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Probleme bei der Betreuung meines Sohnes (ehemals Hallo)

Dies ist ein Beitrag zum Thema Probleme bei der Betreuung meines Sohnes (ehemals Hallo) im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hallo Michaela, Danke,für die Auskunft. Nun,gestern Abend kam er ja noch mal zu mir und da ich mich noch nicht ...


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Alt 04.03.2011, 10:24   #71
Forums-Azubi
 
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Beiträge: 53
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Hallo Michaela,
Danke,für die Auskunft.
Nun,gestern Abend kam er ja noch mal zu mir und da ich mich noch nicht so gut auskenne und die Therapie nicht gefährden wollte,hab ich ihm kurz erklärt,endweder er geht freiwillig ins Therapiehaus oder wir gehen ins Krhs.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich deine Nachricht leider noch nicht gelesen,dann hätte ich mir den Weg sparen können,grins.
So ist es dann auch geschehen.Wir waren noch im Krhs und dort sagte man dasselbe wie Du jetzt auch.
Ich muß mir keine Sorgen machen,wenn man dort der Meinung ist,es sei Akut,dann rufen sie selber im Krhs an und geben mir anschließend bescheid.
Er wurde nicht aufgenommen,mit dem Versprechen,dass er freiwillig die Therapien mitmacht,Medi´s nimmt und beweist,dass er ins ambulante Wohnen wechseln kann.
Der diensthabende Arzt hat jetzt erstmal gemeint,er solle eine Woche alles durchziehen und sich dann mit seiner Ansprechperson und mir zusammen setzen, um zu schauen,ob er schon soweit ist.
Da er derzeit nicht Krankheitseinsichtig ist,glaube ich,er sollte mindestens 6 Monate in dem Therapiehaus bleiben,bevor über ambulant gesprochen wird.
Jetzt bin ich erstmal froh,dass wir den Antrag endlich durch haben und ihm geholfen wird.Bleibt nur zu hoffen,dass er sich auch helfen läßt.
Ist es sinnvoll,ihm klar zu erklären,dass er zuhause nicht mehr wohnen wird?
Dann würde es bei einem scheitern der Therapie,ja doch ins Obdachlosenhaus gehen.Das wollte ich doch vermeiden.Da ich mir nicht vorstellen kann,dass es für seine Genesung gut ist.
Ich habe ihm schon erklärt,er möge endlich anfangen, Eigenverantwortung zu übernehmen.
Die Ärztin hat ihm auch nochmal erklärt,dass es erst ins stationäre betreute wohnen geht,von dort aus ins ambulante,sofern er sich bewährt hat und anschließend in eine eigene Whg.
Aber er ist so ungeduldig und will am liebsten sofort in eine eigene Whg.
Wie hoffen mal,dass er sich einlebt.
lg Heike@

Geändert von heike@ (04.03.2011 um 10:28 Uhr)
heike@ ist offline  
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Alt 25.04.2011, 19:05   #72
Forums-Azubi
 
Registriert seit: 03.09.2010
Ort: NRW
Beiträge: 53
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Hallo zusammen,
ich hoffe,ihr hattet alle eine schöne Osterwoche.
Mein Sohn hat sich noch immer nicht eingelebt.
Er will unbedingt eine eigene Whg. und braucht nur noch mein Einverständnis.
Jedoch bin ich ein wenig im Zwispalt.Denn die Ärzte waren sich einig,dass er ins Therapiehaus soll-ich hab es geschafft,dass er dort endlich drin ist.
Sein Ansprechpartner im Haus und ich sind nach wie vor der Meinung,er ist noch nicht soweit.
Auf der anderen Seite wiederum:
Da dort alles auf freiwilliger Basis läuft,kann er es sich selber aussuchen,ob er Medi´s nimmt oder Therapien mitmacht,auch wie lange er schlafen möchte.
Die Medi´s nimmt er nur sporadisch ein und an den Therapien nimmt er gar nicht Teil.
Dort im Haus ist man trotzallem relativ zufrieden,da er zumindest kleine fortschritte macht,wie an Sitzungen teilnehmen,Küchenaufgaben selbständig erledigt und so.

Von daher,wenn jemand es sich selbst aussuchen kann,was er macht oder nicht,das kann man auch aus einer eigenen Whg heraus.

Seine Krankheit zeichnet sich immer deutlicher ab,dass sie Phasenweise kommt.
Mal hat er einen Schub,von zwei bis drei Wochen,wo er nicht mehr er selber ist,sondern in seinen wirren Gedanken lebt.
Derzeit ist alles weg,als ob er keine Erkrankung hätte.

In einem anderen Forum schrieb ein erkrankter etwas sehr interressantes:
Sinngemäß
Es sollte doch mir überlassen sein,ob ich Medi´s nehme oder nicht.Wenn es der schwierigere Weg oder auch falsche Weg ist,so ist es doch mein Recht,mich selbst für einen falschen Weg zu entscheiden.
Da ist etwas wahres dran,finde ich.
Von daher,wenn mein Sohn eine eigene Whg möcht und wir als Außenstehende wissen,das dies nicht der richtige Weg ist,sollten man dann einen erwachsenen jungen Mann zwingen,den Richtigen Weg zu gehen.
Oder Akzeptieren,dass jemand so nicht wirklich Gesund wird,jedoch seine Wünsche gehör finden und er ernst genommen wird.
?????????????????ß
Ich grübel schon seit Tagen darüber,wie ist eure Meinung dazu.
lg heike@
heike@ ist offline  
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Alt 26.04.2011, 00:03   #73
"Nervensäge" vom Dienst
 
Benutzerbild von MurphysLaw
 
Registriert seit: 08.12.2008
Beiträge: 441
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Hallo heike,

ich verfolge deinen Thread seit dem Start und bin immer wieder erneut interessiert, was sich so getan hat. Von daher, danke immer wieder für die "Updates" :-)

Hast du mal mit deinem Sohn gesprochen, wieso es unbedingt eine eigene Wohnung sein soll? Was er sich davon verspricht? Und wie er sich das alles auch vorstellt? Das würde mich schon sehr interessieren.

Zu deinem "Zitat" aus dem Betroffenen-Forum, dazu kann ich (auch als Betroffene) folgendes sagen :

Ja, in Deutschland gibt es ein Recht auf Krankheit, das bedeutet, solang keine Lebensgefahr besteht, darf eine Behandlung gegen den Willen nicht erfolgen.
ABER, machen wir uns nix vor. Ist das Leben mitten in einer Erkrankung etwa toll oder besser als ohne? Hier geht es nicht um bereichernde Tagträume, um besondere Fähigkeiten, die nur innerhalb der Krankheit zum tragen kommen. Krankheit bedeutet Leid!
Ich selbst war vor 12 Jahren der panischen Ansicht, eine Psychiatrie wäre so wie in dem Film "Einer flog übers Kuckucksnest". Ich war überzeugt, dass man mich sofort fixieren, zwangsbehandeln bishin zu Elektrokrampftherapie geben würde!
Es dauerte noch bis 2004, bis ich so am Ende war, dass ich einer Einweisung schliesslich zustimmte. Die 3 Wochen dort waren die Hölle, was aber an der Klinik lag und deren "Konzept". 2006 ging ich erneut in eine Klinik, dieses Mal eine andere und erfuhr dort viel Hilfe! Heute bin ich der Ansicht, würde es wieder notwendig werden, ich ging frühzeitig, um das Leiden eben zu verkürzen. Wichtiger Stützpfeiler meines monentanen, recht guten Zustandes sind die gute ärztliche Betreuung und (vor allem) die Medikamente! Ja, genau die vielen bunten Dinger sind meiner Ansicht nach für viel Positives des letzten Jahres verantwortlich. Ich nehme sie gewissenhaft, selbstständig und regelmässig! Alleine schon aus Angst, wieder zurück zu fallen!
Desweiteren wichtig ist die soziale Betreuung durch meine rechtliche Betreuerin, meine Einzelfallhilfe und dem Pflegedienst. Dadurch erfahre ich Struktur (ohweh, hab ich das geschrieben? ;-) ), muss Verantwortung für mich und andere in einem gewissen Rahmen übernehmen und weiss zudem, innerhalb welcher Grenzen ich mich unbesorgt bewegen kann.
Zuletzt noch zu den Grenzen bei deinem Sohn. Du kannst ihm ja folgenden Vorschlag machen :
Entweder er bleibt im Therapiehaus, mit all den Freiheiten, die er dort hat, oder aber eine eigene Wohnung, mit Einzelfallhilfe, mit ambulanter Therapie und kontrollierter Einnahme der Medis (z.B. durch einen Pflegedienst, der extra dafür täglich kommt und bei der Einnahme dabei ist).

Mach ihm klar, dass eine Wohnung Verantwortung bedeutet! Und du ihm entgegen kommst, aber dafür eben Bedingungen stellst!

Sry für den langen Text, aber mir war grad die Ausführlichkeit ein Bedürfnis

LG,
MurphysLaw
MurphysLaw ist offline  
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Alt 26.04.2011, 09:33   #74
agw
Admin/Dipl. Sozialarbeiter / Berufsbetreuer
 
Benutzerbild von agw
 
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Ort: Hessen
Beiträge: 1,152
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Zitat:
Zitat von heike@ Beitrag anzeigen
Er will unbedingt eine eigene Whg. und braucht nur noch mein Einverständnis.
HAllo Heike@,

also rein rechtlich bräuchte er dein Einverständnis nicht unbedingt.
Wenn er in einer anderen Wohnform leben wollte dann würdest du ihn nicht aufhalten können wenn es keinen Unterbringungsgrund gibt.
Es ist ja noch gar nicht so lange her das dein Sohn dort eingezogen ist. Scheinbar hat er sich derzeit etwas stabilisiert und wie du schreibst tritt die Erkrankung in Intervallen auf.

Auch wenn dir die freiwillige Teilnahme an den Therapien etc. nicht so ausreichend erscheint ist es trotz allem ganz sinnvoll wenn seine Umgebung recht schnell mitbekommt wenn es ihm schlechter geht.

Dies fällt bei einer eigenen Wohnung oftmals weg, so das es eher zu einer Wiedererkrankung führen kann.

Aber es bleibt eine Schwierige Entscheidung.

Viel Erfolg,
Andreas
__________________
Die Nutzung der Suchfunktion verursacht weder kurz- noch langfristige Schäden , führt aber oft zu Erhöhung des Wissensstandes.
agw ist offline  
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Alt 26.04.2011, 14:24   #75
Forums-Azubi
 
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Ort: NRW
Beiträge: 53
Standard warum eine Whg.

[quote=MurphysLaw;50252]Hallo heike,



Hallo MurphysLaw,
danke für dein reges Interesse.Ich finde es gut,wenn sich mal ein/e Betroffene/r selbst zu solch ein Thema äußert.
Warum will er unbedingt eine eigene Whg.?
Jetzt wo Du danach fragst,ich glaub,ich habe ihn noch nicht wirklich gefragt,was seine Beweggründe sind.Werde dies auf jedenfall beim nächsten Treffen nachholen.
Er meinte wohl mal,es muß ja gar nicht eine eigene Whg sein,er würde auch zuhause wieder einziehen.Dies halte ich aber aus verschiedenen Gründen für eine schlechte Idee.

Zum einen kann ich ihm zwar zuhören,aber gesundheitlich nicht wirklich helfen.
Zum anderen glaubt er hin und wieder wir hätten ihm das Konto geplündert und mehrere Millionen weggenommen.Da er ab und an Stimmen hört,habe ich mich häufig bei dem Gedanken ertappt,das es auch risikoreich ist,wenn er bei mir übernachtet.Was ,wenn seine Stimmen ihm sagen,er soll mich umbringen,um an sein Geld zu kommen.Bei solch einer Erkrankung bin ich mir nicht wirklich so sicher.Vor allem, weil er ja auch manchmal meint,ich sei nicht seine Mutter und hätte etwas mit ihrem Tod zutun.
Nach wie vor glaube ich,er ist jetzt an der Richtigen Stelle.Er braucht Geduld und dort kann er lernen,irgendwann so mit seiner Erkrankung umzugehen,wie Du es ebenfalls machst.

Desweiteren haben sein Ansprechpartner und ich auch schon mit ihm darüber gesprochen,dass er beweisen soll,dass er auf eigenen Füßen stehen kann.
Z.B. seine Medi´s eigenverantwortlich zu nehmen und die Therapien mal ausprobieren,da sie ihm Helfen,seine Gedanken bei Seite zu schieben,um später einen Beruf ausüben zu können.

Was die Medi´s anbelangen,er hat keine Nebenwirkungen festgestellt,zuerst sollte er nur eine nehmen,mittlerweile wurde er hochgestuft auf eine Mittags und eine Abend.Also wirklich nicht viel und die ist auch ganz klein.Ich sag ihm immer,er soll sich vorstellen,es sei ein Smarties,zu klein um etwas davon zu merken.
Aber er nimmt sie halt sehr unregelmäßig.

Sein Problem besteht derzeit daraus(oder eigentlich schon immer),er möchte vieles,aber ist nicht bereit,dafür eine Leistung zu erbringen.
Wenn er die Therapien mitmachen würde,käme er anschließend automatisch in die nächste Gruppe,d.h.eine eigene Whg. im Haus,wo er die Selbständigkeit erproben kann.Sowie eine Beschäftigung,erstmal in einer Werkstatt um sich ans Arbeiten wieder zu gewöhnen.Dafür bekommt er dann auch ein Zusatzverdienst.
Anschließend,nach bestandener Erprobung hilft man ihm eine Whg zu suchen und dort einzuziehen,mit anschließender ambulanter Betreuung.
Aber den ersten Schritt will er einfach nicht machen,sprich,an den Therapien teilnehmen.
Ich hoffe nur,er wird irgendwann da ankommen,wo Du derzeit stehst.
Bis bald,lg heike@

Geändert von heike@ (26.04.2011 um 15:14 Uhr)
heike@ ist offline  
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Alt 26.04.2011, 15:04   #76
Forums-Azubi
 
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Ort: NRW
Beiträge: 53
Standard Im Haus bleiben

Hallo Andreas,
find ich toll,dass Du dir sofort die Zeit genommen hast,zum lesen,danke.
Sein Ansprechpartner,dort im Haus hat ihm in meinem beisein erklärt,ich müsse das Einverständnis geben.Dann kann er sich sofort eine Bleibe suchen.
Mein Sohn war zwar der Auffassung,dort gäbe es doch MA,welche dafür bezahlt werden,ihm zu helfen.Darauf bekam er aber die Antwort,dass man ihn doch erstmal kennenlernen muß,um festzustellen,ob er schon soweit ist,etwas eigenes zu bewerkstelligen.
Je schneller er beginnt,mitzuarbeiten,um so schneller würde er auch seine eigenen vier Wände haben.
Zumindest nimmt er seit gut 8 Wochen kein Gras mehr,was natürlich zur Besserung beiträgt.
Er meint,er möchte zwar gerne was nehmen,aber er bekommt nichts mehr,von denen.Da niemand die Verantwortung übernehmen möchte,wenn ihm etwas passiert.Finde ich gut und ich hoffe auch,es bleibt so.
Ich weiß mittlerweile,dass er früher selbst nach Holland gefahren ist,um sich dort im Shop eine zu Rauchen und fuhr dann wieder zurück.Allerdings brauchte er dafür so eine weiße Karte mit einem schwarzen Magnetstreifen darauf.
Nachdem ich dieses Erfahren habe,hatte ich mich um die Karte gekümmert und diese entsorgt.Jetzt ist er -zum Glück-der Meinung,er könnte nicht mehr in so einen Shop,ohne die Karte,also fährt er auch nicht mehr da hin.

Ich bin auch,genau wie Du der Überzeugung,dass er dort derzeit besser aufgehoben ist,da man sofort ein Auge auf ihn hat.
Beim Erstgespräch wurde ihm auch gesagt,er habe auf jedenfall das Potenzial,um nach 1-1,5 Jahren eine eigene Whg. führen zu können.
Aber er ist so stur,uneinsichtig und ungeduldig.
Seine Oma meint,er ist wie ein Kind,welches alles neu erlernen muß und derzeit eher auf den Stand eines 12jährigen.

Mittlerweile habe ich mich mal mit einer Frau unterhalten,welche sich-hört sich albern an,ich weiß,lach-mit Engeln befasst.Da kam jedoch heraus,dass jede Situation im Leben,eine andere Zukunft ergibt.
Am Anfang fand ich noch gut,dass man wußte,in welche Richtung er sich bewegt,so das man daraus schließen konnt,ob er diesen Weg weiter gehen kann oder besser einen anderen einschlagen sollte.Mittlerweile gibt es die 8te Zukunftsvariante,so dass es zwar interressant ist,aber blödsinnig,denn es kann sich in 2 Minuten ja schon wieder ändern.
Von daher stehe ich wieder am Anfang:
Ich weiß nicht wie es weiter geht.Ich weiß nur,dass es weiter geht,grins.

Nächsten Monat wollen wir schonmal den Termin im Saarland machen,ob er sich an seinen Augen operieren lassen kann.Vielleicht hilft ihm dies auch weiter,bei seiner Besserung.
Damals brachte eine OP ja noch nichts.Heute ist die Wissenschaft soweit,dass man sich im Saarland auf seine Augenerkrankung spezialisiert hat.
Drück mir mal die Daumen.
Bis dahin ,lg heike@
heike@ ist offline  
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Alt 26.04.2011, 15:30   #77
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Hallo Heike,

ich habe den Eindruck, du schwimmst ziemlich, vor allem bzg. den Gefahren von Psychosen etc. Mir scheint, vieles, was du denkst, entstammt Vorurteilen (Sohn der die Mutter im Schlaf umbringt etc.). Vermutlich schlicht aus Zeitmangel musstest du dich zunächst einmal um die Unterbringung nebst Betreuung deines Sohnes kümmern. Wenn du etwas mehr Luft hast, überlege einmal, ob eine Angehörigen-Selbsthilfe-Gruppe etwas für dich wäre.
Dort könntest du deine Befürchtungen, Ansichten etc. diskutieren und vielleicht auch ein wenig mehr ins rechte Licht rücken.
Solange du Angst vor deinem Sohn hast, wird es dich hindern, ihm letztlich so zu helfen, wie es nötig ist! Du wirst immer nur nach Schema F und Schablone K helfen können, aber kaum individuell mit deinem Sohn reden, ihn annehmen und dort "abholen", wo er jeweils steht.
Vielleicht kannst du ja auch mal die Mitarbeiter und Ärzte deines Sohnes auf deine Ängste hin ansprechen und nach einer möglichen Gefährdung, die von deinem Sohn ausgeht, fragen.

Viele Grüsse,
MurphysLaw
MurphysLaw ist offline  
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Alt 27.04.2011, 17:59   #78
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Hallo MurphysLaw,
das mit der Angehörigengruppe hab ich mir auch schonmal überlegt,es in Erwägung zu ziehen.
Die Befürchtung welche ich habe,kam nicht direkt von mir,sondern ein Angehöriger kam eigentlich mal darauf und nach reiflicher Überlegung mußte ich ihm Recht geben.Desweiteren wohnte er auch eine Zeitlang bei mir und durch seine ganzen Gedanken,worüber wir zum Glück sehr offen sprechen,wurden die Befürchtungen natürlich größer,hier steht ja nur ein kleiner Teil,von vielleicht 30%.
Ich habe mich nicht aus Zeitmangel um die Unterbringung gekümmert,sondern weil die Ärzte diese Maßnahme für ihn am sinnvollsten hielten und seine damalige Betreuerin sich nicht um diese wichtige Sache gekümmert hat.
Im Gegenteil,da ich aus beruflichen Gründen wenig Zeit hatte als die Erkrankung festgestellt wurde und ich mit allem Überfordert war,habe ich meinen Job aufgegeben um mich erstmal um die Gesundheit des Jungen kümmern zu können oder zumindest da zu sein.Denn zuerst sollte sich ja die damalige Betreuerin um alles kümmern.
Ich habe keine Angst vor meinem Sohn,sondern die Stimmen,welche er manchmal hat,können in einer solchen Situation bei ihm Reaktionen herforrufen,welche er nicht mehr eigenmächtig unter Kontrolle hat.So wie er ja auch glaubt,alles sei real,was er denkt.
Mit MA hatte ich ganz zu Anfang mal darüber gesprochen,als er sich draußen verfolgt fühlte und am Bahnhof ihn alle suchen würden.Aber er keine Hilfe von irgendjemand bekam.
Gehen wir das doch mal durch,jemand fühlt sich verfolgt,in seinem Wahn stößt er ihn auf die Gleisen,was dann.Antwort:Niemand ist dann Verantwortlich zu machen,denn es sei ja nicht vorhersehbar.Obwohl seine Gedanken ihm Vorgespielt haben,er hätte dies schon gemacht.
Als Beispiel kam,wenn jemand sagt,er würde morgen eine Bank ausrauben passiert schließlich auch noch nichts,erst wenn er es gemacht hat.
Super Hilfe,für jemand der selbst Verzweifelt Hilfe sucht,wie mein Sohn,nur nicht die Hilfe bekommt welche er braucht.

Jetzt hat er die Möglichkeit sich Helfen zu lassen,aber seit er nicht mehr Zuhause wohnt,nimmt er auch seine Medi´s nicht mehr.Dies hat zur Folge,das er bei mir sitzt und weint,niemand würde ihn Verstehen und er könnte mit niemanden darüber reden.
Gestern abend war er bei mir und erklärte,dass er deshalb nicht dort wohnen möchte,da man abends ein Gitter vor die Haustüre schraubt,so dass niemand rein oder raus kann.Allerdings sieht niemand dieses Gitter,da es durchsichtig ist.
Aber auch,dass Freunde von ihm einfach spurlos verschwinden und ihm selbst sei das auch schon mal passiert.Er meint,er möchte doch einfach nur zurück zu dem Ort,wo er herkam,dies sei nicht auf einem anderen Planeten,sondern ...er weiß nicht wo,irgendwo ist dieser Ort,wo er wieder hinmöchte und niemand hilft ihm,wieder dort hin zukommen.
Und ich soll ihm jetzt nicht sagen,es seien nur Gedanken,oder er solle die Tabletten nehmen,dann ginge es mit der Zeit schon.

Ich habe ihm geraten,sich mit seiner Ansprechperson in dem Haus darüber zu Unterhalten,dieser kann ihm bestimmt helfen,wenn er auch das macht,was man ihm sagt.
Was die eigene Whg anbelangt,wollte ich mal wissen,was er dann so vor hat und wie er sich das dann Vorstellt.Er möchte den ganzen Tag schlafen und danach Party machen und das jeden Tag.

Desweiteren habe ich festgestellt,als er bei mir wohnte,das sich mein Leben nur noch um ihn und seine Krankheit drehte,alles andere hatte ich mit der Zeit vernachlässigt.Denn ich hatte ein schlechtes Gewissen,wenn ich mal alleine Unterwegs war."Er weiß doch nicht was er machen soll,was wenn er Hilfe braucht und so".Das werd ich nicht mehr machen,denn er muß lernen,das man ihm zwar Hilfe bietet,aber nicht 24 Std.betreut und diese Hilfe muß er schon freiwillig annehmen,insbesondere muß er diese Gedanken auch als Krankheit akzeptieren,denn wenn man Krankheitsuneinsichtig ist,bringt jede Hilfe nichts.
bis dann lg
heike@ ist offline  
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Alt 13.05.2011, 12:57   #79
Forums-Azubi
 
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Seit vier Tagen ist er wieder im Krankenhaus.Sein Ansprechpartner und ich waren am überlegen,wie man ihm am besten helfen könnte.
Ich habe ihm vorgeschlagen,sich mal mit dem Psychologen zu unterhalten,wie dieser das sieht.
Es gab ziemlich rasch eine Einweisung.Derzeit ist er freiwillig drin,aber verweigert noch die Medi´s.
Am schlimmsten finde ich derzeit die Situation,wenn er auf den Tisch haut und seine Stimmen ihm sagen,er möge in die Ecke gehen,dann würde alles wieder in Ordnung sein.(Allerdings befolgt er nicht den Rat der Stimmen,sondern flucht nur darüber).
schönes Wochenende wünsch ich euch noch
lg
heike@ ist offline  
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