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Hallo allerseits! Ich will mal kurz meine Ausgangslage schildern, damit sich nicht ganz so viele Fragen bei euch aufwerfen: Ich ...


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Alt 11.02.2011, 17:01   #1
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Registriert seit: 11.02.2011
Beiträge: 6
Ausrufezeichen Einstieg Betreuung

Hallo allerseits!

Ich will mal kurz meine Ausgangslage schildern, damit sich nicht ganz so viele Fragen bei euch aufwerfen:

Ich bin 24 Jahre und im März/April beende ich mein Studium (schreibe gerade meine Bachelorarbeit). Ich habe Wirtschaftsrecht studiert, das heißt ich habe Kenntnisse im allg. Zivilrecht, Erb- und Familienrecht, Verwaltungsrecht, öffentliches Recht, Arbeits- und Sozialrecht, Steuerrecht, Insolvenzrecht, Buchhaltung, BWL, etc. (Studienschwerpunkte: Arbeits- und Sozialrecht und Insolvenzrecht). Während des Studiums (und auch jetzt noch) arbeite ich in einer Rechtsanwaltskanzlei. Dort bearbeite ich allein das Referat Zwangsvollstreckung.
Eines Tages kam eine Mandantin, die Berufsbetreuerin ist zur Beratung und nach dem Gespräch habe ich mich über den Beruf informiert. Ich möchte mich gerne als ehrenamtlicher Betreuer bewerben, um dies vielleicht später (wenn ich genug Erfahrung gesammelt habe) beruflich auszuüben.

Nun meine Fragen:

Gibt es ein (ungeschriebenes) Mindestalter, um Betreuer zu werden oder überhaupt in Betracht gezogen zu werden?

Ist meine Studienrichtung hinderlich (die Art der Fächer)?

Ich danke schon mal im Voraus allen, die mir (hoffentlich!!!) antworten!
Isabell ist offline  
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Alt 11.02.2011, 18:28   #2
Admin
 
Benutzerbild von michaela mohr
 
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 3,916
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Hallo Isabell,

herzlich Willkommen erst mal bei uns
Und zu Deinen Fragen: Nein, ein gesetzlich vorgeschriebenes Mindestalter gibt es nicht wobei ein 18jähriger der gerne Berufsbetreuer werden möchte sicher mit grosser Skepsis zu rechnen hätte.

Deine Fächerkombination ist doch prima und passt, damit liegst Du voll im Trend, um es mal etwas flappsiger auszudrücken.

Grüsse Michaela
__________________
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michaela mohr ist offline  
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Alt 13.02.2011, 10:13   #3
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Beiträge: 6
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Vielen Dank für die Willkommensgrüße und die schnelle Antwort Michaela!
Isabell ist offline  
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Alt 13.02.2011, 21:59   #4
Einsteiger
 
Registriert seit: 05.02.2011
Ort: Stendal
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Hallo Isabelle,

ich bin selbst Betreute und konnte mir zumindest so in der Art aussuchen welche Bertreuerin ich haben möchte.

Ich persönlich bin der Meinung etwas "Lebenserfahrung" sollte ein Betreuer mitbringen.

Es soll jetzt kein Vorurteil sein , aber mir ist es immer wieder unter gekommen das leider die jungen Frauen die gerade aus dem Studium kommen denken sie würden mit "ihrem Wissen" drei Stufen über mir stehen.

Aber die Idee mit den ehrenamtlichen Betreuungen finde ich gut, weil dadurch kannst du sicher Erfahrungen sammeln ob es Dir überhaupt liegt dich mit Betreuten, Behörden und sozialen Einrichtungen auseinandersetzen.

Oder versuche doch einfach mal bei Berufsbetreuern Paraktikas zu sammeln ich denke das ist noch der beste Weg um rauszufinden ob es Dir liegt.
marylou06481 ist offline  
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Alt 14.02.2011, 22:43   #5
Volunteer
 
Benutzerbild von Chrissi
 
Registriert seit: 02.05.2009
Ort: Ruhrgebiet
Beiträge: 110
Standard Einstieg Betreuung

Hallo Marylou0681,

fachliche und charakterliche Eignung sollte im Vordergrund stehen.
Eine gewisse Lebenserfahrung ist allerdings auch nicht verkehrt, um als Betreuer tätig zu sein.
Gegen eine junge Frau, die aus gerade aus dem Studium kommt, hätte ich als Betreuerin auch nichts einzuwenden.
Denn diese jungen Frauen bringen neue Ideen mit und sind meist sehr motiviert.
__________________
LG
Chrissi
Chrissi ist offline  
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Alt 17.02.2011, 16:23   #6
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Registriert seit: 11.02.2011
Beiträge: 6
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Hallo Interessierte !

Heute habe ich bei der Betreuungsbehörde angerufen und nachgefragt, ob denn überhaupt Bedarf besteht. Sie sagte, es werden bei uns hauptsächlich Betreuer aus dem Familienkreis herangezogen, aber hin und wieder auch ehrenamtliche Betreuer. Im Allgemeinen gäbe es wohl eine große Konkurrenz unter den Berufsbetreuern. Wie auch immer, sie sagte ich solle ihr auf jeden Fall eine Bewerbung schicken, damit wir einen Termin zum persönlichen Kennenlernen ausmachen können. Also feile ich schon fleißig an meiner Bewerbung!

@ marylou06481:

Das du Betreuer mit "Lebenserfahrung" bevorzugst, kann ich gut nachvollziehen. Aber ich glaube, man sollte nicht alle "jungen" Leute über einen Kamm scheren. Ich bin 24 und habe seit meinem 14. Lebensjahr alles allein regeln müssen (Schule; Jobs nebenbei, um Taschengeld zu verdienen; Studium, etc.). Außerdem will ich mit meinem Wissen nicht über den Betreuten stehen, ich will ihnen damit helfen! Ich denke auch (aus der Sicht eines Betreuten - für mich wäre sicherlich keiner gut genug ), dass es schwer ist, sich mit dieser Situation abzufinden (erstmal). Aber der Gedanke, dass man jemanden unter die Arme greift, damit er sein Leben wieder nach seinen eigenen Vorstellungen verbringen kann oder, dass man jemanden hilft, der sonst niemanden hat, der ihm in einer schweren (oder der schwersten) Zeit hilft, erfüllt mich. Hört sich vielleicht kitschig an, aber ich weiß, dass viele in solch einer Notlage nicht mehr weiter wissen und lieber ignorieren.

Damit wollte ich dir natürlich nichts unterstellen, denn ich kenn dich ja nicht und weiß nicht, was du durchgemacht hast.
Isabell ist offline  
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Alt 19.02.2011, 14:38   #7
Volunteer
 
Benutzerbild von Chrissi
 
Registriert seit: 02.05.2009
Ort: Ruhrgebiet
Beiträge: 110
Standard Hallo zusammen

Hallo zusammen,
da kann ich Isabell nur voll uns ganz zustimmen.
Betreuung aus dem Familienkreis halte ich für problematisch und käme für mich nicht infrage.
Eine junge, studierte Betreuerin finde ich dagegen für die Arbeit ideal geeignet. Ein gewisses Mindestalter von ca. 28 Jahren wäre auch gut. Dies sind für mich schon reife Frauen mit Lebenserfahrung.
__________________
LG
Chrissi
Chrissi ist offline  
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Alt 20.02.2011, 14:15   #8
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Registriert seit: 05.02.2011
Ort: Stendal
Beiträge: 13
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Hallo noch einmal,

Ich will nicht sagen das irgendwer für mich nicht gut genug ist, das darf und will ich mir auch nicht anmassen.

Zu dem mit abfinden will ich sagen ich habe selbst die Betreuung beantragt, leider habe ich mich nicht genügend vorher informiert was dort auf mich drauf zukommt und von sich aus informiert dich natürlich niemand.

Ich finde es beachtenswert das du dich so engagieren möchtest, doch wie es mir die Realität im Moemnt beweist ist das als Berufsbetreuer nicht möglich, weil die reine Berufsbetreuung nachher einfach nur noch oder vorwiegend Bürokratie, das zwischenmenschliche was ich eigentlich von e iner Betreuung erwartet habe ist einfach nicht möglich.
marylou06481 ist offline  
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Alt 21.02.2011, 21:36   #9
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Registriert seit: 28.08.2010
Ort: Oldenburg
Beiträge: 24
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Hallo Isabell,

deine rechtlichen Kenntnisse (wie ich verstanden habe, bisher ausser im Bereich Zwangsvollsteckung nur in theoretischer Form) sind sicherlich eine gute Grundlage für die Tätigkeit als Betreuerin. Für die Verbindung von Theorie und Praxis ist die Übernahme von ehrenamtlichen Betreuungen eine gute Möglichkeit. In jedem Fall profitierst du von den Erfahrungen als gesetzl. Betreuerin, auch wenn du beruflich eine andere Richtung einschlägst. Du wirst quasi mit der ganzen Bandbreite des Lebens konfrontiert.

Viel Erfolg und viel Glück

sbOL

Geändert von sbOL (21.02.2011 um 21:39 Uhr)
sbOL ist offline  
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Alt 22.02.2011, 05:33   #10
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Benutzerbild von michaela mohr
 
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Ort: Darmstadt
Beiträge: 3,916
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Hallo marylou,

ich muss Dir leider widersprechen wenn Du schreibst:
Zitat:
Ich finde es beachtenswert das du dich so engagieren möchtest, doch wie es mir die Realität im Moemnt beweist ist das als Berufsbetreuer nicht möglich, weil die reine Berufsbetreuung nachher einfach nur noch oder vorwiegend Bürokratie, das zwischenmenschliche was ich eigentlich von e iner Betreuung erwartet habe ist einfach nicht möglich.
Du hattest bestimmte Erwartungen an eine rechtliche Betreuung die sich nicht erfüllen konnten weil diese Erwartung im dem Beruf nicht vorgesehen ist. Ein ganz einfaches Beispiel, wenn Du Zahnschmerzen hast und damit zum Bäcker gehst dann wird der Dir nicht helfen können. Aber nicht weil er ein schlechter Bäcker ist, sondern weil er eben kein Zahnarzt ist.

Für die "grosse Zwischenmenschlichkeit" ist ein Betreuer nicht zuständig, das sind Bereiche aus dem betreuten Wohnen zum Beispel die aber der rechtliche Betreuer organisiert.

Die Ideen und Beweggründe die Isabell für sich und ihre evtl. zukünftige Berufswahl formuliert sind schon die Richtigen, auch weil es ohne ein bißchen Empathie und Herzblut in Betreuungen nicht gut laufen kann.

Grüsse Michaela
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michaela mohr ist offline  
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