Dies ist ein Beitrag zum Thema Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hallo,
ich bin seit 2005 anerkannt chronisch krank. Letztes Jahr war ich 11 Monate in Rehabilitation psychisch Kranker (RPK), welche ...
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#1 |
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Ich bin neu hier
Registriert seit: 21.09.2011
Beiträge: 3
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Hallo,
ich bin seit 2005 anerkannt chronisch krank. Letztes Jahr war ich 11 Monate in Rehabilitation psychisch Kranker (RPK), welche auch recht erfolgreich war. Finanziert wurde sie durch Krankenkasse und DRV. Seit Anfang Dezember 2010 habe ich wieder eine psychosoziale Betreuung, welche vom Reha-Träger in die Wege geleitet wurde und über das Persönliche Budget läuft. Anfang 2011 kam die Nachricht der DRV, dass sie beabsichtigen keine weiteren Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu übernehmen. Der Reha-Träger hatte mir jedoch empfohlen eine Ausbildung in einem Berufsförderungswerk zu beginnen. Dies schrieb ich zur Verdeutlichung auch nochmals an die DRV und legte ein Attest meiner behandelten Psychiaterin bei, die mir ebenfalls bestätigte, dass weitere Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben notwendig sind. Trotzdem lehnte die DRV ab. Mein Betreuer ging in meinem Auftrag in Widerspruch. Leider wurde auch dieser abgelehnt. Begründung: ich sei mehr als 4 Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt belastbar. Der Sozialverband VdK empfahl mir daraufhin einen Antrag bei der Arbeitsagentur zu stellen und riet mir deshalb auch von einer Klage ab. Diese sah sich allerdings nicht zuständig und leitete den neuen Antrag an die DRV weiter. Jetzt soll das selbe Spiel wieder von vorne los gehen? Da ich ALG II beziehe haben wir auch bei dem Job-Center angefragt. Dieses will - wenn überhaupt - nur einen Lohnzuschuss gewähren und dies auch nicht für eine Ausbildung. davon hätte ich also nichts. Die Tage habe ich gehört man könnte auch über das Persönliche Budget an Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben kommen. Beinhaltet dies auch eine Ausbildung in einem Berufsförderungswerk? Wie wahrscheinlich ist die Bewilligung? Zur Info: ich habe eine schulische Ausbildung als kaufmännischer Assistent, welche leider auf dem ersten Arbeitsmarkt nichts wert ist. Ich bin hochmotiviert eine Ausbildung in einem geschütztem Rahmen zu beginnen. Eine Ausbildung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu beginnen wäre die letzte Möglichkeit. Leider dürften meine Chancen dort nicht besonders groß sein. Mein Betreuer hat schon bei diversen Ausbildungsbetrieben angerufen und wirklich Rücksicht scheinen sie nicht zu nehmen. Die picken sich halt auch die die jungen, dynamischen und vorallem gesunden heraus. Der Rest bleibt auf der Strecke. Einen Schwerbehindertenausweis habe ich nicht und werde (wahrscheinlich) ich auch keinen bekomme. Über diese Schiene geht also nichts. Vielleicht hat hier jemand ja Erfahrung mit ähnlichen Situationen und kann mir weiterhelfen. Mein Betreuer gibt sich wirklich Mühe, ist aber auch häufig überfragt. Zudem haben wir nur 1 1/2 Stunden Zeit pro Woche. Viele Grüße Florent |
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#2 |
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Admin
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 1,585
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Moin Florent
Vielleicht gibt es ja in Deiner Gegend noch andere Ausbildungsträger als das BfW, die auch andere Finanzierungsmöglichkeiten haben und sogar für dich als Zielgruppe zugeschnitten. Falls Du in oder in der Nähe von Bremen wohnen solltest käme evtl. das PAS-Projekt in Frage. Die bieten Ausbildungen und Arbeitsvermittlungen in Zusammenarbeit mit Firmen auf dem 1. Arbeitsmarkt an. So etwas könnte es vielleicht auch in Deiner Nähe geben. Und sonst: Freu Dich über Deinen Betreuer. Wenn er Dich schon länger als ein Jahr betreut, dann gibt er sich wirklich sehr viel Mühe für Dich. Bezahlt bekommt er nur weniger als 1 Stunde pro Woche und da sind auch noch alle Arbeiten für Dich drin, bei denen Du nicht dabei bist. Das macht er aber sicherlich auch deshalb, weil Du Dir Mühe gibst. MfG Imre
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Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
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#3 |
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Ich bin neu hier
Registriert seit: 21.09.2011
Beiträge: 3
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Hallo,
ich komme aus Rheinland-Pfalz. Es gibt hier auch diverse Projekte, aber soweit ich weis keines bei dem man in einem kaufmännischen Beruf mit IHK-Abschluss ausgebildet wird. Viele Grüße Florent |
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#4 |
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Volunteer
Registriert seit: 02.05.2009
Ort: Ruhrgebiet
Beiträge: 110
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Hallo Florent,
ich würde - sofern noch nicht geschehen - Kontakt mit der örtlichen Arbeitsagentur aufnehmen. Die Arbeitsagenturen (früher Arbeitsämter) bieten auch Berufsberatungen an. Eine Lehrstelle z.B. mit Abschluß zum Industriekaufmann sollten sie doch vermitteln können. Ich weiß jetzt allerdings nicht, welchen Schulabschluß (z.B. Mittlere Reife) Du hast.
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LG Chrissi |
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#5 |
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Ich bin neu hier
Registriert seit: 21.09.2011
Beiträge: 3
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Hallo,
bei der Arbeitsagentur habe ich schon einen Antrag gestellt (siehe oben). Für die Vermittlung ist derzeit das Job-Center zuständig. Die bemühen sich allerdings kaum. Ich habe ehrlich gesagt meine Zweifel ob man mich auf dem ersten Arbeitsmarkt vermitteln kann. Ich bin immer noch eingeschränkt belastbar und auch ansonsten habe ich nicht viel Positives vorzuweisen. Vielleicht noch meine Ausbildung als kfm. Assistent, aber selbst das ist schon Jahre her. Eine Lehre als Industriekaufmann ist, wie viele andere kaufmännischen Ausbildungen auch, immer noch sehr gefragt. Als psychisch Kranker hat man es da nicht so einfach sich durchzusetzen. Ich war zuletzt auf einer Höheren Berufsfachschule für Wirtschaft, habe allerdings nur den praktischen Teil bestanden. Besitze also nur Mittlere Reife plus die Ausbildung als kaufmännischer Assistent. Viele Grüße Florent |
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