Dies ist ein Beitrag zum Thema Wie soll das gehen? im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hallo,
ich versuche mich, so gut es geht, um meinen Vater zu kümmern, der unter Demenz leidet. Mein VAter war ...
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#1 |
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Ich bin neu hier
Registriert seit: 07.02.2011
Beiträge: 4
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Hallo,
ich versuche mich, so gut es geht, um meinen Vater zu kümmern, der unter Demenz leidet. Mein VAter war schon immer sehr eigenwillig und ist wegen seines Diabetes die letzten Jahre auch immer allein zum Arzt gegangen. Das ging auch gut bis letzten Sommer, da rief mich sein Arzt an, um mir zu sagen, dass er meinen Vater nicht mehr weiter behandelt, da er nun auch hochgradig dement wäre. Die Demenz hat sich ein bißchen gebessert, nachdem ich den Diabetes wieder richtig eingestellt hatte, nachdem er wohl monatelang gar nicht oder nicht richtig gespritzt hatte. Ich habe ihn dann zu seinem früheren Hausarzt gebracht. Dieser hat mir den Verdacht mit der Demenz dann auch bestätigt. Ebenso ein Arzt im Krankenhaus, in das ich meinen Vater einmal nachts einliefern musste, weil er zusammengebrochen war. Ich habe zusammen mit meiner Mutter versucht, das beste aus allem zu machen. Zum Neurologen zu gehen, hat er sich leider geweigert (schleißlich ist er ja noch klar im Kopf). Um die Weihnachtszeit war ich der Meinung, meine Mutter und ich hätten uns auch mal ein paar Auszeittage verdient, und habe meine Schwester (die sich bis dato überhaupt nicht um den Vater gekümmert hat "Was soll er denn bei mir, er schläft ja sowieso nur, da kann er auch zu Hause bleiben") darauf angesprochen, dass sie ja wohl auch mal ein oder zwei Tage in der Woche einspringen könne, damit wir mal Luft holen können. Im Nachhinein war das der größte Fehler, den ich machen konnte. Anfang Januar hat sie unseren vater dann geholt oder ich habe ihn zu ihr gebracht. Anfangs habe ich mir nichts dabei gedacht, dass mein Vater sich immer seltsamer verhielt. Er wurde richtig provozierend und zum Teil sogar bösartig. Plötzlich hat meine Mutter ihm sein Geld gestohlen. Ich habe seinen Hausschlüssel versteckt, damit er nicht mehr in sein Haus kann. Wir wollten ihn abschieben und loswerden. Und noch andere Kleinigkeiten. Anfangs dachte ich, das wäre eben die Demenz (was es mit Sicherheit ja auch zum Teil ist). Das hat sich dann soweit zugespitzt, dass meine Mutter und ich etwas härter geworden sind (vielleicht auch zu hart, aber es waren einfach Grenzen erreicht). Mein Vater fingzum wiederholten Male an zu drohen, dass er sich umbringen würde. Ich bat meine Schwester mir zu helfen, meinen Vater aus dem Haus zu holen, damit ich nun endlich mit ihm zum Neurologen fahren könnte, damit er vernünftig untersucht und behandelt werden könnte. Meine Schwester packte ihn ins Auto mit dem Kommentar, sie würde ihn mit zu sich nehmen, sie würde nicht zulassen, dass ihr Vater in die Klapse komme, schließlich wäre er ja völlig normal. Abends rief sie mich dann an, Vater bräuchte seinen Hausschlüssel, wo ich den versteckt hätte. ich müsse ihm den morgens abgenommen haben, und ich solle ihn rausgeben, schleißlich wäre es ja immer noch sein Haus. Ich habe den Schlüssel am typischen Versteckort gefunden und zu meiner Schwester gefahren. Ab da habe ich nichts mehr von meinem Vater gehört oder gesehen. Einige Tage später habe ich dann erfahren, dass sie ihn direkt von uns aus zu ihrem Hausarzt gefahren hat, der ihn jetzt auch immer noch behandelt. Ich habe ein Gespräch gesucht mit diesem Arzt, aber der hat mich dann so hin gestellt, dass ich meinen Vater in den Selbstmord treiben würde, und ich ja wohl nicht in der Lage wäre zu beurteilen, ob mein Vater Demenz hätte. Er würde da jedenfalls keinen Handlungsbedarf sehen. Bei meiner Schwester wäre er doch ganz toll aufgehoben, da wäre alles so schön und harmonisch. Ich sollte ihn doch dort lassen. Sonstige Auskünfte habe ich überhaupt nicht bekommen. Seit 2 1/2 Wochen werde ich jetzt immer wieder von Leuten angesprochen, wieso ich meinen Vater denn rausgeworfen hätte, es wäre doch sein Haus, er hätte mei uns nichts zu essen bekommen, wir hätten uns ja sowieso nicht um ihn gekümmert (ich hatte sogar meine Sprechzeiten morgens und abends gekürzt, um mehr Zeit für ihn zu haben), und etliches andere an schmutziger Wäsche. Sonntagabend rief meine Schwester jetzt an, der Vater würde sie nicht mehr kennen, und sie würde ihn jett ins Krankehaus fahren. Im Hintzergrund habe ich meinen Vater gehört, wie er immer wieder sagte, er wolle jetzt nach Hause. Später wurde ich dann "informiert", dass Vater lediglich unter Durchblutungsstörungen leiden würde, die vom Herzen kämen, und der Hausarzt solle ihn Infusionen anhängen. Heute morgen kam dann der Anruf, dass er für nächste Woche einen CT-Termin hätte und dann entsprechend behandelt werden würde. Ob ich mir schonmal Gedanken gemacht hätte, was würde, wenn er ein Pflegefall ist. Sie würde ihn ja nehmen, weil die Alternative wäre ja dann nur ein Pflegeheim! Das letzte, was ich meinen Eltern antun würde, wäre, sie in ein Heim zu stecken. Im Moment könnte ich ihr den Hals umdrehen. Ich habe noch nicht wirklich den Durchblick, was da im Moment abgeht. Von unserer Mutter ist bei alle dem nie die Rede von Seiten meiner Schwester, so als würde sie garnicht existieren. Sie bekommt auch gar kein Geld. Ist auch nicht wirklich schlimm, da ich mich gerne um sie kümmere, aber ich finde es schon unverschämt. Was kann ich machen, um meinen Vater da raus zu holen? Wer kann mir da ein paar gute Ratschläge geben? Schon mal vielen Dank Geändert von Imre Holocher (19.10.2011 um 17:40 Uhr) |
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Admin
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 3,904
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Hallo Sabine,
herzlich Willkommen hier erst mal obwohl ich befürchte, dass Du mit Deinem Problem hier falsch gelandet bist.Wir sind hier zm Thema rund um gesetzliche Betreuungen. Die Dinge die Du erzählst hören sich nach zerstrittenen familiären Verhältnissen an. Natürlich könntest auch Du eine gesetzliche Betreuung für Deinen Vater beantragen aber da rechne ich Dir wenig Chancen aus. Dein Vater ist in ärztlicher Behandlung und scheint versorgt. Dass ihr deswegen untereinander zerstritten seid oder das es Gerüchte gibt ist zunächst kein Grund eine Betreuung einzurichten. Grüsse Michaela
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diese kommunikation wurde im rahmen der überwachungsgesetze auf ihre kosten dauerhaft gespeichert und wird jederzeit weltweit gegen sie verwendet werden. |
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#3 |
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Ich bin neu hier
Registriert seit: 07.02.2011
Beiträge: 4
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Hallo Michaela,
vielen Dank für die Willkommensgrüße. Dass noch nicht richtig bin, ist mir bewußt. Ich würde gerne die Betreuung meines Vaters übernehmen, nur habe ich überhaupt keine Ahnung, wie man sowas anstellt. Sicher ist der Mann ärztlich versorgt. Nur ob die Betreuung entsprechend ist, das weiß ich nicht. Ich habe nur mitbekommen, dass mein Vater bei einem Telefonat mit meiner Schwester im Hintergrund immer wieder gesagt hat, er wolle jetzt wieder nach Hause. Bis heute hat sie für den Mann keinerlei Kleider abgeholt. Das hat sie selbst zugegeben, als es darum ging, ob Vater ins Krankenhaus muss. Sie hätte ja noch nicht mal einen Pyjama für ihn. Sie hat ihn hier abgeholt, ohne Oberbekleidung zum wechseln, ohne Unterwäsche, ohne Jacke. Kontakt dürfen meine Mutter und ich auch nicht habe. Wenn sie im Ort mit ihm ist, erfahren wir das auch erst Tage später von anderen. So wie ich das sehe, wird hier der Kontakt bewußt unterbunden, was doch nicht im Interesse eines Demenzpatienten sein kann. Bei einem Telefonat mit meiner Mutter meinte mein Vater sogar, er wäre ja bei uns nicht mehr erwünscht, wir wollten ihn nicht mehr, hätten ihn ja rausgeschmissen. Davon war von unserer Seite ihm gegenüber nie die Rede gewesen. Ganz im Gegenteil, ich habe ihm immer wieder versichert, dass er nicht in ein Heim, egal welcher Art, muss, wenn ich das verhindern kann. Ich weiß, das ist alles nervig. Aber meine Mutter und ich haben uns unter anderem täglich bemüht, ihn ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen. Selbst das scheint bei meiner Schwester nicht zu funktionieren. Sie ist der Meinung, mit nicht mal 1Liter hätte er doch mehr als genug getrunken. Als er noch bei uns war, hat sich das Prolbem nie ergeben, dass man im Infusionen anhängen musste. Ich will mich hier nicht in die Sonne stellen und als Samariter da stehen. Ich will einfach nur, dass es meinem Vater gut geht, so lange das möglich ist. Nur weiß ich nicht, wie ich das erreichen kann. Deshalb hatte ich mir ein bißchen Hilfe über dieses Forum erhofft. Liebe Grüße Geändert von Imre Holocher (19.10.2011 um 17:39 Uhr) |
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Admin/Dipl. Sozialarbeiter / Berufsbetreuer
Registriert seit: 15.01.2009
Ort: Hessen
Beiträge: 1,155
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Hallo Sorgenkind,
also grundsätzliche Infos zur gesetzlichen Betreuung findest du u.a. hier:Hauptseite ? Betreuungsrecht-Lexikon Momentan handelt es sich bei euch um eine rein innerfamiliäre Auseinandersetzung. Wenn du der Meinung bist das dein Vater seine Angelegenheiten nicht mehr selber regeln kann und hier in gesundheitlichen Dingen etwas passiert was ihm nicht guttut dann kannst du dich z.B. an die zuständige Betreuungsbehörde wenden um ein Betreuungsverfahren anzuregen. Hier könntest du auch noch weitere Infos zur Anregung erhalten. Bei eurer zerstrittenen Situation könnte es aber durchaus so sein das ein externer Betreuer bestellt würde. Gruß, Andreas
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Die Nutzung der Suchfunktion verursacht weder kurz- noch langfristige Schäden , führt aber oft zu Erhöhung des Wissensstandes.
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#5 |
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Ich bin neu hier
Registriert seit: 07.02.2011
Beiträge: 4
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Hallo Andreas,
vielen Dank, da habe ich doch schonmal einen Anhaltspunkt. Ich hatte auch schon den Gedanken, ob eine offizielle Person nicht wirklich besser wäre. Einfach auch um weitere Auseinandersetzungen zu vermeiden. Gruß Geändert von Imre Holocher (19.10.2011 um 17:39 Uhr) |
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