Dies ist ein Beitrag zum Thema Heim oder zu Hause bleiben im Unterforum Rechtsfragen im Rahmen des Betreuungsrechts , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Ich habe eine Betreuung bekommen die sehr schwierig ist.
Erstmal Hallo zusammen!!!!
Die Dame ist 90 Jahre hat bis vor ...
|
|||||||
| Registrieren | Hilfe | Benutzerliste | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
|
|
#1 |
|
Einsteiger
Registriert seit: 10.04.2010
Beiträge: 15
|
Ich habe eine Betreuung bekommen die sehr schwierig ist.
Erstmal Hallo zusammen!!!! ![]() Die Dame ist 90 Jahre hat bis vor einiger Zeit alleine gelebt. Dann wurde sie verwirrt in der Stadt aufgegriffen und in einer geschlossenen Abteilung behandelt. Dann hat man sie in ein Altenheim verlegt, dieses ist in ihrem Heimatort. Am ersten Tag ist sie dort abgehauen und ist in ihre Wohnung gegangen. Später hat dann eine Dame vom Bürgerbüro sie in das Heim zurückgebracht. Sie möchte nach Hause, doch ihre Wohnung ist in einem katastrophalen Zustand. Dies habe ich bereits vor meiner Bestellung gehört. Nun meine Fragen: Hartz 4 bekommt sie zur Zeit nicht, da sie so sparsam damit umgeht und fast 5000€ gespart hat. Sie ist in Kurzzeitpflege als Selbstzahlerin. Die Wohnung besonders die sanitären Anlagen müssen dringend instand gesetzt werden, sonst kann sie nicht zurück in die Wohnung. Was muss der Vermieter regeln, was die Dame? Wo können Geldmittel angezapft werden? Ich bin mir nicht sicher, ob sie alleine bleiben kann. Sie ist zwar noch sehr rüstig und geht sehr viel spazieren. Allerdings hält sie nicht viel von Hygiene. Sie besitzt keinen Kühlschrank, keine Küche,keine Waschmaschine. Eigentlich hat sie nur einen Wasserkocher. Sie lebt schon sehr lange so. Es ist ihr gewähltes Leben. Was kann und muss ich machen, damit sie wieder nach Hause kann?? Oder sollte sie doch besser in ein Heim gehen. Das wäre aber nur gegen ihren Willen möglich. Danke Wahlsburg |
|
|
|
|
|
#2 |
|
Dipl. Rechtspflegerin
Registriert seit: 02.01.2010
Beiträge: 84
|
Ich würde das nötigste zu Hause für sie organisieren und einen Pflegedienst beauftragen, der Frühstück und Abendbrot macht, eventuell auch kleine Einkäufe erledigt. Natürlich Pflegestufe beantragen, sonst wirds teuer. Mittags Essen auf Rädern organisieren. Gegen ihren Willen ins Heim erstmal nicht. Das nächste Problem wäre ja dann die Kündigung der Wohnung, ihre Zustimmung würde man nicht bekommen und anhörungsfähig scheint sie ja noch zu sein. Es ist schon richtig so, es ist ihr frei gewähltes Leben und solange es irgendwie geht, würd ich es so versuchen.
__________________
... nun weiß ich wieder Bescheid ...
|
|
|
|
|
|
#3 |
|
Admin
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 3,916
|
Hallo zusammen,
Du hast hoffentlich daran gedacht bei der Krankenkasse die Kosten für die Kurzzeitpflege zu beantragen? Einen Eigenanteil musss sie selbst zahlen, da schwinden dann die 5000 Euro schnell dahin. In der Zeit der Kurzzeitpflege würde ich mit ihr besprechen, dass die Wohnung jetzt wenigstens einmal grundgereinigt wird. Warum hat sie keinen Kühlschrank? Wie war das bis jetzt geregelt, evtl. könnte man einen beschaffen. Was genau muss in der Wohnung saniert werden? Einen Pflegedienst zu beauftragen ist eine gute Idee, auch gerade für die Hauswirtschaft. Dazu brauchts dann keine Waschmaschiene, die könnten die Wäsche zum waschen wegbringen. Grundsätzlich würde ich jetzt die Wohnung halbwegs so basis-sanieren, das der weitere Verbleib dort möglich ist. Bei einer 90 jährigen Dame das gesamte Leben buchstäblich umkrempeln zu wollen wäre nicht sinvoll. Gruss Michaela
__________________
diese kommunikation wurde im rahmen der überwachungsgesetze auf ihre kosten dauerhaft gespeichert und wird jederzeit weltweit gegen sie verwendet werden. |
|
|
|
|
|
#4 |
|
Einsteiger
Registriert seit: 10.04.2010
Beiträge: 15
|
Moin, moin
Also, die Toilette und die Dusche müssen auf alle Fälle wieder benutzbar sein. Ansonsten müsste geputzt werden. Kosten für die Kurzzeitpflege werde ich jetzt beantragen. Die Betreuung hat ja erst am 24.11.10 begonnen. |
|
|
|
|
|
#5 | |
|
Gesperrt
Registriert seit: 04.04.2004
Ort: NRW
Beiträge: 2,302
|
Hallo,
Zitat:
Oftmals ist es so, dass die alten Menschen keine Ansprüche anmelden, pflegeleichte Mieter sind, die sich mit dem zufrieden geben was sie haben. Ich betreue eine alte Dame, die noch nicht einmal fließend warmes Wasser hatte, keinen Telefonanschluss, keinen Kabelanschluss, uralte Nachtspeicher, alte Fenster, ect. Sie war die einzige Mieterin im Haus bei der das so war. Ich habe die Miete drastisch gekürzt und erst dann bewegte sich langsam etwas. Nach einigen Monaten waren alle Mängel behoben. Die Frau konnte sich alleine nicht helfen und wohnte viele Jahre unter unmenschlichen Verhältnissen. Mit einem Pflegedienst, Essen auf Rädern, Hausnotruf, zusätzliche Betreuungspauschale ist viel möglich. Kosten, die über die Pflegestufe hinausgehen, kann man beim Amt beantragen. Eigenanteil für die Kurzzeitpflege, Renovierung, Küche, Waschmaschine.. das Geld wird schnell aufgebraucht sein. Es gibt verschiedene Stiftungen, bei denen man Gelder für Menschen in Not beantragen kann. Das ist nicht viel, reicht aber um gebrauchte Sachen zu kaufen. Du kannst mal bei der Grundsicherung nachfragen welche Stiftungen in Frage kämen. Ich habe aktuell eine ältere Dame, die völlig verwirrt in die Klinik kam und geschlossen untergebracht wurde. Sie hatte ganz einfach zu wenig getrunken und dazu ihre Medikamente nicht richtig eingenommen. Sie kommt wieder nach Hause und mit Unterstützung durch einen Pflegedienst (Pflegestufe musste erst beantragt werden) wird das künftig beobachtet werden, incl. Flüssigkeitsbilanz. Da es auch eine Verordnung zur Medigabe geben wird, ist ohnehin 3 x tgl. jemand da, der nach ihr schauen wird. |
|
|
|
|
|
|
#6 | |
|
Berufsbetreuer / Verfahrenspfleger
Registriert seit: 16.03.2010
Beiträge: 948
|
Hallo Wahlsburg
Das Entscheidende in dieser Sache scheint mir nicht so sehr die Organisierung des sozialen Umfeldes als vielmehr die Beurteilung der gesundheitlichen Situation der Betroffenen zu sein. Ich zit. hier mal Tina: Zitat:
Ich denke, dass hier die Aussage eines Arztes notwendig ist, wie weit die alte Dame noch in der Lage ist, in eigenem Wohnraum alleine zu leben. Manchmal geht es selbst mit Pflegedienst, also unter ambulanten Bedingungen nicht mehr. Gerade alte Leute sind oft halsstarrig oder wollen ihre Hilflosigkeit in der eigenen Wohnung oft garnicht erkennen - verständlichermaßen. Ich hatte gerade so eine Sache. Die Betroffenen hat mir, obwohl nach Eindruck aller Beteiligten längst ein Heimfall, immer wieder erklärt: "Ach, so lange es noch geht." Es ging aber nicht mehr. Ich musste sie gegen ihren erklärten Willen in ein Heim bringen. Gr. R
__________________
"Wenn jeder akzeptiert, was ich tue, mache ich irgendwas falsch!" |
|
|
|
|
|
|
#7 | |
|
Gesperrt
Registriert seit: 04.04.2004
Ort: NRW
Beiträge: 2,302
|
Zitat:
![]() Ich habe schon einige betreute Leute erlebt, bei denen mir die Ärzte erklären wollten, dass sie in ein Heim müssten und die lebten trotzdem noch einige Jahre in der eigenen Wohnung. Auch als Verfahrenspflegerin sind mir schon leichtfertige Heimaufnahmen untergekommen, incl. ärztlichem nullachtfunfzehn Attest. Die Gründe, warum jemand in ein Heim muss, sind im Prinzip überschaubar und ganz oft kann man durchaus, mit vielen Hilfen, eine Heimaufnahme verhindern. Ich kann von hier aus schlecht beurteilen was mit der alten Dame los ist, aber immerhin hat sie den Weg nach Hause gefunden und hat sich fortbewegen können. |
|
|
|
|
|
|
#8 |
|
Berufsbetreuer / Verfahrenspfleger
Registriert seit: 16.03.2010
Beiträge: 948
|
... und auf deinen eigenen Eindruck.
In "meinem" Fall ist sie Nachts in der Wohnung abgeklappt und wurde früh vom Pflegedienst hilflos aber bei Bewußtsein auf´m Teppich gefunden. R.
__________________
"Wenn jeder akzeptiert, was ich tue, mache ich irgendwas falsch!" |
|
|
|
|
|
#9 | |
|
Gesperrt
Registriert seit: 04.04.2004
Ort: NRW
Beiträge: 2,302
|
Zitat:
Vielleicht bekommen sie irgendwann die Quittung, wenn sie automatisch alt genug für eine Heimaufnahme sind, die sie zwar nicht wollen, aber niemand passt auf. |
|
|
|
|
|
|
#10 | |
|
Berufsbetreuer / Verfahrenspfleger
Registriert seit: 16.03.2010
Beiträge: 948
|
Zitat:
Mitunter müssen wir unangenehme Entscheidungen für die Betroffenen treffen, bevor es zu spät, weil sie selbst dazu nicht mehr in der Lage sind. Ich möchte mir nicht ausmalen, was gewesen wäre, wenn in dem oben geschilderten Fall die alte Dame in einer ihrer Türen geflogen wäre - nur weil ich nicht genug Ar... in der Hose hatte, zeitig genug ne Entscheidung zu treffen. Sie hatte recht tiefgehende Türgläser drinn. Gr. Rudi
__________________
"Wenn jeder akzeptiert, was ich tue, mache ich irgendwas falsch!" |
|
|
|
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|