Dies ist ein Beitrag zum Thema Veröffentlichung persönlicher Daten im Unterforum Situation der Betreuer/innen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Guten Morgen!!!
habe eine (für mich) etwas heikle Frage in eigener Sache und mache mir darüber (obwohl eher "nebensächlich") doch ...
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Gast
Beiträge: n/a
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Guten Morgen!!!
habe eine (für mich) etwas heikle Frage in eigener Sache und mache mir darüber (obwohl eher "nebensächlich") doch zunehmende Gedanken. Bisschen unangenehm, aber wir sind hier ja wunderbar anonym... ![]() Hatte mal vor einigen Jahren einen Stalker am Hals (f. so insgesamt drei Jahre), war nicht soooo schön.... Nun ist der Kerl leider vor wenigen Monaten wieder aufgetaucht. Wegen diverser Umzüge hatte er meine Adresse nicht mehr und konnte dann "nur" meine Familie mal wieder belästigen ![]() Angeblich war er zwischenzeitlich im Ausland (oder wo auch immer) Habe also ganz schnell wieder meine Daten aus den Einwohnermeldeverzeichnissen löschen (oder sperren) lassen + es ist auch nichts weiter passiert. Nun mache ich mir aber halt Gedanken, wie es sein wird, wenn es klappt mit der Berufsbetreuung...+ daher also die Frage: 1. Ist es denn längerfristig möglich zu arbeiten, ohne das persönliche Daten (Adresse, Tel.nummern) in öffentlichen Verzeichnissen oder Netz auftauchen??? Ich gehe zwar davon aus, dass eine Homepage nicht wirklich erforderlich ist. Aber die Einträge sind doch letztlich vermutlich unvermeidbar? Ich google ja selbst häufig einen Ärzt oder Betreuer schnell mal im Netz, weil ich zu faul bin die Akte aus dem Regal zu ziehen.... Ist diese Einschätzung richtig??? 2. Eine Namensänderung wird bei Behörden oder Richtern doch sicherlich sehr schräg ankommen, oder???? Die fragen dann evtl. noch was das soll + erklären möchte ich das eigentlich auch nicht...(Dann haben sie mich am Ende als DIE Betreuerin mit dem Stalkerproblem im Kopf, na toll...) In meinem Umfeld finden fast alle die Idee mit der Namensänderung übertrieben. Das geht dann in die Richtung: mach dich nicht verrückt, das ist doch jetzt erledigt, der wird wahrscheinlich doch gar nicht mehr auftauchen.... Aber "wahrscheinlich" fühlt sich eben einfach nicht so besonders gut an.... Klar, ich kanns drauf ankommen lassen. Aber die Aussicht, was dann im Fall des Falles alles notwenig ist (Telnr.ändern, Gang zum RA / Polizei oder ähnlich) + natürlich der persönliche Stress finde ich nicht toll und würde mir halt gerne schon im Vorfeld eine gute Lösung überlegen. Ist es eine fifty-fifty-Angelegenheit (d.h. sowohl Namensänderung, als auch die Vermeidung pers. Daten zu veröffentlichen) und somit gleichermaßen mit Nachteilen behaftet? Grad eure Einschätzung zu der Datenveröffentlichung würde mich interessieren. Grüße!!!
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Berufsbetreuer / Verfahrenspfleger
Registriert seit: 24.10.2009
Beiträge: 911
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Zitat:
Da ist halt ein externes Büro eine sehr angenehme Sache - die Daten können problemlos veröffentlicht und herausgegeben werden, weil: Da kann gerne die halbe Stadt spät nachts anrufen und klingeln - ich bin weit weg. ![]() Zitat:
Es gibt doch mittlerweile diesen sog. "Stalking-Paragraphen" - ich würde ggf. schlichtweg Strafanzeige erstatten und ggf. eine einstweilige Verfügung erwirken, dass der sich mir und meiner Familie nicht nähern darf. Du bist hoffentlich ja rechtsschutzversichert - da könntest Du mal um Beratung ersuchen. Dieser Weg ist m. E. doch deutlich weniger aufwändig oder "stressig", als die anderen Optionen.
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#3 | |
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"Räuberbraut"
Registriert seit: 17.07.2009
Beiträge: 779
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hi annatevka,
ich meine (ohne mir da wirklich ein urteil erlauben zu können) als berufsbetreuerin gibt es keinen besonderes wichtigen grund, öffentlich im telefonbuch/internet zu erscheinen. du kriegst deine aufträge nicht über aquise, sondern vom amt. die haben sowieso deine daten. deine kunden kriegen ne visitenkarte oder nen telefonaufkleber. ärzte, heime ebenso... sollen sie sehen, dass sie ihre unterlagen beieinander haben. du bist nicht für deren annehmlichkeiten verantwortlich. so würde ich das sehen. wenn einer muckt: du hast private gründe, keinen eintrag zu machen. fertig. das sollte heute durchaus verstanden werden, hintergründe gehen niemanden was an. (das muss man aber auch selber klar haben. man ist nciht mehr das opfer, was sich irgendwo zu rechtfertigen hat, sondern du bist jetzt in der bestimmerinnen-position. du sagst, es gibt keine öffentlichen einträge. fertig! das ist deine persönliche angelegenheit, da hat keiner was dran zu meckern.) wegen namanesänderung...: ich würde das erst mal sehr gut zu ende denken... würdest du wirklich einen anderen namen haben wollen? ich hab auch mal überlegt. mir ist aber aufgegangen, dass das keine kleinigkeit ist, etwas aufzugeben, was eine art persönlicher identität entspricht. ich hab mich dagegen entschieden, weil ich nicht einsehe aufgrund von kompletten idioten, meine eigene identität zu verleugnen. mein name, das bin ich (jedenfalls die letzten 40 jahre), mit allem, was da so zu gehört, dem mist, aber auch allen besonderen eigenschaften, die ich mit diesem namen verbinde... ich wollte den dann nicht einfach so austauschen, gegen irgend einen anderen.... das wäre dann nicht mehr richtig ich gewesen. bei heirat ist es was anderes, denke ich. da nimmst du einen namen an, der mit (sollte jedenfalls so sein) einer ganz besonderen liebe zusammenhängt. da gibst du zwar auch was auf aber du kriegst was neues, sehr besonderes dafür zurück... der unterschied ist, dass das motiv der änderung ein wirklich total gegengesetzes ist: bei der heirat ist es liebe, bei der stalking-änderung ist es angst. ich meine, handlungen aus angst, machen in den wenigsten fällen glücklich... das muss aber jede selber entscheiden. außerdem meine ich, durch eine namensänderung ist man nicht automatisch sämtliche probleme los. wenn dich jemand finden will, findet er dich auch. es sei denn, du brichst sämtliche und damit meine ich dein kplt. früheres leben ab. familie, freunde, ärzte.... alles, von dem der stalker auch nur im entferntesten wissen könnte.... das ist es nicht wert, meine ich. wegen auskunftssperre: wenn du nicht nur innerhalb einer gemeinde umgezogen bist, solltest du vor allem dort sperren lassen, wo du früher gewohnt hast, also die städte, die der stalker noch kennen könnte. wenn dort keine sperre drin ist, geben sie ahnungslos die neuen daten raus, die haben die nämlich auch. von der neuen gemeinde, werden die alten gemeinden grundsätzlich nicht informiert. straßenverkehrsamt sollte u.u. auch gesperrt werden (das geht allerdings nur, wenn ne anzeige vorliegt), sonst ist es leicht dich über ein kennzeichen zu finden. je nachdem, was da aktuell vorliegt, halte ich einstweilige verfügung auch für ne gute möglichkeit. Zitat:
![]() gruß, zeiten
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10.11.2010: meiner bitte auf löschung meines accounts wurde leider nicht entsprochen. Geändert von zeiten (19.09.2010 um 14:37 Uhr) |
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#4 | |||||
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Gast
Beiträge: n/a
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Hallo + danke euch für die Tips!
Gut zu wissen, dass ihr denkt es geht auch ohne Veröffentlichung. Möchte natürlich alles möglichst perfekt / professionell machen, aber da sind vermutlich die Rahmenbedingungen eher nachrangig... ![]() Zitat:
Zitat:
Zitat:
![]() Zitat:
Zitat:
![]() Aber gut, das läuft ja eh alles langsam an und ich teste das halt aus ohne die Veröffentlichung. Streich ich den Mist jetzt erstmal wieder aus dem Kopf + konzentrier mich auf die wirklich wichtigen Dinge ![]() Grüße!!!
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#5 |
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Forums-Azubi
Registriert seit: 05.07.2007
Ort: Oldenburg
Beiträge: 31
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Hallo, vielleicht noch einmal einige kurze Anmerkungen dazu:
Ich habe meine Adresse + Privattelefonnummer aus den Telefonbüchern usw. streichen lassen und finde das auch sehr sinnvoll. Zu Anfang meiner Betreuertätigkeit hatte ich nämlich häufig zu allen möglichen Zeiten Anrufe von Betreuten auf meiner Privatnummer, obwohl ich bereits eine Dienstnummer hatte. Das kommt nun kaum noch vor. Glücklicherweise! Mit der Adresse (wenn Du kein externes Büro hast) ist das so eine Sache. Zwischenzeitlich habe ich mal überlegt, mir ein Postfach zuzulegen. Das hat jedoch den Nachteil, dass Du Deine Post dort selber abholen, oder einen kostenpflichtigen Postdienst beauftragen musst, Dir die Post zu bringen. außerdem geht dann auch die private Post an diese Adresse, auch wenn der Absender nicht die Postfachnummer, sondern die richtige Adresse auf den Brief schreibt! Das fand ich dann doch ziemlich ungünstig. Nun habe ich das Glück in einem anderen Landkreis zu arbeiten, als das ich wohne, so dass die Betreuten die ja zwangsläufig meine Adresse haben (steht auf dem Beschluss) normalerweise nicht auf die Idee kommen, hier vor der Tür zu stehen. Ich denke trotzdem manchmal an Einrichtung eines Postfaches. Aber ich denke, dass muss jeder selbst entscheiden. Zu dem Thema Namensänderung kann ich nicht viel Sagen, finde ich aber übertrieben. Gruß piet |
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#6 |
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Admin
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 1,590
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Moin Moin
Ich muss doch meinen Senf auch noch dazugeben... Ein Büro ausserhalb der Wohnung ist natürlich super. Die Büroadresse angeben und auch im Telefonbuch zu veröffentlichen halte ich für sinnvoll und professionell. Dadurch habe ich auch kein Problem in Gerichtsprozessen die Büroadresse als meine gerichtsfähige Adresse anzugeben. (Sonst rutscht gerade bei irgendwelchen Verfahren, die ich als Betreuer anleier, womöglich auch noch meine Privatadresse in die Unterlagen, die der böse böse Prozessgegner ganz bestimmt nicht haben soll!!!) Ich halte es aber auch für Professionell einen Stalker genauso wie einen duchgeknallten und aggressiven Angehörigen oder Betreuten kompromisslos von der Polizei abräumen zu lassen, wenn er oder sie sich nicht benehmen kann. Hausverbote und Strafanzeigen gehören auch dazu, selbst wenn man dadurch notfalls gezwungen sein sollte, die Betreuung abzugeben. Hierfür sollte allerdings schon ein heftiges Vergehen vorliegen. Im Bürgerbüro kann man die Bekanntgabe der Privatadresse sperren lassen. Da gibt es unterschiedliche Sperren. Die Sperren, die man jederzeit hinbekommt sind schon recht weitreichend. Falls man aber eine Totalsperre durchsetzen will, muss schon ein besonderer Grund vorliegen. Ein Stalker, der einen schon mal verfolgt hat und jetzt wieder in der Nähe ist, dürfte durchaus ausreichen - man muss aber auch den Nachweis führen, das und was da schon gelaufen ist und dass er wieder da ist. Viel Glück wünscht Imre
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Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
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#7 |
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Gast
Beiträge: n/a
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Klar ist es eine gute Idee mit dem Büro!
Vermutlich aber ja erst mittel- oder längerfristig umsetzbar, da ich vermutlich meine finanziellen Puffer zunächst mal für die offenbar längere "Einstiegsphase" nutzen muss. Selbst wenn mit Büro dann nur diese Daten veröffentlicht sind, graut mir halt schon jetzt vor Telefonterror + Stalking vorm Büro usw. Und die rechtlichen Schritte (die ja jetzt leichter sind als früher) + das ganze Szenario (vor allem das!) würde ich mir sehr, sehr gerne schon im Vorfeld ersparen... Das klappt ja wie gesagt ganz gut, halt ohne Veröffentlichung jeglicher Daten, weil es bei meinem aktuellen Job gar nicht erforderlich ist. @Imre: Die Sperrung übers Meldeamt läuft + ist auch recht umfassend, d.h. im Moment habe ich ja tatsächlich kein Problem. Danke euch in jedem Fall nochmal für die Tips! Grüße!!!
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#8 |
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Gast
Beiträge: n/a
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Nette Idee....
![]() ...die Runde geht also auf mich... !!! Prösterchen!!! ![]() (Hat jetzt wahrlich nix mit dem Beitrag zu tun...eher mit der "Nutzerbezeichnung") Mal schauen, ob sie jetzt wieder weg ist???????????????? |
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#9 |
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Rechtsanwältin/Berufsbetreuerin
Registriert seit: 25.07.2008
Beiträge: 153
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Hallo Annatevka,
von mir noch kurz Senf zur Namensänderung: dass dies merkwürdig rüberkommt glaube ich eigentlich nicht. Würde sogar fast darauf wetten, dass keiner fragt, meist geht man eben von Heirat, Scheidung oder sonstigen familiären Änderungen aus. Ob es sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt, hier würde ich mich meinen Vorrednern anschließen, wenn Dich jemand finden will, wird die Namensänderung dies sicher nicht verhindern. Die Daten nicht zu veröffentlichen ist da bestimmt zweckmäßiger, wir haben hier auch so einige Kollegen, die im Telefonbuch -aus welchen Gründen auch immer- nicht zu finden sind. Jedenfalls wünsche ich Dir, dass Du den nun endgültig los bist. LG rorikae |
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