Dies ist ein Beitrag zum Thema Postbank kürzt Dispo aufgrund Betreuung im Unterforum Rechtsfragen im Rahmen des Betreuungsrechts , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Die Postbank kürzte den eingeräumten und voll ausgeschöpften Dispositionskredit eines Betreuten auf 2000 €, nachdem die Betreuung bekannt wurde. Grund ...
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#1 |
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Berufsbetreuerin
Registriert seit: 29.03.2010
Beiträge: 533
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Die Postbank kürzte den eingeräumten und voll ausgeschöpften Dispositionskredit eines Betreuten auf 2000 €, nachdem die Betreuung bekannt wurde. Grund war einzig und allein die Einrichtung der Betreuung, welche ich pflichtgemäß angezeigt hatte.
Es wurde die Löschung des gesamten Kreditrahmens angedroht, falls der Betreuer das zugesandte Papier nicht unterschreibe und zurücksende. Die gesetzte Frist betrug etwa 8 Wochen. Falls der Kredit nicht sofort im gewünschten Rahmen zurückgeführt werden könne, sollte man schreiben oder anrufen. Ich sandte die unterschriebenen Papiere zurück, um die Streichung des Kredits zu vermeiden und teilte gleichzeitig mit, dass ein sofortiger Ausgleich nicht möglich sei. Schon zum nächsten 1. jedoch, 4 Wochen vor Ablauf der Frist, führte die Postbank den Dauerauftrag zur Mietüberweisung nicht aus, weil die Kürzung schon vorgenommen worden war. Ich faxte, ich telefonierte, ich ging in eine Filiale. Kein Ergebnis, ich wurde nur abgewimmelt. Die Bankberaterin konnte angeblich weder etwas tun noch einen Ansprechpartner nennen. Sie habe nur eine Faxnummer. Wenn sie da um Rückmeldung bitte, würde ich ganz schnell etwas hören. Nichts geschah. Ich reichte eine Vorstandsbeschwerde ein. Man ging schriftlich auf ein paar Nebensächlichkeiten ein, teilte jedoch in Bezug auf das Hauptproblem nur erneut mit, ich solle Hotline XY anrufen. Ich rief an. Man sagte mir, man könne nichts tun. Der Kredit sei ja schon gekürzt. Außerdem seien in Betreuungsfällen grundsätzlich nur 2000 € vorgesehen. Ich schrieb erneut an den Vorstand und wies darauf hin, dass ich entgegen der Versprechungen, über die Modalitäten der Rückführung könne verhandelt werden, erneut rundweg abgewiesen worden war. Außerdem machte ich auf die Diskriminierung von Behinderten aufmerksam, denn eine Betreuung wird ja aufgrund der Erkrankung/ Behinderung des Betroffenen eingerichtet und bei der Kürzung der Dispositionskredite wird allein an den Umstand der Betreuung angeknüpft. Der Betreute geriet in Zorn und hat inzwischen erreicht, dass die Betreuung aufgehoben wurde. Abgesehen davon, dass es ihm gesundheitlich heute sehr viel besser geht als vor einigen Monaten - Ich kann es ihm nicht verdenken, denn durch die Geschehnisse hat er tatsächlich Nachteile erlitten (natürlich war die Betreuung in anderer Hinsicht vorteilhaft, aber das steht für ihn heute nicht mehr im Fokus). Ich möchte die Sache nicht einfach hinnehmen. Zwar kann ich konkret für diesen Betreuten nichts mehr erreichen, aber m.E. hat sich die Postbank zu ihrem Vorgehen zu äußern Auch die pauschale Benachteiligung von Behinderten ist in meinen Augen nicht hinnehmbar. Hat jemand Erfahrungen mit der Problematik? |
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#2 |
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Volunteer
Registriert seit: 02.05.2009
Ort: Ruhrgebiet
Beiträge: 110
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Hallo Garfield,
ich kenne jetzt das Scoring deines Klienten und Kunden der Postbank, der unter Betreuung stand nicht, finde es aber schon sehr befremdend, daß der Dispo einfach ohne Rücksprache mit dem Kunden reduziert wurde. Anscheinend hat der Kundenbetreuer hier einen großen Ermessensspielraum. Das ganze spricht nicht für die Postbank. Ich würde deinem Klienten raten, das Kreditinstitut zu wechseln und ein Konto z.B. bei der Deutschen Bank oder Commerzbank zu eröffnen. Interessant ist auch die Norisbank als Tochter der Deutschen Bank, da Privatkonten hier gebührenfrei sind.
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LG Chrissi |
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#3 | |
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Admin
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 3,916
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Hallo zusammen,
Garfield hast Du meinen Postbankthread nicht gelesen? Finger weg von denen wenns ein bißchen komplizierter ist- und sonst auch. Das mit der Reduzierung auf 2000 Euro stimmt. Hatte ich auch schon bei einer Betreuten. Zitat:
Bei dem Sachverhalt hätte man nur die Bankverbindung wechseln können und den Dispo in Raten zurückführen. Gruss Michaela
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diese kommunikation wurde im rahmen der überwachungsgesetze auf ihre kosten dauerhaft gespeichert und wird jederzeit weltweit gegen sie verwendet werden. |
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#4 |
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Berufsbetreuerin
Registriert seit: 29.03.2010
Beiträge: 533
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Hallo Michaela,
ich habe deinen Thread gelesen und fand's fürchterlich. Die Bankverbindung zu wechseln ist aber nicht so einfach. Hier macht das längst nicht jeder Rechtspfleger mit, da kommt dann (selbst bei dementen Heimbewohnern) das Argument, dass es deren Wille war, das Konto dort zu führen. In diesem Falle wollte der B. bei der Postbank bleiben. Auch eine Reduzierung der Schuld hätte ich grundsätzlich für vernünftig gehalten. Schließlich zahlte er ja kräftig Zinsen dafür. Aber so wie es durchgeführt wurde, ist es ein Ding der Unmöglichkeit. Man kann nicht Knall auf Fall den Dispo kürzen (sogar Wochen früher als angekündigt), immer wieder schreiben: Rede mit uns, wir finden eine Lösung und diese dann verweigern, weil es in solchen Fällen immer so gemacht würde. Das ist in meinen Fällen eindeutig diskriminierend, denn die Begründung lautet ja letztendlich: Eine Rückfürhrung in Raten wird nicht gestattet, weil der Betreute behindet ist. Das machen wir halt immer so. GG |
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#5 | |
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Admin
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 3,916
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Zitat:
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#6 |
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ehrenamtliche Betreuerin
Registriert seit: 14.04.2009
Beiträge: 163
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Grüßt Euch,
lese gerade Euren Thread, und bin erstaunt, Banken hierzulande streichen sofort den Dispo. Kein Dispo für Menschen unter Betreuung. Leidiges Thema, habe mich schon mehrmals mit den Bankleuten angelegt, leider bis heute vergebens. Genau das Argument, der Diskriminierung habe ich auch vorgebracht. Habe allerdings noch keinen Betreuten gehabt, der den Dispo ausgeschöpft hat. Aber es ist schon unangenehm wenn eine Abbuchung wegen 2€ Überziehung zurückgewiesen wird. Gruß NaDa |
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#7 | |
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Berufsbetreuerin
Registriert seit: 29.03.2010
Beiträge: 533
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Zitat:
Aber der hungernde Betreute ist kaum ein Argument. Woanders kriegt er unter diesen Voraussetzungen doch gar nicht erst 'nen Dispo. Wenn dieser B. wechseln würde, hätte er statt des "nur" weiterhin überzogenen Dispo auch noch Schulden am Hals, die er nicht ausgleichen kann und die alsbald als Titel weiterleben würden. Auch die anderen verhungern nicht. Es gibt nur massenhaft Ärger. |
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#8 | |
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Admin
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 3,916
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Zitat:
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#9 |
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Admin
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 1,590
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Moin moin
Ich dachte Betreutenkonten seien grundsätzlich als Guthabenkonten zu führen? Also eigentlich kein Dispo - und wenn es schon im Minus ist, dann heißt es zusehen, dass sich das ändert... Ansonsten: Postbank! Ist alles schon dazu gesagt worden. Vielleicht noch: Bei Betreutenkonten ist die Postbank so gern gesehen, wie Hämorriden bei einem Motorradurlaub! MfG Imre
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Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
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