Dies ist ein Beitrag zum Thema Autokauf / Insolvenzverfahren - Ich brauche Hilfe! im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hallo,
Ich habe folgendes Problem und bitte euch um Eure Hilfe!
Ich stehe seit 02/2009 unter Betreuung wegen psychischer Probleme(Kaufsucht, ...
|
|||||||
| Registrieren | Hilfe | Benutzerliste | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
|
|
#1 |
|
Gesperrt
Registriert seit: 20.05.2010
Beiträge: 1
|
Hallo,
Ich habe folgendes Problem und bitte euch um Eure Hilfe! Ich stehe seit 02/2009 unter Betreuung wegen psychischer Probleme(Kaufsucht, Borderline- Störung), es ist auf meinen Wunsch hin auch ein Einwilligungsvorbehalt eingerichtet worden. Die Betreuung habe ich komplett selbst angeregt, es wurde ausser dem bericht der behandelnden Ärztin auch kein gutachten erstellt. Ich habe nun eine ambulante Therapie begonnen, und mein Gesundheitszustand hat sich so verbessert, dass ich im März 2010 eine Umschulung begonnen habe. Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß, ich habe bisher nicht einen Tag gefehlt und habe auch in der Berufsschule nur gute Noten. Meine Psychotherapeutin ist voll zufrieden mit mir und fragt mich ständig, warum ich eigentlich unter Betreuung stehe, zumal die einzigen Probleme, die wir derzeit in der Therapie besprechen, Probleme mit der Betreuerin sind. Meine finanzielle Situation hat sich dahingehend sehr verbessert, dass ich nun Hartz 4 nur noch ergänzend beziehe und meinen Lebensunterhalt weitestgehend selbst bestreite. Ich habe einen 6jährigen Sohn, der derzeit noch in den Kindergarten geht und ab September eingeschult wird. Nun benötige ich für die Umschulung ein Auto, da Teile der Umschulung, die von der IHK vorgeschrieben sind, nur in der Zentrale meiner Firma möglich sind. Ich arbeite in einer kleinen Zweigstelle und alles, was mit Lohnabrechnung usw zu tun hat, wird in dieser Zentrale erledigt. Die Zentrale liegt 45 km von meinem Wohnort entfernt und ist mit Bus und Bahn gar nicht oder nur sehr schwer zu erreichen. Ich müsste morgen um 6.45 mit dem Zug losfahren um um 8.30 in der Zentrale zu sein. Das lässt sich mit der Kinderbetreuung aber absolut nicht vereinbaren, ich befürchte, mein Kleiner würde darunter sehr leiden... ich müsste ihn fast selbst in den Kindergarten schicken, oder ihn um 6.30 dort vor der Türe abstellen, damit dann um 7.15 Uhr die Erzieherin ihn hinein lässt. Mit einem Auto- alles kein Problem. Finanziell wäre der Kauf eines gebrauchten Kleinwagens durchaus machbar, da ich innerhalb der letzten 4 Monate ein Guthaben von über 1200 Euro angespart habe. Es wäre noch mehr, aber im januar war meine Waschmaschine kaputt- ich habe mir dann mit Einwilligung der Betreuuerin eine Neue für 350 € gekauft. Die Betreuerin lehnt die Anschaffung eines Autos kategorisch ab, da sie der Meinung ist, die finanziellen Mittel würden nicht ausreichen. Eine Gegenüberstellung der Einnahmen und der Fixkosten hat einen Betrag von über 400 Euro ergeben, der jeden Monat weiter angespart werden würde. Selbst mit einem Auto wären noch mind. 200 Euro zur Rücklagenbildung übrig. Die Betreuerin bezieht sich auf die bisher angefallenen Schulden, erklärt sich aber gleichzeitig auch nicht bereit, endlich in ein Regelinsolvenzverfahren einzuwilligen oder das Geld zur Schuldentilgung zu verwenden. Jedoch wäre sie damit einverstanden, wenn jemand der Frau ein Auto kaufen würde und sie einen monatlichen Nutzungsbetrag bezahlen würde. ??? Wie soll ich das verstehen, einen Vertrag über die Nutzung eines Autos darf ich also unterschreiben und so neue Schulden aufbauen??? Ich verstehe die Welt nicht mehr, ich soll mit meinem Arbeitgeber reden und ihn um einen Dienstwagen (!!!!) bitten- hallo, ich bin UMSCHÜLERIN!!! Oder ich soll ihn darauf hinweisen, dass er ja wusste dass ich kein Auto habe um in die Zentrale zu fahren. Und das ich ja Hartz 4 Empfängerin bin und mir ein Auto nicht leisten könnte. Ich möchte ja kein Neues Auto, es ist ein Twingo mit 78000 km und TÜV/AU neu im Gespräch, den ich von einer Bekannten für 650,- Euro bekommen könnte. Die Steuer dafür beträgt etwa 85 Euro im Jahr, und da ich noch Versicherungs% habe, wäre die Versicherung bei etwa 50 € im Vierteljahr. Meine Frage: Gibt es eine Möglichkeit, zumindest den Einwilligungsvorbehalt zurück nehmen zu lassen? Die Betreuung ist vom Gericht vorerst bis 02/2011 festgesetzt worden. Am liebsten wäre mir jedoch, wenn die ganze Betreuung weg wäre, ich habe einfach das Gefühl, dass mich dieser ganze Heckmeck extrem ausbremst... Wenn das nicht geht, gibt es die Möglichkeit, in diesem Fall einen guten Freund als Betreuer einsetzen zu lassen? Kann die Betreuerin das notwendige KFZ grundsätzlich ablehnen und so die Umschulung gefährden? Kann sie wirklich ohne gute Gründe gegen das Regelinsolvenzverfahren sein? Ich weiß mir im Moment keinen Rat mehr und stöße bei der Betreuerin nur auf taube Ohren. Entschuldigt bitte, dass das so lang geworden ist! LG Daja |
|
|
|
|
|
#2 | |
|
Admin/Dipl. Sozialarbeiter / Berufsbetreuer
Registriert seit: 15.01.2009
Ort: Hessen
Beiträge: 1,040
|
Zitat:
wenn sich deine Situation so verbessert hat kannst du selbstverständlich einen Antrag auf Einschränkung der Betreuung bzw. Aufhebung stelle. Einfach formlos den Antrag bei Gericht stellen, wenn möglich fügst du gleich ein fachärztliches Attest bei das eine Betreuung derzeit nicht mehr notwendig ist. Gruß, Andreas |
|
|
|
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|