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Die 10 Gebote der Gelassenheit

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Die 10 Gebote der Gelassenheit: von Papst Johannes XXIII. 1. Leben Nur für heute werde ich mich bemühen, einfach den ...


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Alt 12.02.2009, 11:48   #1
Forumsikone
 
Registriert seit: 30.06.2005
Ort: Hilden (bei Düsseldorf, NRW)
Beiträge: 3,022
Standard Die 10 Gebote der Gelassenheit

Die 10 Gebote der Gelassenheit:
von Papst Johannes XXIII.

1. Leben
Nur für heute werde ich mich bemühen,
einfach den Tag zu erleben
- ohne alle Probleme meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.

2. Sorgfalt
Nur für heute werde ich größten Wert auf mein Auftreten legen
und vornehm sein in meinem Verhalten:
Ich werde niemanden kritisieren;
ja ich werde nicht danach streben,
die anderen zu korrigieren oder zu verbessern...
nur mich selbst.

3. Glück
Nur für heute werde ich in der Gewissheit glücklich sein,
dass ich für das Glück geschaffen bin ...
nicht nur für die andere,
sondern auch für diese Welt.

4. Realismus
Nur für heute werde ich mich an die Umstände anpassen,
ohne zu verlangen,
dass die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.

5. Lesen
Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit
einer guten Lektüre widmen.
Wie die Nahrung für das Leben des Leibes notwendig ist,
ist die gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele.

6. Handeln
Nur für heute werde ich eine gute Tat vollbringen
- und ich werde es niemandem erzählen.

7. Überwinden
Nur für heute werde ich etwas tun,
wozu ich keine Lust habe.
Sollte ich mich in meinen Gedanken beleidigt fühlen,
werde ich dafür sorgen,
dass niemand es merkt.

8. Planen
Nur für heute werde ich ein genaues Programm aufstellen.
Vielleicht halte ich mich nicht genau daran,
aber ich werde es aufsetzen.
Und ich werde mich vor zwei Übeln hüten:
vor der Hetze und vor der Unentschlossenheit.

9. Mut
Nur für heute werde ich keine Angst haben.
Ganz besonders werde ich keine Angst haben,
mich an allem zu freuen,
was schön ist.
Und ich werde an die Güte glauben.

10. Vertrauen
Nur für heute werde ich fest daran glauben
– selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten -,
dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert,
als gäbe es sonst niemanden auf der Welt.
__________________
Jörg ist offline  
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Alt 12.02.2009, 22:20   #2
sternfee
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hallo jörg,

glbaust ud an gott?

gruss srtfnee
 
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Alt 13.02.2009, 04:55   #3
Forumsikone
 
Registriert seit: 30.06.2005
Ort: Hilden (bei Düsseldorf, NRW)
Beiträge: 3,022
Standard

Zitat:
Zitat von sternfee Beitrag anzeigen
hallo jörg,

glbaust ud an gott?

gruss srtfnee
Ich bin hin und her gerissen,
liebe Sternfee.
Ich sehne mich nach einem gütigen Gott,
den scheint es aber nicht zu geben:
So viel Leid auf der Welt!

Und du?

Herzlichst
Jörg
__________________
Jörg ist offline  
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Alt 13.02.2009, 09:13   #4
Heinz
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Beiträge: n/a
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Hallo Ihr beiden,

Ihr wisst, es ist u.a. mein Thema. Diese Woche war auch wieder einer meiner Lieblingspfarrer im Radio

DER EVANGELISCHE RUNDFUNKBEAUFTRAGTE BEIM WDR

der diesmal mit der Anischt von der Vertretung Jesu Tod zur Vergebung der Sünde aufräumte. Lohnt sich wirklich, es nachzulesen oder sich anzuhören.

Er beschreibt natürlich auch ein Gottesbild, aber auch, dass es unterschiedliche Bilder von Gott gibt und gab.

So ist es nicht verwunderlich, dass jeder sein eigenes Bild von Gott hat. Manche tun sich dabei sehr schwer, sich vorzustellen, da gäbe es jemanden, der hat was gemacht und macht weiterhin oder auch nicht. Und wir können ihn nicht verstehen, dass er mal hier was macht, sowohl in unseren Augen Gutes, wie jetzt die Solidarität in Australien, oder aber auch Schlechtes wie Guantanamo. Oder aber er lässt es zu wie bei der kleinen Kathelen.

Ich habe mich über Jahre mit diesen Fragen herumgeplagt und gezweifelt und gedacht und diskutiert und geforscht und und und. Mit der Zeit wurde mir klar, Gott ist dort und so, wo und wie wir ihn erkennen.

So erkennen sogar manche einen Fußballgott. Oder erkennen in Obama nahezu einen Gottmann, so wie andere vorher in Busch einen Gottesmann erkannt haben und in dem Krieg Gottes Willen.

So erkennen die Israeliten sich immer noch als das auserwählte Volk im heiligen Land. Für mich ist das so, wie wenn die Chinesen sagen, sie seien das Reich der Mitte. Wo ist da die Mitte von was? Und warum ist es heiliges Land oder eine heilige Stadt oder eine heilige Schrift? Jeder, für den die Bibel eine heilige Schrift ist, ist auch es auch eine. Aber es gibt Millionen von Menschen, für die es es keine oder nur eine unter vielen, neben dem Koran oder den heiligen Schriften der Hindus.

Und die haben auch Götter. Und die sind für diese Menschen ebenso existent, wie der Gott des Neuen Testaments für uns.

Das heißt, mit unserem Glauben existiert Gott. Aber das heißt nicht umgekehrt, dort, wo wir nicht glauben, würde er nicht existieren. Dafür gibt es zuviele Menschen, die es glauben und durch ihren Glauben bewegt werden und aus ihrem Glauben handeln. Deshalb gibt es eine Wirklichkeit Gottes durch den Glauben vieler Menschen. Und diese Realität ist unübersehbar, ob nun anhand der Kirchen oder auch Moscheen oder Tempel und Synagogen. Oder durch die vielen Gemeinschaften und Aktionen.

Und wie verhält es sich nun mit dem für uns Bösen? Die Frage ist, was ist Böse? Ist die Weltwirtschaftskrise böse? Ist der Krieg böse? War es böse von den Nazis befreit zu werden oder waren nur die Nazis böse? War die Judenverfolgung im Namen der Kirche über viele Jahrhunderte böse? War den Bann zu vollstrecken, wie es in der Bibel steht und im Namen Gottes geschah böse? Oder war, wie es auch in der Bibel steht, die Babylonische Gefangenschaft gut?

Das heißt, es gibt nichts eindeutig Gutes oder Böses. Wir definieren, was gut und böse ist und das entsprechend unser Kultur und Zeit in der wir leben. So ist der heilige Krieg für manche Moslems gut und für uns böse. Lange Zeit waren die Franzosen Erzfeinde. Sie zu töten war gut. Heute ist es böse.

Wir glauben, es gäbe es etwas, was für alle Menschen gilt, Menschenrechte, Völkermord, Verfolgung und Vertreibung, Ausbeutung und Vergewaltigung und und und.

Aber nehmen wir nur mal die Ausbeutung. Heute morgen noch hörte ich über die Ausbeutung von Frauen und Kindern bei der Produktion billiger Textilien wie sie bei einigen Diskountern hier massenhaft angeboten werden. Wir hier sind als Bezieher von Stütze angewiesen, auf solche Billigangebote. Für uns sind die Billighemden und Socken gut, für die Ausgebeuteten schlecht.

Anderes Beispiel: Prostituierte können sich krankenversichern. Demnächst auch unfall- und rentenversichern. Es dauert nur noch eine Zeit, dann ist es ein anerkannter Beruf. Arbeitsuchende Frauen werden dann unweigerlich von der Arbeitsvermittlung auf freie Stellen in dieser Branche verwiesen. Dann ist es staatliche anerkannte Zwangsprostitution. Und die Gesellschaft segnet es ab und findet es gut.

Die Stimme derer, die mit Blick auf die Bibel sagen, das will Gott nicht, wird immer leiser. So ist die Macht derer recht groß, die den Sonntag als arbeitsfreien Tag abschaffen wollen. Die Geschäfte sollen nicht nur an wenigen Sonntagen offen sein, sondern das ganze Jahr. Was das aber auf Dauer für die Familien und die Gesellschaft bedeutet, machen sich die von der Wirtschaft nicht klar. Hauptsache der Umsatz lässt sich noch steigern. Und dieser Umsatz ist denen von der Wirtschaft ihr Gott.

Und so ist es Aufgabe der Kirchen und der Gläubigen, sich gegen die Andersgläubigen zu stellen und zu fordern, dass es etwas gibt, was wichtiger ist, als Umsatz oder Fußball oder Körperkult oder Personenkult.

Es gibt in der Bibel einen wichtigen Passus/Vers. Darin heißt es, Gott ist das Leben und die Liebe. Das kann man auch umdrehen: Das Leben und die Liebe ist Gott. Was dem Leben und der Liebe dient, dient Gott. Alles, was sich gegen das Leben richtet und ohne Liebe ist, ist ohne Gott. Amen.

Nein, ich wäre nicht besser Pfarrer geworden, dazu bin ich viel zu kritisch, auch mit meiner Kirche und mit dem, was sie verkündet. Ich hoffe nur, ich konnte einige Fragen beantworten oder euch zu neuen Gedanken auf eurem individuellen Glaubensweg helfen.

Besten Gruß
Heinz
 
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Alt 15.02.2009, 03:31   #5
Forumsikone
 
Registriert seit: 30.06.2005
Ort: Hilden (bei Düsseldorf, NRW)
Beiträge: 3,022
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Hallo Heinz,

Nimm's mir bitte nicht übel,
aber deine Worte klingen sehr nach Predigt.
Predigten mag ich aber gar nicht.

Einen lieben Gruß
Jörg
__________________
Jörg ist offline  
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Alt 15.02.2009, 14:55   #6
Berufsbetreuerin
 
Benutzerbild von dora88
 
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Selbst als Buddhistin glaube ich an einen Gott. Aber ich glaube an
einen Gott der in einem selbst ist. Damit entsteht eine umfassende Selbstverantwortung seinen eigenen Gedanken und Taten auf die Spur zu kommen und sie entsprechend zu verändern.
Wer also Wut, Zorn und Unverzeihlichkeit aussendet, könnte sie auch wieder und wieder selbst erfahren. Umgekehrt wird allerdings auch ein Schuh daraus. Eine persönliche Wahrheit, die sich in meinem Leben jedenfalls manchmal bestätigt hat.

Viele Grüße Dora

Geändert von dora88 (15.02.2009 um 14:58 Uhr)
dora88 ist offline  
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Alt 16.02.2009, 07:10   #7
"Hexchen"
 
Benutzerbild von marie
 
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Ort: Aachen
Beiträge: 1,296
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na bin da mit gott auch hin und hergerissen, aber ich denke wohl das der mensch an irgendwas glauben muss um weiterleben zu können. Der eine glaubt an gott, der andere an die engel, der anderen an steinen u.s.w. der andre eben nur an sich selbst. Aber ich denke wichtig ist das man an was glaubt. woran auch imemr, ich glaube dann wirds etwas einfacher.

bis später
__________________
ganz ganz liebe grüsse marie



06.07.57

[
marie ist offline  
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Alt 16.02.2009, 12:31   #8
Heinz
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Beiträge: n/a
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Hallo Dora,

deine Mail ist interessant:

Zitat:
Zitat von dora88 Beitrag anzeigen
Selbst als Buddhistin glaube ich an einen Gott. Aber ich glaube an
einen Gott der in einem selbst ist.
Soweit, wie ich den Buddhismus verstanden habe, und war eine Zeitlang kurz davor, mich der buddhistischen Gemeinschaft hier anzuschließen, gibt es keinen Gott. Und zwar im Sinne einer Entität, eines außerhalb des Menschen Unvergängliches. Alles ist vergänglich, alles im Fluss. Selbst die absolute Leere ist nicht ewig.

Aber was du schreibst, erinnert mich kollossal an die Buddha-Natur, die man verwirkliche sollte, um so zu sich selbst und zu Erfüllung zu gelangen. So habe ich die Lehre verstanden. Buddha wollte nicht angebetet werden, obwohl das heute geschieht. Ich bin aber auch der Ansicht, dass Jesus nicht angebetet werden wollte, sondern im Grunde Ähnliches, wenn nicht Gleiches wollte wie Siddartha. Jede/r sollte sich selbst auf den Weg der Erkenntnis begeben.

Das Problem ist nur, wie du auch beschreibst:

Zitat:
Zitat von dora88 Beitrag anzeigen
Damit entsteht eine umfassende Selbstverantwortung seinen eigenen Gedanken und Taten auf die Spur zu kommen und sie entsprechend zu verändern.
Und der Mensch, wenn man das mal so sagen kann, ist mit dieser Verantwortung oft überfordert. Wieviele plagen sich mit Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen. Wievielen fehlt das Gefühl, von irgendwem angenommen und gewollt zu sein. Trotz allen Versagens lieb gehabt zu werden.

Dort dann auf die Leere und Vergänglichkeit verwiesen zu werden, ist für viele nicht auszuhalten. Da ist es schon hilfreicher, ja existenzieller, sich vorzustellen, da gibt es einen Gott und der hat mich bei meinem Namen gerufen, ich bin sein und der liebt mich durch und durch. Und zu ihm oder ihr kann ich kommen, wann immer ich will und wie ich mich fühle und was mir passiert ist und auch was ich mir geleistet habe. Gott liebt mich. Das ist ein Supergefühl.

Doch leider fängt der Mensch dann an zu vergleichen und zu fragen. Wo ist Gott, und wie kann er das zulassen und wie kann er mich lieben, und wohlmöglich dieses Schwein da auch, und verzeiht er mir auch wirklich und und und und.

Und dann kommen die Oberschlauen, die haben nachgedacht und basteln eine Theorie auch Theologie genannt und versuchen diese Fragen irgendwie unter eine Decke zu kriegen. Aber leider guckt dann immer wieder was von diesen nervigen und zerstörersichen Fragen drunter hervor.

Viele sagen, ich verstehe es nicht und ist mir auch egal. 'Mein' Gott hat mich lieb und gut ist. Das finde ich toll. Ich habe lange Zeit diese Menschen beneidet. Doch ich konnte es nicht lassen zu fragen und zu zweifeln.

Es gibt aber auch zum Glück oder Gott sei dank Alternativen, für die, die mit den Fragen einfach nicht zurecht kommen, so wie ich. Eine Alternative ist, finde ich der Buddhismus, doch welchen? Es gibt so viele verschiedene, wie es unterschiedliche christliche Ansichten gibt. Ich habe lange Zeit in ZEN meditiert im ZEN Zentrum in Neuss. Sehr lehrreich. Doch auch da kam ich dann irgendwann nicht mehr weiter. Vielleicht fehlte mir auch auch nur die traditionell dialektische Auseinandersetzung.

Dann kam ich wieder zurück zu Ludwig Feuerbach und erkannte für mich, dass er wie auch Nietzsche sich geirrte hat. Gott ist nicht nur Projektion und schon gar nicht tot, wenn auch manche ihn für tod erklären.

Ein entscheidender Aspekt ist, wie du ja auch schreibst, die sich selbst erfüllende Prophetie oder das Lächeln, das ich verschenke und irgendwann wieder zu mir zurück kommt. Das bedeutet im Sinne asiatischer Spiritualität, Gott ist Vision und aus der Vision entsteht Leben. Ganz praktisch, jede Glaubensgemeinschaft ist vom Geist beseelt, weil sie glaubt. Durch den gemeinsamen Glauben entsteht Gemeinschaft und aus der Gemeinschaft wiederum Leben, lebendige Beziehungen, Anteilnahme, Hilfe, Unterstützung.

Aber leider gibt es ja auch das Zerstörerische, Intrigen, Verleumndung, Missbrauch in jeder Form. Die Gnostiker glauben, dass ist der Gegenspieler Gottes, sozusagen Antigott oder schlicht das Böse. Der Glaube an das Böse, schafft auch Böses, so wie der Glaube an das Gute auch Gutes schafft.

Doch ein Blick in die Bibel lehrt uns, Böses und Gutes kommt von Gott. Wenn Gott das Leben ist, so ist das Leben gut und böse. Das Leben vereint beides. Uns obliegt es, uns zu entscheiden. Doch woran erkennen wir, was gut und böse ist? Vieles ist eindeutig, doch manches kann sowohl gut wie auch böse sein. Doch diese Herausforderung ist mit das Größte, dem der Mensch ausgesetzt ist und noch keine Gesellschaft zu keiner Zeit hat darauf klare Antworten finden können. Selbst der Versuch einer allumfassenden Ethik frei von religiösen Glaubensinhalten hat es (noch) nicht geschafft. Ich glaube, dass ähnlich wie bei Lessings Ringparabel, die Wahrheit nicht erkennbar ist, sondern sich im Tun zeigt. Wer glaubt, er habe den wahren echten Ring und dem entsprechend handelt, erkennt die Wahrheit in seinem Tun. Der Ring wird dann nahezu wertlos.

Insofern ist die Frage nach, wie kann Gott dies und das zulassen, müßig und hindert einem am Tun, das Leben zu nehmen wie es ist und es danach zu verwirklichen, das es geehrt wird. Irgendeinen Gott für das verantwortlich zu machen, was der Mensch verbockt hat, ist schlicht Opium fürs Volk.

In diesem Zusammenhang weise ich auf ein Buch hin

Wer bin ich - und wenn ja wie viele?: Eine...Wer bin ich - und wenn ja wie viele?: Eine...
von R.W. Precht, den es heute (Montag 16.02.) um 21 Uhr auf WDR 5

WDR 5 spezial, Sendung vom 23.01.2009: WDR 5[showUid]=2956445&cHash=3186a47529

zu hören ist, der der Frage der Moral sehr verständlich und überzeugend nachgegangen ist.

Mit bestem Gruß
Heinz
 
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Alt 16.02.2009, 20:12   #9
Berufsbetreuerin
 
Benutzerbild von dora88
 
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Hallo Heinz,
Du hast Dir über viele Dinge Gedanken gemacht und sie analysiert.
Ich glaube an einen Gott auch wenn das im Buddhismus 2 verschiedene Begriffe sind. Aber ich glaube, wie Du, dass Jesus und Buddha gar nicht so weit voneinander entfernt sind.
Buddhismus ist keine Religion, sondern ganz im Sinne Buddhas ein Erfahrungsweg, den jede/r letztendlich alleine gehen muss.
Aber der Buddha gab einige hilfreiche Hinweise und Methoden, die man zur Hilfe nehmen kann.
Und ist es nicht eine zugleich befreiende Erkenntnis, dass man sein Schicksal selbst in der Hand hat ?
Ich finde das nicht so deprimierend, wie Du es beschreibst.
Aber wir denken auch nicht nur für dieses Leben, sondern gehen davon aus, dass wir die Grundlagen auch für das nächste Leben jetzt schon legen. Das ist das ewige Rad des Lebens.
Aber sicher ist und das mag ich auch am Christentum : Nächstenliebe, Verzeihen und Mitgefühl schaffen weniger Leid als alle anderen Gefühle.
Da könnte man schon mal sich besinnen, bevor man einen Fluch ausstösst und dem vermeintlich verhassten Menschen ein bißchen Liebe und Licht hinterherschicken.Jedenfalls ist das meine Erfahrung.
Es geht halt alles immer nur in kleinen Schritten. Auch eine grosse Erfüllung besteht aus kleinen Erfüllungen.
Aber ich will nicht missionieren. Damit sei mein Beitrag geleistet

Viele Grüße Dora

Geändert von dora88 (16.02.2009 um 20:14 Uhr)
dora88 ist offline  
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Alt 23.03.2009, 23:32   #10
Evi
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Registriert seit: 05.01.2009
Beiträge: 72
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"Die 10 Gebote der Gelassenheit":

Ich muss zugeben, an manchen Tagen fällt es mir schwer, auch nur ein einziges dieser Gebote zu befolgen, geschweige denn alle 10.
Aber ich arbeite an vielen dieser Themen.

Ich finde, diese Gebote haben weitgehend auch nichts mit "Gott oder nicht Gott" zu tun, eher damit "gut zu leben", unabhängig von der Religion.

Was Gott betrifft war/bin ich auch sehr hin- und hergerissen.
Ich selbst habe eine sehr enge Verbindung zu einer "Kraft", mit der ich schon fast mein ganzes Leben lang in sehr enger Verbindung stehe, die mir in schwierigen Situationen immer Energie gab. Diese
"Kraft" nenne ich Gott. Der hat aber nichts mit dem Gott der verschiedenen Religionen zu tun und schon gar nichts mit der Kirche. Es ist vielleicht sogar nur Teil meines Unterbewusstseins
oder so ähnlich und außen gar nicht da. Vielleicht ist aber auch alles was innen ist, auch außen da!?
Über diese "Kraft" kann und will ich auch nicht diskutieren, weil ich ja spüre, dass sie da ist.
Obwohl ich kein enges Verhältnis zu Kirche habe, akzeptiere ich aber, dass andere Menschen das haben.

Ich weiß nicht, ob das alles jetzt alles verständlich ausgedrückt war, zu dieser fortgeschrittenen Stunde.
Evi ist offline  
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