Dies ist ein Beitrag zum Thema Weiterbildung im Unterforum Situation der Betreuer/innen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hallo,
da ich im Prinzip bei Null anfangen muss, wäre meine Frage, ob es sinnvoll ist, mit einem Seminar zu ...
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#1 |
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Neuer Gast
Registriert seit: 25.02.2010
Beiträge: 2
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Hallo,
da ich im Prinzip bei Null anfangen muss, wäre meine Frage, ob es sinnvoll ist, mit einem Seminar zu beginnen. Im Internet gibt es da ja einiges, z.B., vielleicht kennt das ja jemand von Euch, das Weinsberger Forum. Die bieten ein Seminar mit fünf Modulen für ca. 2000 €. Ist sowas generell zum Einstieg zu empfehlen oder sollte man eher davon absehen? Nur, wie sonst den Einstieg finden? Vielleicht hat ja auch jemand Empfehlungen bezüglich eines Seminaranbieters. Für jegliche Hilfe wäre ich sehr dankbar. Ansonsten noch einen schönen 1. Mai Grüße Andreas |
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#2 |
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Berufsbetreuerin / Rechtsanwältin
Registriert seit: 01.04.2009
Beiträge: 528
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Kommt darauf an, wo Null anfängt.
Wie gut die Kurse sind, kann ich nicht beurteilen. Wenn alles notwendige Wissen fehlt, mag ein solcher Kurs ganz gut sein. Mein Ansatz wäre eher, mir die Grundkenntnisse zunächst anzulesen und dann zu versuchen, Kontakt mit ein paar erfahreneren Betreuern zu finden, die sich vielleicht von Zeit zu Zeit treffen und bereit sind, einen Berufsneuling aufzunehmen. Ich habe mit einer Ergänzungsbetreuung angefangen, bin dann durch den Hauptbetreuer in dieser Sache in eine kleine Arbeitsgruppe gekommen, wo ich mal Urlaubsvertretung gemacht habe, und habe dann durch Empfehlung der als Verfahrenspfleger tätigen Gruppenmitglieder die ersten eigenen Betreuungen bekommen. Ich fand es besonders am Anfang wichtig, ein Netzwerk zu haben mit Leuten, die ich fragen konnte, wenn etwas unklar war oder die in der Arbeitsgruppe erzählte, welche Probleme sich ihnen bei neuen Betreuungen stellten und wie sie bestimmte Probleme gelöst haben. |
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#3 |
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Berufsbetreuer / Verfahrenspfleger
Registriert seit: 16.03.2010
Beiträge: 894
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Hallo Robert
Da kann ich Ronja nur zustimmen. Der Job ist eher "learning by doing", als so was wie´n Ausbildungs-Event. Sicher man brauch n paar juristische Grundkenntnisse. Ich hab mir den Praxiskommentar von Dodegge/Roth gekauft und mit einen erfahrenen Berufsbetreuer als Mentor gesucht. Alles andere haben mir die Gerichte und Betreuungsbehörden beigebracht. Ich bin nirgendwo auf jemanden gestoßen, der mich hat hängen lassen. Meine erste Unterbringung hab ich allein gemacht - nach 5 Monaten im Job (davon 4 im Ehrenamt) - mit allem Tamtam. Polizei, Notarzt usw.. Der Richter konnte nicht kommen, hat mir vorher alles gesagt, was zu beachten war und das wars. Dir werden auch die Behörden und Sozialämter helfen. Pass dort aber auf. Es wird dir schnell mal was zur Erledigung "untergejubelt", was garnicht dein Job ist - unter der Ägide: "Mitwirkungspflicht". Wenn du ein paar Monate im Job steckst, wirst du erst merken, wo dir die Kenntnisse fehlen und kannst dann viel besser die Module suchen, die du noch brauchst. ... und letztlich gibt es dieses Forum. Als Grundstock, aus meiner heutigen Sicht, ist folgendes Wissen dringend nötig: - was beinhalten die Aufgabenkreise (sie begründen deine Vertretungsbefugnis - überschreite diese niemals) - welche Rechtshandlungen sind durch das Betreuungsgericht genehmigungspflichtig (z.B. Wohnungsauflösungen oder Genehmigung einer Beinamputationen) - welche Meldepflichten habe ich ans Gericht (Aufenthaltswechsel, Berichtspflichten) Alles andere lernt man schnell in der Arbeit. Ich wünsch dir viel Glück. Gr. Rudi
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"Wenn jeder akzeptiert, was ich tue, mache ich irgendwas falsch!" |
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#4 | |
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Forums-Azubi
Registriert seit: 20.02.2010
Ort: Dorsten
Beiträge: 40
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Guten Tag,
Zitat:
Betreuer/innen-Weiterbildung und Betreuungsbüro Uwe Fillsack - Betreuungen|Beratungen|Seminare Dort habe ich selbst ein Seminar besucht. Die Erkenntnisse konnte ich auch gut umsetzen und ersparte mir damit spätere Korrekturen. Es gilt:"Nichts hält sich so lange wie provisorische Lösungen"! weiss Gerd -- |
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#5 |
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Ehrenamtlicher Betreuer
Registriert seit: 28.03.2008
Ort: NRW
Beiträge: 2,098
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Hallo Andreas,
in Deiner Vorstellung hast Du beschrieben, daß Du noch keine Betreuungen führst, Dich aber möglicherweise als Berufsbetreuer selbständig machen möchtest. Warum übernimmst Du nicht zunächst einmal Betreuungen in ehrenamtlicher Form? Dann kannst Du Dich an einen Betreuungsverein anhängen und dort vielleicht auch mal hospitieren. Als Ehrenamtler bekommt man auch nicht die "schwierigen" Fälle, so daß man zunächst mal antesten kann, ob es zu "mehr" reicht. Gruß Kohlenklau
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Ich trinke nur an Tagen, die auf 'g' enden, und mittwochs They tried to make me go to rehab, but I say no - no - no (Amy Winehouse) |
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