Dies ist ein Beitrag zum Thema Brauche für einen Betreuten ganz dringend fachlichen Rat. im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Guten Morgen in die Runde!
Ich bin wahnsinnig froh, dass hier so viele engagierte Fachleute ganz objektiv helfen, denn das ...
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Beiträge: 9
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Guten Morgen in die Runde!
Ich bin wahnsinnig froh, dass hier so viele engagierte Fachleute ganz objektiv helfen, denn das ist genau das, was ich als Angehörige und Laie "da draußen" sehr vermisse. Wem kann man glauben? Was ist "zum Wohl des Betreuten" und was persönliche Befindlichkeit der Beteiligten? Ich schildere unsere Geschichte und VERSUCHE, mich kurz zu halten. Mein Onkel ist 38 Jahre alt und geistig behindert durch das Down Syndrom. Er lebt im Betreuen Wohnen hier im Ort, arbeitet in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Er kann lesen, schreiben, rechnen und ist sehr, sehr clever, was aktuell dazu führt, dass seine Behinderung, so scheint es im Moment, von einigen Entscheidungsträgern, unterschätzt wird. Sprich: Ich meine, er wird für Verhaltensweisen verantwortlich gemacht, deren Konsequenzen er gar nicht absehen kann. Mein Onkel hatte eine sehr heftige Kindheit. Meine Oma hat ihn so gut es ging, gefördert. Viel mit ihm gescherzt, gelacht. Aber: Dafür lebte er im Gegenzug praktisch isoliert. Jegliche Kontakte wurden unterbunden, riefen Freunde von ihm an, riss meine Oma ihm (die beim Telefonat permanent neben ihm stehen blieb) nach kürzester Zeit den Hörer aus der Hand und legte auf. Jede Person, die ihm zu nahe kam, wurde von ihr schlecht geredet. Kassetten, die er hören wollte und geschenkt bekam (damals z.B. Knight Rider), wurden sofort in den Müll geschmissen und gegen Volksmusik ausgetauscht, die meine Oma halt mochte. Trank er heimlich irgendwo eine Cola, gabs dafür eine Ohrfeige. Kleidung trug er gebrauchte seine Vaters etc. auf, oder meine Oma kaufte halt für ihn ein. Seine Meinung zählte nie. Meine Oma "brauchte" ihn. Als Ablenkung gegen ihre Einsamkeit, als Reisebegleitung etc. Und mein Onkel fügte sich irgendwann und übernahm ihre Meinungen und Ansichten. Mit einer verkapselten Aggressivität bzw. Wut auf seine Mutter, die in wenigen Momenten, wenn meine Oma nicht in der Nähe war, durchschimmerte. Das zum Früher, nun zum Heute: Mein Onkel wohnt seit Jahren im Betreuten Wohnen. Inklusiv mehrerer Umzüge, weil jeweils ihm bzw. meiner Oma die Leitung nicht passte, der Zimmernachbar oder was auch immer. Das Verhältnis von Mutter/Sohn wurde immer schlechter. Meine Oma immer wütender weil ihr Sohn nicht mehr "funktionierte", mein Onkel immer ängstlicher, was aber immer mehr in eine Gleichgültigkeit überging. Vor ca. 7 Jahren wurde klar, dass ein neutraler Dritter gebraucht wurde und mein Onkel bekam einen Berufsbetreuer. Diese Loslösung von seiner Mutter, so kann ich nur mutmaßen, war die Sprengung aller Ketten. Seitdem macht mein Onkel wirklich nur noch, was er will. Inzwischen ist es so, dass er nur noch sehr sporadisch (und dann erst gegen Mittag) in der Werkstatt erscheint. Seine Wohnung mit kleiner Küche musste er gegen ein Zimmer ohne Küche eintauschen, da er nicht imstande war, die Wohnung sauber zu halten etc. In seinem Zimmer findet das Heimpersonal regelmäßig (erst wenn es anfängt, im ganze Haus zu riechen, denn ansonsten ist er ja für sein Zimmer selbst verantwortlich, da kontrolliert also niemand) verdorbene Lebensmittel, die er sich mit erbetteltem Geld kauft. Er fährt regelmäßig per Anhalter oder per Bahn quer durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Dem Betreuer schneien immer wieder Rechnungen ins Büro, weil mein Onkel irgendwo übernachtet, etwas gekauft hat oder von der Polizei zurückgefahren wurde. Die durch die Eingliederungshilfe genehmigten 28 Abwesenheitstage hatte er 2010 schon recht schnell überschritten, im Herbst war er 120 Tage unterwegs gewesen. Als Erklärung hatte er irgendwann der Heimleitung gegenüber geäußert, er wolle auf der Strasse leben. Im Herbst meldete er sich aus Berlin, er hätte dort ein Betreutes Wohnheim gefunden, in dem er bleiben wolle. Der Betreuer legte los, einen Umzug in die Wege zu leiten. Bis dann der Anruf kam, mein Onkel sei wieder abgehauen.... Er rennt immer an dem Punkt weg, an dem er merkt, dass seine Mithilfe eingefordert wird. An dem er sich an die Regeln der Gemeinschaft zu halten hat. (Kein Wunder bei seiner Biografie, das nur mal am Rande..) Im November letzten Jahres wurde er dann nachts mit Erfrierungen an einer Bushaltestelle 4 Autostunden von seinem Heimatort entfernt gewohnt. - ich unterbreche mal an dieser Stelle, da es sicher eine Zeichenbegrenzung gibt. Schreibe dann gleich weiter.. - Geändert von Angehörige2011 (24.01.2011 um 10:09 Uhr) |
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Gesperrt
Registriert seit: 23.01.2011
Beiträge: 9
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Er befand sich dann in der psychatrischen Abteilung eines KHs, aus dem mein Mann und mein Vater ihn abholten. Denn, inzwischen bekam meine Mutter (seine Schwester) eine Anruf aus seiner Wohnstätte, dass der Kreis die Zahlungen eingestellt hätte, da mein Onkel sich wiederholt nicht an die 28-Tage-Regelungen gehalten habe. Aktuell wäre man dabei, seine Habseligkeiten zu entsorgen. Seinen Job habe er auch verloren.
Da haben wir uns als Familie eingeschaltet. Vorher hatten wir dank reichlich innerfamilärer Widrigkeiten so gut wie keinen Kontakt zu meinem Onkel. Zurück im Ort haben wir uns mit ihm, seinem Betreuer und der Heimleitung zusammen gesetzt. Die Heimleiterin hatte nicht vor, meinen Onkel vor die Tür zu setzen, aber was sollte sie machen, da es kein Geld mehr für ihn gab. Der Betreuer meines Onkels zeigte dagegen sehr offensichtlich, wie sehr ihm diese ganze Geschichte zum Halse raushing.. Die Notfalllösung lautete damals, dass er (es war ein Freitag) bis zum Montag in seinem Zimmer wohnen dürfe, und sich am Montag beim Amt meldet (alleine, das wurde von dort gewünscht) und man dann weitersähe.. Mein Onkel weinte extrem viel und man merkte, wie sehr ihm an seiner Familie liegt und wie sehr ihm das alles fehlte. Menschen, die keinen Druck ausüben, sondern denen er etwas bedeutet. Wir dachten wirklich alle, es wäre so etwas wie ein Knoten bei ihm geplatzt. Er schwor, nicht wieder wegzulaufen und wieder zu arbeiten etc. Montag ging er dann tatsächlich zum Amt und dort startete das Unglaubliche.... Er wurde nach seinem freien Willen gefragt, aber nicht anhand der Mögliichkeiten, die zur Auswahl stünden inkl. der möglichen Konsequenzen, sondern "Nun sagen Sie mal, was hätten Sie denn gerne?" Natürlich hat er dann alles aufgezählt, was er gerne so hätte! Eine ganz eigene Wohnung, er würde gerne in der Metallverarbeitung arbeiten oder sogar studieren, nee, Werkstatt nicht mehr so gerne. Und so weiter und so fort. Daraufhin würde er zur Beantragung einer eigenen Wohnung (!) ins Bürgeramt geschickt und dort drückte man ihm einen Zettel mit einer Adresse in die Hand, wo er sich am Nachmittag zu melden habe. Meine Mutter holte ihn ab und stand nach kurzer Zeit entsetzt mit ihm am Ziel der Reise: Vor dem OBDACHLOSENHEIM. Die Verzweiflung meines Onkels kann man sich vorstellen. Besser kann man Vertrauen wohl nicht zerstören. Alle Details der letzten Wochen aufzuzählen wäre zu lang, daher nur noch das Wichtigste: Anfang Januar gab es einen gemeinsamen Termin auf dem Sozialamt. 2 Damen vom Amt, der Betreuer, mein Onkel, die Heimleitung, die Werkstattleitung, meine Mutter und ich. Der Betreuer wiederholte permanent, wie sehr ihn das alles nerve, dass der Betreute nicht mitmacht und dass es, sobald er nochmal abhaut, für ihn nur noch die Alternative Geschlossene Psychatrie gäbe. Woraufhin ich ihm entgegnete, dass von dem Betreuten allerdings weder eine Selbst- noch eine Fremdgefährung ausgehe, wir also über eine bessere Alternative nachdenken sollten. Woraufhin er wieder.....ach, lassen wir das. Nun denn, das Fazit des Termins war: Alle geben meinem Onkel noch eine Chance. Er darf wieder in der Werkstatt arbeiten, er darf in seinem Zimmer bleiben, die Zahlungen laufen weiter und der Betreuer schaut nach einer Lösung für die Zukunft. Einzige Bedingung: Er darf nicht mehr ausreißen. Haut er noch einmal ab, kümmert der Betreuer sich umgehend um den richterlichen Beschluss für die Einweisung. Und der Kreis stellt augenblicklich die Eingliederungshilfe ein, das machte uns die zuständige Sachbearbeiterin recht deutlich. Vor einer Woche bekamen wir einen Anruf, mein Onkel sei wieder abgehauen. Vor zwei Tagen die Info, er sei wieder da. Auf unsere Nachfrage, was denn nun mit ihm passieren würde, kam: "Wieso? Er zieht in den nächsten Tagen aus dem Zimmer aus in die kleine Wohnung mit Kochnische, in der er ja schonmal war. Da gibts dann auch mehr Zuschüsse, so dass sich jemand darum kümmern kann, dass er aufräumt und sich regelmäßig wäscht und so." Meine Mutter stand wohl noch zehn Minuten nachdem sie auflegt hatte, mit dem Hörer in der Hand. WAS FÜR EINE FARCE. Warum dieser ganze Aufriss, wenn dann DAS dabei herauskommt?? Was denn nun? Muss mein Onkel sich an Regeln halten oder nicht? Muss er bis auf 28 Tage im Wohnheim sein oder darf er auf Trebe gehen wie er möchte? Hängt das Damoklesschwert "Einweisung" nun jederzeit über ihm und schnellt ganz willkürlich nach unten oder gibt es hierzu irgendeine gesetzliche Regelung?? Am Donnerstag wird es einen erneuten Termin auf dem Sozialamt geben mit allen Beteiligten und ich möchte auf keinen Fall so fachlich ahnungslos da sitzen wie beim letzten Mal. Denn da habe ich geglaubt, was uns gesagt wurde, aber das ist ein zweites Mal wohl unmöglich. Daher meine Fragen: 1) An welche Regeln muss mein Onkel sich halten? (28-Tage, Hausregeln o.ä) 2) Muss er weiterhin in der Werkstatt arbeiten bzw. ist diese Willkür, was Arbeitsbeginn etc. angeht, okay? 3) Gibt es Therapiemöglichkeiten für ihn, die auch tatsächlich ein Kostenträger übernehmen würde? Welche Vorraussetzungen müssen hier vorliegen? (Er hat ganz extreme Zwänge, die das Leben in einer Gemeinschaft sehr erschweren) 4) Wie lauten eigentlich die Alternativen zu "Eingliederungshilfe"? Gibt es da unterschiedliche Stufen? 5) Liege ich richtig mit meiner Einschätzung, dass eine Einweisung kaum durchsetzbar wäre, bzw. ihn jede Psychatrie wahrscheinlich direkt wieder nach Hause schicken würde? (wie geschrieben, man kann sich den Großteil der Zeit völlig normal mit ihm unterhalten, er gibt vor, nachvollziehen zu können, was passiert wenn etc.) 6) Oder bestünde in so einer Einweisung für ihn tatsächlich die Chance, durch entsprechende Therapien zurück in ein normales Leben zu führen, das ihn glücklich macht? "Zum Wohl des Betreuten".....hm....es ist so schwierig in diesem Fall. Mein Onkel hat einen extremen Freiheitsdrang und es ist sehr zu seinem Wohl, wenn er tun und lassen kann, was er will. Und das IMMER. Aber: Es gibt nunmal Bestimmungen/Ämter/Gesetze, die ihm Grenzen setzen, die er nicht einhält. Sein Wohl kann also niemals zu 100% getroffen werden. Geändert von Angehörige2011 (24.01.2011 um 10:13 Uhr) |
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Berufsbetreuer / Verfahrenspfleger
Registriert seit: 16.03.2010
Beiträge: 948
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Hallo Angehörige2011
Es gibt in der Sozialpsychiatrie den Begriff des sog. "Systemsprengers". Kein schönes Wort, ich weiß. Aber es trifft auf Leute zu, die aufgrund ihrer psychischen Störungen schlicht und einfach nicht in das von uns "Normalos" gestrickte, soziale Versorgungsnetz passen. ... und offen gestanden, ich kann mir auch einfachere Betreuungen vorstellen. Das ist das Eine. Das zweite ist, dass nicht nur ich, sondern Kollegen meines Umfeldes und wieder auch nicht nur die, ggw. beobachten, dass die Kostenfragen immer entscheidender werden und die Netze, immer enger gestrickt werden. Fällt da jemand raus, ziehen sich die Kostenträger schnellstmöglich zurück. Manchmal hat man das Gefühl, es würde um ihr eigenes Geld gehen. Zu deinen Fragen: Dein Onkel muss sich trotz allem Verständnis schon an Normen und Regeln halten. Mit der Einhaltung derselben wird ja begründet, dass er im sozialtherapeutischen Netzwerk genau an der richtigen Stelle ist, an der er jetzt ist. Unter Eingliederungshilfe solltest du das verstehen, was dieses Wort auch aussagt: einen Menschen in die Gesellschaft wieder eingliedern. Davon sind die Betreffenden nur dann nicht abhängig, wenn genug Vermögen da ist, das Sozialamt nicht zu "behelligen" und die Versorgung privat sichergestellt werden kann. Zur Frage Psychiatrie/geschlossene Unterbringung Das ist von hier aus schwer zu beantworten. Ich geh einfach mal davon aus, dass dein Onkel hinsichtlich seines Down-Syndroms austherapiert ist. Allerdings sollten hier schon Überlegungen - ich schreib das mal vorsichtig - in Richtung geschlossene Unterbringung angestellt werden. Nicht, weil er die Normen seines Aufenthaltes in den Sozialeinrichtungen verletzt - sondern weil er sich durch seine Aufenthalte selbst gefährdet. Nachts bei der Kälte im Freien ... Was willst du denn noch? Ich selbst habe Betroffene aus genau diesen Gründen untergebracht. Gr. R
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"Wenn jeder akzeptiert, was ich tue, mache ich irgendwas falsch!" |
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Gesperrt
Registriert seit: 23.01.2011
Beiträge: 9
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Zitat:
Ganz klar, (nicht nur) aus der Sicht des Betreuers ist das alles sehr zermürbend... Zum obigen Zitat: Das ist ja das Problem, auf das aktuell scheinbar niemand eine Antwort hat. Wo IST mein Onkel denn an der richtigen Stelle?? Ich bin nicht per se gegen eine geschlossene Unterbringung, so das denn in irgendeiner Weise wirklich zu seinem Wohl ist. Nur: Wenn die Grundlage nur das selbstgefährdende Verhalten ist, dann behält man ihn dort ja nur an Tagen mit extremen Minusgraden. Ansonsten ist die Tür wieder geöffnet und alle Beteiligten stehen wieder vor dem gleichen Fragezeichen. Das ist m.E. also keine langfristige Lösung. Oder? Die nächste Frage: Wer vermag einzuschätzen, inwieweit der Betreute geistig in der LAGE ist, Regeln einzuhalten? Wer bewertet so etwas? Gibt es dafür irgendwelche Maßstäbe? Das frage ich ganz ernsthaft, denn nur dann kann man von ihm ja überhaupt erwarten, Regeln ezu befolgen. Und wenn sich, wie beim letzten Amtstermin, alle einig sind, dass die Zahlungen eingestellt werden, sobald er wieder abhaut und dass er dann sofort in eine geschlossene Unterkunft kommt, wie kann es dann passieren, dass man ihn nach der (nicht ganz freiwilligen) Rückkehr mit einer größeren Wohnung "belohnt"?? So bringt man einem geistig gesunden Menschen ja auch nicht bei, Regeln zu befolgen und Konsequenzen zu lernen, wie soll da also ein geistig Behinderter durchsteigen? |
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Berufsbetreuer / Verfahrenspfleger
Registriert seit: 16.03.2010
Beiträge: 948
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Zitat:
Wenn die Regelverletzung in der Persönlichkeit des Betroffenen derart Raum greift, dass er sich selbst gefährdet, ist zu seinem Wohl die geschlossenen Unterbringung des Betroffenen nur zu einem da. Zu seinem Wohl. Es ist für Angehörige nicht immer einfach dies einzusehen, aber mitunter ist es die einzige Alternative. Denk nicht, dass dies so einfach ist und die Leute durch die Betreuer sozusagen reihenweise untergebracht werden. Die Trauben hängen da ausgesprochen hoch - und letztlich ist IMMER ein psychiatrischer Gutachter bei den Entscheidungsprozessen mit im Boot. Unterbringung ? Betreuungsrecht-Lexikon Gr. R
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#6 |
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Gesperrt
Registriert seit: 23.01.2011
Beiträge: 9
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Okay, ich beame mich also auf diese Betrachtungsebene und sehe nur noch den finanziellen Aspekt:
Wie sähe denn dann die kostengünstigste Lösung für die Zukunft meines Onkels aus Sicht des Kostenträgers aus? Dauerhaft geschlossene?? Ist das nicht teurer als alles andere? Dann wäre er da also schneller draußen als wir gucken könnten. Ständiger Wechsel Geschlossene bzw. jetzige Wohnstätte?? Klingt auch nach immensen Kosten Wohnstätte und soll er doch abhauen wann er will? Klingt für mich zunächst am kostengünstigsten, wären da nicht diese ganzen Rechnungen.. Selbst wenn ich es komplett emotionsfrei betrachte, sehe ich nicht die Lösung. |
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#7 |
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Gesperrt
Registriert seit: 23.01.2011
Beiträge: 9
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PS: Und wenn es nur ums Geld geht, warum bietet man ihm dann jetzt den Umzug in eine größere Wohnung inklusive Putzhilfe?
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#8 |
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Gesperrt
Registriert seit: 23.01.2011
Beiträge: 9
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Zum Thema "Systemsprenger" habe ich eben nochmal gegoogelt und Interessantes gelesen. Für unseren speziellen Fall bringt es mir leider keine Lösung, aber Wissen schadet ja nie.
![]() Nur: Oft wurde es da mit "herausforderndem Verhalten" in Verbindung gebracht - das ist aber noch mal etwas anderes, oder? Das, sagte man uns, käme bei meinem Onkel nicht zum Tragen, da er halt keine Gefährdung für andere ist bzw. weit davon entfernt, unter diesen Begriff zu fallen. (Die Einrichtung, in der er zurzeit wohnt, hat keine Fachleute für Bewohner mit herausforderndem Verhalten und ich fragte halt, ob es nicht eine Möglichkeit wäre, wenn er in ein anderes Haus des Verbunds wechseln würde, wo es solche Fachleute gibt. Ich würde mich freuen, wenn noch jemand ein paar Tipps oder Infos für mich hätte. Danke!! |
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#9 |
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Einsteiger
Registriert seit: 19.05.2010
Beiträge: 11
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Für die Eingliederungshilfe gibt es bestimmte Regeln, an die sich auch dein Onkel halten muss. Gesetzlich gibt es z.B. für die Werkstatt auch bestimmte Vorgaben, wann jemand "werkstattfähig" ist oder wie viel Tage er vom Heim abwesend sein darf.
Und bei der Eingliederungshilfe geht es darum, jemand in die Gesellschaft einzugliedern. Wenn er aber nicht da ist, wie soll dies dann funktionieren? Da sind dann die Ziele der Eingliederungshilfe mangels anwesenheit gar nicht zu erreichen. Und das alles, ohne erst mal das Geld als Argument. Es ist nicht so, dass von Seiten des Amts immer damit umgegangen wird, als wäre es das eigene Geld des Sachbearbeiters. Aber auch hier muss jemand die Verantwortung für die hohen Kosten übernehmen, und ich wüßte nicht, wie man das rechtfertigen soll, für jemand, der nicht da ist, dort auch gar nicht sein will und die Voraussetzungen nicht erfüllt.... Würdest du dein Geld für ein teueres Auto ausgeben, für jemand anderes, der es gar nicht fahren will? |
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#10 |
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Gesperrt
Registriert seit: 23.01.2011
Beiträge: 9
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Hallo Gabria!
Danke für Deine Antwort. Ich kann all eure Argumente nachvollziehen, nur ich weiß nicht, was halt die richtige Lösung des Ganzen sein könnte. Wenn mein Onkel weiterhin NICHT mitmacht, welche Möglichkeit gibt es dann für ihn, die ein Kostenträger auch tatsächlich zahlen würde?? Ich bin da wirklich absolut ratlos. |
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