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Kein Service des Einzelhandels

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Hallo, Zitat: Hat sich vielleicht Ihr "outfit" negativ verändert?? Sorry, aber auch die Menschen an der Kasse sind nicht immer ...


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Alt 20.03.2010, 00:41   #11
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Registriert seit: 04.04.2004
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Beiträge: 2,302
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Hallo,

Zitat:
Hat sich vielleicht Ihr "outfit" negativ verändert??
Sorry, aber auch die Menschen an der Kasse sind nicht immer eine Augenweide.

Als Verbraucher kann ich im Abendkleid einkaufen gehen oder mir auch einen Sack überstüpen, wenn es mir gefällt. Der Kunde ist immer noch König und wenn die auf mein Geld verzichten können, dann gehe ich zum nächsten Laden, aber nicht bevor ich dem Filialleiter ordentlich den Marsch geblasen hätte nach so einer Aktion. Keiner guckt in meine Tasche, außer die Polizei bittet mich darum.
Tina L. ist offline  
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Alt 20.03.2010, 14:09   #12
Forums-Azubi
 
Registriert seit: 15.03.2008
Beiträge: 52
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Ja, Tina, da gebe ich Dir recht, man darf anziehen was man möchte.
Nur die Polizei dürfte eine solche Massnahme treffen, mir in die Tasche zu schauen.
Maeuse ist aber noch nicht soweit, hier den Personen Einhalt zu gebieten. Sie fühlt sich nachher schlecht und ist evtl. traurig. Das könnte bis zu einer Depression sich ausweiten, wenn sie nicht die Kraft und Mut findet, sich dies nicht mehr gefallen zu lassen.

Leider sind die Menschen so gestrickt, das nur auf die Äusserlichkeiten geschaut wird.

Weiss dies aus eigner Erfahrung, da ich eine Hauterkrankung habe, die den ganzen Körper betrifft. Daher oftmals durch Tinkturen Abriebe an der Kleidung, Blutspuren durch das kratzen.

War ich in der Klinik, Hautbild ist stabil, dann heisst es, Du schaust gut aus. Hahaha.

Komme ich mit gewissen Dingen in Berührung, dann bricht die Erkrankung wieder aus, schon verdrückt man sich in die nächste Ecke, damit man nicht grüßen muss.

Wenn man dann noch einkaufen muss, muss man etliche Spitzen ertragen.
Angeschaut wird man kaum, ist ja so sehr mit dem Wechselgeld beschäftigt.

Kleingeld wird einem nicht in die ausgestreckte Hand gelegt, sondern zwischen den Waren, die man gerade vom Band in den Wagen sortiert.

Nur heute nach 6 Jahrzehnten kann ich damit besser umgehen. Habe mir auch eine gewisse Dreistigkeit zugelegt, um gerade diese Menschen anzusprechen, um ihnen ihre Widersprüchliche Handlung vor Augen zu führen.
Tanzmaus ist offline  
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Alt 21.03.2010, 17:40   #13
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Registriert seit: 13.08.2009
Beiträge: 8
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Hallo liebe Tina,
Wie ich sehen kann, sind Sie Berufsbetreuerin, verdienen damit also Ihr Geld, Sie sind Verfahrenspflegerin und moderieren hier. Deswegen verstehe ich Sie überhaupt nicht.

Die Rede war nicht von Menschen, die hinter der Kasse stehen. Die Rede war nicht von Menschen, welche hinter einem Schreibtisch sitzen. Die Rede war nicht über Menschen im Abendkleid, Smoking o.ä. Ich habe überhaupt keine Verkleidung gefordert! Auf dieses, von mir geschaffene "Loch" sind Sie angesprungen wie ein Tango-Diesel, bar aber auch wirklich jeglicher profession. Ich habe von Leuten gesprochen, welche vor einer Kasse, vor ihrem Chef, vor Ämtern, eigentlich vor allen und allem strammstehen müssen. Und diese Menschen können sich geben wie sie wollen! Aber wehe, es passt den Leuten dahinter nicht!

Liebe Tina, haben Sie eigentlich schon einmal bedacht, wie seelisch klein ein Betreuter werden kann? Haben Sie ebenfalls schon einmal bedacht, daß ein Betreuter an so einer Situation verzweifeln kann?
Daß er sich schließlich selbst aufgibt, sich selbst vernachläßigt, motivationslos sein Heil sonstwo sucht. Dazu gehört bestimmt kein Abendkleid an einer Kasse, dazu gehört bestimmt kein Terrormachen im Supermarkt, oder das Schreien nach der Polizei.
Wenn Sie als betreute Person anfangen an sich selbst zu zweifeln, dann vernachlässigen Sie fast schon automatisch ihr "outfit". Das fängt fast unmerklich im kleinen an und potenziert sich in (fast zeitrasend) unkalkulierbarem Tempo. Das erfährt seine Fortsetzung im Haushalt, manifestiert sich in einer Gleichgültigkeit gegenüber dem sozialen Umfeld, eigentlich in einem allumfassenden Desinteresse. Und warum auch nicht? Sie (nicht Sie persönlich) haben eh nichts zu sagen. Klar, Sie haben Rechte, steht auch irgendwo - aber machen Sie mal was! Viel Spaß....Und irgendwann unterscheided man sich von anderen an der Kasse. Ich sehe so etwas (fast) jeden Tag.

Da Sie Berufsbetreuerin sind, sollten Ihnen derartige Entwicklungen eigentlich bekannt sein. Ihre populistischen Aüßerungen sind für mich entbehrlich.

Zitat:
Zitat von Tina L. Beitrag anzeigen
Hallo,



Sorry, aber auch die Menschen an der Kasse sind nicht immer eine Augenweide.

Als Verbraucher kann ich im Abendkleid einkaufen gehen oder mir auch einen Sack überstüpen, wenn es mir gefällt. Der Kunde ist immer noch König und wenn die auf mein Geld verzichten können, dann gehe ich zum nächsten Laden, aber nicht bevor ich dem Filialleiter ordentlich den Marsch geblasen hätte nach so einer Aktion. Keiner guckt in meine Tasche, außer die Polizei bittet mich darum.
dega ist offline  
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Alt 21.03.2010, 23:12   #14
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Registriert seit: 04.04.2004
Ort: NRW
Beiträge: 2,302
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Zitat:
@ Maeuse

Sehr merkwürdig! Hat sich vielleicht Ihr "outfit" negativ verändert??
Genau das habe ich nämlich schon des öfteren beobachtet. Eingefleischte Kassierer haben für so etwas einen Blick. Recht hin / Recht her - peinlich genug ist es.
Hallo Dega,

das war Dein (ich bleibe beim üblichen Duzen in diesem Forum) Erklärungsversuch auf diese "Merkwürdigkeit". Für Dich ist das eine Merkwürdigkeit, für mich ist das ein distanzloses und rechtloses Verhalten, welches auch nicht durch irgendein outfit zu rechtfertigen ist.

Zitat:
Wenn Sie als betreute Person anfangen an sich selbst zu zweifeln, dann vernachlässigen Sie fast schon automatisch ihr "outfit". Das fängt fast unmerklich im kleinen an und potenziert sich in (fast zeitrasend) unkalkulierbarem Tempo. Das erfährt seine Fortsetzung im Haushalt, manifestiert sich in einer Gleichgültigkeit gegenüber dem sozialen Umfeld, eigentlich in einem allumfassenden Desinteresse. Und warum auch nicht? Sie (nicht Sie persönlich) haben eh nichts zu sagen. Klar, Sie haben Rechte, steht auch irgendwo - aber machen Sie mal was! Viel Spaß....Und irgendwann unterscheided man sich von anderen an der Kasse. Ich sehe so etwas (fast) jeden Tag.
Die Antwort dazu hast Du Dir schon selbst gegeben

Zitat:
Da Sie Berufsbetreuerin sind, sollten Ihnen derartige Entwicklungen eigentlich bekannt sein
Weiter dazu

Zitat:
Ihre populistischen Aüßerungen sind für mich entbehrlich
Das mag für Dich so sein, aber in meinem Forum erlaube ich mir zu schreiben was ich denke. Zudem möchte ich mal bemerken, dass gerade Du nicht von unentbehrlichen Beiträgen schreiben solltest, da wir Deine geistigen Ergüsse schon editieren und Dich verwarnen mussten.

Zurück zum Thema.. Das Zauberwort heißt Toleranz, gegenüber jenen, die aus dem üblichen Rahmen fallen, gegenüber jenen, die nicht in das Bild einer schönen heilen Welt passen.

Ich mache ganz oft die Erfahrung, dass meine Klienten ausgegrenzt werden, nur alleine deshalb, weil sie anders sind, weil sie anders aussehen, weil sie als Junkies oder Ver-rücke ect. abgestempelt werden. Spätestens, wenn das Persönlichkeitsrecht eines Menschen überschritten wird, dann greife ich verhemmt ein. Das tue ich nicht nur in meinem Job, sondern auch überall dort, wo ich so etwas beobachte.

Verständlicherweise wird nicht jeder, mutterseelenalleine an einer Kasse stehend, sofort die richtigen Worte finden, aber man kann Mut machen es zu versuchen. Übrigens auch etwas, was ich in meinem Job tgl. praktiziere, nämlich ein Selbstwertgefühl zu vermitteln und das mit durchaus positiven Rückmeldungen.

Jeder Mensch, egal welcher Herkunft ect., hat die gleichen Rechte. Diese hören nicht an der Kasse von Supermarkt xy auf. So einfach ist das, auch wenn es beim Betroffenen an der Umsetzung hapern könnte. Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun, man sollte wenigstens wissen welche Rechte man hat und vielleicht ist nach der 10. Taschenkontrolle der Punkt erreicht, wo man tatsächlich mal seinem Herzen lautstark Luft macht.

Ps. Ich frage mich was Du eigentlich wirklich bezwecken willst mit Deinen Beiträgen.
Tina L. ist offline  
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Alt 23.03.2010, 18:49   #15
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Beiträge: 8
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Mein Wunsch ist es zu provozieren.

Aus ganz anderen Bereichen habe ich gelernt, die Dinge extrem darzustellen (fast schon "remote"), damit es verständlich wird, und es auch jeder versteht.. Als Resultat und Lehre verblieb eine zu empfindene Provokation. In diesem seelisch äußerst empfindlichen Bereich bin ich nur von einem Buzzword überzeigt: Konfrontation, break them / make them. Ich weiß, klingt doof. Ab einem bestimmten Stadium geht es aber nur noch mit der Brechstange. Das Abendkleid kommt da nicht weit. Der Betreuer sollte zusehen, wo seine Grenzen sind. Sonst manövriert er seinen Schützling ganz schnell außerhalb selbständigen Handelns, illusioniert irgendwelche irrealen Phantasien, welche der Mandant ihm natürlich voll abnimmt, nur um schließlich festzustellen, daß eine P-Insolvenz angeraten ist. Das gefühlte Empfinden (doppelt gemoppelt??) des Betreuten ist so, wie sich mein Kommentar liest: Es wird einem schwindelig! Bitte, bitte - kurz sacken lassen, dann antworten.

Ich weiß nämlich definitiv, wovon ich rede. Kann'st mir glauben. Ich hab die Mühle durchgemacht!

Falls es erlaubt ist - ausdrücklich keine Rechtsberatung - möchte ich gerne meine Erfahrung an die Mitglieder im Forum weitergeben. Meine Ausdrucksweise wird teilweise nicht den netiquetten enstprechen, dafür ist sie aber klar. Selbstverständlch kann ich mich auch ganz anders artikulieren, das erlaubt mir meine Bildung.
Englisch besser als deutsch, deutsch besser als spanisch, spanisch besser als französisch (gesprochen), und und und. Ach so, Lebenserfahrung ist ad auch noch.
dega ist offline  
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Alt 23.03.2010, 23:41   #16
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Hallo Dega,

Zitat:
Mein Wunsch ist es zu provozieren
Das ist schon angekommen.

Zitat:
Aus ganz anderen Bereichen habe ich gelernt, die Dinge extrem darzustellen (fast schon "remote"), damit es verständlich wird, und es auch jeder versteht
Damit möchtest du Dich verständlicher machen? Sorry, aber ist es nicht eher Aufmerksamkeit, die Du damit erreichen willst? Das gelingt Dir auch, aber verstehen wird man Dich sicherlich nicht, wenn Du provokant ein paar Zeilen in den Raum wirfst und das war es dann..

Zitat:
Der Betreuer sollte zusehen, wo seine Grenzen sind. Sonst manövriert er seinen Schützling ganz schnell außerhalb selbständigen Handelns, illusioniert irgendwelche irrealen Phantasien, welche der Mandant ihm natürlich voll abnimmt, nur um schließlich festzustellen, daß eine P-Insolvenz angeraten ist
Du hast schlechte Erfahrungen gemacht und Dein Unmut ist nachvollziehbar. Wie kommst Du aber darauf, dass Betreuer generell ihre Grenzen nicht kennen und aus ihren Klienten unmündige Menschen machen?

Wenn mir Klienten sagen, dass sie sich erst durch mich als Menschen fühlen dürfen, dann sagt das mehr als jede blanke Theorie. Das Ziel ist nicht den Betroffenen alles abzunehmen, sondern sie in den Aufgabenkreisen zu unterstützen und zu schützen, in denen es ihnen durch ihre Erkrankung nicht möglich ist.

Du solltest versuchen Deine Geschichte nicht mit allen anderen zu vermischen, sonst verlieren sich Deine Bemühung in eine Art Amoklauf gegen die Betreuer. Du wärst nicht der Erste hier. Wir sind dankbar für jeden Betroffenen, der (auch kritisch) über sein Erleben berichtet und die Betreuer geben sich große Mühe zu helfen. Dieser Austausch fuktioniert bisher sehr gut. Für persönliche Abrechnungen gegen Betreuer ist hier jedoch kein Platz.

Zitat:
Meine Ausdrucksweise wird teilweise nicht den netiquetten enstprechen, dafür ist sie aber klar. Selbstverständlch kann ich mich auch ganz anders artikulieren, das erlaubt mir meine Bildung.
Daran habe ich keinen Zweifel und möchte Dich doch sehr darum bitten.

Das hatte mit dem Thema an sich nicht mehr allzu viel zu tun, weil die Betreuer nicht mit ihren Klienten einkaufen gehen werden. Hätte mir einer meiner Betroffenen von so einem Vorfall erzählt, wäre ich mit ihm zusammen in diesem Supermarkt aufgeschlagen. Dabei kommt es natürlich immer auf den jeweiligen Klienten an, ob er sich diese Klärung überhaupt wünscht und wie wichtig sie ihm ist.
Tina L. ist offline  
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