Dies ist ein Beitrag zum Thema Umgang mit Angehörigen im Unterforum Situation der Betreuer/innen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Liebe Kollegen,
ich wollte mal hören, wie ihr mit den Angehörigen umgeht. Meine Kolleginnen im Büro sind da unterschiedlicher Meinung. ...
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#1 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 04.10.2010
Ort: Sachsen-Anhalt
Beiträge: 63
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Liebe Kollegen,
ich wollte mal hören, wie ihr mit den Angehörigen umgeht. Meine Kolleginnen im Büro sind da unterschiedlicher Meinung. Da man keine Pflicht hat, diese über alles in Kenntnis zu setzen, frage ich mich, wie man praktisch damit umgeht. Fast täglich erhalte ich Anrufe von Nichten, Neffen, Schwestern und langsam wird es zuviel. Da geht es dann nicht um den Betreuten selbst, sondern (wie so oft) immer nur ums Geld. Habt Ihr Tipps, wie man das handhaben kann? Danke schon mal für Eure Anregungen!! |
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#2 |
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Admin
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 1,593
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Moin Newbi
Wühl dich mal durch die Threads mit dem Thema "Angehörige" da steht schon eine Menge drin. Für die Angehörigen, die Dich wg. Geld (oder vielleicht anderen Arbeitsaufträgen) nerven, gibt es was Schönes: Sag ihnen, sie sollen ihre Forderungen doch bitte schriftlich stellen. Das reduziert die Kontakte auf einen verschwindend kleinen Bruchteil. Mit dem Rest kannst Du immer noch überlegen, ob Du die Wünsche/Forderungen ernst nimmst oder wie Du damit umgehst. Ich arbeite üblicherweise schon mit Angehörigen zusammen, weil sie auch eine Entlastung darstellen können. Sie können mich nicht zur Zusammenarbeit zwingen, aber wenn sie bereit sind konstruktiv mitzumachen und selber was beizutragen, warum nicht? Beispiel: Angehörige besuchen im Heim oder im Krankenhaus und informieren mich über aktuelle Situation des Betreuten oder begleiten Arztbesuche, transportieren Wäsche etc... Ansonsten: Wer kann besser über das Leben und die Wünsche der Betreuten berichten, als Angehörige - vor allem, wenn der Betreute nicht mehr ansprechbar ist und die Betreuung erst danach beschlossen wurde... Wenn aber einer von den Angehörigen nur fordert, kann er mit gepflegt den Buckel runter rutschen. Mfg Imre
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Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
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#3 |
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Berufsbetreuerin
Registriert seit: 16.12.2008
Ort: Berlin
Beiträge: 383
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Guten Morgen Newbie,
sehe das genauso wie Imre. Mit Verwandtschaft kann es eine gute konstruktive Zusammenarbeit geben. Von einigen wird auch wirklich unsere Arbeit anerkannt und sie geniessen es regelrecht, sich nicht mit Behörden rumschlagen zu müssen und einfach den geliebten Menschen zum Kaffeeplausch besuchen zu können. Auf der anderen Seite gibt es Verwandtschaft, die nur fordert, misstrauisch jeden Handschlag erklärt bekommen möchte und da ist es wichtig, schon zu unserem Selbstschutz (und natürlich Datenschutz) genaue Grenzen zu setzen. Bisher hat das leider dazu geführt, dass dann garkeine Zusammenarbeit mehr möglich ist. Aber komischerweise sind diese Menschen dann auch nicht mehr zum Kaffeplausch bei ihren Angehörigen erschienen. Wenn sie keine Info über die Finanzen erhalten haben, waren sie plötzlich sooooo beschäftigt.... ![]() Liebe Grüße Christine |
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#4 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 04.10.2010
Ort: Sachsen-Anhalt
Beiträge: 63
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Bis jetzt halte ich es auch so. Es ist eben schwierig, die Leute richtig einzuschätzen. Manchmal irrt man sich ganz schön
![]() Aber ich werde es bei den nächsten Angehörigen eben mal länger beobachten. Mir sitzen nämlich gerade welche ziemlich im Nacken und ich muss erst lernen, klare Grenzen aufzuzeigen. |
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#5 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 08.06.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 143
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Hallo Newbie,
schau mal in diesem Forum unter LITERATUR und HINWEISE. Da ist ein 6seitiges Schreiben von der Landesarbeitsgemeinschaft Berlin: Pflichten des Betreuers .... Angehörige können sehr wohl eine Hilfe für Dich sein, denn sie kennen Deinen Betreuten und können manches auch "übersetzen". Was will denn Dein Betreuter ? Frage ihn doch einfach, mit wem Du wie offen reden darfst/sollst..... Schwarz - weiß hilft sicher nicht weiter .... Betreuer, die die Familie ausgrenzen haben letztlich mehr Arbeit als Betreuer, die Familien als Ressource sehen .... Viel Glück Ruediger |
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#6 | ||
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Admin
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 3,916
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Zitat:
Zitat:
Was die Zusammenarbeit betrifft halte und sehe ich es so wie Christine und Imre.
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