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Betreuung verheimlicht

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Hallo dieser "Thread" mit der Bezeichnung "Betreuung verheimlicht" hat mich "angelockt", denn ich habe das auch schon getan. Drum hab ...


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Alt 01.07.2011, 12:36   #11
Forums-Geselle
 
Registriert seit: 12.04.2008
Ort: NRW
Beiträge: 68
Standard Betreuung verheimlicht, oder nicht erwähnt?

Hallo

dieser "Thread" mit der Bezeichnung "Betreuung verheimlicht" hat mich "angelockt", denn ich habe das auch schon getan.

Drum hab ich mal überlegt, was meine Beweggründe waren in der Hoffnung, wenn ich Sie dir mitteile, das es vielleicht aufschlussreich sein könnte.

Es gab da mehrere verschiedene Gründe.
Zunächst - ich stand eine Weile lang im Berufsleben, da sieht man zu, das so etwas nicht bekannt wird.
In meinem Fall ist doch mal etwas durchgesickert und als meine Beförderung anstand, kam mein Chef eines Tages zu mir zu einem vier - Augen Gespräch um mich dazu zu befragen. Erst dadurch erfuhr ich das jemand anders diese Information nicht vertraulich behandelt hatte.
Es war also hinderlich bei meiner Beförderung.
Zum Glück hat der Chef sich aber mit MIR unterhalten, um sich selbst ein Bild zu machen und sich danach trotzdem für mich entschieden und so bekam ich einen "Leitungsposten" ( wenn ich den leider auch nicht lange hatte weil eben doch was durchgesickert war über meine Behinderung auch und meine sonstigen Umstände und ich dann später den Posten wegen Mobbing verlor).
Mein Chef sagte mir auch, er hätte sich schon sowas gedacht, womit er damals meinte, das ich nicht unter BEtreuung stand, wegen -ich weiss nicht wie diese "Paragrafen" heissen- aber ich wurde nicht dazu gezwungen und ich habe das selbst/freiwillig beantragt und nicht irgendwie "Angeordnet" von Amtswegen (man möge mir verzeihen das ich die richtigen Ausdrücke dafür nicht kenne).
Wie man aber hieran merkt spielte nicht die Betreuung allein eine Rolle, sondern die "Geschichte dahinter" für den Chef.

Gegenüber der Bank habe ich es mal verheimlicht weil ich sonst meine EC Karte verloren hätte.

Man "trägt" sowas nicht öffentlich rum.

Ich hatte auch schon mal Kollegen, die meinten sie würden sich gern beschweren über mich aber man wollte vorher ein Gespräch mit mir führen weil vielleicht gäbe es ja einen Grund für mein VErhalten und wenn man das wüsste, würde man das ja verstehen ( und das sugerierte mir - auch berücksichtigen, was aber glatt ein Trugschluss war, hier wollte man , wie sich hinterher rausstellte nur mehr Informationen über mich haben um dann überhaupt erst etwas zu FINDEN....das man zu anderen Zwecken verwenden wollte) Tatsache war, das es sich hierbei um vorgeschobene Argumente/Gründe handelte und niemand die Absicht hatte sich zu beschweren, weil es nichts zu beschweren gab, meine Arbeit war tadellos!. Aber so bekamen Sie die Infos, die DANN erst verwendet wurden.
Es gibt ja soooo viele vorgeschobene ARgumente, für etwas - wundert es dich da, das du nicht gleich eine Antwort bekommst?

Da du sagst du kämst aus einer Branche die dich eigentlich zu einem "Bescheidwisser" macht auf dem Gebiet, welches auch immer das ist, so gibt es doch Dinge die mich da ein wenig verwundern.

Ich schätze ein wenig liegen die Gründe da bei mir auch ähnlich, es herrschen zu viele Vorurteile auf diesem Gebiet - Betreuung - und wer setzt sich schon freiwillig diesen aus?
Es ist ein bischen wie ein Stigma.
Selbst wenn ICH sogar vor FACHLEUTEN einen Vortrag halte und offen über meine Betreuung rede, was auch schon vorgekommen ist, so sehe ich da auch viele ungläubige Gesichter, weil es da anscheinend noch Wissenslücken gibt (Mit Fachleuten mein ich nicht Betreuer, sondern Leute aus Berufen die mit betreuten umgehen, ERzieher, Sozialarbeiter, Ärzte usw).

Bei mir liegt allerdings keine psychische Erkrankung vor.

Aber noch mal, du sagst du kommst beruflich irgendwie aus einem Bereich, aus dem du Informationen hast die dir ein Bild vermitteln können und anscheinend erlebst du nun im privaten etwas das DICH verwundert.

Ich frage mich auch, warum das Thema Betreuung für dich so wichtig ist?
Es sollte in einer Partnerschaft doch irgendwie nicht stören.
Andererseits das einzige was du davon ableiten kannst ist das dieser Mensch HILFE benötigt und sie wohl auch in Anspruch nimmt.
Das heisst, WENN überhaupt, kannst du wohl nur durch Unterstützung an ihn heran.
Unterstützung heist auch - einen Weg mit jemand ein Stück gehen, da wo derjenige hin geht - in seinem Tempo, auf Seine Weise.
Durch deine Fragerei, merkt er nur, das du möglicherweise auch so einer von so vielen Menschen bist, die aufgrund abweichendem Verhalten gleich die ganze Glaubwürdigkeit des Menschen in Frage stellen.
Ich würde da jetzt schon das Vertrauen verlieren wenn ich wüsste, das jemand versucht alle meine "Kontaktpersonen" zu kontaktieren, um etwas über mich zu erfahren ( was nicht heisst das ich NICHT misstrauisch würde, wenn ich direkt gefragt würde - für mich wäre es da vielleicht einfach schon "vorbei").
Es nützt nicht viel wenn du sagst :"egal was du sagst, was du machst es spielt keine Rolle für mich , aber sag doch mal, was ist es denn?"
Du zeigst mit deinem VErhalten das du das vielleicht gerne möchtest, aber wohl doch eher nicht über deinen Schatten springen kannst (und drum würdest du es halt doch gern wissen ;-) )
Auch ich komme beruflich aus so einem Bereich und kann dir sagen, das solche Menschen manchmal ein unbeschreibliches Gespür dafür haben, "wenn etwas seltsam ist" das aber nicht an ihnen liegt ( das auch) sondern das quasi das ist was sie spüren, weil es "vom anderen kommt" ( der sicherlich vielleicht seinerseits etwas komisch/seltsam findet und vielleicht genau DAS ausstrahlt). Das heisst möglicherweise ist er solange auch nicht offen zu dir wie du "bohrst"/fragst - in die Richtung lenkende "Kommentare" von dir gibst etc.

Eigentlich sind hier ja auch die Verhältnisse ungleich und das muss man unbedingt bedenken.
Schliesslich hat doch jeder irgendwo auch so seine Marotten und Macken und DEINE sollte er an dir auch erst noch entdecken können. Nun bist du IHM gegenüber in einem Informationsvorsprung und hast ein Wissen das du jetzt gern noch "unterfüttern" würdest, ohne über IHN an diese Kenntnisse über IHN gelangt zu sein und gerade so eine Information, ist ja vielleicht so heikel, da braucht es auch ZEIT.

Der Ausdruck " du hast ihm eine Chance gegeben" dafür also das du ihn nach seinen, vielleicht wundesten Punkten, gefragt hast, er aber nicht antwortete, ist einfach auch nicht der richtige "Jargon" dafür.

Vielleicht solltest du also nicht fragen über ihn anstellen, sondern quasi auch ein Stück von dir preisgeben das vergleichsweise heikel ist?
Es ist schwierig gerade dem Menschen den man quasi "anbetet" dessen Gunst man noch erwirbt, die sich noch nicht gefestigt hat, schon solche "Schwächen" ( er emfpindet es vielleicht so/stuft es so ein) zu offenbaren, wenn der andere gerade so "perfekt" erscheint. Es würde wirken - noch mehr- wie wenn hier Welten aufeinander stossen. Wenn MIR jemand das GEfühl gibt, das -nun ja- der andere aus einem Leben kommt, wo man also sagen würde, sein leben und mein Leben , da treffen Welten aufeinander ( was ja manchmal auch täuschen kann) da wär ich um so vorsichtiger.

DAs andere ist, gerade bei psychischen KRankheiten liegen nicht selten sog "Störungen in der Informationsverarbeitung vor" ich will damit sagen, wenn du meinst du hast ihm durch deine Fragerei eine CHANCE GEGEBEN - na viellicht hat er das gar nicht so wahrgenommen.

Zu der "Schauspielerei" kann ich dir auch nur sagen, das es einfach manchmal auch "Lebensnotwendig" ist den normalen Menschen wenigstens zu spielen, wenn man es schon nicht IST. Es sichert einem im Alltag schon ein wenig das "Überleben".
In diesem FAll überwiegt auch die Menge der ERfahrungen.
Wenn die Mehrheit der Menschen denen du begegnest dir irgendwie dein Leben lang deutlich macht, das du nicht normal bist, dann hilft es dir reichlich wenig, wenn da EINER kommt, dem das nicht auffällt.

Oder anders gesagt: der dich so nimmt wie du bist.

Da geht das gewohnte Verhalten erst mal weiter.

Ich weiss auch das es Kreise gibt, in denen man besser nicht sagt ,das man arbeitslos ist. (Oder Harz4 Empfänger)

Wenn man es also nicht gleich herausposaunt, würde ich es nicht verheimlichen nennen.
So wie in der Gesellschaft mit psychisch Kranken umgegangen wird, ist sehr wohl verständlich das dies gerade der wundeste Punkt sein muss, den man doch natürlich sehr gut pflegt und hütet!
Den lässt man nicht so leicht raus ;-) oder sicher erst zum Schluss!

soviel dazu

lg
Mützi
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Alt 01.07.2011, 12:38   #12
Forums-Geselle
 
Registriert seit: 12.04.2008
Ort: NRW
Beiträge: 68
Standard noch ne ERklärung

sorry, ich noch mal, aber ich sollte das hier vielleicht noch erklären:

Ich bin autistisch und ich begegne auch Menschen die das gar nicht glauben können.
DAs liegt wiederum daran, das man mir in der Kindheit oft genug klar gemacht hat, das ich irgendwie anders bin und manchmal war es gar nicht so recht greifbar, aber ich habe über viele Jahre nach und nach die "Anpassung" assimiliert. Ich habe versucht mein ganzes Leben lang mich darauf hinzu zu bewegen, wie ein normaler Mensch zu wirken.
Das macht mir sogar heute Probleme wenn ich ernsthaft krank bin.
Man sieht es mir nämlich meist nicht an.
Manchmal verstehe ich immer noch SAchen nicht, aber ich weiss inzwischen meistens wo ich mir das nicht anmerken lassen darf, wenn ich mich nicht ausschliessen will ( auch wenn das keine richtige Inklusion ist, aber so kann man wenigstens VERSUCHEN ein Teil zu sein)
Ich denke so ähnlich könnte es da auch sein. Manchmal dauert es Jahre bis einem klar ist wo man "trennen" kann (also wem kann man wirklich trauen, wo kann ich so sein wie ich bin und wo nicht).
Wo das VERhalten zum sichern des Überlebens nicht so eingesetzt werden muss, weil ich mich in einem "sicheren Raum" befinde.
Jemand der bohrt, und glaub mir auch wenn ich leider absolut nicht der "Gesichtsleser" und "STimmungserfasser" bin, aber ich spüre ob ein Mensch MICH hinterfragt.
(Ich spüre auch ob Menschen aufrichtig und ehrlich sind, also von ihrer "grundsätzlichen Natur" her.
Von denen halte ich mich fern, wenn ich kann.)
DAs allein - selbst wenn der Beweggrund legitim ist - lässt mich schon zurückhaltend werden.
Es könnte also sein er hat vielleicht sogar gemerkt/gefühlt, das du nicht so vertrauen kannst, wie er dir ( ist ja manchmal ein unbestimtmes GEfühl) aber ER wartet noch ab, ob sich das legt (weil man kann sich ja auch getäuscht haben).
Solange wäre ich auch zurück haltend.
Anscheinend war sein Vertrauensvorschuss dann ja größer als deiner ;-)
Also entweder du liebst ihn und nimmst an er tut das auch und willst FAIR über ihn URTEILEN, dann musst du warten. (Schliesslich sind deine Informationen über ungleiche Mittel zustande gekommen, für die "Entdeckung" deiner "Geheimnisse/Marotten" bräuchte er sicher auch etwas länger ;-))
Warten und in Kauf nehmen, das du lange warten musst oder nie antworten bekommst.
Wenn du nicht warten kannst, dann musst du deine Motive vielleicht noch mal prüfen.
Wovor fürchtest du dich, wenn du doch sagst eigentlich hättest du kein Problem mit einem psychisch kranken?
Du bist, so nehme ich das mal an, ein Mensch der doch sicher mit beiden Beinen im Leben steht ( was man betreuten ja gelegentlich abspricht) , dann "sieh zu" das du soviel Kompromisse machen kannst wie du für dich selbst "verkraftbar" einschätzen kannst und warte ab. Wenn du es nicht kannst, spielt eigentlich die mögliche Wahrheit schon jetzt keine Rolle und du solltest es nicht davon abhängig machen. Sondern musst wohl deine Entscheidung unabhängig davon treffen (auch wenn du dann vielleicht nicht erfährst ob dein "Urteil" letzlich "fair/gerecht" war).
Jetzt muss ich noch eine Erklärung abgeben:
ich bin autistisch und habe eigentlich nicht grade die "Gefühlsebene" gepachtet. Daher entschuldige ich mich jetzt schon mal, falls ich mich im Ton vergriffen habe.
Ich bin da eben mehr "analytisch", versuche aber Fragen ernsthaft, offen und ehrlich zu beantworten, wenn ich glaube helfen zu können.
Meine Antworten sind meist wirklich rein "pragmatisch" zu se hen ich möchte nie jemanden angreifen, oder verletzten, da ich aber die GEfühlsebene nicht gepachtet habe kann es schon mal sein das meine direkte Ausdrucksweise jemanden trifft.
Das ist nicht beabsichtigt.
Vielmehr beabsichtige ich eben "ZUTREFFENDES" zu äussern und eben zu helfen.
Tut mir leid das der Text so lang war, aber es hat mich sehr nachdenklich gemacht und ich finde gerade so ein heikles Thema muss man von vielen Seiten betrachten.
lg
Mützi
Schlafmuetze ist offline  
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Alt 02.07.2011, 11:59   #13
Ich bin neu hier
 
Registriert seit: 03.06.2011
Beiträge: 6
Standard

Hallo Mütze,

lieben Dank für Deine langen Beiträge. Deine Sichtweisen sind sehr interessant und Du hast meinen Freund bestimmt nicht falsch eingeschätzt.
Ich weiß inzwischen, dass dieses Forum wohl das falsche war für mein Problem... denn das größte Problem für mich war/ist ja nicht die Betreuung, sondern die erfundene Lebensgeschichte bis ins kleinste Detail... Dass er nichts von seiner Betreuung erzählt hat, ist nebensächlich und eigentlich egal...

Ich arbeite nicht in der sozialen Branche, sondern in der Branche, in der er behauptet hat auch zu arbeiten. Da das eine Lüge war, hat er eben auch oft Dinge von der Arbeit erzählt, die unplausibel waren. Daher wurden meine Zweifel am Wahrheitsgehalt seiner Aussagen immer größer...

Ich habe per se keine Vorurteile gegenüber psychisch Kranken. Mein Bruder selbst leidet an einer Phychose, ich bin damit aufgewachsen. Und ich selbst bin auch in pschiatrischer Behandlung... das stimmt also wirkllich nicht...

Aber stell Dir einmal vor, dass Du mit jemanden zusammen bist, den Du liebst. Ihr wollt heiraten, eine Familie gründen. Und dann erfährst Du, dass sein ganzes Leben, also Herkunft, Familie, Bildung, Beruf gelogen war. Das ist schon ganz schön hart.

Naja, inzwischen hat sich einiges getan... Ich weiß inzwischen, was mit ihm los ist. Wir haben ausgiebig geredet. Auch mit seiner Mutter (die eigentlich in seiner Lügenwelt tot war). Es ist nicht einfach, aber wir versuchen es in den Griff zu bekommen und gehen gemeinsam zur Therapie. Ich bin recht optimistisch. Er hat leider noch nicht das Vertrauen in sich, dass er es wirklich schafft, mir immer die Wahrheit zu sagen. Das Lügen gehört mit zu seiner Krankheit... Es wird sehr schwer, Vertrauen aufzubauen. Für beide Seiten. Ich gebe jedoch nicht auf... zumindest weiß er jetzt, dass es mir nicht wichtig ist, ob er arm oder reich ist... Vielleicht ist das ja eine Chance für ihn, etwas mehr Vertrauen in seine Umfeld zu fassen, und damit sein Leben nicht mit Lügen aufzuhübschen. Er ist ein sehr intelligenter, humorvoller, bodenständiger und liebevoller Mann, aber eben krank. Nicht alle Menschen sind oberflächlich, zwar sehr viele, aber nicht alle...

Traurig finde ich, dass meine Beiträge so interpretiert werden, als wäre ich oberflächlich. Denn das bin ich nicht. Ich hasse Oberflächlichkeit und Ignoranz ggü. Behinderungen jeglicher Art...

Ich denke, dass Du wirklich Recht damit hast, dass er noch nicht genug Vertrauen in mich hatte... Er sagt offen, dass er es zwar immer vorhatte, mir zu sagen, aber sich nicht getraut hat. Ich hoffe, in der Therapie zu lernen, wie ich am besten mit der Krankheit umgehen kann... denn das ist wirklich nicht einfach. Und ich sage ganz offen, dass man mir keinen Vorwurf machen kann, dass ich ihn gefragt habe... denn es hat mich sehr gequält...

Es ist auch richtig in dieser Welt, nicht jedem zu vetrauen. Du hast es ja selbst erlebt, dass vertrauliche Dinge über Dich einfach weiter geschwatzt wurden. Aber Dein ehemaliger Chef war ja auch nicht oberflächlich. Dem konntest Du vertrauen... Leider ist es nicht immer offensichtlich... Es ist sehr traurig, dass Du rausgemobbt wurdest. Leider muss man gerade wenn man "nicht normal" (was ist schon normal? ;-) ) ist mit Vertrauen sparsam umgehen... aber der eigenen Freundin, die man sich ja nicht umsonst ausgesucht hat, und mit der man schon über 1 Jahr lang zusammen ist, darf man vertrauen...

Nagut. Wir haben ja jetzt endlich Offenheit und können uns jetzt nochmal neu kennenlernen :-) drück uns die Daumen.

Du hast übrigens jeden Ton richtig getroffen :-) Hab auch Du etwas mehr Vertauen in Dich. Auch wenn Du nicht so emotional bist, bist Du sicherlich ein liebenswerter, sehr interessanter und höchstintelligenter Mensch!

Ich wünsche Dir alles Gute!
Bryvo
Bryvo ist offline  
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Alt 02.07.2011, 18:12   #14
Forums-Geselle
 
Registriert seit: 12.04.2008
Ort: NRW
Beiträge: 68
Standard Antworten auf Fragen

Zitat:
Ich weiß inzwischen, dass dieses Forum wohl das falsche war für mein Problem... denn das größte Problem für mich war/ist ja nicht die Betreuung, sondern die erfundene Lebensgeschichte bis ins kleinste Detail... Dass er nichts von seiner Betreuung erzählt hat, ist nebensächlich und eigentlich egal...
ähm ja, jetzt wo dus sagst fällt es mir auch auf, vorher war das nur so ein Gefühl, das Deine Frage mehr ein "Nebenkriegsschauplatz" sein könnte. Stimmt genau die Betreuung an sich ist bzw sollte ja nicht wirklich das Problem sein (ich denke aber irgendwie war auch wiederum so klar, das es nicht wirklich daran liegt, sondern am drum herum, das es auch nicht nötig war das zu "betonen" trotzdem hat man versucht dir Antworten zu geben- du wirst sicher irgendwo Antworten bekommen in einem "passenderen Forum", vielleicht gibt es was für "Angehörige"/Lebenspartner von "xy-betroffenen" oder so....

Ich hatte nicht den Eindruck das DU die Vorurteile hast sondern wollte sagen, "man kennt das!, das viele Vorurteile haben, was eben auch dazu führt, das man als Betroffener das schon mal verschweigt, oder nicht darüber spricht, wie über Schlaganfall oder so.

ja ich habe mir auch versucht das vorzustellen wie das wäre, also mit jemandem zusammen zu kommen und dann zu erfahren es ist alles ganz anders wie zuerst gedacht. Eine Schulkameradin von mir hat das mal erlebt. Der Typ den sie "angehimmelt" hat entpuppte sich als Mädchen - sie war total geschockt, das dieses Mädchen aber auch alles tat um als Junge gesehen zu werden UND das es ja auch gelang und IHR das nicht aufgefallen war.
Ich selbst hatte/habe ein wenig das Problem, jemand kennen gelernt zu haben mit einem "Knast-tatoo". Es geht hier allerdings nicht um eine Partnerschaftliche Beziehung, sondern die Frage "wie sehr kann man einer sehr netten Kollegin vertrauen, die anscheinend auch eine Freundschaft möchte"....wieviel bleibt davon übrig, wenn die ersten Schwieirigkeiten auftauchen (durch ein Missgeschick, kam Geld wärend einer Veranstaltung abhanden - war es wirklich ein Missgeschick, etc.?) Kann man diese Person als Kassenwart des Vereins zulassen, kann man sie beauftragen Fördergelder zu beantragen und dann zu verwalten etc.... in etwa kann ich nachvollziehen, das wenn jemand zb bewusst bestimmte vergangene Zeiten seines Lebens "Löscht" das man dann natürlich schon wissen will was dahinter steckt und vor Überraschungen bewahrt bleiben möchte.

schön, das es bei euch einen "Fortschritt" v. a. in deinem Anliegen gab.

Ich hatte deinen Beitrag nicht als oberflächlich empfunden. Eigentlich im Gegenteil, du wolltest ja viel wissen du hast dafür Mühe auf dich genommen, um etwas über jemanden zu erfahren, warum auch immer, und dann wolltest du noch beraten sein, wie du dich verhalten sollst. Wenn du oberflächlich wärst, hättest du dir nicht so viele Gedanken gemacht. Vielleicht bist du sogar generell ein Mensch der sich eher viele Gedanken macht (und ab und zu vielleicht mehr "musse" walten lassen sollte ;-). Ich habe das eher als "echtes Interesse" gewertet, wenn auch die Motivation vielleicht für mich anfangs nicht so ganz klar wurde

Ich wollte dir auch keinen Vorwurf machen, das du ihn gefragt hast. Ich denke es ist schon gut klare Worte zu sprechen.
Nur wie du vielleicht inzwischen selbst gesehen hast, war das offene Fragen an sich ja nicht des Rätsels Lösung und somit war Fragen an sich nicht "die Chance" die er gebraucht hat, du sagtest ja du hättest ihm ja nun genug Chancen gegeben weil du ihn öfter gefragt hast, aber ich denke seine eigentliche Chance liegt in dem Vertrauen, das sich nur ganz allmählich bei euch aufbauen kann, so war das gemeint.

Ja, lernt euch gemeinsam neu kennen! Freu mich für dich - und, später könnt ihr vielleicht mal gemeinsam drüber schmunzeln, das du das "Melderegister" und was weiss ich für Register "gezogen" hast, um etwas über 007 in Erfahrung zu bringen

Was mein VErtrauen in mich angeht, so bin ich lediglich "hier" etwas zurückhaltend, da ich hier meist ganz "konkrete" Fragen stelle und eigentlich mich über "was ich so denke" nirgends äussere ( es sei denn es betrifft meine Betreuung *gg*). Ich schätze, so wie ich eben geantwortet habe, "kennt man mich hier gar nicht" ( ausser das meine Beiträge öfter schon mal länger werden, oder Detailliert sein können ). Da ich hier auch immer nur mal "Sporadisch" her komme und das "Klima" nicht wirklich kenne wusste ich nicht, wie da "mein Werk" so vertragen wird *gg*

Ich bin sonst in ganz anderen Foren "Zuhause" .

Hihi, was die "Intelligenz" angeht, so hast du gar nicht so unrecht, das hab ich sogar schriftlich

lg
Mützi
Schlafmuetze ist offline  
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Alt 02.07.2011, 22:10   #15
Ich bin neu hier
 
Registriert seit: 03.06.2011
Beiträge: 6
Standard

Ja, ich hab tatsächlich schon ein Angehörigenforum gefunden. Und eine Angehörigengruppe. Ich bin tatsächlich ein Mensch, der sehr viel grübelt... ich hab ja wie angedeutet selbst ein "kleines" psychisches Problem... dadurch kommt das Grübeln... wohl nicht die beste Kombination, ich und mein Freund aber es kann sich auch gut ergänzen... Dass er so krank ist, macht mich einfach fertig. Es tut mir so schrecklich Leid, dass er sich ständig in Probleme stürzt wegen seiner Krankheit... die Gruppen sind echt hilfreich, um über seine Ängste zu sprechen. Ich möchte schließlich eine Beziehung auf einer Augenhöhe und Verständnis und nicht auf Basis von Mitleid...

007, lustig ich hab vorher immer so gescherzt, dass er "superman" wäre... geht ja in die gleiche Richtung... Ich hoffe sehr, dass wir da irgendwann drüber lachen können... er ist ja leider momentan eher pessimistisch, dass wir es schaffen.... ich denke, es liegt noch immer an mangeldem Vertrauen...

Ich denke, nicht alle Menschen haben böse Hintergedanken, wenn sie etwas über Dich erfahren wollen... ich hatte auch keine bösen Hintergedanken. Es kann schon sehr, sehr belastend sein, wenn man weiß, dass da etwas ist, aber nicht weiß, was es ist... bei Kollegen oder flüchtigen Bekannten ist es natürlich etwas anderes. Denen würde ich auch nicht alles erzählen, mache ich ja auch nicht... Einfach drüber stehen... die haben halt keine anderen Hobbys und sind im Grunde arm und nicht zu beneiden...

Deine Sichtweisen waren wirklich sehr interessant, danke!
Dass Dir die Intelligenz bescheinigt wurde, glaube ich ungesehen. Meinem Freund wurde übrigens auch eine überdurchschnittliche Intelligenz bescheinigt... kann man doch stolz drauf sein

Toi, toi und LG
Bryvo
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Alt 03.07.2011, 11:03   #16
Gesperrt
 
Registriert seit: 18.08.2005
Ort: im Baumhaus
Beiträge: 624
Standard Betreuung verheimlicht

Schlafmütze, das hast du sehr anschaulich und real beschrieben. Im Beruf sollte man sich wirklich nicht mit Betreuung oder psych. Handcaps outen. Und im Privatleben auch nur sehr eingeschränkt.
Auch Angehörige können (werden) stigmatisiert werden.

Autisten sind eben leider keine Teamworker, Kommunikation nur sehr schlecht möglich (selbst erlebt: am Computer, Entwickeln von Programmen, Telefon sind sie genau richtig plaziert), und dass mit Autismus im Beruf und mit Kollegen Konflikte auftreten, ist unweigerlich. Dafür sagt man ihnen besondere Begabungen und hohe Intelligenz nach. Die sprichtwörtlichen Antennen auf dem Kopf, sind für Autisten überlebensnotwendig. Feste Rituale, nicht zu unterbrechen, kleinste Veränderungen führen zu Totalstress, ist auch eines ihrer Merkmale.

Ich hoffe, du hattest damals gegen das Mobbing arbeitsrechtlich was unternommen, ich meine den Rauswurf wenigstens mit Schmerzensgeld verbunden.

Gruss m.
mary ist offline  
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Alt 11.07.2011, 20:41   #17
Einsteiger
 
Registriert seit: 11.07.2011
Ort: Rhein Sieg Kreis NRW
Beiträge: 20
Standard Ich sehe es etwas anders

Hallo, ich möchte mich auch zu Deinem Thema äussern. Auch wenn ich ganz neu hier im Forum bin.

Wenn Du diesen Menschen liebst, versuche es pragmatisch anzugehen. Lasse ihn in einem ruhigen Gespräch wissen, dass Du von seiner Situation Kenntnis hast. Versuche ihm es nur bewertungsfrei mitzuteilen. Dadurch bekommt er die hypotetische Möglichkeit vielleicht eine neue Basis zu Dir zu finden. Vielleicht nutzt er dann auch die Möglichkeit mehr aus dem Bereich der Wahrheit zu erzählen.

Da ich aber jetzt nicht weiss, welche psychische Erkranknung vorliegt, ist das nur eine Möglichkeit, die ich aufzeigen wollte. Aber lasse Dich hier nicht durch Beiträge steuern, sondern, entscheide selber wie Du weiter verfährst. Ich weiss aus meinem Berufsleben, dass es ganz wichtig ist aber auch schwer sachlich und wertungsfrei zu sein, bzw. zu bleiben.

In diesem Sinne grüße ich
Schlenki
__________________
Die Zukunft kommt in Raten,
das ist das Erträgliche an Ihr.
(Alfred Polger)
Schlenki ist offline  
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Alt 14.08.2011, 21:19   #18
Einsteiger
 
Registriert seit: 02.08.2011
Beiträge: 12
Standard

Zitat:
Zitat von mary Beitrag anzeigen
Autisten sind...
Ja, und Holländer haben alle einen Wohnwagen und Schwarze die Musik im Blut

Ich denke Schlafmütze freut sich ein Loch im Bauch, dass ihr/ihm endlich mal Jemand erklärt, wie er/sie so ist...

Diskriminierung hat viele Gesichter, und es ist um so trauriger, wenn Jemand selbst überhaupt nicht merkt, wie diskrimierend er sich gerade äußert.

Mein Großneffe ist autistisch. Er ist das und noch viel viel mehr - so wie jedes Individuum einzigartig ist, so ist auch er auf seine ganz individuelle Art autistisch - und wie gesagt - noch so viel mehr !!!

@Bryvo

Ich kann Dich total verstehen; fast genau den gleichen Fall hatten wir im Freundeskreis vor einigen Jahren. Frau verliebt sich in Mann - Mann erzählt von streng geheimer Polizeidiensttätigkeit - natürlich nicht im Streifendienst, sondern in irgendeiner Sondereinheit, die natürlich keiner kennt, weil ja alles so geheim ist - Frau wird langsam mißtrauisch und ich war derjenige mit den nötigen Kontakten, um das Leben dieses Herrn zu beleuchten.

Das tat ich allerdings erst, als er mit ihrem Wagen verschwunden war - und ich so guten Gewissens handeln konnte. Was ich rausfand war eigentlich das, was diese Bekannte von mir innerlich schon geahnt bzw. gewusst hat. Alles war Lüge und in Wahrheit stand dieser Herr auf der anderen Seite des Gesetzes. Dies ist ja bei Dir offensichtlich nicht so, aber wirst Du damit leben können, wenn er in einer Runde mit Deinen Freunden wieder von der Wahrheit abschweift und diese sich dann vielsagende Blicke zuwerfen ? Wirst du dauerhaft damit leben können, immer die HELFERIN in der Beziehung zu sein - die alles versteht und sich selbst und ihre Ansprüche immer mehr zurücknehmen muss ?

Es tut mir leid, aber mein Gefühl ist, dass Du Dich befreien musst und eigentlich die Person in der Beziehung bist, die bereits eine gefährliche emotionale Abhängigkeit entwickelt hat.

Erfährst Du das gleiche Verständnis für Dich, wie Du es für ihn bereit bist aufzubringen ? Ich denke nicht - ich denke sogar, dass Du in Deiner Person nicht einmal hinterfragt wirst. Empfindest Du das als "er nimmt mich halt wie ich bin" oder als Desinteresse ? Bist Du nicht in Wahrheit in dieser Beziehung eigentlich sehr allein ?

Ich habe die Weisheit auch nicht mit Löffeln gefressen - aber Du solltest über diese Fragen zumindest einmal nachdenken.

Alles Gute für Dich !
FallCity ist offline  
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