Forum Betreuung

Diskussionsforum zum Thema

gesetzliche Betreuung

 

24 Stunden Intensivpflege ???

Dies ist ein Beitrag zum Thema 24 Stunden Intensivpflege ??? im Unterforum Rechtsfragen im Rahmen des Betreuungsrechts , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hallo an alle; ich habe eine Frage. Meine Betreute muss aufgrund einer Lungenerkrankung in eine 24 Stunden Intensivpflege. Die Krankenkasse ...


Zurück   Forum Betreuung > Offenes Forum gesetzliche Betreuung > Rechtsfragen im Rahmen des Betreuungsrechts

Registrieren Hilfe Benutzerliste Kalender Suchen Heutige Beiträge Alle Foren als gelesen markieren
Alt 15.12.2009, 11:57   #1
Forums-Azubi-Anwärter
 
Registriert seit: 26.04.2009
Beiträge: 26
Standard 24 Stunden Intensivpflege ???

Hallo an alle;

ich habe eine Frage. Meine Betreute muss aufgrund einer Lungenerkrankung in eine 24 Stunden Intensivpflege. Die Krankenkasse lehnt leht dies ab, da die Betreute von zu Hause ins Krankenhaus kam und von dort in Pflege muss. Es genüge somit auch eine stationäre Pflege. Der zuständige Arzt hatte mich schon vorgewarnt, dass die Unternehmen die 24 Stunden Intensivpflege abbieten mir die Bude einrennen werden, da damit eine Menge Geld zu verdienen ist. Das geschieht gerade...das Bude einrennen ....was tue ich nun? Nach den Infos im Internet gibt es dazu zahlreiche Urteile, aber ich will doch dazu keinen Rechtstreit führen, zumal der Arzt auch sagt, (wenn auch nicht schreibt), dass eine stationäre Pflege reicht. Muss dazu sagen, das bereits Grundsicherung in Form von Wohngeld besteht, mithin die Betreute über kein Vermögen verfügt.
Danke für Antworten! Was habt ihr für Erfahrungen damit gemacht?
lieben gruss andrea
Andrea ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
Alt 15.12.2009, 12:48   #2
Admin
 
Benutzerbild von michaela mohr
 
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 3,916
Standard

Hallo Andrea,

vielleicht bin ich heute wenig aufnahmefähig aber ich verstehe das nicht.
Wer sagt, es müsse eine 24 Stunden Intensivpflege gewährleistet sein? Und wo soll diese stattfinden? In der Wohnung?

Vom Krankenhaus aus soll sie nach Hause in die Pflege oder in ein Heim?

In welche Pflegestufe wurde jetzt eingestuft?

Fragen über Fragen aber vielleicht versteht ein anderer ja mehr.

Gruss
Michaela
__________________
diese kommunikation wurde im rahmen der überwachungsgesetze auf ihre kosten dauerhaft gespeichert und wird jederzeit weltweit gegen sie verwendet werden.
michaela mohr ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
Alt 15.12.2009, 19:11   #3
Admin
 
Benutzerbild von Imre Holocher
 
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 1,590
Standard

Moin Moin zusammen

Es gibt tatsächlich Leute, die 24-Stunden Intensiv-Pflege anbieten.
Allerdings würde ich da reichlich aufpassen:
Im meinem Revier haben gleich zwei solche Lädn aufgemacht. Da wurde eine schöne Immobilie an Land gezogen und den betreffenden Personen Wohnraum zum Mieten angeboten. Die Mietpreise sind sogar in einem Bereich, der von der Sozialhilfe übernommen wird.
Dann wird ihnen gleichzeitig eine 24-Stunden Rundum-Pflege angeboten, die sie (in der Praxis allerdings) leider nur theoretisch auch von einem anderen Pflegedienst einkaufen könnten. Mindestvoraussetzung ist z.B. mehr als 18 Stunden Beatmung täglich nötig.
Kassiert werden dann zwischen 10.000,00 und 40.000,00 € monatlich (kein Scherz).
Möglich geworden ist das Ganze durch ein Gesetz, dass die ambulante Behandlung einer stationären Behandlung vorzieht.

Der erste Anbieter ist ein Pflegedinst, der seine Kunden bedrängt, aus der Wohnung in das "betreute" Wohnbangebot umzuziehen. Ein Rechtsanwalt, der die Kostenseite durchprügelt wird sogar gratis mit dazugeboten.
Weil sich das so lohnt, hat - wie schon erwähnt - gleich ein zweiter Laden aufgemacht, der seine Headhunter in den Ersten reinschickt um dort die Patienten abzuwerben. Geile Wurst, ehrlich.

Die Pflegeleistung ist bei den Kosten sogar tatsächlich sehr gut. Die Organisation und das Drumherum, die Zusammenarbeit mit Kassen und Betreuern ist allerdings in höchstem Maße kriminell.

Wenn jemand Geld wittert, geht er bzw. sie auch über...
nein, in diesem Falle nicht. Die Kunden leben noch.
Kleiner Vorgeschmack?:
20 belegte Plätze x 12 Monate x 20.000,00 € (durchschnittlich) = 4,8 Mio € pro Jahr
20 exam. Pflegekräfte (Personalkostenstelle) x 70.000,00 € = 1,4 Mio. € p.a..
5 Putzkräfte, Hausmeister (Personalkostenstelle) x 20.000 € = 100.000,00 €.
3 Verwaltungskräfte (Personalkostenstelle) x 30.000,00 € = 90.000,00 € p.a.
1 PDL (Personalkostenstelle) = 90.000,00 € p.a.
1 Geschäftsführung (Personalkostenstelle) 130.000,00 € p.a.
Immobilienfinanzierung, Instandhaltung, Rücklagen, Technik, GasWasserScheißeStrom etc. 1.000.000,00 €

Macht zusammen: 2.810.000,00 € Kosten pro Jahr.
Bleibt das sozialhilfenahe Taschengeld i.H.v. 1.990.000,00 € pro Jahr.
Na? Ist das nix? Schickt mir das auf die Bahamas!
(und wenn es nur die Hälfte wäre...)

Da sage noch einer, Betreuer würden im Geld schwimmen!


MfG

Imre
__________________
Fehler sind dazu da, um sie zu machen
und daraus zu lernen.
Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen.
Imre Holocher ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2009, 11:54   #4
Berufsbetreuer
 
Benutzerbild von heiner
 
Registriert seit: 11.05.2009
Beiträge: 567
Standard

Hallo,

ich hatte dieses Problem auch schon.

Wenn Geld vorhanden ist, kann man über eine häusliche 24h Pflege verhandeln. Auch gibt es reichlich Anbieter. Von Polen bis hin zur Caritas.

Wenn aber Sozialhilfe gezahlt wird, wird nur der kostengünstigere Fall bezahlt. Das heißt, der/die zu Pflegende muss stationär in ein Pflegeheim, da die Pflegeheimkosten günstiger sind und so vom Sozialamt bezahlt werden.

Gruß
Heiner
heiner ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2009, 14:13   #5
Forums-Azubi-Anwärter
 
Registriert seit: 26.04.2009
Beiträge: 26
Standard

Danke Imre für deine ausführliche Darstellung (ich hatte mich da wohl etwas knapp gefasst) und danke Holger. Ja ich habe mich jetzt auch schlau gemacht und werde mich auf diese 24-Stunden Betreuung nicht einlassen, zumal auch ich sagen muss, als Beitragszahler, dass es sehr hohe Kosten sind, die anfallen. Zumal es in der normalen stationären Pflege letztlich auch eine 24 Stunden Betreuung gibt.
Es ist aber schon erstaunlich, wie sehr die einem auf die Pelle rücken...na ja wo Geld gewittert wird
vlg andrea
Andrea ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Trackbacks are an
Pingbacks are an
Refbacks are an

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 11:43 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2012, vBulletin Solutions, Inc.
Template-Modifikationen durch TMS

SEO by vBSEO 3.2.0

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27