Dies ist ein Beitrag zum Thema Hilfe! Das Maß der Betreuung ist nicht ausreichend im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Ich habe vor ca. einem halben jahr für meinen mitbewohner (27) betreuung beantragt, es wurde ein bedarf für behörden und ...
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#1 |
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Einsteiger
Registriert seit: 23.11.2010
Beiträge: 12
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Ich habe vor ca. einem halben jahr für meinen mitbewohner (27) betreuung beantragt, es wurde ein bedarf für behörden und amtsgänge festgestellt. nun ist alles ins stocken geraten, aber die situation eskaliert.
Er kann sich seine medizin nicht leisten. (asthma) kam daher am 12.11.2010 in das städtische klinikum, es bestand lebensgefahr, doch der betreuer (frei gewählter anwalt)macht nichts Ich habe angst von der arbeit heim zu kommen und ihn halbtot vorzufinden, da er nie länger als 3tage nach auszahlung des alg2s noch geld hat. Eventuell erliegt er irgendwann einem schwererem anfall mit der folge eines massiven hinrschadens. Auch der Herd wird immerzu angelassen, es gab bereits einen küchenbrand. die waschmachine läuft häufig nur mit einem klediungsstück er besitzt nur einen lumpigen, dünnen pulli, obwohl wir bereits winter haben Wutausbrüche sind die regel Andauernd bringt er neue tiere in die wohnung mit. etc. heute war der gerichtsvollzieher da. Ich bin überfordert und bitte dringend um Rat, was könnte ICH da noch tun???
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#2 |
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Einsteiger
Registriert seit: 23.11.2010
Beiträge: 12
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warum gähnt dieses smilie denn??? das sollte eigentlich nur traurig gucken
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#3 |
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Admin
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 3,904
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Hallo marieneva,
als Dein Bekannter ins Krankenhaus kam konnte der Betreuer nichts machen, er hat nicht den passenden Aufgabenkreis nämlich die Gesundheitssorge. An Deiner Stelle würde ich die derzeitige Situation genau aufschreiben, und mit der Bitte einen Eilantrag auf Erweiterung der Aufgabenkreise zu stellen an den Betreuer schicken. Und gleich auch noch eine Kopie ans Gericht. Aktenzeichen nicht vergessen. Viel Glück, Grüsse. Michaela
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diese kommunikation wurde im rahmen der überwachungsgesetze auf ihre kosten dauerhaft gespeichert und wird jederzeit weltweit gegen sie verwendet werden. |
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#4 |
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Einsteiger
Registriert seit: 23.11.2010
Beiträge: 12
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vielen lieben dank erstmal...
dazu hätte ich noch ein paar fragen, macht es sinn meine persönliche situation mit ihm zu erläutern? Das ich ihn z.b auch ernähren muss, da eben das geld bei ihm nach wenigen tagen komplett aufgebraucht ist? Und ich es für das beste halte wenn ihm sein geld wöchentlich und bar ausgezahlt wird... Zudem zermürben mich ja auch diese ganzen Wutausbrüche mit denen er mich sozusagen in verantwortung ziehen will... |
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#5 |
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Stammgast
Registriert seit: 10.09.2010
Ort: Hamburg
Beiträge: 522
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Erstmal geht es nicht darum, ob dein Mitbewohner Hilfe bekommt, sondern ob du das so aushalten kannst.
Es ist nicht deine Aufgabe,
Ich kenne eure Wohnsituation nicht, nehme aber an, daß Du Hauptmieterin bist. Im Falle das wäre so, könntest Du ihm mit der Begründung kündigen, daß ein Zusammenleben mit ihm nicht mehr zumutbar ist. Dann muß er sich eine geeignete Unterkunft suchen - und der Betreuer müßte eben auch den Aufgabenkreis "Wohnungsangelegenheiten" beantragen, damit er ihm dabei helfen kann. Solltest Du die aktuelle Situation bei deinem Schreiben - vielleicht am besten gleich ans Gericht, Kopie an den Betreuer - erwähnen, kannst du auch gleich darauf hinweisen.
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Es ist kein Ding an sich weder gut noch schlecht. Unser Denken macht es erst dazu. Theophrastus Bombastus von Hohenheim
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#6 |
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Admin
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 1,585
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Moin Moin
Mungo spricht die Situation schon recht vorsichtig an, ich mach's mal etwas deutlicher: Du hast ein gutes Herz und viel Verständnis für Deinen Mitbewohner. Und Du willst nicht, dass ihm etwas schlechtes passiert. Wenn er so halb oder ganz tot in der Wohnung herumliegt ist es wirklich nicht schön für Dich als Mitbewohnerin. Logisch, dass Du Dir alle Mühe gibst zu helfen. Jetzt kommt das aber: Dein Mitbewohner hat nicht einfach nur Asthma! Da steckt mit Sicherheit noch ein ganzer Haufen anderer seelischer/psychischer Erkrankungen und/oder Suchtprobleme dahinter. Die Hilfe, die Du für ihn von Dir abverlangst bewirkt möglicherweise sogar das Gegenteil von dem, was sie bewirken sollte: Dein Mitbewohner muss sich nicht mehr um alles kümmern, was Du ihm abnimmst. Warum sollte er sein Geld einteilen, wenn Du doch einspringst, nachdem er die Knete verballert hat??? Du schmeißt den Haushalt, da braucht er doch nix mehr zu tun? Oder sein Betreuer: Er kann sich genauso zurücklehnen, weil Du den ganzen Nerv auf Deine Schultern lädst. Diese ganzen Aufgaben und Pflichten nenne ich gerne "Klammeräffchen". Sie setzen sich gerne auf die Schultern von Menschen, die hilfsbereit sind, oder krabbeln an ihnen hoch - wie das schlechte Gewissen nicht genug geholfen zu haben... Es ist aber eine Übung, die erlernt werden kann und trainiert werden muss: Klammeräffchen auf die Schultern zurückzugeben, auf die sie gehören! Also: Dein Mitbewohner will leben? Gut. Soll er. Soll er aber auch seinen eigenen Arsch bewegen. Wenn er das aus berechtigten Gründen nicht kann, ist sein Betreuer zuständig. Der hat auch ein breites Kreuz für Klammeräffchen (und wahrscheinlich auch einen guten Trainingsstand diese wieder abzuschütteln) und muss sich in dem Fall kümmern. Deine Aufgabe bleibt wirklich zu prüfen, wie lange Du die Situation aushalten kannst und willst. Deine Schultern von den Klammeräffchen zu befreien, die nicht Deine Klammeräffchen sind (da bleiben noch genug). Hol Dir Beratung für die Hilfe, die du geben willst. Deine Hilfe sollte den anderen weiterhelfen und nicht deren Bequemlichkeit unterstützen. Viel Glück wünscht Imre
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Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
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#7 |
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Berufsbetreuer / Verfahrenspfleger
Registriert seit: 16.03.2010
Beiträge: 948
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@ Imre
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"Wenn jeder akzeptiert, was ich tue, mache ich irgendwas falsch!" |
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#8 | |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 14.11.2010
Ort: Nürnberg...
Beiträge: 84
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Zitat:
Mit 27 steht ihm doch noch die Welt offen. |
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#9 |
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Einsteiger
Registriert seit: 23.11.2010
Beiträge: 12
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Ich sehe vieles genauso, er verlässt sich eben nun mal auf mich, das bringt ja ein so enges zusammenleben automatsich mit sich. zb klopapier, geschirr und besteck.
Nun leider muss ich noch hinzufügen, das, es macht die ganze thematik jetzt eventuell ein wenig kompliziert, er keine hilfe annimmt, sondern eher eigenmächtig für sich und leider auch andere entscheidet ohne an die konsequenzen zu denken. *Zb, hat er eine Zeitschrift abonniert,bringt aber den müll NIE runter. *Bestellt das internet auf seinen namen, damit ER den zugriff darauf hat. *Bringt Tiere mit ohne unsere zustimmung. *Er verschenkt wahllos gegenstände an fremde menschen obwohl sie ihm selbst nicht gehören. *Auch wenn es hier in der Wohnung darum geht zb eine glühbirne auszutauschen würde er niemals im leben akzeptieren das ich für ihn vorher die sicherung ausmache(wutausbruch vorprogrammiert) *Um essen bittet er erst wenn er bereits drei tage gehungert hat *und bei seiner medizin verhält es sich genauso. *Er räumt auf, aber legt dabei nur den müll an eine andere stelle, das ist so ähnlich wie mit dem herd der nie ausgeschaltet wird. Mein Bewohner mag die körperliche erscheinung eines 27 jährigen zu haben, doch leider trifft das nicht auf alles bei ihm zu. So ist er auch nicht in der lage richtig zu sprechen und zu schreiben. Es ist wirklich äußerst bitter! Klar werden sich nun einige wundern weshalb ich mit ihm überhaupt eine wohnung teile, doch dieser punkt ist noch mal genauso umfangreich. Obwohl ich befürchte, dass wenn ich jetzt die wahrheit schreibe, sofort gelünscht werde, möchte ich es für das allgemeine verständnis trotzdem tun, Wir hatten ein zimmer frei, uns fehlte also eine miete, als er sich vorstellte war für jeden ersichtlich das er sich in massiven schwierigkeiten befindet, aber ... ich war früher selbst einmal schwerst depressiv und wollte daher in einer wg wohnen. .. Ich ahnte jedoch nicht wie schwierig es mit ihm werden kann und das es bei ihm mehr ist als nur eine psychische erkrankung. |
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#10 |
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Einsteiger
Registriert seit: 23.11.2010
Beiträge: 12
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er war mal pfadfinder und könnte mir bände darüber vorschwärmen.
Er sieht SICH verantwortlich für alles was hier geschieht, eventuell mündet das, in psychisch gesehen mal plum gesagt, in irgendeiner nabelschau, aber fakt ist. man kann es nicht mehr nur mit einer normalen psychischen erkankungen vergleichen die jeder sonstiger 27 jähriger mann hat. |
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