Dies ist ein Beitrag zum Thema Probleme in der WfbM im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hallo, es geht um meinen Sohn für den ich auch die gestzliche
Betreuung habe. Im Jahr 2005 kam er in ...
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#1 |
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Gesperrt
Registriert seit: 18.02.2009
Ort: NRW
Beiträge: 10
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Hallo, es geht um meinen Sohn für den ich auch die gestzliche
Betreuung habe. Im Jahr 2005 kam er in die Werkstatt für Behinderte. Ende 2005 wurde er durch agressives Verhalten auffällig und kam somit 2006 in die Psychiatrie. Es liegt eine frühkindliche Hirnstörung vor. Nach seinem Klinikaufenthalt durchlief er noch 2 andere Werkstätten im Kreis und er wurde weiterhin agressiv. Nun hat er ein Jahr ausgesetzt und dasd Jahr war wichtig für seine weitere Entwicklung. Im August diesen Jahres sollkte er wieder eingegliedert werden. Aufgrund der schlechten Erfahrungen mit ihm steckte man meinen Sohn in ein Autismuszentrum. Dort blieb er auch nicht. Was gibt es eigentlich für Möglichkeiten wenn ein Mensch Werkstattuntauglich ist? Weiss jemand Rat??? |
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#2 |
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Held der Arbeit
Registriert seit: 25.08.2010
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 420
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Hallo Cindrella!
Ich kenne die Problematik auch aus dem Wohnstättenbereich...bei aggressivem Verhalten gehen überall gleich die Alarmglocken an und sowohl Wohn- als auch Arbeitsbereich möchten die "Gefahrenquelle" dann möglichst schnell beseitigt wissen! Das Ganze ist dann natürlich immer wieder aufs Neue eine Gratwanderung und m.E. auch eine Auslegungssache...wo ist die Grenze des Zumutbaren (Selbst- und Fremdgefährdung)...wer trägt die Verantwortung, wenn "etwas passiert"...wie entgeht man dem Druck von Aussen (Kollegen, Verwandte usw.)! Es wäre interessant zu wissen, ob Dein Sohn auch in einer Einrichtung wohnt, oder ob er noch bei Dir lebt...ich habe im Wohnstättenbereich leider auch schon die unterschiedlichsten Vorgehensweisen mit "werkstattuntauglichen" Menschen erlebt...in einigen Fällen wurde vom Kostenträger personenbezogenes Zusatzpersonal (vorübergehend) finanziert, oder die Integration in Tagesstrukturangebote ermöglicht...in anderen Fällen kam es - wie Du es ja auch erleben mußtest - immer wieder zur Einweisung...die berühmte Drehtür! Wichtig finde ich auf jeden Fall, dass die "Aggressivität" Deines Sohnes und deren Ursachen Thema bleiben...schließlich kann es eine Menge unterschiedlicher Gründe hierfür geben...und daher auch eine Menge unterschiedlicher Wege und Mechanismen dieser zu entgegnen. Sicher hast Du auch schon diverse Erfahrungen mit Neurologen, Psychologen etc. gemacht...in diesem Fall ist es aber besonders wichtig in dieser Richtung dranzubleiben. Hier ist auch noch mal was ganz interessantes zu diesem Thema: http://www.assista.org/files/akute%2...Aggression.pdf Ich wünsche Dir ganz viel Kraft auf Eurem weiteren Weg!!! Liebe Grüße, Thorsten
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#3 |
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Gesperrt
Registriert seit: 18.02.2009
Ort: NRW
Beiträge: 10
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Mein Sohn lebte in einer Wohneinrichtung der AWO. Dort wurde er aber auch verhaltensauffällig und man hat versucht ihn in seiner
Selbstständigkeit zu bremsen. Unter anderem wurden wir immer wieder angerufen wenn es mit ihm brenzlig wurde. Die Betreuer dort kamen gerade von der Schule. Super!!! Nun wohnt er bei uns im Haus in einer eigenen Wohnung und es klappt super. Wie gesagt er ist ja nicht mehr aggressiv. Aber die WfbM meint er bräuchte eine 1:1 Betreuung auch das stimmt nicht. Welche Möglichkeiten gibt es überhaupt noch nach der WfbM??? Liebe Grüsse Cindrella |
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#4 |
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"Nervensäge" vom Dienst
Registriert seit: 08.12.2008
Beiträge: 441
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Hallo!
Nur kurz zum Verständnis, wenn alles so super klappt, wieso soll er dann in eine Werkstatt oder ähnliches? Gruss, MurphysLaw |
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#5 |
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Gesperrt
Registriert seit: 18.02.2009
Ort: NRW
Beiträge: 10
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Mit es klappt alles super meine ich sein Verhalten.
Er möchte halt irgendwo arbeiten und weiss nur nicht wo. Der integrative Fachdienst gibt ihm ja auch keine Chance. Deshalb meine Frage welche Möglichkeiten gibt es noch? Gruss Cindrella |
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#6 |
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"Nervensäge" vom Dienst
Registriert seit: 08.12.2008
Beiträge: 441
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Hallo!
Hast du es schonmal mit Betreutem Einzelwohnen und/oder einer Zuverdienstmöglichkeit probiert? Hier in Berlin gibts z.B. Albatros für psychisch Behinderte. Ich weiss na klar nicht, inwieweit dein Sohn dafür geeignet ist bzw. beeinträchtigt ist. Gruss, MurphysLaw |
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#7 | |
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Stammgast
Registriert seit: 10.09.2010
Ort: Hamburg
Beiträge: 522
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Moin.
Zitat:
Wenn dein Sohn sich bei Euch "super" verhält, nehme ich an, daß sein aggressives Verhalten irgendwie von den Zusammenhängen in der Werkstatt ausgelöst wird. Hast Du ihn mal selber gefragt?
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Es ist kein Ding an sich weder gut noch schlecht. Unser Denken macht es erst dazu. Theophrastus Bombastus von Hohenheim
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#8 |
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ehrenamtliche Betreuerin
Registriert seit: 01.09.2010
Ort: Münsterland
Beiträge: 85
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mein Sohn hat auch einen frühkindlichen Hirnschaden und seit 1996 eine psychische Erkrankung dazu.
Nach mehreren psychiatrischen Aufenthalten bei denen immer verschiedene Diagnosen gestellt wurden, hat keiner der Ärzte mal eine Empfehlung was das weitere Berufliche anging, ausgesprochen. Er hat in einer normalen WFB gearbeitet und wohnt in einer Einrichtung für geistig behinderte Menschen. Seit fast 2 Jahren arbeitet er einer Werkstatt für psychisch kranke Menschen und sein Befinden hat sich deutlich verbessert. Jetzt hat er durch Druck im Wohnheim wieder eine Krise und der behandelnde Arzt hat ein Hilfeplangespräch angeboten wo alle Beteiligten an einen runden Tisch kommen, auch die betroffene Person selbst, und nach Möglichkeiten suchen wie man helfen oder verbessern kann. So ein Hilfeplangespräch kannst auch du als Betreuerin anberaumen. Bist du als Betreuerin für alle Bereiche eingesetzt??? Vielleicht konnte ich dir helfen, lieben Gruß Doro |
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Stammgast
Registriert seit: 10.09.2010
Ort: Hamburg
Beiträge: 522
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Zitat:
Es ist sehr schwierig, ohne klare Diagnose(n) das Richtige zu tun. Da denke ich, wäre es wichtig, erstmal Klarheit zu finden. Wenn er Schwierigkeiten mit Konflikten hat und darauf hilflos (-> mit Aggressionen) reagiert, gibt es eine Menge mögliche Ursachen - von der organischen Schädigung bis zu psychischen (Folge-?)Problemen. Das müßte nach meinem Verständnis - auch in seinem eigenen Interesse - jedenfalls mal herausgefunden werden. Der aktuell behandelnde Arzt scheint engagiert zu sein - den solltest Du erstmal um eine Abklärung bitten, evtl. in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Psychiater. Sonst nützt Euch das ganze Hilfeplangespräch nichts, denn Du kannst nicht auf die neuralgischen Punkte zeigen, weil die Diagnose nicht klar ist.
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Es ist kein Ding an sich weder gut noch schlecht. Unser Denken macht es erst dazu. Theophrastus Bombastus von Hohenheim
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#10 |
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Gesperrt
Registriert seit: 18.02.2009
Ort: NRW
Beiträge: 10
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In den Gesprächen mit meinem Sohn stellte sich auch heraus dass er nicht mehr in die Werkstatt will. Er hat ja ein Jahr ausgesetzt und in diesem Jahr zu sich gefunden. Er hat Impulskontrollstörungen. Ist aber Medikamentös eingestellt. Seine Frage ist ja auch wo kann ich anderswo arbeiten als in der Werkstatt. Ich habe ja auch schon versucht ihn anderswo unterzubringen aber immer heisst es er muss 1/2 Jahr in der Werkstatt durchhalten dann kann evtl. der integrative Fachdienst was für ihn tun.
Na ja das ist zum scheitern verurteilt da Tom ja nicht mehr in die WfbM will. |
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