Dies ist ein Beitrag zum Thema Pflegeheim gegen den Willen des Betreuten (achtung lang!) im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hallo,
ich habe das Problem, dass mein zukünftiger Schwiegervater, weil Vollpflegefall ins Pflegeheim soll und dass obwohl er schon früher ...
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#1 |
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Gesperrt
Registriert seit: 14.07.2010
Beiträge: 7
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Hallo,
ich habe das Problem, dass mein zukünftiger Schwiegervater, weil Vollpflegefall ins Pflegeheim soll und dass obwohl er schon früher strickt geäußert hat, dass er wenn überhaupt nur zuhause gepflegt werden möchte. Dies haben wir auch dem Betreuer mitgeteilt und fragen uns nun was wir dagegen tun können. Ich möchte euch schildern wie es zu dieser Situation gekommen ist, mein Verlobter und ich leben gemeinsam mit seinen Eltern im elterlichen Haus, für welches nebenbei gemerkt noch ein Darlehen läuft. Mein Schwiegervater ist 72 Jahre alt und hatte vor über 10 Jahren eine Herz OP (war lang vor meiner Zeit). Seit mindestens 4 Jahren weigert er sich strickt zum Arzt zu gehen oder Medikamente einzunehmen. Dieses + durch eine verschleppte Erkältung entstandene Lungenentzündung + eventueller Hautkrebs mit evt. Metastasten im Hirn (alles nicht ganz sicher) hat zu einem Epileptischen Anfall im Gehirn geführt. Wir fanden Ihn also Vormittags Nicht zu einer Bewegung fähig auf dem Sofa liegend. Nach Einlieferung ins Krankenhaus wurde wohl durch Anregung vom KH ein gerichtlicher Betreuer bestellt. Nun erhielten wir am Montag einen überraschenden Anruf, er könne nach Hause und werde entalssen. Er ist voll Pflegebedürftig, kann nicht allein, Essen, auf Toilette oder sich fortbewegen. Sitzen im Rollstuhl sowie Gehen mit Hilfe ist jedoch möglich. Heute erfahren wir vom Betreuer dass er in ein Pflegeheim eingewiesen wird. Wir fragen uns nun wieso? Da wir beim ersten Besuch des Betreuers deutlich gesagt haben das wir die eventuell nötige Pflege mit unterstützung eines Pflegedienst zuhause übernehmen. Durch die arbeitslosigkeit meines Verlobten und die nebenberufliche Selbstständigkeit von mir, die ich von zuhause aus ausübe ist ständig jemdand da. Dazu kommt nun die Angst um das Haus, wir haben bereits diesen Monat durch die Betreuung Finanzielle Probleme bekommen. Die Rente von Schwiegervater und Schwiegermutter laufen beides auf ein gemeinsames Konto. Welches einen Dispo hatte, durch die afulösung von diesem konnten weder Rechnungen beglichen noch Geld zum leben abgehoben werden. Da er ja nun laut Betreuer in ein Pflegeheim kommen soll, würde die Rate für das Haus allein auf die Mutter zurückfallen sowie Strom, Wasser ect. doch dieses kann nicht allein von nicht ganz 1000,- EUR Rente beglichen werden. Obendrein kommt dass sich meine Schwiegermutter auch nicht in einem guten Gesundheitlichem Zustand befindet und diese von dem Wunsch Ihres Mannes auf keinen Fall in ein Heim zu kommen weiß. Die Einweisung hierhin würde Ihr das Herz brechen, auf grund dessen wissen wir auch nicht wie wir Ihr das erklären sollen, ohne zu Riskieren, dass Sie sich vollends hängen lässt oder gar einen Herzanfall oder ähnliches bekommt. Ich Hoffe Ihr könnt mir diesbezüglich Ratschläge oder Tipps geben könnt. Der Betreuer möchte morgen bei uns vorbei schauen, sollen wir es Ihm überlassen der Mutter zu erklären, dass ihr Mann nicht mehr nach Hause kommt und evt. das von Ihnen alles geliebte Haus den Bach runter geht? Was ich ganz vergessen hab und wohl auch noch wichtig ist. Der Schwiegervater ist inzwischen bei vollem Bewusstsein (im Gegenteil zu seinem Zustand bei der Einlieferung im Krankenhaus) und kann Sprechen. Laut Ärzten ist er aber wohl nicht Entscheidungsfähig, da er wohl durch diesen ganzen Vorfall an leichter Demenz leidet. Trotzdem müssen doch aber die Wünsche und sein Wille etwas zählen oder? Grüße Martina Geändert von Samsi (14.07.2010 um 12:14 Uhr) |
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#2 |
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"Nervensäge" vom Dienst
Registriert seit: 08.12.2008
Beiträge: 441
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Hallo Martina,
wurde denn im Krankenhaus die vollständige Untersuchungspalette geleistet? Insbesondere hinsichtlich des Krebses, besteht da nun Gewissheit? Wieviel von dem Haus muss denn noch getilgt werden bzw. wie hoch sind denn die monatlichen Raten? Problem ist natürlich, dass die Hälfte des Hauses ja deinem Schwiegervater gehört und er mit dem Anteil ja den Platz im Pflegeheim finanzieren müsste (notfalls mittels Darlehen vom Sozialamt, wenn die Rente nicht reicht). Wurde inzwischen eine Pflegestufe durch den Betreuer beantragt? Im Übrigen würde ich empfehlen, sollte es doch aufs Pflegeheim hinauslaufen, dass deine Schwiegermutter sich ein eigenes Konto anschafft, damit auch sie ALLEIN über ihr Geld verfügen kann. Wie sehen denn eure Finanzen aus? Wirft deine Selbstständigkeit genug ab, damit vielleicht (falls es nur eine Kurzzeitpflege wird) ihr die Tilgung übernehmen könnt? Zahlt ihr überhaupt Miete? Viele Fragen, sry ;-) Liebe Grüsse, MurphysLaw |
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#3 |
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Gesperrt
Registriert seit: 14.07.2010
Beiträge: 7
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Hallo,
hinsichtlich des Krebses wurde woh nichts mehr untersucht, zumindest haben wir darüber keine Auskunft bekommen. Wir wissen jediglich dass er wohl nochmal durch einen Hautarzt untersucht werden soll und die Medikamente in den Tee gemischt werden, da er sich strickt weigert diese einzunehmen. Über den Grebs haben wir meine Schwiegermutter nicht informiert, da Sie so schon sehr labil ist und meint die Einnahme Ihrer Medikamente würden kein Sinn mehr machen ect. und wir sie daher nicht weiter belasten möchten solang nicht vollends klar ist was genau los ist. Die Rate des Hauses beträgt 500 Euro monatlich, und es sind noch ungefähr 30000 Euro offen, eben die Sache mit der Finanzierung für das Pflegeheim durch verkauf des Hauses macht uns Sorgen. Wir bekommen Aufstockend ALG2 (Harz 4) und bezahlen keine Miete. Arbeiten es dafür ab wenn man das so sagen kann? Wir gehen einkaufen, machen den kompletten Haushalt, Kochen ect. Übernahme einer Tilgung fällt durch Harz4 wohl auch aus. Das eigene Konto ist geplant, dies soll jedoch laut Bank erstnocheinmal gemeinsam mit dem Betreuer abgesprochen werden, eben zwecks Bezahlung des Hauses ect. Es existieren aber auch noch 3 kleinere Grundstücke (ackerland) die dann zuerst verkauft werden würden. Unser Problem des weiteren ist halt, dass der Betreuer äußerst schlecht zu erreichen ist. Es wurde uns bereits letzte Woche, bevor uns die Entlassung bekannt wurde, und wir mit Ihm über die finanzielle Situation sprechen wollten, von der Sekretärin 2 mal zugesagt, er würde bei uns vorbeikommen, was jedoch nicht geschah. Den Betreuer persönlich erreichen wir eigentlich überhaupt nicht. Daher bleibt zu hoffen, dass er morgen überhaupt auftaucht. Aber ist es denn nicht notwendig, dass er mit meinem Schwiegervater darübe spricht ob er in ein Pflegeheim möchte? Ein Pflegedienstmitarbeiter, der auf Wunsch unseres Rathauses nach der Schwiegermutter gesehen hat (sie ist im letzten halben Jahr fast nicht auserhalb des Hauses gewesen, da Sie sehr schlecht laufen kann) hat uns auf Anfrage bestätigt, dass eine gemeinsame Pflege Zuhause in Zusammenarbeit mit Ihnen kein Problem sein dürfte. Meine Mutter hat mir eben angeraten evt. diesen zu bitten, das dem Betreuer nochmal zu sagen und ihm verständlich zu machen dass es uns nicht um das Geld geht sondern um den Wunsch nicht ins Heim zu kommen und das Haus so lange wie möglich zu erhalten. Bin um jede Hilfe dankbar, da wir uns sehr hilflos fühlen und beantworte daher gerne auch Fragen die weiterhelfen können. Grüße Martina |
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#4 |
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Forums-Azubi
Registriert seit: 17.05.2010
Beiträge: 34
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Hallo Samsi,
das scheint ja nicht gut gelaufen zu sein. Von der medizinischen Seite würde ich euch dringend empfehlen, eine geriatrische Reha für den Schwiegervater zu bekommen. Dort kann er sich erholen und fitter werden, und es gibt euch die Möglichkeit, die häusliche Pflege vorzubereiten. Eine Alternative wäre Kurzzeitpflege. Eine langfristige Entscheidung fürs Heim würde ich nicht hinnehmen, aber wie man das am besten regelt, können dir hier bestimmt andere besser sagen. Sagt mal, könntet ihr nicht selbst die Betreuung übernehmen? Wurdet ihr nicht gefragt? Liebe Grüße Susanne |
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#5 |
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Gesperrt
Registriert seit: 14.07.2010
Beiträge: 7
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Hallo,
er war / ist in einem geratischem Zentrum, auch von dieser Verlegung haben wir nur erfahren, weil mein Verlobter ihn besuchen wollte. Da er ja morgen bereits entlassen werden soll, wird das mit der Reha wohl nichts. Wir werden dem das morgen auf jedenfall nochmal sagen, dass er zuhause gepflegt werden möchte und bekommen evt. noch unterstützung von dem Pfleger der bereits bei uns zu besuch war, bei diesem Gespräch. Mein Verlobter wurde nach der Einlieferung im KH gefragt wer die Entscheidungen treffen soll bzw. ob er das machen würde er hat da zugesagt und bekam vom Arzt gesagt, dass er vom Gericht noch nen Bescheid bekomt dass er als Betreuer eingetragen wird. 1 Woche später stand der Berufsbetreuer vor der Tür. Wir haben aber die Betreuung zumindes was die Gesundheitsfürsorge und das Aufenthaltsrecht angeht bereits über einen Anwalt beantragt, da es ja anfangs ziemlich durcheinander ging. Siehe keine Rechnungen bezahlt und kein Geld zum leben für die Mutter.... LG Samsi |
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#6 |
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"Nervensäge" vom Dienst
Registriert seit: 08.12.2008
Beiträge: 441
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Hallo Martina,
also ich würde meine Betreuerin um folgendes bitten (und natürlich auch mit der Schwiegermutter absprechen!) : 1) Verkauf der Äcker, um das Haus Schuldenfrei zu bekommen! Oder gibts (sentimentale?) Gründe, die dagegen sprechen würden? Für den Teil deines Schwiegervaters wird vom Gericht eine "Verkaufsgenehmigung" eingeholt werden müssen (soweit ich das aus anderen ähnlichen Beiträgen verstanden habe) 2) Haben deine Schwiegereltern Schwerbehindertenausweise und Pflegestufen? Falls nein, unbedingt nachholen! Bzw. den Betreuer drum bitten, falls noch nicht geschehen für den Schwiegervater. 3) Mir fällt ein, als die Betreuung angeregt wurde, wurde da niemand von euch (also dein Mann und/oder du) gefragt, ob eine Betreuung durch euch machbar wäre? An sich sollen Ehrenämtler vor Berufsbetreuern ernannt werden. 4) Für welche Bereiche wurde die Betreuung eingerichtet? Gibt es einen Einwilligungsvorbehalt? Hat dein Schwiegervater schon persönlichen Kontakt zum Betreuer gehabt? 5) Eventuell wäre ja eine sog. Kurzzeitpflege in einem Heim möglich, um ihn soweit zu stabilisieren und zu reaktivieren, dass er wieder heim kann. Dann wäre euer Schrecken nur von kurzer Dauer! Frag den Betreuer doch auch, ob er damit einverstanden wäre. 6) Zu eurer persönlichen Situation. Ich mein es nicht böse, aber eine Mietzahlung wäre schon angemessen. Denkst du nicht? (Ja, ihr arbeitet es ab, keine Frage!) Setzt doch mit deiner Schwiegermutter (eventuell kommt da auch der Betreuer auf euch zu) einen Mietvertrag mit geringer Miete auf. Das wird auch, aufgrund der veränderten Lage, die Arge anerkennen müssen und zahlen. Bekommt ihr denn aktuell schon Nebenkosten und Heizkosten vom Amt bezahlt? Deine Schwiegermutter muss ja vielleicht auch mal die Heizung erneuern oder das Dach decken und das könnte sie, wenns hart auf hart kommt, von 1000 € Rente nicht finanzieren! Das erstmal, was mir so einfällt, hoffe, es melden sich noch andere (bei der Hitze *ächz*) Liebe Grüsse, MurphysLaw |
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#7 |
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"Räuberbraut"
Registriert seit: 17.07.2009
Beiträge: 779
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hallo martina,
zum einen darf niemand den opa in ein pflegeheim "stecken", wenn er das nicht möchte und im übrigen die möglichkeit zur pfelge zu hause gegeben ist. und natürlich muss er dazu gehört werden, was er nun möchte oder nicht, über seinen kopf hinweg dürfen solche wichtigen entscheidungen nicht getroffen werden. auch falls er nun jetzt nicht mehr groß ansprechbar ist, es aber klar ist, dass er halt zuvor immer klar gemacht hat, dass er zu hause gepfelgt werden wollte, dann muss das berücksichtigt werden. von seinem wunsch darf nur abgewichen werden, wenn es seinem wohl erheblich zu wider laufen würde.... ihr könnt dem betreuer mitteilen, dass dein verlobter die betreuung übernehmen möchte. das sollte der betreuer dem gericht melden, das ist seine aufgabe. denn ehrenamtliche betreuung geht immer vor berufsbetreuung. daher müsste dann gewechselt werden. normalerweise fragt das gericht zunächst mal im familienkreis, ob jemand die betreuung dort übernehmen möchte. im falle, dass es aber eilt mit der betreuerbestellung, kann schon mal sein, dass die familie auch übersehen wird, weils schnell gehen muss. gruß, zeiten |
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#8 |
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Gesperrt
Registriert seit: 14.07.2010
Beiträge: 7
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Hallo,
danke für die vielen Antworten, wir hatten inzwischen einen sehr kurzn Besuch des Betreuers. Er meinte der Schwiegervater müsste sich erst noch etwas erhohlen, aber ob da ein Pflegeheim das richtige ist? Wenn es dann soweit ist, dass er sich noch etwas erhohlt hat und aufgepeppelt ist, würde man weiter sehn, er würde sich da aber nicht in den Weg stellen. Auch dem Termin mit der Bank um das finanzielle soweit zu regeln bzw. dass 2 getrennte Konten eingerichtet werden hat er sich bereit erklärt. Der Antrag, dass mein Verlobter zum Betreuer in Aufenthaltsrecht und Gesundheitsfragen bekommt ist bereits gestellt. Das die ARGE eine Miete bezahlt, auch wenn Küche und Bad geteilt werden und kein seperrater Eingang besteht war uns bisher nicht bekannt. Werden da mal bei der ARGE nachfragen in wie weit da was möglich ist. Pflegestufe bekommt die Mutter leider nicht, da Sie bis auf den Haushalt und sich selber Essen zubereiten noch die ganze persönliche Pflege selbst übernehmen kann. Nach der Pflegestufe für den Vater zu fragen hab ich nun nicht gedacht, aber ich denke da er ja ein Pflegefall bleiben wird, denkt der Betreuer selber soweit? Bekannt ist inzwischen auch, dass der Betreuer jeden Morgen und Abend einen Besuch macht, zumindest nu wo er nicht mehr 30 km weg liegt (wohl das einzig gute an der Unterbringung). Nochmal vielen Dank für die tollen Tipps. Liebe Grüße Martina Geändert von Samsi (15.07.2010 um 11:24 Uhr) |
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#9 |
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"Nervensäge" vom Dienst
Registriert seit: 08.12.2008
Beiträge: 441
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Hallo Martina,
weisst du, meine Glaskugel war gestern kaputt, als ich das mit der Miete schrieb ;-) Trotz des gemeinsamen Bades und der Küche sollte eine Art Untermietvertrag möglich sein. Ihr verbraucht ja auch Strom (aus der Regelleistung), Heizung, wohnt die Zimmer ab (nicht bös gemeint, ist ja bei allen so). Ich denke schon, dass da eine zahlbare Miete machbar sein sollte. Ihr wärt dann quasi eine Hausgemeinschaft, mit den Schwiegereltern. Wohnt ihr denn auf der gleichen Etage auch? Übrigens wegen Nichtführens des Haushalt und Zubereitung des Essens (Was ist mit der Wäsche, könnte sie das noch?) und noch 2 weiterere Sachen habe ich eine Pflegestufe. Versucht es einfach mal, lest euch vor einer Begutachtung aber GUT ein (gibt viele Tipps dazu im Net!). Du schriebst auch, dass ein Pfleger bereits zu deiner Schwiegermutter kommt. Was macht der denn dann? Selbst wenn ihr dann die Aufgaben übernehmt, kann im Falle der Gewährung, eure S-Mutter dir/euch das Pflegegeld überlassen. Ohne Anrechnung durch das Jobcenter, da Familie! Wären auch bei Pflegestufe 1 225€ mehr in der Haushaltskasse. Bei Kombileistung (Pflegedienst und sonstige Leistung) entsprechend weniger. Das was du zum Betreuer schriebst, scheint mir ganz vernünftig, denkst du nicht? Ihm scheints ja zunächst auch ums Aufpeppeln im Rahmen einer Kurzzeitpflege (sprich ihn darauf nochmal an, obs diese ist) zu gehen. Da wird der S-Vater medikamentös eingestellt, er kann sich noch weiter erholen etc. Die Idee von sisusisu mit der geriatrischen Reha find ich auch prima. Sprich auch darauf mal den Betreuer an (wenn noch nicht getan). Auch wenn ich davon ausgehe, dass er sich bereits drum kümmert, frag den Betreuer bei nächster Gelegenheit noch, ob er Pflegestufe und Schwerbehindertenausweis/Verschlechterung beantragt hat. Notiere dir deine Frage ruhig auf einem Zettel. Niemand kann das alles im Koppe habe ;-) Der Anfang ist gemacht, denke ich! Liebe Grüsse, MurphysLaw |
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#10 |
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Gesperrt
Registriert seit: 14.07.2010
Beiträge: 7
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Wie gesagt wegen Miete / Untermiete machen wir uns mal schlau.
Das Haus hat sozusagen 3 Stockwerke, ebenerdig ist sozusagen der Keller (komisch ich weiß) 1. Stock ist dann unser kleines Schlafzimmer, Küche, das Wohnzimmer der Eltern und ne Toilette. Im oberen Stock Badezimmer, Schlafzimmer der Eltern und noch unser kleines Wohnzimmer + Abstellkammer die wir zum Büro umfunktioniert haben. Wir lebensozusagen oben und Sie unten beim schlafen dreht sich das dann. Wäsche waschen geht auch nicht mehr, weil die Waschmaschine im Keller steht und Sie kann nichts die Treppen runter oder hoch tragen, weil sie sich zum gehen festhalten muss. Sie hatte mal Pflegestufe beantragt, hat sich davor aber nicht wirklich kundig gemacht, konnte damals aber auch noch etwas besser. Das Ergebnis waren 100 Euro monatlich für ne externe Haushaltshilfe. Wir werden das wohl aber nochmal über den Arzt versuchen, da wir Ihr inzwischen dass essen auch kleinschneiden müssen. Was mich halt etwas stört ist dieses wir sprechen drüber wenn es soweit ist, weil bis das alles organisiert ist mit Hilfsmitteln (Bett, Rollstuhl evt. Klostuhl ect.) und die Pfleger und und und dauert das ja auch ne Weile. Der Pfleger war nur einmal wegen der Mutter da, weil wohl jemand aufm Rathaus angerufen hat, dass man Sie garnicht mehr sehen würde (wohnen in nem Kuhkaff). Daraufhin wurde er halt von dem da Zuständigen gebeten vorbei zu schaun ob alles in Ordnung ist. Hatten wohl Angst wir sperren Sie ein und geben Ihr nix zu essen oder so. Aufjeden Fall bekommt Sie keine regelmäßige Pflege durch einen Pfleger. War aber ganz gut denn so ist rausgenommen dass Sie ihre Blutdrucksenker nicht nimmt, weil Sie meint der sei wieder niedrig (beim Messen war er bei 180). Nu weiß ich auch wieso die Tabletten so lang halten, hatte mich schon gewundert. Achja wegen der Reha, laut meinem Liebsten, wurde das wohl angesprochen aber von der Ärztin abgelehnt weil sie glaubt das wird nicht mehr besser. Lieben Gruß Martina |
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