Dies ist ein Beitrag zum Thema Wir sind am verzweifeln!!! im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hallo zusammen,
also ich bin neu hier und stelle mich ertsmal vor. Ich heiße Thomas bin 29 Jahre jung und ...
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Gesperrt
Registriert seit: 21.12.2010
Beiträge: 2
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Hallo zusammen,
also ich bin neu hier und stelle mich ertsmal vor. Ich heiße Thomas bin 29 Jahre jung und komme aus Kronach (Oberfranken). Da es aber nicht direkt um mich geht sondern um meine Lebensabschnittsgefährtin stelle ich diese hier auch vor. Sie heißt Manuela ist 24 Jahre jung und kommt wie ich aus Kronach. Wir sind seit 3 Jahre zusammen und ich bin, wie sie mit den Nerven und Kräften am Ende. Ich möchte von vorne herein sagen dass ich die Arbeit eines Betreuers sehr würdige solange es rechtlich abläuft. Hut ab. Die Vorgeschichte: Meine Freundin wurde schon sehr früh Schwanger und hat 2 Kinder. Ein Mädchen (5 Jahre) und einen Jungen (4 Jahre). Meine Freundin hat nicht unbedingt eine schöne Jungend hinter sich. Meine Freundin wohnte mit ihren 2 Kindern alleine in einer Wohnung und kam aber mit dem ganzen nicht mehr alleine so klar. Sie beantragte Erziehungsbeistand und hatte diesen dann auch 2 Monate. Dieser beistand hatte aber nicht viel gebracht so dass sie aus freien Willen in ein Mutter Kind Heim (HKJ) ist. Diese befindet sich hier in Kronach wo sie dann auch eingezogen ist (Betreutes wohnen). Sie musste sich dann einem Psychologen vorstellen der dann ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) diagnostizierte. Zwei Monate lief dann alles normal bis sie von den Betreuern der HKJ ein schreiben vorgelegt bekam vom Amtsgericht Kronach, wo sie beantragten, das eine Betreuerin eingestellt werden sollte mit dem Aufgabenbereich: - Aufenthaltsbestimmung - Vertretung gegenüber Behörden, Versicherungen, Renten- und Sozialleistungsträgern - Wohnungsangelegenheiten - Gesundheitsfürsorge - Entgegennahme, Öffnen und Anhalten der Post im Rahmen der übertragenen Aufgabenkreise Würde sie dies nicht Unterschreiben, drohten sie mit der Wegnahme der Kinder. Da sie nicht wusste wie es um ihr geschieh, unterschrieb sie es. Alles lief mit ein paar Kleinigkeiten normal ab. Im Oktober 2008 musste meine Freundin dann aus dem Wohnheim raus in eine eigene Wohnung. Und schon fing es an. Ich habe meine Freundin 6 Monate davor kennen gelernt und hab von da an alles mit verfolgen können. 1. Das erste was mir aufgefallen ist war, das trotz der beantragen Betreuerin vom Gericht dann immer noch die Betreuung vom HKJ aktiv war. Diese lief aber im Juni 2010 ab so das meine Freundin nur noch die Betreuerin vom Gericht hatte. 2. Dann hat die Betreuerin eine Wohnung besorgt mit 3 Zimmern (Wohnstube, Schlafzimmer, kleines Kinderzimmer, Bad und Kochnische). Der Umzug musste innerhalb 2 Tage von statten gehen. Meine Freundin war am Umzugstag alleine da gestanden und musste sehen wie sie ihr Hab und Gut in die neue Wohnung bekommt. Keine Betreuerin sah sich dafür verantwortlich. Es war zwar eine Küche bestellt und neue Möbel, aber die waren erst 1 Woche nach Einzug da. Das heißt meine Freundin musste solange mit ihren 2 Kindern ohne Küche und Heizung auskommen sowie alles andere lebenswichtige. Dazu kommt das kein Warmwasser auch nicht ging. Und wie gesagt keine Betreuerin sah sich dafür zuständig. 3. Als ich ja ab und an bei meiner Freundin war und auch dort schlief, hat die Betreuerin ohne uns Bescheid zu geben das bei der ARGE gemeldet. Ich selbst hatte noch eine Wohnung und somit kosten, die das Amt aber wegen dieser Aussage erstmals nicht mehr zahlte. So es gab noch mehr Sachen aber ich mach erst mal weiter. Meine Freundin beantragte dann die Betreuung aufzuheben bei Gericht. Dieses wollte aber erst mal ein neues Psychologisches Gutachten haben. Das Gericht sagte ihr also den Namen des Arztes und sie solle dort einen Termin machen. Sie machte also einen und der Arzt war dann bei ihr zuhause. Die Sache dauerte ca. 20 min. und das war es dann. Das Gutachten war 6 Seiten lang. Darin stützte sich der Arzt auf das alte Gutachten, die aussagen der Betreuerin (darf er normalerweise nicht) und Bücher. Es wurde somit entschieden dass die Betreuung weiter läuft. Das einzige was sich geändert hat und statt geben wurde war ein Betreuer wechsel. Diese ist seit dem Juli 2010 Betreuerin für ihr. Witzig war das in der Zeit wo die eine Betreuerin der neuen alles übergeben hat, meine Freundin ohne Geld oder sonst was da stand. Die ersten Wochen lief alles ok, bis dann alles wieder in die eine Richtung ging. Meine Freundin wird als dumm dargestellt, darf nichts alleine in die Hand nehmen, aber soll einen Einspruch bei der Familienkasse einreichen. Dann hat meine Freundin einen Handyvertrag, das Handy ist ausversehen ins Internet und hatte hohe Kosten verursacht. Sie sagte ihrer Betreuerin dass sie die Karte bei ihr abgibt bis alles abbezahlt ist. Das machte die Betreuerin nicht. Die Betreuerin kündigte daraufhin den Vertrag so dass wir nun knapp 800 Euro Schulden haben. Da es bei Alice ist haben sie das Internet und Telefon auch gesperrt. Diese Kosten laufen aber weiter. Mir wurde bei Alice gesagt die Betreuerin soll eine Ratenzahlungsvereinbarung schicken dann wird alles wieder aufgemacht. Das lehnt die Betreuerin ab und zahlt ab und an mal einen großen betrag ein, so das meine Freundin dann weniger Geld zum Leben hat. Wenn sie die Betreuerin mal anruft erreicht sie sie erst nach 1 Woche und dann ist sie nur eng angebunden. Auch wenn wir sagen es wäre wichtig. Die Termine wo meine Freundin ihr Geld zum Leben bei ihr abholen soll ist sie auch nicht da und das wird erst 3 Tage später nachgeholt. Des Weiteren hat sie der ARGE Bescheid gegeben das diese gleich Miete, Strom und Gas überweisen. Nun bleibt mir wegen dieser Sache nur noch ein Betrag von 96€. Wir konnte das letzte Mal nicht mal den Notdienst anrufen als die kleine früh um 1 Uhr 40 Fieber hatte. Als meine Freundin nun einen neuen Termin oben bei Gericht hatte mit der Richterin und der Betreuerin, wurde sie nur ausgelacht und nicht zugehört. Als sie sagte dass sie zum Anwalt geht kam nur die Aussage „Dann machen sie halt“. Wir sind am Ende. Hoffe ihr habt ein paar Tipps oder den ein oder anderen Ratschlag. Ich bedanke mich erst mal fürs Zuhören und es ist schon das es solche Foren gibt. |
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Stammgast
Registriert seit: 27.04.2009
Ort: leider noch deutschland
Beiträge: 562
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unbedingt eine oder einen, am besten, fachanwältin/fachanwalt zwecks rechtswahrnehmung aufsuchen, sofern euch das möglich ist.
hier hin und her zu spekulieren bringt nur chaos.....wenn das in den tatbeständen so stimmen sollte.....besteht echter handlungsbedarf. vorweg: die anwaltssuche ist nicht einfach.....also geduld zeigen! kleiner tipp: am besten anwalt aus einem anderen bezirk.....oft haben anwälte keine lust wegen einer betreuungsrechtssache "dumm" bei ihrem amt-oder landgericht aufzufallen....sagt man nicht offen....ist aber oft so! wer hier die "regeln" nicht kennt......wird schwierigkeiten bei seiner rechtswahrnehmung haben.... viel glück....! lg nam
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Der Barbar, erkennen wir, hat es leicht gesund zu sein, für den Kulturmenschen ist es eine schwere Aufgabe. Sigmund Freud |
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Forums-Azubi
Registriert seit: 03.12.2010
Ort: geht euch nix an
Beiträge: 51
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Hallo Thomas,
in allen Ehren aber mir ist einiges in diesem Bericht nicht ganz klar: 1. Die Rolle des oder der Väter der Kinder: In wie weit nehmen die ihre Verantwortung war..... 2. Die Eltern der Betreuten: Welche Rolle spielen die ohne Vorgespräche einfach so und in diesem Umfang???? Das glaubst Du selbst nicht: Zitat:
Zitat:
Was ist daran erwähnenswert oder besonderes? Ist doch schön, wenn sich mehrere kümmern? Zitat:
Zitat:
Wieso das denn? Zitat:
Hat Deine Freundin nichts organisiert ? Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Kinder Ihr seid erwachsen! Liebe Grüße |
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#4 |
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Gesperrt
Registriert seit: 21.12.2010
Beiträge: 2
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Also erst mal zu den Väter der Kinder. Sie wurde sitzen gelassen. Einmal meldet er sich und macht auf den großen Vater, und dann lässt er sie sitzen wenn sie Termine aus machen.
Meine Freundin kümmert sich um ihre Kinder und das zu 100%. Sie versucht auch sich um ihre täglichen Sachen zu kümmern aber da machen dann die Betreuer einen Strich durch die Rechnung. Alles was sie machen will muss sie bei der Betreuerin vorsprechen (Wenn sie mal erreichbar ist). Ja ich habe ihr geholfen aber ich war ja auch arbeiten und konnte nicht 24 Std für ihr da sein. Es sollte ein Umzugsauto da sein, stattdessen haben wir es dann selber besorgt. Die Eltern meiner Freundin wohnen 500 km weiter weg. Wie gesagt wenn eine Betreuung steht, und meiner Freundin in 98% der Sachen die anstehen die Hände gebunden sind, dann sollte das auch richtig von statten gehen oder??? Wir haben nun einen Anwalt und auch der findet das Gutachten des Psychologen für eine Lach Nummer. Zum Glück hatte ich einen Freund der dann die Heizung machte. Ich verstehe aber dann nicht den AUFGABENBEREICH - WOHNUNGSANGELEGENHEITEN. |
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#5 | |
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Admin/Dipl. Sozialarbeiter / Berufsbetreuer
Registriert seit: 15.01.2009
Ort: Hessen
Beiträge: 1,155
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Zitat:
Hallo, vielleicht hast du da auch nur ein Verständnisproblem. Der gerichtlich bestellte Betreuer ist lediglich der rechtliche Vertreter und nicht der "persönliche Kümmerer. Siehe hier: Hauptseite ? Betreuungsrecht-Lexikon Familienhilfe oder sonstige Betreuungsformen der Erziehungshilfe haben dagegen ganz andere Aufgaben. Trotz Betreuung kann deine Freundin selbstverständlich ihre Angelegenheiten selber wahrnehmen. Sie ist weiterhin geschäftsfähig. Gruß, Andreas
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Forums-Geselle
Registriert seit: 14.11.2010
Ort: Nürnberg...
Beiträge: 84
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Zitat:
Zitat:
Wenn Du verheiratet wärst (Lebensabschnitt hört sich gesteigert endlich an), dann wärst Du doch auch voll mit den Familienangelegenheiten beschäftigt UND verantwortlich. Das ist kein genehmigter Grund zur Verzweiflung. |
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#7 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 04.10.2010
Ort: Sachsen-Anhalt
Beiträge: 63
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Ich kann verstehen, dass es für Angehörige manchmal etwas unklar erscheint, warum und weshalb manche Angelegenheiten so geregelt werden und nicht anders. Da ich die gesamten Umstände nicht kenne, kann ich keine abschließenden Ratschläge geben.
Das mit der Wohnung und die Meldung bei der ARGE ist rechtens, da ihr keine Bedarfsgemeinschaft seid. Ansonsten würdest Du mit eingerechnet werden. Es kommt oft den Anschein, dass die Betreuten denken, dass man durch die Betreuung in seinem Handeln total eingeschränkt wird. Ich kann erst einmal nur von mir ausgehen: ich beziehe meine Betreuten in fast alle Angelegenheiten mit ein, sofern die Möglichkeit besteht. Deine Freundin muss die alltäglichen Sachen wie das Besorgen der Einrichtung alleine machen. Im normalen Tagesgeschehen steht ihr ja auch niemand zur Seite, nur weil die Betreuung besteht. Das mit dem Handy kann ich auch nachvollziehen, da eben Schulden bestehen. Da muss man manchmal durch. Und wenn dann eben von dem ALG II auch noch Schulden gezahlt werden müssen, hat man nicht soviel Geld im Monat zur Verfügung. Warum es dann aber nur 96 Euro sind, kann ich nicht verstehen. Dass Miete+Nebenkosten direkt von der ARGE gezahlt werden, ist denke ich einfacher, als jeden Monat extra die Miete zu überweisen. Das müsste Deine Freundin ja auch machen und zwar in selber Höhe wie die ARGE. Welche Hilfestellungen benötigst Du? Welche Fragen hast Du genau? Viele Grüße, Newbie |
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