Dies ist ein Beitrag zum Thema technischer Fortschritt ? im Unterforum Off Topic Bereich , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Andreas, diese sog. Amtsheftung ist das Letzte und mittelalterlich.
Schon alleine Gerichtsakten zu kopieren, nee
Mein Chef wollte auch mal ...
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#11 |
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Gesperrt
Registriert seit: 18.08.2005
Ort: im Baumhaus
Beiträge: 624
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Andreas, diese sog. Amtsheftung ist das Letzte und mittelalterlich.
Schon alleine Gerichtsakten zu kopieren, nee ![]() Mein Chef wollte auch mal so ne Heftung einführen. Er hats dann gelassen. Es reicht, wenn SS in Sonderakten abgeheftet werden, z.B. Kläger, Anlage K 1- , Beklagte B- Anlage B 1 - ... Da hat ein Prozeß bis zu 10 (Anlage)-Sonderakten, wenn das dicke Anlagekonvolute sind. Meine Meinung: hinter jeden SS gehören genau die Anlagen, die als Beweis benannt sind und wenn die Akte zu dicke wird, wird Nummer II. angelegt. Und elektronischer Schriftverkehr wird nicht gemacht, bei Fristsachen Fax vorab, nachgefragt, ob Fax angekommen ist, Original hinterhergejagt. Mary |
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#12 | |
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Ehrenamtlicher Betreuer
Registriert seit: 23.02.2004
Ort: im Norden
Beiträge: 1,191
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Zitat:
aber das ist ja wohl das dämlichste "Argument", das ich seit langem gehört habe. Dann dürfte keine Behörde online erreichbar sein, und keine Bank Onlinebanking anbieten. Es zeigt mir aber auch, in was für einer Welt, technisch gesehen, unsere Beamten noch leben. Dagegen erscheint die Steinzeit gradezu modern. Das Schlimme ist, und da spreche ich aus eigener Erfahrung mit über 30 Jahren im öffentlichen Dienst, das ein einziger Entscheidungsträger (meist ein höherer Beamter) alles blockieren kann, auch wenn er von der Materie keine Ahnung hat. Bei unserer vorgesetzten Dienststelle ist z. B. so ein Mann, der seit Jahren die Einführung von Anrufbeantwortern blockiert. Nun wartet man nur darauf, dass er bald in Pension geht, sind wohl "nur noch" ein paar Monate. Sein Nachfolger hat schon signalisiert, dass er sein ok geben wird. Aber anstatt dem Mann auf die Füße zu treten und ihm eine Anweisung zu erteilen, wird auf den "verdienten Mitarbeiter" Rücksicht genommen. Auf die anderen Kollegen, die dringen einige Anrufbeantworter brauchen könnten, aber nicht. Die haben ja auch nicht Besoldungsstufe A16. Da frage ich mich, in welchem Jahrhundert ich eigentlich lebe. Gruss Andreas |
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#13 |
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Berufsbetreuer
Registriert seit: 11.05.2009
Beiträge: 564
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Hallo,
ich sehe die ganze Sache ein wenig anders. Vielleicht bin ich auch ein bisschen altmodisch. Ich glaube nicht, dass es nur an alten verstaubten Beamten liegt, dass keine Neuerungen eingeführt werden. Ich habe selbst erlebt, wie der gesetzliche Datenschutz missbraucht und damit umgangen wird, weil es einfach zu arbeitsintensiv wäre und zu zeitaufwendig, alle Richtlinien einzuhalten. Aber wir haben nun einmal den Datenschutz. Und das finde ich auch gut. Viel zu oft und bedenkenlos wird mit Daten umgegangen. Wenn dann Vorgesetzte darauf hinweisen und auf die Einhaltung pochen, werden sie oft gleich als kleinkariert dargestellt. Bei allem technischen Fortschritt, bleibt meines Erachtens der persönliche Kontakt auf der Strecke. Was haben den die Callcenter bei den Banken und Behörden für Vorteile gebracht? Wer kann die ganze, oft unnütze, Datenflut noch bearbeiten. Ein persönliches Gespräch, auch am Telefon, kann mehr erreichen als zehn Mails. Warum Anrufbeantworter? Entweder ist der Bearbeiter nicht erreichbar oder aber er geht ans Telefon. Wird hier nicht der Versuch gestartet, lästige Klientel abzugwimmeln. Oft erlebe ich es auch, dass sich viele Bearbeiter hinter den sogenannten elektronischen Hilfen verstecken. Wie gesagt, vielleicht bin ich altmodisch. Ich ziehe aber dennoch immer den persönlichen Kontakt, dazu zähle ich auch den persönlichen Briefverkehr, vor. Gruß ![]() Heiner |
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#14 |
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Admin
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 3,564
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Hallo heiner,
dein "altmodisch-Sein" kann ich gut verstehen, geht mir ja (leider manchmal) auch so. Aber deine Aversion gegen Anrufbeantworter geht selbst mir zu weit. Wie oft bin ich im Gespräch oder auch an einem wichtigen Schreiben und kann einfach nicht so "zwischendurch mal schnell" ans Telefon gehen, bin aber froh, dass mein AB läuft und ich -sobald ich wieder "frei" bin -zurückrufen kann. Ich habe durchaus Verständnis dafür, dass nicht jeder- auch nicht jeder Behördenmitarbeiter- zu jeder Zeit für jeden erreichbar sein kann. meine Beurteilung solcher Situationen hängt dann insgesamt an der jeweiligen persönlichen Einstellung zur "Kundenpflege". Die sollte unzweifelhaft vielerorts ernster genommen werden. Man muss wohl aufpassen, dass man das mit dem "Verstecken" nicht nur negativ bewertet, es gibt viele Situationen wo es sinnvoll ist. Schönen Sonntag, Grüsse Michaela
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diese kommunikation wurde im rahmen der überwachungsgesetze auf ihre kosten dauerhaft gespeichert und wird jederzeit weltweit gegen sie verwendet werden. |
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#15 | ||
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Berufsbetreuer / Verfahrenspfleger
Registriert seit: 24.10.2009
Beiträge: 911
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Zitat:
Im Privatbereich würde ich persönlich so ein Argument eher griffig sehen. Zitat:
- Wenn ich unterwegs bin, bekomme ich sofort mit, dass mich jemand während meiner Abwesenheit erreichen wollte und ich kann gleich zurückrufen. - Wenn ich telefoniere, bekommen andere Anrufer nicht das lästige "Belegt-Zeichen", sondern können auf den AB sprechen und ich rufe zurück. - Wenn ich am Sonntag oder spätabends noch im Büro sitze und jemand mit unterdrückter Rufnummer anruft, kann ich erstmal hören, was er will - und dann entscheiden, ob's wichtig ist und ich rangehe - oder ob jemand einfach nur Langweile hat (Anrufe aus Langeweile kommen hier öfter vor, als man vielleicht glauben mag...) - Wenn ich wg. Erkrankung oder Urlaub länger weg bin, kann ich auf dem Ansagetext z.B. die Rufnummer meines Vertreters durchgeben und wie lange die Abwesenheit dauert. - Wenn ich Anrufer bin, ist mir ein AB lieber, als ein ewig langes "Tuten" ohne Reaktion - ich kann kurz mitteilen, worum's mir geht und ggf. um RR bitten. Oft ist's eh nur eine kurze Info, die kann ich genauso gut der Kiste anvertrauen. - Die Ansagen bei Ämtern und Ärzten beinhalten meist die Öffnungszeiten - gut zu wissen. - Während Besprechungen muss ich das Telefon nicht ausstecken oder dergleichen, sondern kann den AB so schalten, dass er "sofort" rangeht und kein Klingeln stört... der Anrufer aber trotzdem zumindest eine Nachricht hinterlassen kann. Reicht das vorerst als Begründung....? ![]() Apropos:
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Geändert von Chesterfield (17.01.2010 um 12:34 Uhr) |
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#16 |
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Berufsbetreuer
Registriert seit: 11.05.2009
Beiträge: 564
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Hallo Chesterfield,
warum soll bei einer professionellen Arbeitsweise der persönliche Kontakt zweitrangig sein? Liegt in einer solchen Denkweise nicht die ganze Problematik unserer heutigen, oft kalten, zwischenmenschlichen Arbeitsweise? Ich bin ja nicht generell gegen Anrufbeantworter. Vorallem nicht, wenn Sie auch eine Auskunft wiedergeben. Aber nicht bei Behörden oder Ämtern. Schönen Sonntag noch ![]() Heiner |
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#17 | ||
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Berufsbetreuer / Verfahrenspfleger
Registriert seit: 24.10.2009
Beiträge: 911
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Zitat:
Nicht, dass ich so eine Haltung vertreten würde oder mir da groß Gedanken dazu gemacht hätte - aber das erscheint mir als ein möglicher Ansatz. Ich plaudere ja auch gerne mal mit den hübschen Sachbearbeiterinnen vom Sozialamt oder so... Das mache ich aber aus rein persönlichen Gründen heraus... weil ich die halt nett finde und es mich ein wenig aus dem "Alltagstrott" reißt. Gewinnbringend in einem professionellen Sinne ist das nicht - Entscheidungen werden doch gerade in unserer Berufsgegend nach Sachkriterien getroffen (sollten sie zumindest...) und nicht nach persönlichem Gusto. Es gibt präzise definierte Wege des Widerspruchs... gar eine Art "bürokratischer Streitkultur", die es nicht erforderlich macht, die eigene Persönlichkeit zu exponieren. Zitat:
Man kann theoretisch hergehen und "Arbeitswelten" strikt von "Privatwelten" trennen - mit entsprechenden Vor- und Nachteilen.... oder man kann von einer Verknüpfung dieser Welten ausgehen und entsprechend leben... was u. a. den Nachteil haben kann, dass halt das, was man klassisch unter "Professionalität" versteht, angesichts persönlicher Verstrickungen leidet. Für beide "Ecken" gibt es ja entsprechend ausgestaltete philosophische Modelle, von denen vermutlich das von Karl Marx das bekannteste ist. Die von Dir geäußerte Empfindung von "zwischenmenschlicher Kälte" im Arbeitsprozess und die Charakterisierung dessen als "Problem" basiert also auf einer bestimmten philosophischen Betrachtung - in anderen Betrachtungsweisen taucht diese Fragestellung aber gar nicht auf, weil Zwischenmenschlichkeit nicht als (relevanter) Bestandteil einer "Arbeitswelt" gesehen wird. Die beste Antwort auf Deine Frage wäre wohl also ganz lapidar: Das kommt ganz auf Deinen Blickwinkel an. ![]() Aber das ist - würde man in die Tiefe gehen wollen - schon eine gewaltige Fragestellung, mit der sich manche Menschen wohl ein Leben lang beschäftigt haben, ohne auf eine abschließende und absolute Lösung gekommen zu sein.
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#18 |
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Admin
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 3,564
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Hallo Chesterfield,
Du schreibst: Entscheidungen werden doch gerade in unserer Berufsgegend nach Sachkriterien getroffen (sollten sie zumindest...) und nicht nach persönlichem Gusto. Es gibt präzise definierte Wege des Widerspruchs... gar eine Art "bürokratischer Streitkultur", die es nicht erforderlich macht, die eigene Persönlichkeit zu exponieren. Das stimmt so nicht ganz. Es gibt eine Unzahl an "Kann-Leistungen" in allen Bereichen und diese kann ich nur dann relativ leicht abschöpfen wenn das "Zwischenmenschliche"- zwischen mir und dem Sachbearbeiter- stimmt. Gruss Michaela
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#19 | |
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Berufsbetreuer / Verfahrenspfleger
Registriert seit: 24.10.2009
Beiträge: 911
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Zitat:
![]() Diese sog. "Kann"-Leistungen sind meistens gar keine. Mir fällt nicht eine einzige Leistung ein, die man wg. Freundlichkeit bekommt. Hast Du eine parat...?
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#20 |
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Admin
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 3,564
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Hallo Chesterfield,
ich habe welche parat aber breche an der Stelle ab, das wird mir zu endlos. ![]() Gruss Michaela
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