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Arztbesuche

Dies ist ein Beitrag zum Thema Arztbesuche im Unterforum Situation der Betreuer/innen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hallo, dass ich als Betreuer, im Gegensatz zu den Aussagen von Heim und KK, nicht verpflichtet bin mit meiner Mutter ...


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Alt 24.07.2011, 13:17   #1
Ich bin neu hier
 
Registriert seit: 23.06.2011
Beiträge: 3
Standard Arztbesuche

Hallo,

dass ich als Betreuer, im Gegensatz zu den Aussagen von Heim und KK, nicht verpflichtet bin mit meiner Mutter zum Arzt zu gehen habe ich mittlerweile schon mitbekommen. Aber wie ist das in dem besonderen Fall.

Als meine demenzkranke Mutter vor 3,5 Jahren ins Heim kam, wurde sie dort von dem "Heimneurologen" behandelt. Dieser verpasste meiner Mutter so viele Psychopharmaka, dass sie absolut neben sich stand, kaum noch laufen konnte, ständig schlief, nicht mehr ordentlich essen und trinken konnte.
Das alles ohne mich bzgl. der Medikamentengabe zu informieren. Auf Nachfrage warum er meine Mutter derart stark medikamentiert erhielt ich blöde Antworten.
Nach dem die Medikation einige Wochen bestand, kippte meine Mutter plötzlich um. Im KH stellten sie Dehydratisierung fest und rieten dringend dazu die Medikamente zu reduzieren.
Als ich dies dem Neurologen telefonisch mitteilte wurde er richtig aufsässig und dann legte er die Behandlung nieder.
Ich habe dann meine Mutter zu einem anderen Neurologen gebracht, der hat die Medikamente ausgeschlichen.
Vor ca. 1 Jahr sprch mich eine Pflegerin an, dass meine Mutter sehr unruhig sei und ich vielleicht mit ihr zu einem Neurologen gehen solle, damit sie wieder Medikamente bekommt. Der Neurologe war der Meinung, dass das nicht unbedingt nötig wäre aber eine leichte Medikation nicht schaden (und wahrscheinlich auch nicht nutzen) würde. Deshalb hat er ihr etwas verordnet.
Nun ist es so, dass der Arzt nicht einfach ein neues Rezept ausstellt, sondern darauf besteht seine Patienten vorher zu sehen. Also muss meine Mutter 4 mal im Jahr hin.

Muss ich sie da jetzt hinbringen, weil ich ja den Neurologen, der ins Heim kommt vergrault habe oder ist das Heim auch dafür - Stichwort freie Arztwahl - zuständig?

LG
Kassandra24 ist offline  
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Alt 24.07.2011, 15:16   #2
ehrenamtliche Betreuerin
 
Registriert seit: 01.09.2010
Ort: Münsterland
Beiträge: 89
Lächeln Hallo

Das fällt in den Bereich des Heimes. Frage danach. Sollten sie dir eine andere Antwort geben würd ich es an deiner Stelle selbst machen, zumindest für eine gewisse Zeit, aber nicht auf Dauer.

Mfg Doro
Doro ist offline  
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Alt 01.11.2011, 12:22   #3
Ich bin neu hier
 
Registriert seit: 23.06.2011
Beiträge: 3
Standard

Erst mal vielen Dank für die Antwort.

heute erhielt ich einen anruf vom heim ich soll einen Termin beim Neurologen machen.
Letzt Woche rief mich die Hausärztin an und hielt mir einen langen Vortrag über die Notwendigkeit meine Mutter zum Neurologen zu bringen. Offensichtlich steckt da auch das Heim dahinter.
Auf Nachfrage, wer denn mit meiner Mutter zu Arzt gehe, wurde mir gesagt, dass niemand aus dem Heim mitgehen würde.
Wenn keine Angehörigen mitgehen, dann werden die Demenzkranken alleine!!!! mit einem Krankentransport zu Arzt geschickt.

Kann das sein?

LG
Kassandra24 ist offline  
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Alt 01.11.2011, 12:58   #4
Einsteiger
 
Registriert seit: 26.09.2011
Beiträge: 21
Standard

Hallo,

schon die hausärztliche Versorgung in Form eines Hausbesuches ist in Deutschland eine Katastrophe. Fachärzte die Hausbesuche vornehmen haben Seltenheitswert.

Heime haben den Vorteil, dass aufgrund hoher Patientenzahlen, Haus- und Fachärzte Haus- (Heim-) besuche vornehmen.
Nachteil der Arzt/ die Ärztin ist vorgegeben.

Dass das nicht immer passt ist natürlich. Es ist auch völlig legetim sich dann nach einer Alternative umzusehen.

Das das Heim die einzelnen Bewohner nicht begleiten kann liegt glaub ich nicht am bösen Willen sondern wirklich auch mit an den Strukturen. Damit meine ich, schon jetzt ist der Pflegeschlüssel am Limit, die Zivis sind weg und die Freiwilligen reißen sich auch nicht immer um ein Jahr im Altenheim.

M. E. gibt es verschiedene Ansäzte wie man damit umgehen könnte.
Vermutlich (Du hast das ja schon bejaht)gibt es die die Möglichkeit eines Krankentransportes , dann wäre sie nicht alleine, sondern es handelt sich um einen begleiteten Transport.
Man selbst telefoniert vorher und nacher mit dem Arzt (schwierig!)

Aber: Gerade bei Demenzerkrankten, dürfte die Aktion ohnehin schon aufregend und anstrengend genug sein, entscheidet man sich doch es selber zu tun, ist der eigene Handlungsspielraum größer, allerdings benötigt man da eben auch Zeit, eventuell kann man als Begleitperson beim Krankentransport mitfahren.

Oder gibt es Ehrenamtliche im Heim die einspringen können?

M. E. hat das Heim seine Schuldigkeit getan wenn es regelt wie der Bewohner hin und zurück kommt (begleiteter Transport).
Das ist nicht schön aber Realität.


Viele Grüße
nuriasun ist offline  
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Alt 02.11.2011, 10:27   #5
ehrenamtliche Betreuerin
 
Registriert seit: 01.09.2010
Ort: Münsterland
Beiträge: 89
Standard Hallo Kassandra,

du hast doch einen Heimvertrag, lies dir den mal durch was da in Bezug auf Ärztliche Betreuung drinsteht. Nach wie vor kenne ich das so, daß es nicht deine Aufgabe ist Arztbesuche mit deiner Mutter wahrzunehmen. Denk daran wie es ist wenn es dich mal nicht mehr gibt, dann werden sie es mit einem BB sicher nicht so machen können. Würde denen das auch klipp und klar mal so sagen.

Lg

Doro
Doro ist offline  
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Alt 04.11.2011, 09:08   #6
Einsteiger
 
Registriert seit: 27.05.2011
Ort: Mayen
Beiträge: 15
Standard Arztbesuche

Hallo Kassandra,

Wenn Du den Aufgabenkreis "Gesundheitsfürsorge" für Deine Mutter hast, davon gehe ich mal aus, entscheidest du ganz allein, welcher Arzt Deine Mutter behandelt. Du bist dem Heim keine Rechenschaft schuldig.
Sollte im Heimvertrag keine Regelung für den Krankentransport stehen, regel den Krankentransport über die Krankenkasse, so habe ich das bei meinem dementen Betreuten gemacht.

Des weiteren achte auf die Medikamentengabe der Neurologen, denn ab einer gewissen Menge der Psychopharmaka und Sedativa besteht der "Freiheitsentzug durch Medikamente"
Ich hatte einen ähnlichen Fall und habe das Betreuungsgericht eingeschaltet, die dann den Amtsarzt zur Überprüfung schicken.
ab dem Zeitpunkt stimmten dann die Medikamentengaben.

Mfg

Ichtio
Ichtio ist offline  
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