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Hallo Momo, ich finde deine Ansichten klug und lebenserfahren. Danke, dass du über deine persönlichen Erfahrungen berichtet hast, das ist ...


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Alt 28.12.2007, 12:42   #11
Ursula
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Beiträge: n/a
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Hallo Momo,

ich finde deine Ansichten klug und lebenserfahren. Danke, dass du über deine persönlichen Erfahrungen berichtet hast, das ist ja nicht leicht.

Und ich finde, dass es in diesem thread gar nicht so sehr um Mary und ihre Tochter geht. die würden sich nämlich auch heftig beschweren, wenn ihre Lebensgeschichte als small talk ausgewiesen würde. Das ist herabwürdigend. Und darum ist es meines Erachtens auch gar nicht möglich, dass sie sich hier an dieser Stelle äußern. Der Rahmen sollte wohl doch ein wenig stimmen, oder?

Gruß! Ursula
 
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Alt 28.12.2007, 15:37   #12
Heinz
Gast
 
Beiträge: n/a
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Hallo Ursula,

du schreibst,
>die würden sich nämlich auch heftig beschweren, wenn ihre Lebensgeschichte als small talk ausgewiesen würde. Das ist herabwürdigend. <

woher weißt du das, dass sie sich beschweren würden? Meinst du jede(r) sieht das so wie du? Was ist herabwürdigend? Dass man über einen Sachverhalt spricht oder plaudert oder räsoniert oder sich austauscht oder nenn es wie du willst, der nicht hochtrabend eingestuft wird von wegen Wertediskussion sondern eher locker ? Ich vermute du hast ein Problem damit und überträgst es auf Mary und meinst, sie müsste es genau so sehen wie du. Nun gut, ist ja auch im Grunde völlig belanglos. Aber witzig find ich es schon sich an der Bezeichnung des Bereichs zu stoßen.

Viel wichtiger finde ich den Aspekt, wie du ihn ja auch angesprochen hast, dass es im Grunde gar nicht mehr um Mary und ihrer Tochter geht. Und das ist auch gut so. Deshalb bin ich ja auch mit dem Thema Ansichten in diesen Bereich gewechselt. Die Problematik von Mary und ihrer Tochter ist nur exemplarisch. Ich könnte von einer meiner Betreuten erzählen oder von den Erlebnissen aus der Erstkontakt Gruppe des Blauen Kreuzes. Wir könnten auch den Personen andere Namen geben. Es geht hier im Wesentlichen um die Betrachtung von Zusammenhängen wie zum Beispiel Angst oder Vergebung oder Schuldgefühle oder Sinnfrage oder Helfersyndrom oder Coabhängigkeit. Am Beispiel von Mary und ihrer Tochter werden Aspekte deutlich, wie hilflos eine Mutter in einem System ist, wo viele angeblich Kompetente mitwirken, doch die nur ihren Job machen. Mitunter ist eine Distanz zu dem Hilfsbedürftigen notwendig, eben weil Angehörige mit ihren Gefühlen viel zu befangen sind. Andererseits leiden die Profis wohl nicht halb soviel wie die Mutter.

Und auf die Ausgangsfrage, wer kann meiner Tochter den Sinn des Lebens vermitteln, da tun sich selbst Seelsorger schwer, geschweige denn Ärzte oder Betreuer. Das ist ja auch nicht ihr Job. Doch ist es nahezu ein Teufelskreis, wo die Mutter nach dem Sinn all dessen fragt, wo sie eigentlich ihrer Tochter beistehen will und ihr einen Sinn all dessen vermitteln will. Das heißt, die Tochter stellt mit ihrer Erkrankung und ihrem Leiden der Mutter die Sinnfrage und all dessen, was die Mutter ihrer Tochter vermitteln will in Frage.

Letztlich ist es dann die Frage nach dem Sinn von Schicksal und Leiden und Krankheit und nicht zuletzt nach dem Leben und dem Tod.

Soviel Small Talk vorerst. Ich small talke eigentlich ganz gerne und finde es überhaupt nicht entwürdigend.

Heinz
 
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Alt 28.12.2007, 16:28   #13
Ursula
Gast
 
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"Doch ist es nahezu ein Teufelskreis, wo die Mutter nach dem Sinn all dessen fragt, wo sie eigentlich ihrer Tochter beistehen will und ihr einen Sinn all dessen vermitteln will. Das heißt, die Tochter stellt mit ihrer Erkrankung und ihrem Leiden der Mutter die Sinnfrage und all dessen, was die Mutter ihrer Tochter vermitteln will in Frage. "

Okay, das sehe ich genauso. Die Mutter muß in Bewegung bleiben, wenn sie ihrer Tochter zur Seite stehen will. Sie kann nicht starr an Glaubensmustern und an eingefahrenen Wegen festhalten, sondern sich selbst immer wieder auf die Suche begeben, sie muß flexibel und aufgeschlossen sein um ihrem Kind neue Wege zeigen zu können. Aber auch das nur in Grenzen. Da, wo ich als Mutter nicht hingehen kann, muß ich es nicht tun. Da kann ich mein Kind loslassen und es ziehen lassen, wenn ich es denn wirklich liebe. Oder kämpfen, wenn ich überzeugt bin, dass es wichtig ist, diesen Weg abzuschneiden. Und das tut Mary. Wie ihr Kind sich allerdings entscheidet, liegt nicht in ihrer Verantwortung.
 
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Alt 28.12.2007, 16:44   #14
Gesperrt
 
Registriert seit: 04.04.2004
Ort: NRW
Beiträge: 2,302
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Ich komme da irgendwie nicht mit und ich verstehe auch gar nicht warum über Mary diskutiert wird.. ohne, dass sie sich selber einbringt und evtl auch gar nicht einbringen möchte.

Mary`s Problem mit der Tochter verfolge ich ja nun auch schon eine Weile und muss zugeben, dass für mich so mancher Thread gestört wurde, weil es irgendwann gar nicht mehr um das Eingangsthema ging, sondern neue Probleme bzgl. der Tochter eingebracht wurden, die dem Fragesteller nicht weitergeholfen haben und man sich eigentlich immer nur im Kreis drehte. Deshalb finde ich es ok, wenn man mal versucht das aufzudröseln. Mir ist nur die Art und Weise nicht angenehm, da öffentlich über eine dritte Person geschrieben wird, die selber keine Stellung bezieht und als Außenstehender kommt man auch gar nicht mit..

Mit freundlichen Grüßen

Tina
Tina L. ist offline  
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Alt 28.12.2007, 17:00   #15
Ursula
Gast
 
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Hallo Tina,

das ist total richtig: "Mir ist nur die Art und Weise nicht angenehm, da öffentlich über eine dritte Person geschrieben wird, die selber keine Stellung bezieht" Deshalb wollte ich mich hier in keiner Weise äußern und sehe auch nicht ein, weshalb ein Thema wie dieses im smalltalk behandelt wird. Denn das Thema ist ein anderes als Mary und ihr Kind.
Und somit verabschiede ich mich aus diesem forum, das nicht meinen Vorstellungen entspricht, wenn man über Dritte small talkt.

Ursula
 
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Alt 28.12.2007, 17:36   #16
Heinz
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Eijeijei,

ich kann es durchaus verstehen, dass es schwierig ist.

Da ist zum einen der Aspekt Mary und ihre Tochter. Sie hat sich im Bereich Rechtsfragen schon oft geäußert und ihre Situation anlässlich unterschiedlicher Vorkommnisse geschildert. An ihrem Lebenssachverhalt wird deutlich, wie wenig einerseits die Betreuerin ausrichten kann und andererseits die Mutter berechtigterweise erwarten kann. Es wird auch deutlich, wie hilflos verfahren die Angelegenheit ist. Solche Beispiel kennt in dem Metier wohl jeder von uns.

Ihr letzter Beitrag fragte nach dem Sinn des Ganzen. Daran entspann sich ein nahezu religiöser Dialog, der von dem Lebenssachverhalt wegführte. Deshalb habe ich ein Thema Ansichten begonnen, wo über die unterschiedlichen Ansätze und Perspektiven sich ausgestauscht werden kann, denn es ist deutlich geworden, wie unterschiedlich die Perspektiven sind. Mein Hauptanliegen war, diese religiöse oder philosophische Betrachtung von dem Thema wegzunehmen, das Mary aufgemacht hat und es ihr Thema ist und sie es auch fortführen können soll, ohne dass ein anderer Dialog dazwischen kommt. Ich finde, dass es ein Gebot der Rücksichtnahme im Forum ist.

Mary ist es unbenommen, sowohl sich hier wie auch in ihrem eigenem Thema zu schreiben. Es geht hier auch nicht darum `über andere zu reden´, hier ging es darum, darüber nachzusinnen, woher kommt der Lebenssinn und wie kann der vermittelt werden. Mary hat dazu lediglich den Impuls gegeben. Wer sich in der Didaktik ein wenig auskennt weiß, dass allgemeine Fragen sehr gut an einem Beispiel verdeutlicht werden können.

Und nach all dem Hin- und Her würde ich auch gerne wieder zu der von Mary aufgeworfenen Frage zurückkehren: welchen Lebenssinn gibt es und hat ein jeder von uns und wie kann der vermittelt werden.

Ich würde mich über weitere Impulse freuen. Angesichts der Einsparungen im sozialen Bereich und dem `Verwalten´ von Betreuten ist es eine wichtige Frage, was macht die Arbeit für einen Sinn. Wer Eltern ist, wird sich auch die Frage gestellt haben, welchen Sinn gab oder gebe ich meinen Kindern mit. Oder umgekehrt, war das, was wir von unseren Eltern mitbekommen haben, tragfähig? Hat es uns geholfen oder kamen wir zu der Erkenntnis, dass unsere Eltern wohl auf dem Holzweg waren und deren Vorstellung vom Sinn des Lebens und des Leides und des Werdens und Vergehens nicht zutreffen kann.

Das heißt, eigentlich müsste jede/r für sich schon irgendwie eine Antwort gefunden haben. Hier im Dialog wurden schon einige Aspekte angesprochen. Ich will die von Mary und vermutlich auch von ihrer Tochter aufgeworfene Frage nach dem Sinn noch anders stellen: weshalb lohnt es sich zu leben? Und weshalb lohnt es sich zu leiden und Missachtung oder Geringschätzung hinzunehmen?

Heinz
 
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Alt 28.12.2007, 17:53   #17
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Registriert seit: 04.04.2004
Ort: NRW
Beiträge: 2,302
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Zitat:
Ich will die von Mary und vermutlich auch von ihrer Tochter aufgeworfene Frage nach dem Sinn noch anders stellen: weshalb lohnt es sich zu leben? Und weshalb lohnt es sich zu leiden und Missachtung oder Geringschätzung hinzunehmen?
Also Heinz, sei mir bitte nicht böse, aber meinst Du wirklich, dass das hier die richtige Plattform für diese Sinnesfragen ist? Warum stellt Mary nicht selber ihre Frage, würde sie tatsächlich ihre Frage so formulieren und warum läßt Du nicht locker :?:

Mit freundlichen Grüßen

Tina
Tina L. ist offline  
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Alt 28.12.2007, 18:19   #18
Ursula
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Ich verstehe auch nicht, warum du nicht aufhören kannst. Diese forum ist nicht die Plattform für diese Fragen. Und wenn du so intime Fragen an Mary hast, stell sie ihr bitte persönlich.
 
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Alt 28.12.2007, 18:32   #19
Heinz
Gast
 
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Hallo Tina,

welche andere Plattform kennst du? Zum einen ist es eine Frage von Mary. Sie schrieb am 14.12

> Mal wieder ihr Leben gerettet und wir dürfen uns Vorwürfe anhören. Sie möchte so nicht leben, wie sich andere das vorstellen, lieber sterben. <

Und am 22.12.
>...Ich weiß es nicht, liegt es an ihr, an den Therapeuten und entsprechenden Einrichtungen, Motiviation, Sinn des eigenen Lebens erkennen. Ich kann nur noch begrenzt Hoffnungen bei ihr wecken, bin aber auch nur noch hilflos. ... Psychiatrie bewahrt kurzfristig vor dem Sterben, aber die Seele ist schon lange tot.<

Solche Fragen sind keine Rechtsfragen. Sie haben auch nur indirekt was mit Betreuung und den Einrichtungen zu tun. Ich lese aus diesem Beitrag schon die konkrete Frage von Mary nach dem Sinn des Lebens und wie er vermittelt werden könnte.

Und warum ich nicht locker lasse? Es ist auch meine Frage. Und ich bin beeindruckt, wie dieses Thema bislang schon Reaktionen hervor gerufen hat. Ich bin auch glücklich darüber, dass dieses Forum die Möglichkeit bietet, darüber nachzusinnen und sich auszutauschen. Ich kenne kein anderes Forum dieser Art. Und seien wir mal ehrlich - wo hätte das Thema angesprochen werden können? bei den Rechtsfragen, bei finanziellen Fragen, bei Web-Tipps oder im geschlossenen Bereich oder wo auch immer. Es blieb nur dieser Bereich. Und ob der nun Small-Talk genannt wird oder Allgemeines oder Sonstiges oder wie auch immer ist doch völlig irrelevant bis auf den kleinen Umstand, wie sehr sich doch manche an Formalitäten stören. Aber das soll diese Diskussion nicht beeinträchtigen.

Ich habe aber vielmehr die Vermutung, dass diese Frage für manche einfach ein wenig zu komplex ist und sie sich entweder nicht so richtig dran trauen oder aber sich nicht trauen, was sie fühlen und denken auch zu schreiben, weil es einfach zu persönlich ist. Das kann ich verstehen. Doch sind Fragen nach Angst, Schuld, Tod nicht genauso persönlich. Und sollen sie deswegen nicht gestellt werden?

Heinz
 
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Alt 28.12.2007, 20:49   #20
Ursula
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Hallo Heinz,

so lange du dich an Mary klammerst, so lange kann man sich nicht äußern, weil sich dann zuerst Mary äußern müßte. Würdest du abweichen von diesem persönlichen Fall, wäre es vielleicht anders. Würdest du im allgemeinen über diese Fragen diskutieren wollen und Fragen stellen, die jeder für sich beantworten wollte und sich somit evtl eingeben wollte in die Thematik, würden sich vielleicht mehr Teilnehmer finden. Vielleicht auch nicht, weil es ein anstrengendes Thema ist und keinen Spaßfaktor bietet. Oder doch?

Gruß! Ursula
 
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