Dies ist ein Beitrag zum Thema Wozu Amtsbetreuung? im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Moin Nordwind
Deine Wut wg. der ganzen Betreuungsrödelei finde ich verständlich.
Versuche es mal so zu sehen:
Dein Sohn lebt ...
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Admin
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 1,585
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Moin Nordwind
Deine Wut wg. der ganzen Betreuungsrödelei finde ich verständlich. Versuche es mal so zu sehen: Dein Sohn lebt bei Dir und Du kümmerst dich um ihn. Warum sollte es nicht so bleiben, auch wenn jemand fremdes zum Betreuer für ihn bestellt wird? Du bleibst die Mutter und die Person, zu der er den engsten Kontakt hat. Und vor allen Dingen: Du kannst es auch bleiben! Die Aufgaben des rechtlichen Betreuers sind eher im administrativen Bereich, also Anträge stellen (weißt Du, welche Förderungsmöglichkeiten es für deinen Sohn gibt, und wie man die alle bezahlt bekommt?), sich mit Behörden herumschlagen, ggf. auch den nervigen Ex auf den Pott setzen, wenn er zu aufdringlich wird usw.... Der Betreuer wird Deinen Sohn nicht zum Trösten in den Arm nehmen, wenn er traurig ist und der Betreuer wird von Deinem Sohn nicht glücklich angelächelt, wenn mal wieder ein toller Tag ist. All diese täglichen Sachen werden weiterhin Deine Angelegenheit bleiben und Du kannst weiterhin einfach nur die Mutter sein. Dafür solltest Du dich mit dem Betreuer auf eine gute Zusammenarbeit verständigen, dann nimmt er Dir die nervenaufreibenden Aufgaben ab. Wenn er seinen Job versteht, dann hilft er Dir auch dabei, Deinen Sohn erwachsen werden (und los) zu lassen. Genau hier haben üblicherweise die Eltern das meiste zu lernen. Die Kinder werden von alleine älter. MfG Imre
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Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
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Ich bin neu hier
Registriert seit: 05.09.2011
Beiträge: 5
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Danke Imre! Das hilft wirklich. Ich habe Angst, daß der Betreuer zunächst auf meinen sehr wortgewandten Ex hereinfällt. Aber da hoffe ich, daß es so läuft, wie eigentlich sonst auch. Meistens merken die Leute spätestens beim dritten Treffen, daß es bei ihm nur um viel heiße Luft geht. Das hört sich jetzt sehr garstig an, war aber tatsächlich in der Vergangenheit so.
Und vielleicht ist jemand vom Fach auch besser darin, sich in Behördenangelegenheiten durchzusetzen. Das mit dem 'loslassen-können' kenne ich gut genug aus meinem Job. Mein Sohn wollte vor 2 Jahren schon mal in einer Einrichtung probewohnen. Das hat mein Ex verhindert und allen drei Kindern erzählt, ich wolle meinen Sohn abschieben bzw. Loswerden. Dabei finde ich, daß er genauso wie seine Geschwister ein Recht auf ein selbständiges Leben haben soll. Und sich ( verdammt noch mal!) nicht immer an nicht-behinderten Menschen messen muss. Ich konnte die Wohn-Geschichte also nur canceln. Etwas viel geredet Wollte damit nur sagen, daß ich also auch da für alles offen bin.LG Nordwind |
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