Dies ist ein Beitrag zum Thema antrag auf betreuung im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
hallo.
danke für rückantwort.
möchte dazu noch sagen, daß ich sehr vorsichtig geschrieben habe zum gericht.
habe die situation meiner ...
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#11 |
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Einsteiger
Registriert seit: 07.04.2011
Beiträge: 12
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hallo.
danke für rückantwort. möchte dazu noch sagen, daß ich sehr vorsichtig geschrieben habe zum gericht. habe die situation meiner schwägerin geschildert und daß sie erschöpft ist und offensichtlich nicht mehr kann. streit kommt dabei nicht zutage. wir haben bisher versucht, mit ihr zu reden, haben ihr zur seite gestanden, sie läßt niemanden an sich ran. hat so komische ansichten. das habe ich aber nicht geschrieben. habe auch keine unterstellungen, verdächtigungen gemacht sondern kurz und sachlich geschildert, wie ich die situation sehe. wo ich meinen bruder untergebracht haben möchte, wie auch alle geschwister, die voll hinter der sache stehen. also von streit o.dergl. kann man in meinem schreiben nichts erkennen. habe nur meine sorge zum ausdruck gebracht. mein bruder liegt auf einer wechseldruckmatratze. ob er gelagert wird regelmäßig kann ich nicht sagen. ich fahre nun regelmäßig dort hin, um der physiotherapeutin bei der therapie zu helfen. gottseidank kommt sie drei mal in der woche. sie benötigt aber dringend zweite person, die ihr zur hand geht. mein bruder wird hingesetzt und hingestellt von uns. das und andere übungen sind nur zu zweit möglich. sollte meine schwägerin machen, schafft sie nicht. wir hören jeden tag, daß sie das elend nicht mehr sehen kann. nach der behandlung bestehe ich immer auf rollstuhl. bei dem schönen wetter kann man doch mal rausgehen. je länger wir -meiner tochter - und ich dort sind, um so munterer wird er. diese woche mache ich termin in einem heim, welches einer rehaklinik angeschlossen ist. dort können alle therapien gemacht werden. das heim ist in der stadt in der mein bruder wohnt. z.zt. ist er außerhalb untergebracht. das heim hat leider wartezeit. dort ist auch pflege F möglich. das heim in dem er jetzt ist, hat 30 pflegeplätze von denen nur 12 plätze belegt sein sollen. man hatte uns auch dringend von abgeraten. allerdings ist es spottbillig. das ist der grund, warum er dort ist. wir sind alle -die familie, geschwister- im moment so machtlos, das macht uns alle fertig. ich denke, man sollte früh genug eine verfügung schreiben, damit so etwas nicht passiert, wie bei meinem bruder. er ist jemand, der sich einmischt, sich gedanken um angehörige macht. ist vor seiner krankheit so gewesen. würden wir nichts unternehmen, würde er sagen -wenn er könnte- warum hat ihr nichts unternommen, euch nicht eingemischt. ich hoffe, daß etwas passiert. daß das gericht bald reagiert. wünsche allen einen sonnigen tag gruß hanni |
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#12 |
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Einsteiger
Registriert seit: 07.04.2011
Beiträge: 12
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hallo noch einmal.
die situation spitzt sich zu. bitte könnte ihr mir hier evtl. weiterhelfen? folgendes: heute war ich wieder bei meinem bruder, mit meiner tochter. wir haben der therapeutin gearbeitet und sind ihr zur hand gegangen. mein bruder macht toll mit und kann schon fast alleine sitzen. ich bestehe dann auf rollstuhl, damit wir etwas in die sonne gehen können. mein bruder lag mit sonnenbrille in der sonne und fühlte sich sichtlich wohl. leider bleibt er sonst nur liegen. nun hat er an den füßen, an den fußknöcheln, in der gesäßritze alles wund, vereitert, blutig. er hustet wie verrückt und versucht abzuhusten. im rollstuhl ging es einigermaßen. aber wenn er 24 std. liegt, geht es nicht. das zimmer hat ca. 10 qm, alten parkettboden, ist schmutzig wie nur was, die bettwäsche mit blut und eiter verschmiert. ein winziges bad nur mit wc und so mini-waschbecken in dem ich als schlanke person kaum reinpasse. ich kann nur sagen eine einzige katastrophe dort. den ganzen tag schaut niemand bei ihm rein. die tür ist zu. er liegt stundenlang in der eingekoteten windel und jammert. ich muß ihn nächste woche in dem neuen pflegeheim, welches einer großen rehaklinik für solche gesundheitlichen probleme angeschlossen ist, anmelden. habe heute dort vorgesprochen und alles besichtigt. die einrichtung und auch alles andere ist vom feinsten und dort wird gute pflege und therapie zugesichert. leider habe ich von meinen bedenken, die ich bei gericht geäußert hatte, noch nichts gehört. ich möchte gerne die gesundheitsfürsorge übernehmen. wenn wir nicht schnell handeln, kann es zu spät sein. die probleme bestehen besonders im wundliegen und einer sich anbahnenden lungenentzündung. bitte, kann mir jemand sagen, was ich tun kann, um diese sache bei gericht zu beschleunigen. sollte ich hinschreiben, um alles zu schildern? alle Namen meiner geschwister kämen mit in den brief. diese sind völlig fertig mit den nerven. wir müssen unserem hilflosen bruder so schnell wie möglich helfen. für schnellen rat wäre ich sehr dankbar. gruß hanni |
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#13 |
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Forums-Azubi
Registriert seit: 04.02.2011
Beiträge: 41
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Also, wenn das wirklich alles so der Fall ist, schalte doch die Heimaufsicht und den MDK ein. Normalerweise prüfen die sowieso in regelmässigen Abständen die Heime. Bei einer Beschwerde müssen die sofort reagieren! Und dann gibt es unangemeldete, anlassbezogene Prüfungen.
Die Beschwerde kann auch anonym gemacht werden. Ein Dekubitus kann aber auch bei regelmässiger Lagerung und Wechseldruckmatratze enstehen. Daher gibt es in einer Plegeeinrichtung ja auch das sogenannte Wundprotokoll mit Fotos der Wunde und deren weiteren Verlauf. Es müssen auch Lagerungsprotokolle geführt werden. Da stehen dann die Zeiten des Umlagern, Transfer und solche Angaben drin. Ich würde da zu einer Anzeige raten, zumal in solch einer Pflegeeinrichtung dann immer mehr Bewohner gefährdet sind. Gab es schon Pflegenoten für das Haus? Nach Prüfung des MDK ? |
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#14 |
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Einsteiger
Registriert seit: 07.04.2011
Beiträge: 12
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hallo wittgenstein.
inwieweit das heim irgendwelche zertifikate hat, kann ich nicht sagen. ist ein winziges heim mit 30 betten, 12 sollen nur belegt sein. es gibt 2 altenpfleger/in sonst nur praktikanten und helfer. man weigert sich meinen bruder in den rollstuhl zu setzen. man könne das nicht, er wäre eben zu groß und zu schwer. wie gesagt, 1,95m, 90 kg. das zimmer ist so winzig, da paßt nicht mal der rollstuhl rein. mein bruder liegt 24 stunden an 7 tagen im bett und meine schwägerin akzeptiert den zustand. deshalb habe ich das gericht angeschrieben und mich bereit erklärt, die gesundheitsfürsorge zu übernehmen. mein bruder muß dringend verlegt werden und zwar in das heim, welches einer rehaklinik für seine krankheit/zustand angeschlossen ist. mit direktem zugang zu diesem klinikum. dies geht aber nur, wenn ich die betreuung dafür bekomme. meine schwägerin lehnt das ab. ich weis nicht mehr, was ich noch machen soll, außer das gericht anzuschreiben. das ist mein größtes problem. sollte ich nicht durchkommen mit meinem anliegen, kein antrag, den kann man nicht stellen, dann gehe ich an die öffentlichkeit. mein bruder vegetiert dahin und wir sind alle machtlos. 4 geschwister wissen nicht weiter. eine schlimme situation für alle. gruß hanni |
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#15 |
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Forums-Azubi
Registriert seit: 04.02.2011
Beiträge: 41
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Hallo Hanni...
Schau mal unter Pflegelotse ob das Heim schon eine Note hat! Dann war der MDK schon da und hat geprüft! Was aber nicht unbedingt viel aussagt, die Benotung bezieht sich leider häufig auf ganz andere Dinge. Ich denke schon, es würde Dir und Deinen Geschwistern eine Beruhigung geben, wenn ihr die Vorfälle einfach mal der zuständigen Heimaufsicht weiter geben würdet. Die Behandeln Euer Anliegen auf Wunsch auch anonym. Den jetzigen Zustand könnt ihr so ja auch nervlich nicht länger ertragen!! Werden dann von der Heimaufsicht wirklich gravierende Pflegefehler festgestellt, kommt Euer Anliegen sicher auch beim Amtsgericht schneller ins rollen... |
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#16 |
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Einsteiger
Registriert seit: 07.04.2011
Beiträge: 12
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danke für den tip, wittgenstein. habe nachgeschaut und gesehen, daß eine gute benotung vorliegt. diese kann ich kaum auf meinen bruder beziehen. es steht nichts von aktivierung und dergleichen. die thrombose-strümpfe hat er. das ist aber auch schon alles was ich nachvollziehen kann. der rest bezieht sich auf aktenführung udgl.
ich habe eine ganz wichtige frage. wir hatten seinerzeit darüber gesprochen, daß es nicht ratsam wäre, bei einem erneuten herzinfarkt, wieder zu reanimieren, um nicht noch weitere schäden im gehirn zu verursachen. meine schwägerin sagte auch so nebenbei, daß sie schwere erkrankungen auch nicht behandeln lassen will bei meinem bruder. ich bin damals gar nicht so richtig da drauf eingegangen, habe gar nicht so richtig drüber nachgedacht. wie ich schon schrieb liegt er an 7 tagen, 24 stunden im bett. bitte ich darum, ihn rauszusetzen, heißt es, können wir nicht, er ist zu schwer. also bleibt er liegen. er ist 48 jahre und hat ganz viel potienzial. ich bin jetzt fast täglich bei ihm, um ihn zu aktivieren. mal mit mal ohne therapeutin. meine schwägerin fährt nicht mehr hin. nun weis ich auch warum. mein bruder entwickelt eine pneumonie. er liegt dort und röchelt, ist völlig verschleimt und hustet, versucht es, was schwierig ist im liegen. ich versuche ihn aufzurichten und behilflich zu sein. habe das pflegepersonal angesprochen, den arzt angerufen und bekomme nur zur antwort, IST BEKANNT !!!!!!!!!!!!!!!!!!! nun habe ich die ganz dringende frage: darf die behandlung von der betreuerin verweigert werden, obwohl keine patientenverfügung vorliegt. ich als pflegerin bin völlig entsetzt, wie leichtsinnig dort mit meinem bruder umgegangen wird. ich kann das nicht nachvollziehen. die krankenkasse habe ich schon benachrichtigt an der entsprechenden stelle. mein bruder zeigt gute reaktionen wenn ich vor ort bin. ich will nicht, daß er stirbt. es eilt, bitte um antwort. danke hanni |
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#17 |
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Forums-Azubi
Registriert seit: 04.02.2011
Beiträge: 41
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Hanni! Schwierig da aus der Ferne irgendwelche Ratschläge zu erteilen, vielleicht, nein bestimmt es es so, das jeder der so einen nahen Angehörigen leiden sieht, es einfach sehr schwer hat "Los zu lassen" Patientenverfügung" Weiß du denn, welchen Wunsch Dein /Euer Bruder haben könnte ? Will er alle möglichen lebenserhaltenen, medizinischen Möglichkeiten ? Oder doch eher eine palliative Medzin ?
Ich denke schon, wenn gesagt wird" Ist bekannt" das auch manchmal nicht viel zu ändern ist, und somit eine Begleiterkrankung ist, die immer wieder, auch nach der Xten Behandlung wieder auftritt. Ich weiß wie heftig das ist, vor 2 Monaten starb meine Mutter an einem Glioblastom ( schlimmster Hirntumor ) sie war austherapiert, bis fast zuletzt habe ich sie in den Pflegeheim wo ich selber arbeite begleiten können. Und es fällt mir heute noch unendlich schwer, so manches anzunehmen. "Horcht" mal ohne Angst und ohne eigene Angst vor Krankheit / Tod in Euch hinein, vielleicht kommt ihr dann den eigenen Wunsch von Euern Bruder viel neutraler näher.? Einfach, was will oder wie würde für sich, euer Bruder entscheiden. Ich hoffe, ihr versteht mich jetzt nicht falsch, aber bei einen sehr nahen Angehörigen, kann es gut möglich sein, das man es sich selber noch schwerer macht ?! |
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#18 |
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Einsteiger
Registriert seit: 07.04.2011
Beiträge: 12
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hallo wittgenstein.
also, wir wollen keine medizinischen maßnahmen um jeden preis. mein bruder macht aber toll mit bei der therapie. letztens machte meine tochter mit und sagte zu ihm, sitz nicht da, wie schluck wasser in der kurve, mach dich mal grade. zack, war er grade. die therapeutin konnte es kaum fassen. ich stand daneben und dachte, das gibts nicht. er machte das dann drei mal. immer wenn meine tochter sagte, mach dich noch einmal grade. machte er sich grade. sie sind zusammen aufgewachsen und er kennt ihre sprachweise. er hat auch eine gute beziehung zur therapeutin. leider gibts keinen therapie-raum, obwohl vorschrift. die therapeutin sagte auch, es ist schwierig mit ihm auf einer wackelnden luftmatratze zu arbeiten. er wird ja aufgesetzt. nur wenn das dann wackelt wäre es nicht so gut. selbst wenn sich das gehirn nicht mehr so erholt, wie wir es alle gerne sehen würden, so hat mein bruder doch das recht auf angemessene pflege und behandlung im heim. seit einem vierteljahr liegt er nur herum. jetzt soll endlich ein lifter gekommen sein. nur, wird er auch benutzt? leider haben meine geschwister ihre besuche eingestellt. sie sind nicht mehr in der lage, auf den dahinsiechenden bruder zu schauen. das zimmer stinkt erbärmlich oftmals. sie werden vor entsetzen schon selber krank, bzw. sind es schon und alles verschlimmert sich. das ist kein zustand. und diesem zustand möchte ich ändern. ich habe 15 jahre in der alten- und krankenpflege gearbeitet und es ist bekannt, daß dauerhaftes liegen den körper schwächt. wo soll denn was kommen, wie soll er wacher werden, wenn er nur herumliegt. das personal sagte bisher, der ist uns zu schwer, der kommt nicht raus. wie schon erwähnt. 1,95 groß 90 kilo schwer. nächste woche habe ich termin bei der betreuungsstelle auf der kreisverwaltung. dort werde ich fach- und sachgerecht argumentieren. keine schuldzuweisungen. ich hoffe, daß ich die betreuung für die gesundheitsfürsorge bekomme und dann für meinen bruder etwas tun kann. es ist mir am wichtigsten, daß er gut versorgt wird. das kommt an erster stelle. bitte daumen drücken. gruß hanni |
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