Dies ist ein Beitrag zum Thema Soziapsychiatrischer Dienst.. Flucht? im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hallo,
ich erwarte Besuch vom sozialpsychiatrischen Dienst.
Daraus wird sich wahrscheinlich eine Betreuung in den Angelegenheiten Gesundheitsfürsorge und Aufenthaltsbestimmungsrecht ergeben.
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Gesperrt
Registriert seit: 14.10.2010
Beiträge: 3
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Hallo,
ich erwarte Besuch vom sozialpsychiatrischen Dienst. Daraus wird sich wahrscheinlich eine Betreuung in den Angelegenheiten Gesundheitsfürsorge und Aufenthaltsbestimmungsrecht ergeben. Ich möchte mich gern informieren was mich nun genau erwartet, was macht dieser Dienst, was darf der und was passiert wenn ich den gar nicht will und mich weigere? Ich bin psychisch krank und weiß das natürlich auch, aber die Angst vor Willkür und fremden Menschen, vor allem diesen ausgeliefert zu sein, belastet mich zur Zeit viel mehr als die "normalen" psychischen Probleme. Es würde auch ein Link reichen, für den ich sehr dankbar wäre. Auch über Tipps und Erfahrungen würde ich mich freuen. Danke und liebe Grüße, Sera |
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#2 |
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Admin
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 3,904
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Guten abend Sera,
der sozialpsychiatrische Dienst wird sich mit Dir unterhalten und versuchen heraus zu finden was Dir in Deiner momentanen Situation helfen könnte. Es gibt Gerichtsbezirke wo von dort Stellungnahmen zur aktuellen Situation eingeholt werden. Der sozialpsychiatrische Dienst übernimmt nicht deine Betreuung (wegen der Frage: was ist wenn ich die nicht will?) sondern stellt nur einen evtl. Bedarf fest.Eine Betreuung kann eine grosse Hilfe sein aber manchmal geht es auch mit anderen Dingen. Wenn Du Zeit hast dann lese Dich doch im Forum bißchen zu den Erfahrungen ein. Aber vergiss nicht, das sind immer ganz spezielle persönliche Erfarungen die keinen Allgemeinheitswert haben können. Woher weisst Du denn jetzt schon welche Aufgabenkreise vergeben werden (sollen)? Gruss Michaela PS: ich seh jetzt erst, Du denkst an Flucht? Das ist wahrscheinlich die allerschlechteste Idee die Du haben kannst.
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#3 |
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Gesperrt
Registriert seit: 14.10.2010
Beiträge: 3
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Hallo Michaela,
vielen Dank für deine Bemühungen. Ich habe die Informationen, weil ich zur Zeit von einer ambulanten psychiatrischen Betreuung (klingt nach mehr als es ist) betreut werde aber diese die "Verantwortung" nicht länger tragen möchte und somit den sozialpsy. Dienst eingeschaltet hat, damit sie mit dem Kenntnisstand über meine Person nicht tatenlos bleiben. Mir ist bekannt, dass der sozialpsy. Dienst erst mal schaut was nun sein muss und erst danach über eine Betreuung nachgedacht wird. Ich habe nun auch diese Information schon erhalten, dass es wohl so sein wird. Mit Flucht meine ich, dass ich den Kontakt zum soz. Dienst ablehne, oder mich "unsichtbar" mache. Ich werde nicht wirklich flüchten ;o) weiß aber auch nicht was passiert wenn ich mich verweigere. Immerhin sind das auch fremde Menschen und ich werde mich mit denen ganz sicher nicht über meine Probleme unterhalten. Der ambulanten Betreuung geht es auch darum, dass eine Zwangseinweisung eingeleitet werden könnte, wofür diese eben keine Berechtigung hat und ich auch nicht möchte, dass sie diese hat.. Viele Grüße, Sera |
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#4 |
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Admin
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 3,904
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Hallo Sera,
danke für die offenen Antwort, ich glaube zu ahnen wo die Probleme liegen. Da ich von Dir aber persönlich nichts weiss bleibe ich allgemein: es gibt Situationen wo das Umfeld gerne "helfen" möchte aber nicht kann. Dann kommt sehr schnell so Gedanken auf wie...der/die muss das doch einsehen. Manchmal ist das auch so, manchmal nicht. Du hast eigentlich nur eine Möglichkeit: zeige und erkläre - und vor allem überwinde diese (verständlichen) Widerstände- dass Du weisst was Du tust. Rede und erkläre deine Sicht der Dinge, Deiner persönlichen Situation. Es ist schwer sich zu überwinden wenn man etwas nicht möchte- aber vielleicht hilft Dir der Gedanke dabei, dass Du damit und auf diese Art Deine Wünsche umsetzen kannst für Deine Zukunft. Sich solchen Gesprächen zu verweigern bringt in der Regel gar nichts, verschlimmert ehrlich gesagt nur alles. Vor Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten "weglaufen" ist in jeder Hinsicht infantil- das gilt nicht nur für Dich in dieser Situation sondern für alle Menschen im ganzen Leben. Überleg Dir auch für Dich selbst und alleine ob Dir nicht eine vertrauensvolle Unterstützung etwas nützen könnte. Betreuer sind nicht nur "Monster" sondern auch ganz oft Menschen die andere in ihrer Art respektieren und zusehen, das das so bleiben kann ohne Nachteile. Ich möchte Dir weder zu, noch gegen eine Betreuung raten. Aber ich rate Dir, verlier nicht den Kopf, stelle Dich der Situation und mach nach guten Überlegungen das Beste für Dich daraus. Gruss Michaela
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