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Noch eine Geschichte, diesmal aus der schönsten Region Deutschlands. Es begann heute vor 104 Jahren ... Die Westfalia vom Schloss ...


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Alt 17.06.2008, 17:20   #21
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Noch eine Geschichte, diesmal aus der schönsten Region Deutschlands. Es begann heute vor 104 Jahren ...

Die Westfalia vom Schloss Strünkede

Sportgeschichte, 17.06.2008, David Nienhaus ,

, Trackback-URL


Die Geschichte von Westfalia Herne begann am 13. Juni 1904, als der SCW von bürgerlichen Kräften in Herne ins Leben gerufen wurde.



Michael Steinbrecher. Foto: dpa



Was verbindet Michael Steinbrecher und Sönke Wortmann? Klar, beide sind momentan schwer bei der Europameisterschaft unterwegs. Steinbrecher offensiv als ZDF-Moderator und Wortmann spielerisch-kreativ als Regisseur, der Filmschnipsel für ein erneutes Sommermärchen der deutschen Nationalmannschaft sucht. Aber es gibt noch etwas, was die beiden verbindet: Beide haben selbst mal die Fußballschuhe geschnürt – für denselben Traditionsverein, in derselben Liga, sehr tief im Westen. Beide trugen das Oberliga-Trikot des Sportclubs Westfalia Herne.
Steinbrecher beackerte in der Saison 1985/86 die rechte Außenbahn von Westfalia und Wortmann spielte fünf Jahre früher im defensiven Mittelfeld im Stadion am Schloss Strünkede. Ohne den beiden zu nahe treten zu wollen, aber in der langen Geschichte von Westfalia Herne gab es noch viele bekanntere Spieler – und auch erfolgreichere Zeiten als die in der Oberliga Westfalen. Aber der Reihe nach.
Stens heilt „englische Krankheit“



Die Gründungsmannschaft des Sportclubs Westfalia Herne von 1904.



Die Geschichte von Westfalia Herne begann am 13. Juni 1904. Vier Tage später, genau heute vor 104 Jahren, einigte man sich auf den Namen "Sportclub Westfalia Herne". Der SCW wurde von bürgerlichen Kräften in Herne ins Leben gerufen wurde. Das war für diese Zeit im Ruhrgebiet eher untypisch, dominierten doch Kohlezechen und Eisenhütten die Landschaft und Bergleute die Bevölkerungsgruppe. Der Essener Willi Stens machte den Fußballsport, der mitunter als „englische Krankheit“ oder „Fußlümmelei“ verpönt war, in Herne bekannt und versammelte vor 104 Jahren sechzehn junge Männer im alten Rittersaal des Schlosses Strünkede um sich, um einen eigenen Fußballverein zu gründen.
Was in der ersten Zeit nur eifriges Gekicke auf einer angemieteten Wiese war, wurde schnell zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung und sogar eine richtige Erfolgsgeschichte – mit kleineren Problemen. So stand am 2. Dezember in der Zeitung: „Am 2. Dezember 1904 wird bekannt, dass nichtsnutzige Burschen die Tore zerstört haben. Es wird beschlossen, als Querbalken ein Gasrohr zu verwenden und beim Polizeiamt die Genehmigung zu einer Tafel zu bekommen: ‚Das Betreten des Platzes ist Unbefugten streng verboten'.“ Die Herner Pioniere ließen sich von dem Vandalismus nicht unterkriegen, meldeten sich bereits ein Jahr später mit zwei Mannschaften am westdeutschen Spielbetrieb an und spielten ab 1908 sogar in der höchsten westfälischen Spielklasse, der Bezirksklasse. Mit den Lokalrivalen Germania Herne und dem SV Sodingen lieferte sich Westfalia in der Folge packende Derbys.
Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte wurde Fußball im Ruhrgebiet immer populärer, auch der Erste Weltkrieg konnte nichts daran ändern. Westfalia Herne verzeichnete immer höhere Mitgliederzahlen und wurde nach dem Sportboom der Weimarer Republik mit 1.000 Mitgliedern zu einem der größten Sportvereine im „Pott“. Der FC Schalke 04 holte 1934 zum ersten Mal die Deutsche Meisterschaft „nach dem Kohlenpott“ und Westfalia stieg in die Gauliga auf. Der Zweite Weltkrieg unterbrach die Fußballentwicklung für ein paar Jahre, aber 1946 rollte der Ball wieder – und wie...
40.000 Zuschauer gegen Uwe Seeler



VfL Bochum gegen Westfalia Herne: Otto Günther Gross (re., Bochum) und Günter Grätsch (Mitte, Herne). Foto: imago



In der Saison 1958/59 wurde Herne souverän Westdeutscher Meister vor Mannschaften wie Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln. Sensationell. Nur ein Jahr später spielten die Blau-Weißen wieder in der Finalrunde um die Deutsche Meisterschaft und am 28. Mai kam Uwe Seelers Hamburger SV zum wohl größten Spiel, was Herne je gesehen hat. Vor 40.000 Zuschauern gewann der HSV durch ein Seeler-Tor knapp mit 4:3.
So groß der Jubel bei dieser Partie war, so groß war die Enttäuschung der Herner, nicht im Kreise der deutschen Elite zu sein bei der Neugründung der Bundesliga im Jahr 1963. Als 14. qualifizierte sich Westfalia nicht und man musste zweitklassig in der Regionalliga West spielen. Nach der Rückstufung blieb die Westfalia lange Jahre zweitklassig. 1974 wurde die Liga nochmals reformiert, aber Westfalia qualifizierte sich nicht für die neue Zweite Bundesliga (Nord). Erst ein Jahr später rückte Herne als Westfalenmeister und Sieger der Aufstiegsrunde nach.
Trauriges Mäzenatentum

Es war die Zeit des Erfolges in Herne, aber auch die Zeit der bittersten Stunden, denn in den 1970er Jahren hatte sich der Verein in völlige finanzielle Abhängigkeit des Mineralölhändler Erhard Goldbach (Goldin-Tankstellen) begeben – ein ähnliches Mäzenatentum wie aktuell bei der TSG Hoffenheim. Die Mannschaft lief nun unter dem Namen SC Westfalia Goldin 04 Herne auf und wollte aufsteigen in die Bundesliga.


Westfalias Torwart Hartmann. Foto: imago



Alles kam anders. Tragisch anders. „Wegen Steuerschulden in Höhe von etwa 340 Millionen DM darf die konzernfreie Mineralöltankgesellschaft Goldbach kein Benzin mehr ausliefern.“ Ende und Aus für Goldin und auch für Westfalia Herne. Aus der Traum von der Bundesliga. Herne wurde die Lizenz entzogen und zurückgestuft in die vierte Liga. Fortan spielte der SCW meistens in der Oberliga Westfalen – bis heute.
Nun steht aber wieder ein großer Umbruch bevor. Die unterklassigen Ligen bekommen gemäß der Liga-Reform ein neues Gesicht und die Traditionsmannschaft Westfalia Herne findet sich plötzlich in der NRW-Liga wieder. Ein Aufstieg oder ein Abstieg? Zweites ist der Fall, denn die vierte Liga ist nach Einführung der dritten Profiliga nun die Regionalliga und Westfalia nur noch fünftklassig. „Mein Ziel ist der Aufstieg in die neue Regionalliga“, diktierte Hernes Sportlicher Leiter Timur Camci als neue Herausforderung in den Block.
Auf die Unterstützung vom kickenden Regisseur muss der Traditionsclub wohl verzichten und auch Michael Steinbrecher hat sicher andere Sachen zu erledigen, aber Hernes prominentester Fan, Schauspieler Joachim Kròl, wird bestimmt auch in der kommenden Spielzeit kaum ein wichtiges Spiel verpassen.

Die Westfalia vom Schloss Strünkede - Sportgeschichte - DerWesten
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Alt 20.06.2008, 01:33   #22
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Thema Nummer Eins
(Richard Limpert)

Männer seh' ich, die mit Eifer
ein Problem besprechen
Etwa ein Konflikt beendet
oder neue Kriegsverbrechen

Vielleicht Streik zwecks Lohnerhöhung
oder Landung auf dem Mond?
Auch Protest, das wäre möglich,
weil man braune Geister schont.

Vielleicht hat das Bonner Plenum
auch den Wehretat halbiert
und den freigesetzten Zaster
für die Bildung investiert

Und ich frage, ob die Sache
wichtig und von Nutzen sei.
Antwort: Großes Weltereignis:
Deutschland siegte, vier zu zwei.
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Alt 23.06.2008, 00:12   #23
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Fußballlied
(Fredl Fesl)


44 Fußballbeine rasen hin und rasen her,
denn das Spielfeld ist begrenzt und das machts besonders schwer.

Manchmal bleiben sie auch stehen oder treten nach dem Ball,
das kann jeder selbst bestimmen, das ändert sich von Fall zu Fall.

Einer ist meist schwarz gekleidet, hat ein Ding auf dem er pfeift,
und die Spieler sind beleidigt, wenn er in die Tasche greift.

Denn dort drin da hat er Karten, rot und gelb recht gut gemischt,
und die zeigt er dann dem Spieler, der nach seinem Gegner drischt.

Plötzlich müllerts vor dem Kasten, das Volk schreit Uwe wie mir scheint,
da schießt der Müller knapp daneben, denn er war ja nicht gemeint.

70.000 auf den Rängen spielen in Gedanken mit,
mancher ist so begeistert und gibt dem Vordermann an' Tritt.

Jedes Spiel wird bar bezahlt, auf Pfenning und auf Heller,
und legt man ein paar Scheine drauf, dann laufen sie schon schneller.

Jedes Spiel hat auch ein Ende, denn die Spieler werden matt,
morgen stehts dann in der Zeitung, wer das Match gewonnen hat.

Und am Ende der Meisterschaft weiß man, wer am meisten schafft,
wer der Meister ist der Welt, der kriegt auch das meiste Geld.

Für Geld da kann man vieles kaufen,
auch Leute, die dem Ball nachlaufen.

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Alt 24.06.2008, 01:07   #24
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Noch eine Geschichte zu Politik und Fußball, passend zur Europameisterschaft:

Als Spanien und Russland fast die EM sprengten
(Ralf Klee und Broder-Jürgen Trede)


In der Wartehalle des Madrider Flughafens Barajas herrscht an diesem Tag im Frühsommer 1960 ungewöhnlich reger Betrieb. Neben den normalen Fluggästen bevölkert ein Haufen Prominenter den Terminal: Spaniens Fußballnationalteam auf Länderspielreise. Es ist die wohl beste Auswahl, die Spanien je hatte. Voller Ehrfurcht sprechen die Fans noch heute von den "cuatro leyendas", den "vier Legenden": Francisco Gento, Ladislao Kubala, Luis Suárez und Alfredo di Stéfano.

Doch die Stars sind heute angespannt. Vor ihnen liegt ein Schlüsselspiel, das Viertelfinal-Hinspiel der Europameisterschaft in Moskau. Angesichts der Spielstärke beider Teams sehen viele darin das vorweggenommene Endspiel des gerade eingeführten Wettbewerbs.

Es sind die wirklich großen Spieler dieser Generation, die das EM-Los zu Gegnern bestimmt hat. Spanien dominiert seit Jahren den europäischen Vereinsfußball und stellt alle bisherigen Europacup-Sieger. Der FC Barcelona hat 1958 und 1960 den Messepokal geholt, Real Madrid gar alle fünf bisher ausgespielten Landesmeister-Trophäen. Nur wenige Tage zuvor hatten die "Königlichen" vor 134.000 Zuschauern beim 7:3 über Eintracht Frankfurt im Glasgower Hampden Park begeistert.

Zehn Superfüße

"Canario - Del Sol - Di Stéfano - Puskas - Gento. Nie wieder wird es einen solchen Sturm geben. Zehn Superfüße, 100 Hyperzehen", jubelte noch im September 1973 das ZEIT-Magazin. Man müsse sich vorstellen, "Bach, Mozart, Beethoven, Haydn und Händel hätten alle zusammen für den Fürstbischof von Salzburg komponiert. Zur gleichen Zeit, das gleiche Concerto, am gleichen Klavier. Mit Brahms auf der Reservebank."

Solche Virtuosen besitzen die Russen nicht. Aber sie sind ein eingespieltes, kampfstarkes Kollektiv. Sie sind Olympiasieger. Und sie haben in Lew Jaschin, dem "schwarzen Panther", einen überragenden Torwart. In der Halbzeitpause raucht der gern mal eine Zigarette, aber während des Spieles bekommt er so gut wie immer noch eine Pranke an den Ball.

In Madrid sind es noch drei Stunden bis zum Abflug. Jede Menge Zeit, sich über den sowjetischen Weltklassetorhüter Gedanken zu machen. Wie kann man ihn überwinden? Flachschüsse? Bogenlampen? Plötzlich erscheint eine Gruppe Soldaten in der Wartehalle und marschiert auf die Fußballidole zu. "Ihr dürft nicht fliegen", sagt einer der Uniformierten.

Spielball der Politik

Der große Alfredo di Stéfano ist verzweifelt. "Warum?", stammelt er immer wieder. Der Stürmerstar sieht seine letzte Chance auf ein großes Turnier schwinden. "Befehl von Vega", lautet die militärisch knappe Antwort. Vega - das ist Camilo Alonso Vega. General, Innenminister, die rechte Hand von Diktator Francisco Franco, gefürchtet beim Volk und sogar bei seinen Soldaten.

Nun dämmert es den Kickern auf dem Flughafen: Sie sind zum Spielball der Politik geworden. Spanien und die Sowjetunion sind erklärte Feinde, seit Moskau im Spanischen Bürgerkrieg 1936-39 die linken Gegner des Putschisten Franco mit Flugzeugen und Panzern belieferte und im Gegenzug der Generalissimus im Zweiten Weltkrieg spanische Freiwillige der "Blauen Division" an die Ostfront geschickt hatte. Anders als Hitler und Mussolini überstand Diktator Franco den Zweiten Weltkrieg an der Macht und schlug sich im Kalten Krieg auf die Seite des Westens. Angespannte Funkstille herrscht seither zwischen Madrid und Moskau.

Und jetzt das EM-Spiel. Das Los Sowjetunion bereitet Franco und Vega Kopfzerbrechen, sie befürchten Unruhen in ihrem nur oberflächlich befriedeten Land, gar ein Widererstarken der Linken. So entscheidet sich die Madrider Junta, die eigene Nationalmannschaft nicht nach Moskau zu lassen.

1:0 im Krieg der Worte

Was folgt, ist Kalter Krieg pur. Die Sowjets nehmen die Steilvorlage dankend an und präsentieren sich der Welt als Gralshüter des Sportgedankens. "Diese Sabotage der Olympischen Idee durch das faschistische Spanien wird den Fußballsportlern in aller Welt mit aller Offenheit zeigen, wo die ewigen Feinde der friedlichen Entwicklung stecken", verlautet die sowjettreue "DDR-Fußballwoche" am 24. Mai 1960. "Dass sie sich zu solch ausgesprochen dummen Entschlüssen gegen den Willen der Völker entschließen, wird sie eines Tages restlos vereinsamen vor der Sportwelt, wird sie zu Eremiten machen, die 'abseits stehen', weil sie weder die Regeln des Spiels und der Fairness noch der Vernunft kennen." Im Krieg der Worte steht es 1:0 für die UdSSR.

In Madrid kämpfen derweil die Nationalkicker um ihren Traum. Verbandspräsident Lafuente Chaos spricht bei Diktator Franco und Außenminister Fernando Castiella vor - ohne Erfolg. Auch UEFA-Präsident Pierre Delaunay versucht zu intervenieren - vergeblich. Dem zarten Pflänzchen Europameisterschaft droht schon bei der Premiere schwerer Schaden. Ein hastig von Funktionären erdachter Kompromissvorschlag soll das Turnier retten: Hin- und Rückspiel sollen auf neutralem Boden ausgetragen werden, eines davon in der Bundesrepublik. Spaniens Regierung stimmt zu, doch die Sowjets sagen "Njet". Sie wissen: Die Schuld am Desaster klebt den Spaniern an der Hacke.

So fällt das Viertelfinale des wichtigsten Fußballturniers Europas sang- und klanglos ins Wasser. Statt in einem sportlichen Schlagabtausch der vielleicht besten Mannschaften des Kontinents werden Hin- und Rückspiel am Grünen Tisch entschieden, mit 3:0 den Sowjets zugeschlagen. Kampflos ziehen die "Sbornaja" so ins Halbfinale ein. Spanien hingegen muss ein "Reuegeld" von 2.000 Schweizer Franken an die UEFA zahlen. Die Ausrichtung der ersten Endrunde muss sich das Land gleichfalls abschminken - das Turnier wird nach Frankreich vergeben.

Nach dem Sieg am grünen Tisch triumphieren die Sowjetrussen auch auf dem grünen Rasen. Sie schlagen im Halbfinale Gastgeber Frankreich mit 2:0 und bezwingen im Endspiel in Paris am 10. Juli 1960 auch die Mannschaft Jugoslawiens nach Verlängerung mit 2:1

Videoanalyse und Psychotricks

Erst 1964 kommt es doch noch zum sportlichen Schlagabtausch beider Mannschaften bei einer EM. Ausgerechnet im Finale treffen die beiden Teams aufeinander, ausgerechnet in Madrid. Die Vorbereitung der Teams für das Prestigeduell ist für jene zeit ungewöhnlich modern: Die Russen verfolgen vor einem Schwarzweißfernseher Spaniens 2:1-Halbfinalsieg über Ungarn - "Gegner per Fernsehen studiert!", titelt die ostdeutsche "Fußballwoche". Spaniens Trainer José Villalonga seinerseits setzt auf Psychotricks: "Er nahm uns mit auf einen Spaziergang und malte einen Fußballplatz auf Sand. Dann nahm er Steine, um die Spanier darzustellen und Kiefernzapfen für die russischen Spieler", erinnerte sich später Mittelfeldspieler Jesús Pereda. "Er trichterte uns ein, dass Steine stärker sind als Kiefernzapfen, und dass wir deshalb gewinnen würden."

Beim Finale verwandeln 120.000 Menschen das Estádio Bernabéu in einen Hexenkessel. Die Atmosphäre ist höchst angespannt, es knistert angesichts der brisanten Vorgeschichte. Diktator Franco ist in seiner Loge zugegen, und auch sonst zeigt die Staatsmacht mit Polizei und Guardia Civil mächtig Präsenz. Es ist ein spannendes und rassiges Finale, das nach frühen Toren von Pereda (7.) und Chussainow (9.) lange Zeit Unentschieden steht. Bis Marcelino in der 84. Minute einen herrlichen Flugkopfball an dem chancenlosen "schwarzen Panther" Jaschin zum 2:1-Sieg für Spanien in das sowjetische Netz setzt.

Von den "vier Legenden", die vier Jahre zuvor am nur ein paar Kilometer entfernten Madrider Flughafen aus ihren Titelträumen geholt worden waren, ist nur noch Luis Suárez dabei - als Mannschaftskapitän führt er die "selección" zum Triumph. Nun sonnt sich General Franco gern im Glanz des Sieges und bittet die Siegermannschaft zur Ordensverleihung. "Als mir die Nadel ans Revers geheftet wurde", bekennt Suárez später, "musste ich mich zu einem Lächeln zwingen, das mehr Kraft kostete als alle Spiele meiner Karriere zusammen."

Als Spanien und Russland fast die EM sprengten - einestages
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Alt 25.06.2008, 02:05   #25
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Heute steigt das große Spiel um den Einzug in's Finale. Als Einstimmung die eigentliche Ruhrpotthymne, obwohl es nur um eine Stadt geht.
Im Ruhrstadion wird sie immer vor dem Anpfiff gespielt und an der Stelle mit dem VfL wird der Ton abgedreht und das ganze Stadion singt weiter ...


Glückauf
Kohlenklau
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Alt 25.06.2008, 23:07   #26
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Deutschland - Türkei 3:2

Mit vollen Hosen ins Finale.
Die Sp**ch*ll*ck*r vom ZDF (Kerni, Kloppi, Ursi...)
regen mich auf...

So, jetzt trinke ich ein Glas Wasser und rege mich wieder ab...

Liebe Grüße
Jörg
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Jörg ist offline  
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Alt 25.06.2008, 23:36   #27
"Betreuerschreck"
 
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Mit Waser egst du dich wieder ab Jörg:O) wie macht mand as denn? dazu brauche ich mindestens bier:O))
lg MOMO
Momo ist offline  
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Alt 25.06.2008, 23:57   #28
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Hallo,

nicht ärgern, freut Euch auf Sonntag. Drücken wir alle die Daumen und hoffen, dass dann die Leitungen wieder ok sind. Darüber habe ich mich viel mehr aufgeregt. Die Tore wurden ja schon kommentiert, als wir noch gar nichts gesehen haben.

Bis dann
kohlenklau
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Alt 26.06.2008, 00:00   #29
Forumsikone
 
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Zitat:
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Mit Waser egst du dich wieder ab Jörg:O)
wie macht mand as denn?
dazu brauche ich mindestens bier:O))
lg MOMO
Bier wäre zu harter Stoff für mich.
Da kippe ich ja direkt aus den Pantienen.

LG Jörg
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Alt 26.06.2008, 09:22   #30
"Betreuerschreck"
 
Benutzerbild von Momo
 
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Mein NAchba rist jedesmal ausgeflipt wen das bild wegging:O)) abe rich glaube das war ja nur 2 mal der fall. und die tore haben sie dnan ime rnur geshcossen als das bild wieder da war. darauf haben sie dann shcon rücksicht genommen:O))
lg MOMo
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