte den Menschen behalten, wie er war und noch ist. Es ist ein Abschiednehmen auf Raten. Ein Loslassen von der Vorstellung von dem Menschen.

Bei meinem Vater, 7 Jahre ist er nun tot, ging es schnell, wie er den Verstand verlor und mich nicht mehr erkannte. Doch wie ist das, wenn es langsam geht? Wie ist das beim Ehe- und Lebenspartner? Da war mal gemeinsame Freude, Gespräche, und man verstand sich auch ohne und jetzt? Jetzt versteht man sich nicht mehr, weder mit Ansprache und erst recht nicht ohne.

Durch die 'Vergesslichkeit' verändert sich nicht nur der Mensch, sondern auch die Beziehung, letztlich auch ich mich. Die Erkrankung des anderen verändert mich, macht mir Angst, macht mich traurig.

Vielleicht hat ja noch jemand dergleichen erlebt.

Heinz
 
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Alt 27.07.2009, 18:31   #2
"Flying Soul"
 
Benutzerbild von Franzi19
 
Registriert seit: 25.02.2009
Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 846
Standard

Hallo,

ja auch ich habe so etwas erlebt.

Meine Mutter ist vor 6 Jahren gestorben. Anfangs erkannte sie mich noch, aber sie wurde immer fremder für mich. Ich bekam langsam Angst vor ihr. Und nach paar Jahren erkannte sie niemanden mehr. Das war ein mieses Gefühl. Ich konnte nicht mal mehr "Hallo" sagen.
Und nach ihrem Tod, da merkte ich erst, dass meine Mutter gestorben ist. Es ist echt traurig, wenn die Mutter einen nicht mehr erkennt. Mich hat das fertig gemacht.

Franzi
__________________
...sitzt ein Patient auf der Couch:
Psychologe: "Was führt Sie zu mir?"

Patient: "Herr Doktor, Herr Doktor. Um meinen Kopf schwirren lauter Schmetterlinge!" (wedelt dabei fürchterlich mit den Armen)


Psychologe: (ärgerlich mit abwehrenden Bewegungen) "...na und? ...aber doch nicht alle zu mir!"
Franzi19 ist offline  
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Alt 28.07.2009, 08:17   #3
Heinz
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Franzi,

ich fand das damals 'fürchterlich'. Mein Vater lebte, und doch war er es nicht mehr. Er war nicht tot und doch irgendwie. Ihm und uns blieb es erspart, dass er ein schwerer Pflegefall wurde und uns terrorisiert hat, da der Tumor letztlich stärker war. Doch sprachen wir oft noch darüber, was wäre gewesen, wenn er aus der Klinik entlassen worden wäre. Mit der Zeit wären dann all die schönen Erinnerungen an gemeinsame glückliche Zeit durch die jüngeren Ereignisse zerstört worden.

Ich habe es als Betreuer erlebt, wie eine Tochter sich mit ihrer dementen Mutter überwarf. Ich finde es fast schlimmer, als über den wirklichen Tod zu trauern und Abschied zu nehmen.

Heinz
 
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Alt 28.07.2009, 13:24   #4
Gesperrt
 
Registriert seit: 04.04.2004
Ort: NRW
Beiträge: 2,302
Standard

Hallo,

ich kenne das auch gut, seit einiger Zeit betreue ich nun auch meine eigene Mutter in allen Angelegenheiten, weil sie zunehmend unter Demenz leidet.

Angst hatte ich keine, aber ich fühlte mich hilflos, bis ich die Entscheidung getroffen habe die Zügel sozusagen in die Hand zu nehmen. Das hat gedauert, ich konnte zunächst gar nicht nachvollziehen, wieso sie regelrecht bösartig wurde, ungerecht und widerspenstig.

Zitat:
Mit der Zeit wären dann all die schönen Erinnerungen an gemeinsame glückliche Zeit durch die jüngeren Ereignisse zerstört worden.


Das kann ich nicht bestätigen.

Trotz diesen schwierigen Umständen ist die Bindung zu ihr noch enger geworden, sie braucht mich, genauso wie ich sie früher oft gebraucht habe. Sie legt ihr Leben in meine Hände und vertraut darauf, dass ich das Richtige entscheide. Ein größeres Kompliment hätte sie mir nicht machen können. Ich empfinde es nicht mehr belastend, sondern ein Zeichen ihres Vertrauens, denn noch ist sie in einem Zustand in dem sie sagen kann was sie will.

Ich finde es um einiges schwieriger einen nahen Angehörigen zu betreuen, denn man kann gar nicht so objektiv bleiben, wie es die Situation manchmal verlangt. Meine Mutter vertraut mir völlig, leidet unter ihrem Zustand nicht mehr richtig laufen zu können, so vergesslich geworden zu sein und trotzdem wir gerne helfen; sie empfindet sich als Last. Sie hat mein tiefstes Mitgefühl, aber ich balanciere auch zwischen dem Verständnis und den Schritten, die trotzdem gemacht werden müssen.

Die Rolle der Mutter verliert sich zunehmend, nun bin ich für sie da. Ich gebe mein Bestes, damit die zu Hause bleiben kann und nicht in ein Heim muss, dafür habe ich sämtliche Vorkehrungen getroffen, selbst wenn es noch schlimmer werden sollte. Dafür habe ich viel Unterstützung, jeder tut was er kann. Meine Mutter weiß, dass ich es genauso bei meinen Klienten halte, die Heimaufnahmen in all den Jahren kann man an einer Hand abzählen. Sie vertraut darauf, dass ich alles tun werde, um eine Heimaufnahme zu verhindern.


Heinz, ich denke nicht, dass man darauf abzielen sollte, dass einem selber etwas erspart wurde. Denke daran, dass auch Du irgendwann alt und gebrechlich wirst..
Tina L. ist offline  
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Alt 28.07.2009, 14:57   #5
Heinz
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Tina,

danke für deine offenen Worte. Vielleicht werden ja auch andere ermutigt, von sich zu schreiben.

Zitat:
ich denke nicht, dass man darauf abzielen sollte, dass einem selber etwas erspart wurde. Denke daran, dass auch Du irgendwann alt und gebrechlich wirst..
Ich empfinde diesen Gedanken als sehr bedrückend und beängtigend. Abhängig zu sein, ist mir ein Graus. Und ich kann mir gut vorstellen, dass es andere auch als entwürdigend zu empfinden, auf anderleuts Hilfe angewiesen zu sein. Ich meine nicht, dass es - objektiv - entwürdigend ist. Ich meine, es subjektiv so zu empfinden ist eine große Belastung. Und noch schlimmer dann mit der anderen Ansicht konfrontiert zu werden, dass es doch nicht so schlimm sei und jeder mal hilfsbedürftig war.

Zitat:
Sie legt ihr Leben in meine Hände und vertraut darauf, dass ich das Richtige entscheide. ....Ich empfinde es nicht mehr belastend, sondern ein Zeichen ihres Vertrauens, denn noch ist sie in einem Zustand in dem sie sagen kann, was sie will.
Genau das finde ich so spannend: deine Mutter äußert ihre Wünsche und du entscheidest, was gut für sie ist. Solange das übereinstimmt, ist es gut. Und wenn deine Entscheidung nicht ihrem Wunsch entspricht, sie dann einsichtig ist, dass du es nur gut mit ihr meinst. Ich bin beieindruckt von dieser Haltung dem Leben und sich selbst gegenüber. Aber das ist nicht immer so. Ich habe es erlebt, dass bei zunehmendem Verlust von Fähigkeiten mit dem Leben gehadert wird, ja sogar der Herrgott angefleht wird, doch endlich zu sich zu holen, weil das Leben als Last und man selbst lästig geworden ist.

Zitat:
Zitat von Tina L. Beitrag anzeigen
Angst hatte ich keine, aber ich fühlte mich hilflos, bis ich die Entscheidung getroffen habe die Zügel sozusagen in die Hand zu nehmen. Das hat gedauert, ich konnte zunächst gar nicht nachvollziehen, wieso sie regelrecht bösartig wurde, ungerecht und widerspenstig.
Ich bewundere solche, die erkennen, dass das Leben so ist oder sein kann und es annehmen können. Aber 'bevormundet' zu werden, andere entscheiden, was gut für einen ist oder sein soll, erachte ich für eine harte Prüfung. Das ist ja die große Herausforderung dieses Berufs gegenüber den Betreuten, die eigene Vorstellungen von ihrem Leben haben.
Da dann mitzufühlen und Verständnis zu haben ist ja kollossal schwer.

Gruß Heinz



 
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Alt 28.07.2009, 16:05   #6
Gesperrt
 
Registriert seit: 04.04.2004
Ort: NRW
Beiträge: 2,302
Standard

Hallo Heinz,

Zitat:
Abhängig zu sein, ist mir ein Graus. Und ich kann mir gut vorstellen, dass es andere auch als entwürdigend zu empfinden, auf anderleuts Hilfe angewiesen zu sein. Ich meine nicht, dass es - objektiv - entwürdigend ist. Ich meine, es subjektiv so zu empfinden ist eine große Belastung.
Das ist wohl wahr, genauso erlebe ich das bei meiner Mutter und oft genug bei meinen Klienten. Es gibt kein Allheilmittel dagegen, man kann den Menschen jedoch vermitteln, dass man sie trotzdem wertschätzt. Ich finde es deshalb ganz wichtig die Ressourcen der Betroffenen herauszufinden, sie nicht nur als Kranke zu sehen, sondern als ganzen Menschen.

Ich denke oft darüber nach wie es mal bei mir später sein mag und ich versuche mich darauf vorzubereiten. Im Bekanntenkreis haben wir schon mal über eine WG für später gesprochen, aber bis dahin wird hoffentlich noch viel Zeit vergehen. Ein Testament habe ich jedenfalls auch schon gemacht, eine Patientenverfügung wird noch folgen, ect. Man kann nicht alles planen, aber man kann ein wenig vorsorgen, auch wenn man eigentlich noch nicht daran denken mag.

So habe ich aber wenigstens das Gefühl mich ein wenig vorbereitet zu haben und das finde ich irgendwie beruhigend.
Tina L. ist offline  
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Alt 07.08.2009, 11:46   #7
Angehörige mit Vorsorgevollmacht
 
Registriert seit: 12.11.2008
Beiträge: 271
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Ein sehr wichtiges und emotionales Thema.

Auch meinen Vater wollte ich nie in ein Heim geben.

Seine Demenz ging allerdings mit Agression und beginnender Gewalttäigkeit zusammen.
Als er in einem Krankenhaus laufen gegangen war, beantragte man von dort eine geschlossene Unterbringung. Und schon waren wir im System.

Wir hatten ein sehr schlechtes Gewissen und überlegten, wie wir ihn wieder nach Hause holen konnten. Uns war klar, dass dies auf eine 24-Std. Betreuung rauslauefen würde.

In dem Heim wurden die Bewohner immer wieder zu Aktionen animiert, man ging auf seine Eigenarten ein und unterstützte ihn in vielem.

Es ging ihm zusehends besser. Und wir haben eingesehen, dass dies von uns gar nicht zu leisten ist.

Mittlerweile kennt er wieder Wochentage, liest seine Express und kennt unser Familienumfeld wieder.

Vor kurzem war er im Krankenhaus und hatte einen massiven Rückfall.

Die Struktur des Tagesablaufes im Heim und die dauernde Ansprache anschliessend, tat ihm dann wieder gut.

Wir besuchen in viel und können wieder eine Unterhaltung führen. Er legt sein Leben auch in meine Hand. Er vertraut darauf, dass ich alles mache damit es ihm gut geht. Und so wie es ist, ist es gut.

Natürlich denkt man dann auch darüber nach, was mit Einem selber im Alter passiert. Wir haben auch viel mit unseren Kindern (21 -26 Jahre) darüber gesprochen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn meine Kinder sich um mich kümmern. Aber sollte ich mich wirklcih so verändern, wäre für mich auch eine Fremdunterbringung okay.

Dies muss nicht immer negativ sein. Mein Vater war z.B. Karnevalsprinz im Heim und super stolz darauf.

Wenn wir uns wirklich um unsere Eltern kümmern ist es egal wo sie wohnen. In einer positiven Umgebung können auch Demente wieder aufblühen. Und dies ist doch das Ziel unserer Bemühungen oder?

Liebe Grüße mit Hochachtung für die Pflegenden zuhaus,

Lisa
Lisa ist offline  
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Alt 07.08.2009, 15:05   #8
"Hexchen"
 
Benutzerbild von marie
 
Registriert seit: 14.06.2005
Ort: Aachen
Beiträge: 1,296
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ja, ich trau mich auch mal
ein sehr sehr schweres Thema eben wo man ja eigentlich gar nicht so gerne dran denken will.

Also vor 10 jahren wo ich mit den Drepssionen in die klinik kam, da bin ich in der röhre gewesen mit dem kopf. Und auf einmal stellte man fest, das bei mir da was nicht stimmt. Also die spekulationen waren von Gehirnschrumpfung und Demenz beginnende. Es wurden auch verschiedene tests gemacht wie rechnen u.s.w. was man dann eben so macht. Ich selbst bin der ansicht das ich vieles vergesse, bekomme schon panik wenn ich von einem schauspieler nicht mehr den namen weiss u.s.w. aber dann kommen die ärzte immer, bzw. meine psychoärztin mit, aaach das hab ich auch in dem alter u.s.w. Ich bin 52 und bin ja noch nicht steinalt-lach, und habe es ja schon seit jahren dieses vergesslich sein. Ich war ja nicht immer 52.
Damals war es laut ärtzten sehr dramatisch und sie machten mir angst mit dem kopf. aber so mit und mit wurde es immer mehr abgeschwächt. anfangs machte man jedes jahr eine aufnahme in der röhre, die ist auch zweimal gemacht worden, es hatte gottseidank aber nicht verändert, also es war nicht mehr geschrumpft. Und jetzt muss ich kämpfen um nochmal in die röhre zu kommen weil es zu teuer ist. meine ärztin meinte sogar zu mir, aaach was haben sie denn davon wenn sie das wissen ob sich da was verändert oder nicht?
na, ich finde aber das muss immer mal weiter untersucht werden, wenn auch vielleicht nicht jedes jahr. Aber doch an und ab, weil ich dann auch wieder beruhigter bin.
Aber ich schweife ab vom thema. Ich will damit nur sagen, auch ich habe immer angst demenz zu bekommen oder zu haben. Denke dann immer an meine kinder und enkelkinder, das ist ja gar nicht auszumalen wie schlimm sowas ist.
Ich empfinde manche krankheiten als sehr schlimm wenn der mensch sich so verändert. Und mein vater ist vor drei jahren verstorben, meine mum ist noch da und hat sich etwas aufgerappelt aber nur weil mein behinderter Bruder ja noch zu hause lebt, er ist 42 und sie ihn versorgen muss. Und auch ich denke oft drüber nach was wird aus dem jungen oder aus meiner mutter wenn sie mal nicht mehr kann. Ich habe noch Geschwister und wir alle haben schon darüber nachgedacht, aber ich muss ehrlich sagen, so einfach sagen, oooch jo dann kümmer ich mich eben mal drum, das scheut jeder von uns. Wir hätten auch gar nicht alle die wohnung danach oder was weiss ich.
Es bringt eben viel mit sich.
Und ich habe hochachtung vor den Menschen die ihre lieben wirklich zu hause gepflegt haben. Alle achtung, da gehört was zu.
Natürlich bleibt bei mir ein schlechtes gewissen bestehen aber ich glaube, ich könnte es nicht. Kümmern jaaa, aber nicht mein eigenes leben aufgeben. Kämpfe da schon mit meinem gewissen rum.
Ich habe drei grosse kinder und ich möchte nicht, das die mal mit so einem gewissen zeit ihres lebens rumrennen. nein, ich möchte es nicht. Sie sollen ihr leben leben, können sich ja kümmern aber nicht in Trauer versinken. ich würde jederzeit in ein heim gehen.
Ich möchte sowas meinen kindern absolut nicht zumuten auch wenn ich keine demenz hätte, diese pflege und was alles damit verbunden ist. Das geht manchmal so sehr über die eigene kraft das man krank wird. Das würde ich nicht wollen. Ich finde das egoistisch. Ich habe keine kinder in die welt gesetzt damit ich später mal eine pflegerin habe. nein.
Aber ich habe hochachtung davor, also nicht falsch verstehen.
Es gibt natürlich solche und solche aber ich weiss auch das gerade ältere menschen sehr egoistisch sein können und einem wirklich alles, aber auch alles abverlangen.
Ich weiss nicht wie es ist, wenn mal der tag kommen würde oder nicht, dann weiss man es genau, aber ich hoffe, das meine sichtweise auch dann so bleibt.
obwohl bei demenz bleibt ja nicht mehr von dem menschen übrig.
Schwer alles.
Ein sehr schweres thema.
Gerade jetzt stehen wir auch hier vor einem problem mit meinem Bruder der jetzt in die klinik gekommen ist in die psychatriesche.
Aber ich mache da glaub ich einen extra threat auf wenn ich darf, weil ich glaube, es passt nicht zu demenz.

bis später
__________________
ganz ganz liebe grüsse marie



06.07.57

[
marie ist offline  
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Alt 08.08.2009, 00:51   #9
Gesperrt
 
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Ort: NRW
Beiträge: 2,302
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Hallo Marie,

wir können alle nicht in die Zukunft schauen, aber man wächst auch mit den Aufgaben.

Ich glaube in jüngeren Jahren fällt es leichter zu sagen, dass man auf jeden Fall später in ein Heim gehen wird. Dann, wenn man in das Alter kommt, ist man wahrscheinlich für jeden Tag dankbar, den man zu Hause bleiben darf. Es gibt Pflegedienst, Hilfsmittel usw., so lange es irgendwie geht kann man das auch. Bei schweren Demenzen wird es schon schwieriger.

Eine ältere Klientin von mir wurde von ihrem Sohn gepflegt, sie litt unter einer schweren Demenz. Er hatte kein eigenes Leben, musste seine Mutter einschließen, wenn er die Wohnung verließ, weil sie ansonsten auf die Straße gelaufen wäre und sich verirrt hätte. Damit sie nachts schlafen konnte, schloss er tagsüber die Schlafzimmertür ab, weil sie keinen normalen Schlafrythmus hatte. Er schrie sie an, weil er nicht verstand, dass sich seine Mutter so veränderte. Es war ganz traurig, denn beide litten und die ganze Situation war so nicht weiter tragbar.

Es hat einige Gespräche gedauert, bis ich ihn überzeugen konnte, dass seine Mutter in professionelle Hände gehörte. Ich wollte ihm seine Mutter nicht einfach so "wegnehmen", er hatte ihr versprochen sie niemals in ein Heim zu geben. Danach ging es beiden besser.

Ich würde meinem Kind so ein Versprechen nicht abnehmen wollen, aber ich möchte später nicht in ein Heim. Deshalb versuche ich mich heute schon darauf vorzubereiten bzw. mitzugestalten, auch wenn ich nicht weiß was mich am Ende dann tatsächlich erwartet.
Tina L. ist offline  
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Alt 08.08.2009, 10:53   #10
"Betreuerschreck"
 
Benutzerbild von Momo
 
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Beiträge: 3,034
Standard

HI

meine MUtter wollte auch nie in ein Heim. Sie sagte immer wenn sie sich aleine nicht mehr versorgen könnte dann würde sie sich das Leben nehmen. das hat mich damals ganz shcön schockiert. ich selber wies ga rnichgt was ich will wenn dann schon in eine sehr gutes heim aber wo gibt es sowas noch?überalla wird gekürzt wo sol denn noch die liebevole betreuung herkommen?Es ist doch nur noch zeit um die Leute sauber zu ahlten. in dem Punkt habe ich meine Mutte rverstanden. das shcicksal hat es bei meiner mutter dann aber anders bestimmt sie wurde sehr kranbk gehirntumor war lange im krnakanhsu und ist dann in einem hospiz gestorben. wa sist sehr gut finde das mit dem hospiz. da kümmern die sich ja echt noch um die Leute. aber es ist eben auch ein ort zum sterben. na ja ist ein altersheimja auch hm...
lg MOMO
Momo ist offline  
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