Dies ist ein Beitrag zum Thema Kosten für Fahrt zum Arzt im Unterforum Rechtsfragen im Rahmen des Betreuungsrechts , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Liebe Teilnehmer,
meine ältere Betreute (Schwerbehinderung 50%, kein Merkzeichen) wird zwar hausärztlich versorgt, müsste aber demnächst diversen Fachärzten vorgestellt werden ...
|
|||||||
| Registrieren | Hilfe | Benutzerliste | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
|
|
#1 |
|
Forums-Geselle
Registriert seit: 18.01.2010
Ort: Nähe Stuttgart
Beiträge: 139
|
Liebe Teilnehmer,
meine ältere Betreute (Schwerbehinderung 50%, kein Merkzeichen) wird zwar hausärztlich versorgt, müsste aber demnächst diversen Fachärzten vorgestellt werden (Augenarzt, Psychiater). Dies gestaltet sich schwierig: Sie lebt in einer ländlichen Region und müsste mit einem Auto transportiert werden. Sie verlässt nie ihr Haus (es kommt ein Einkaufsdienst), weil sie Angst hat, dass ihr schwindelig wird, außerdem wegen psychischer Probleme (paranoide Vorstellungen: sie bildet sich seit langem ein, auf ihrem Dachboden gehen Leute ein und aus - wenn sie nun das Haus verlässt, randalieren die...) Das Problem ist aber vor allem finanzieller Art: Sie lebt von einer kleinen Witwenrente und ein paar Euro Wohngeld, GruSi bekommt sie nicht. Die fixen Ausgaben sind relativ hoch (sehr hohe Stromabschläge, Rückzahlung Darlehen an Amt wegen Übernahme von Stromschulden, Zinsen für überzogenes Girokonto und ähnliches), als Wirtschaftsgeld für Essen, Bekleidung, ggf. Reparaturen, Zuzahlungen u.s.w. bleiben ihr zur Zeit nur ca. 150 bis 190 EUR monatlich. Da sie das Haus unbedingt halten will, geht es nicht anders. Davon kann sie aber keine Taxikosten für Arztfahrten bezahlen. Die KK übernimmt nichts, die Voraussetzungen liegen nicht vor. Sie selbst hinfahren möchte ich nicht und sehe es eigentlich auch nicht als meine Aufgabe an, der zeitliche Aufwand wäre einfach zu hoch. Hat von Euch jemand einen Tipp? Viele Grüße, Anni |
|
|
|
|
|
#2 |
|
Berufsbetreuer
Registriert seit: 11.05.2009
Beiträge: 567
|
Hallo,
versuchs mal über die ev. Nachbarschaftshilfe. Auch gibt es gerade in ländlichen Gebieten oft ehrenamtliche Helfer. Über Kirchengemeinde oder Sozialstation zu erfahren. Viel Glück. Gruß Heiner |
|
|
|
|
|
#3 |
|
Forums-Geselle
Registriert seit: 18.01.2010
Ort: Nähe Stuttgart
Beiträge: 139
|
Hallo Heiner,
das mit der Sozialstation werde ich auf jeden Fall mal versuchen. Habe gerade mit der Hausärztin telefoniert, diese geht selbstverständlich davon aus, dass ich die Fahrt mit meinem (privaten) Pkw übernehme, das würden andere Betreuer auch machen. Sie hatte kein Verständnis dafür, dass ich dies ablehne. Wie haltet ihr das? Grüße, Anni |
|
|
|
|
|
#4 |
|
Berufsbetreuer
Registriert seit: 11.05.2009
Beiträge: 567
|
Hallo,
lehne ich grundsätzlich ab. Als Berufsbetreuer kein Versicherungsschutz beim Transport von Betreuten. Gehört auch nicht zum Aufgabenbereich. Gruß heiner |
|
|
|
|
|
#5 |
|
Forums-Geselle
Registriert seit: 18.01.2010
Ort: Nähe Stuttgart
Beiträge: 139
|
Hallo Heiner,
genau dies habe ich der Ärztin gesagt. Hat sie überhaupt nicht interessiert, dafür hat sie eindringlich an mein Gewissen appelliert... Macht mich schon ziemlich sauer sowas. Grüße, Anni |
|
|
|
|
|
#6 |
|
Admin/Dipl. Sozialarbeiter / Berufsbetreuer
Registriert seit: 15.01.2009
Ort: Hessen
Beiträge: 1,157
|
Hallo Anni,
ärgere dich nicht, manche Leute werden nie verstehen welche Aufgaben ein rechtlich Betreuer hat. Wenn die Ärztin so an das soziale Gewissen anderer Leute appeliert, dann kann sie ja ihre Sprechstundenhilfe schicken. Schönes Wochenende, Andreas
__________________
Die Nutzung der Suchfunktion verursacht weder kurz- noch langfristige Schäden , führt aber oft zu Erhöhung des Wissensstandes.
|
|
|
|
|
|
#7 | |
|
Admin
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 3,916
|
Hallo zusammen,
also das ist definitiv nicht richtig: Zitat:
Ich bin nicht für die Sprechstundenhilfe, ich finde eine gute Ärztin macht das natürlich selbst- da trägt man ja schliesslich Verantwortung ![]() Gruss Michaela
__________________
diese kommunikation wurde im rahmen der überwachungsgesetze auf ihre kosten dauerhaft gespeichert und wird jederzeit weltweit gegen sie verwendet werden. |
|
|
|
|
|
|
#8 |
|
Admin/Dipl. Sozialarbeiter / Berufsbetreuer
Registriert seit: 15.01.2009
Ort: Hessen
Beiträge: 1,157
|
Hallo Anni,
hast du schon eine Pflegestufe beantragt? Falls sie zusätzliche Betreuungsleistungen bekommen würde dann könnte damit ein Begleitdienst finanziert werden. Gruß, Andreas
__________________
Die Nutzung der Suchfunktion verursacht weder kurz- noch langfristige Schäden , führt aber oft zu Erhöhung des Wissensstandes.
|
|
|
|
|
|
#9 |
|
Admin
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 1,590
|
Hallo Anni
Bei allen Antworten fehlt mir bisher die Möglichkeit eines Antrages ans Sozialamt wg. "Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft". Da gehören auch begleitete Arztfahrten dazu, wenn jemand nicht in der Lage ist, diese allein zu schaffen. Das Ganze geht notfalls auch über das "persönliche Budget". Wenn sie bei ihrer kleinen Rente Anspruch auf Wohngeld hat, sollte das Sozialamt auch dafür in der Pflicht stehen. MfG Imre
__________________
Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
|
|
|
|
|
#10 |
|
Berufsbetreuer
Registriert seit: 11.05.2009
Beiträge: 567
|
@
michaela mohr Wenn man wie ich, einen PKW als Betriebsfahrzeug hat und Personentransporte im Rahmen der Berufsausübung tätigt, braucht man eine extra Versicherung. Ansonsten haftet der Betrieb. So die Auskunft der Versicherung und auch meiner Betreuungsbehörde. Gruß Heiner |
|
|
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|