Dies ist ein Beitrag zum Thema Frauenarzttermin mit meiner Betreuten im Unterforum Situation der Betreuer/innen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hallo Zusammen,
ich muss jetzt mal eine Frage stellen, da ich nicht weiß, wie ich mich verhalten soll, kann oder ...
|
|||||||
| Registrieren | Hilfe | Benutzerliste | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
|
|
#1 |
|
Einsteiger
Registriert seit: 26.08.2011
Beiträge: 17
|
Hallo Zusammen,
ich muss jetzt mal eine Frage stellen, da ich nicht weiß, wie ich mich verhalten soll, kann oder darf. Ich habe eine Betreute, sie ist 35 Jahre alt, ist geistig Behindert und wohnt mit ihrer auch geistig behinderten Schwester (auch meine Betreute) bei ihren Eltern. Diese sind um die 80 Jahre alt. Im Haushalt selbst leben noch 13 Katzen und 4 Kaninchen. Der Haushalt selbst ist sehr verwahrlost. Überall liegt der Unrat der Katzen herum und es ist sehr geruchtsintensiv. Die Kinder selbst müssen über Klamotten- und Müllberge steigen um ihr Zimmer betreten zu können. Die Mutter hat Altersdemenz, der Vater ist körperlich eingeschränkt. Beide kriegen den Haushalt nicht mehr geregelt. Auf eine Unterstützung wollten sie bislang verzichten. Auch von den Katzen wollen sie sich nicht trennen. Gestern habe ich es endlich geschafft, endlich eine Haushaltshilfe zudurchzuboxen. Ob sie diese allerdings ins Haus lassen ist fraglich. Nun mein Problem: Die Tochter wurde von den Eltern bei einer Partnervermittlung angemeldet, damit sie einen Mann kennenlernt. Sie hat nun seit ca. 8 Wochen einen nicht behinderten Freund. Ich selbst habe erst vor ein paar Tagen davon erfahren und schlug vor, mit meiner Betreuten zum Frauenarzt zu gehen, damit sie geschützen Verkehr hat. Die Mutter verneinte das, weil meine Betreute und deren Freund sich ein Kind wünschen. Da bereits die Monatsblutung ausgeblieben ist, habe ich dann darauf gedrängt, dass umgehend ein Termin gemacht wird. Der Termin wurde allerdings nicht wahrgekommen, da die Mutter ständig dagegen redet. Ich habe unter anderem auch die Gesundheitsfürsorge. Kann ich mit dem Frauenarzt einen Termin ausmachen und ihn bitten, der Betreuten eine Dreimonatsspritze zu geben? Muss ich jedesmal alles mit der Mutter besprechen? Ich weiß, dass jeder Mensch ein Recht auf Verwahrlosung hat. Ich selbst halte es allerdings nicht für gut, wenn ein Baby in solchen Verhältnissen aufwächst. Mit dem Freund der Tochter konnte ich noch nicht sprechen, da wieder einmal die Mutter einen Kontakt verhindert. Der Vater würde die Katzen auch gerne loswerden, da diese nicht artgerecht gehalten werden. Am liebsten würde ich erst die Tiere in gute Hände abgeben und dann das Haus grundreinigen lassen. Einen Kostenträger für diese Grundreinigung habe ich bereits gefunden. Falls jemand eine gute Idee hat, bitte melden. Tausend Dank |
|
|
|
|
|
#2 |
|
Admin
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 3,916
|
Hallo Christine,
Du darfst auf keinen Fall zum Arzt gehen und dort einfach eine Dreimonatsspritze "verordnen" lassen. Verhütung bei Behinderten ist ein ganz spezielles Thema, bzw. ein hoch sensibler Bereich. Du solltest allerdings schnellstens mit dem Arzt besprechen ob die Betreute in der Lage ist die Tragweite einer Schwangerschaft sowie der einzelnen Vergütungsmethoden zu erfassen? Ich würde mir auf jeden Fall auch den psychiatrischen Dienst und/oder das Gesundheitsamt zu der Problematik mit ins Boot holen und unbedingt versuchen den "neuen" Freund genau unter die Lupe zu nehmen . Danach richtet sich dann das weitere Vorgehen. Die Frage scheint auch ob die bisherigen Wohn- und Lebensverhältnisse auf Dauer tragfähig und förderlich sind. Gruss Michaela
__________________
diese kommunikation wurde im rahmen der überwachungsgesetze auf ihre kosten dauerhaft gespeichert und wird jederzeit weltweit gegen sie verwendet werden. |
|
|
|
|
|
#3 |
|
Stammgast
Registriert seit: 07.03.2011
Beiträge: 562
|
Hallo Christine,
bezüglich der dreizehn Katzen wäre es doch mal interessant zu erfahren, was das das Veterinäramt dazu meint . Nachdem die Mutter trotz Demenz immer noch recht dominant erscheint, wäre wirklich ernsthaft zu legen, ob sich die Betreuten nicht in einer anderen Wohnform , betreute WG, betreutes Einzelwohnen besser entwickeln können. Arbeiten die Betreute ? Sind sie vielleicht in einer Werkstätte für Menschen mit Behinderung ? Mag vielleicht ein bißchen hart klingen, aber ich würde die beiden Alten iin ihrem Dreck leben lassen, da Du weder die Mittel noch den Auftrag zur Weltverbesserung hast. Wenn die Frau wirklich schwanger ist, wärs wohl ohnehin notwendig die Mutter aus der Umgebung rauszuholen, da das Jugendamt von solchen Verhältnissen fürs Kind sicher nicht erbaut sein wird. schöne grüße fwu |
|
|
|
|
|
#4 |
|
Admin
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 3,916
|
Schau auch noch mal hier, ist zwar schon älter aber nicht im Prinzip:
BM-Online: behinderte Frauen
__________________
diese kommunikation wurde im rahmen der überwachungsgesetze auf ihre kosten dauerhaft gespeichert und wird jederzeit weltweit gegen sie verwendet werden. |
|
|
|
|
|
#5 |
|
Einsteiger
Registriert seit: 26.08.2011
Beiträge: 17
|
Hallo fwu,
die Beiden "Mädchen" arbeiten in einer Werkstatt für Behinderte. Sie wollen auf jeden Fall zuhause wohnen bleiben, aber wahrscheinlich deswegen, weil sie halt nichts anderes kennen. Falls wirklich eine Schwangerschaft besteht oder irgendwann bestehen sollte, wird sie dort ausziehen müssen, weil das Jugendamt sie sicherlicher nicht mehr dort wohnen lässt. Mit Verständnis bin ich da leider noch nicht wirklich weiter gekommen. Manchmal könnte ich richtig sauer werden, wenn ich sehe wie sie dort leben und wie "gut" es den Kindern und den Tieren geht. Ich glaube einfach, wenn mal Jahrelang so haust, dann ist das irgendwann normal. Die Mutter sieht halt nix ein und hat mir schon gedroht mich nicht mehr ins Haus zu lassen, wenn ich noch mehr Leute (Mensch von der Krankenkasse, Medizinischer Dienst usw. ) ins Haus hole. Hallo Michaela, Danke für den Link. Steht alles drin, was ich mir schon gedacht hatte ![]() Ich werde dann mal abwarten was passiert und dem Frauenarzt darum bitten, dem Mädel alles genau zu erklären. Ich habe aber einfach den Eindruck, dass die Mutter da ziemlich viel reinredet, aber nun gut. Ich nehm´s wie´s kommt. Werde mir in der nächsten Woche mal den Freund vorstellen lassen. Danke euch beiden |
|
|
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|