Dies ist ein Beitrag zum Thema Wie leite ich das Geld weiter? im Unterforum Rechtsfragen im Rahmen des Betreuungsrechts , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Liebe Teilnehmer,
ich lege immer sehr viel Wert darauf, die finanzielle Versorgung (z.B. Taschengeld) schnellstmöglich zu regeln, um mich nicht ...
|
|||||||
| Registrieren | Hilfe | Benutzerliste | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
|
|
#1 |
|
Forums-Geselle
Registriert seit: 14.09.2010
Ort: Ludwigsburg
Beiträge: 128
|
Liebe Teilnehmer,
ich lege immer sehr viel Wert darauf, die finanzielle Versorgung (z.B. Taschengeld) schnellstmöglich zu regeln, um mich nicht zu regelmäßigen Geldbotengängen zu verpflichten. Nun habe ich einen Betreuten übernommen (nach 4 Monaten kam es bereits zum Betreuerwechsel), der noch kein Konto besitzt und es auch offen ist, ob er eines überhaupt erhält. Bis Jahresende ist er noch in einem geschützten Bereich untergebracht, ab Beginn nächsten Jahres ist noch völlig offen wo er hingehen kann. Wie organisiere ich nun am besten die finanzielle Versorgung? Ich möchte ihn nicht zu mir heim holen, um ihm Geld auszubezahlen. Mit Geld kann er sowieso überhaupt nicht umgehen (Eiwi), er bräuchte also viele kleine Auszahlungsraten. Das Hauptproblem aber: wohin soll das Alg II und das Kindergeld hin überwiesen werden? Ich möchte es nicht auf mein Konto transferieren. Habt Ihr Tipps? Schöne Grüße Klima |
|
|
|
|
|
#2 |
|
Stammgast
Registriert seit: 29.12.2010
Ort: OWL
Beiträge: 512
|
Moin,
auf Dein privates Konto solltest Du es auf keinen Fall überweisen lassen, da bekommst Stress mit dem RP! Mit dem Konto ist es Deine Entscheidung, ob Du es anlegst oder nicht - die Banken müssen und nehmen halt Genühren dafür. Ich würde auf jeden Fall ein Konto anlegen, dann kannst Du Schecks ausstellen und die Ausgabe deligieren, zB an Sozialdienste, Beratusstellen etc. und so bleibt der Aufwand gering. Wenn Du keine passenden Stellen hast, dann wäre es am besten wenn Dein Jobcenter kooperativ ist. Dort kannst Du vereinbaren, dass sich Dein Klient wöchentliche Schecks abholen darf und der Rest geht auf Konto. Diese Modelle finde ich am besten, gibt aber sicher noch zich andere Varianten ![]() Grüße! Geändert von gonzo (11.12.2011 um 19:51 Uhr) |
|
|
|
|
|
#3 |
|
Admin
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 1,590
|
Moin Klima
Variante 1: Ein Konto auf den Namen des Betreuten anlegen und alles Geld darauf gehen lassen. Variante 2: Will keine Bank ein Konto eröffenen (kann schon mal vorkommen, wenn man einen bekannten Bankräuber betreut...), dann die Gelder per Bar-Scheck zusenden lassen und einlösen. Die Weitergabe des Geldes an den Betreuten kannst du über Betreutes Wohnen organisieren. Wenn der Betreute sowieso schon in einer geschützten Umgebung wohnt (Heim oder BW), dann kannst Du das Geld den Wohnbetreuern geben, die es dann weiterleiten und mit Dir abrechnen. Schon muss der Betreute nicht bei Dir zu Hause auflaufen. MfG Imre
__________________
Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
|
|
|
|
|
#4 |
|
Forums-Geselle
Registriert seit: 18.01.2010
Ort: Nähe Stuttgart
Beiträge: 139
|
Hallo,
ich habe ähnliche Probleme wie Klima mit der Geldauszahlung und zwar bei Betreuten, die in der eigenen Wohnung leben, aber sich das Geld kaum über ein bis zwei Wochen einteilen können, was zu regelmäßigen Anrufen führt (nach dem Motto: Wie können Sie eine arme alte Frau ohne Geld sitzen lassen...Ich habe nichts mehr zu essen zu Hause und das Geld kommt erst am Montag...). In einem Fall (die Betreute ist sehr schlecht zu Fuß und schafft es nicht alleine zur Bank) käme nur der Pflegedienst oder die Einkaufshilfe von der Sozialstation in Frage, um das Geld auszuzahlen, aber ob das wohl klappt...? Hat damit einer Erfahrungen? In dem anderen Fall gibt es keinen Pflegedienst, das Geld geht eben innerhalb weniger Tage u.a. für übermäßig Alkoholkonsum drauf. Was tut man da? Grüße Anni |
|
|
|
|
|
#5 |
|
Stammgast
Registriert seit: 29.12.2010
Ort: OWL
Beiträge: 512
|
Moin,
bekommt der Klient der das versäuft Hilfen zur Pflege bzw. hat ne Stufe? Dann gäbs es den Leistungskomplex Einkaufen, bei dem Du das Geldholen unterbringen kannst. Ansonsten den Klassiker mit Sparbuch und wöchentlichen Überweisungen, dann gibts erst nen Spaziergang eh es was zu trinken gibt Wenn es bei einem bereits Einkaufshilfen gibt, kannst die einspannen. Ich habe es bei einem so gemacht, dass ich 4 Schecks pro Monat ausgegeben habe, die die dann eingelöst haben um den Einkauf zu bezahlen, und das Restgeld ging an ihn. Hab mir die gesamte Schecksumme vom Pflegedienst quittieren lassen und 4 Quittungen für ihn fertig gemacht, die er dann für den Pflegedienst unterschrieben hat - ende des Monats wurden dann Quittungen getauscht. Grüße! |
|
|
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|