Dies ist ein Beitrag zum Thema Verhalten des Betreuten/Verunsicherung im Unterforum Situation der Betreuer/innen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hallo,
gerade habe ich meine erste ehrenamtliche Betreuung übernommen.
Die Betreute wohnt allein. Vermögenssorge war anvisiert, ist aber aufgrund einer ...
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#1 |
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Forums-Azubi
Registriert seit: 22.03.2011
Beiträge: 46
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Hallo,
gerade habe ich meine erste ehrenamtliche Betreuung übernommen. Die Betreute wohnt allein. Vermögenssorge war anvisiert, ist aber aufgrund einer akuten Krankenhauseinweisung- Übergang zum Pflegeheim (Pflegestufe I, stark gehbehindert) auch zur Auflösung der (Miet-)Wohnung und Postbetreuung ausgedehnt worden. Das verunsichert mich etwas, wie geht man hier vor? Wie kann man eine Wohnungsräumung organisieren ohne das Barvermögen vorhanden ist? Es gibt nur (bisher noch unübersichtliche) Schulden. Es gibt nur eine Angehörige. Die kann/will sich nicht kümmern (wohnt weit weg). Beim Pflegedienst und bei der Nachbarschaftshilfe gibt es auch nur Schulden, so dass eine Betreuung durch diese Organisationen nur sehr eingeschränkt oder gar nicht gemacht wird. Die Frau glaubt nun leider, nicht eine rechtliche, sondern - endlich- eine "soziale" - dazu kostenlose- Betreuung gefunden zu haben, die alles Mögliche "tun muss". Dabei weiß sie die rechtlichen Maßnahmen gern mit den sozialen zu verquicken. Zum Einsehen der Ordner - zur Vermögenssorge- in der Wohnung, soll ich ihr gleich mal dies und jenes und solches erledigen- ich sei ja numal schon da - und ihr ins Krankenhaus bringen. Wie schafft man die Distanz zur Delegation der Angelegenheiten? Wehret den Anfängen: ich befürchte eine Vereinnahmung. Einige erläuternde Gespräche in die Richtung sind stur ignoriert worden. Sie verweist ständig wieder auf ihre absolute Hilflosigkeit. Rein praktisch zum Beispiel die Frage: Wer bringt Kleidung ins Heim und näht darin die Namenschilder ein? Wie funktioniert das Möbel aussortieren für das Heim und das Aussortieren persönlicher Gegenstände? Sie kann nicht in die Wohnung zurück. Für Ratschläge in diese Richtung wäre ich sehr dankbar. campina |
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#2 |
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Admin
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 3,916
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Hallo Campina,
na das ist ja mal ein schöner "Anfangsfall" ![]() Kleiderschilder näht meistens das heim ein, bzw. das wird von dort in Auftrag gegeben und muss vom Barbetrag gezahlt werden. ist aber in der regel nicht die Welt. Schwieriger wird das schon mit der Wohnungsauflösung. Die Entscheidung was ins Heim soll muss Deine Betreute treffen, sie alleine weiss woran ihr Herz hängt. Allzuviel kann das für ein Heim ja dann sowieso nicht sein. Kannst Du evtl. aus der alten Wohnung noch was verkaufen und so Barmittel erhalten? In Städten gibts oft Entrümpler die Wohnungen ausräumen wenn sie alles behalten können. Da müsstest Du rumfragen. Die letzte - und schlechteste -Möglichkeit ist die, alles so wie es steht an den Vermieter zurückgeben. Was das Mitbringen von Dingen ins Heim betrifft..... wenn es sich ergeben hat dass ich in der Wohnung war und dann ins Heim zu einer weiteren Besprechung musste dann habe ich selbst auch schon persönliche Dinge und Kleider transportiert. Allerdings nicht auf "Befehl" oder Zuruf. Die Wohnung genau sichten musst Du auf jeden Fall, vielleicht lässt sich es ja verbinden dann wichtige persönliche Dinge in einen Karton zu stecken? Wie Du Dich persönlich abgrenzen kannst weiss ich auch nicht, dazu müsste man wohl auch Dich und/oder deine Betreute kennen. Ich glaube dabei muss jeder seine eigenen Grenzen und Möglichkeiten selbst ausloten. Viel Glück, Gruss. Michaela
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