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Unterbrechung geschlossener Unterbringung?

Dies ist ein Beitrag zum Thema Unterbrechung geschlossener Unterbringung? im Unterforum Aufenthalt - Freiheitsentziehung , Teil der Rechtsfragen im Rahmen des Betreuungsrechts
Zitat: Zitat von Imre Holocher Daher ist der pauschale Hinweis auf die Wertediskussion in der Gesellschaft für die Problemlösung in ...


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Alt 10.02.2020, 22:33   #11
Forums-Geselle
 
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Zitat:
Zitat von Imre Holocher Beitrag anzeigen
Daher ist der pauschale Hinweis auf die Wertediskussion in der Gesellschaft für die Problemlösung in diesem Einzelfall nicht unbedingt hilfreich.
Mein Hinweis auf die "Wertediskussion" war auch eher darauf gerichtet, sich in dieser Diskussion zu diesem Thema entsprechend alternative Gedanken zu machen. Das Wort "Wertediskussion" ist mir eh zu politisch geprägt. Das kann sofort weg.
Susi K ist offline  
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Alt 11.02.2020, 00:20   #12
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Eine sog. Wertediskussion ist bei der Fragestellung meiner Meinung nach total obsolet.
Es gibt Krankheitsbilder wo "menschliches" Engagement nichts ausrichten kann sondern eher evtl. das Gegenteil erzeugt.

Wer in Anbetracht einer klaren und vor allem heftigen Diagnose von menschlichem Verhalten redet hat das Krankheitsbild nicht erfasst.
Ich habe bei Kunden mit dieser Diagnose zwei Selbstmordversuche auf der geschlossenen Station miterleben mssen. Eine katatone Schizophrenie ist eine Welt die (halb) Profis sich kaum erschliessen können.

Das sog. menschliche Engagement angesichts dieser Krankheit kann auch ein Zeichen einer unprofessionellen Selbstüberschätzung sein. Sicher lässt sich jede Krankheit an den äusseren Rändern "glätten", etwas erträglicher machen durch Freundlichkeit und Empathie, aber nicht durch die Begleitung auf einen Friedhof.


Zitat:
die Verantwortung für das eigene Handeln einer "professionellen" Betreuung, auf Entscheidungen der Ärzte abzuwälzen oder mit deren Gutachten zu begründen.
Als Abwälzen möchte ich das auf keinen Fall annehmen. Da könnte beim nächsten Mal auch die Pflege kommen und mich um einen Verbanswechsel bitten.


Ich sage immer: Finger weg von den Dingen die ich nicht
kann, genauso wie ich sonst hier immer zum Entsetzen der Gemeinde die Richtung vertrete nicht ständig nach dem "muss ich" zu schielen sondern auch mal alle 5 gerade sein zu lassen.
Die Kunst liegt in der Unterscheidung.

Dazu muss ich keine neutralen Werte bemühen. Dem sinnvollen Betreuerhandeln sind hier glücklicherweise Grenzen gesetzt- die einzuhalten sind. Ohne wenn und aber oder sonstiges kosmisches Gekreisel.

Zitat:
Vorher aber eine klare Ansage gemacht, wenn das nicht klappt dann rufe ich Polizei und RTW. Hat aber geklappt.
Bestimmt sehr toll auf einer Beerdigung. Polizei und RTW....ähem.
Was will man dem armen Verstorbenen und den Trauergästen noch alles antun?
michaela mohr ist offline  
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Alt 11.02.2020, 19:07   #13
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Zitat:
Zitat von Susi K Beitrag anzeigen
Notfalls springt man einfach mal über seinen Schatten und begleitet die Betreute für eine Stunde. Ein Ehemann stirbt nämlich auch nicht alle Tage.

Die Formulierung "über den eigenen Schatten zu springen" ist unpassend.

Wer außerhalb des professionellen Aufgabenfeldes tätig werden möchte, dem sei dies naklar unbenommen. Aber bitte immer und ganz ausdrücklich (ggü. Angehörigen, Heimpersonal, Betreuten pp.) in klarer Abgrenzung zum Berufsbild und dann als Privatperson handelnd. Dieses private Agieren darf nicht dem Betreuer per se als (moralische) Pflicht auferlegt und so zur (vermeintlich professionellen) Maxime gemacht werden. Auf dem Friedhof hat der Berufsbetreuer in seiner beruflichen Funktion grundsätzlich nichts verloren!

Moralische Gründe, gar Verpflichtungen, mögen im Einzelfall vorliegen, sind dann jedoch ein Fall für mich als Privatperson, sofern ich werteorientiert handeln möchte, kann, wie auch immer.

Ich halte diese Abgrenzung, die man als professioneller Betreuer im Sinne unseres Berufsbildes ggü. den Beteiligten ganz ausdrücklich und ggf. in jedem Einzelfall erneut artikulieren muss(!), für sehr wichtig!


Gruß Florian
Florian ist offline  
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Alt 11.02.2020, 20:00   #14
Forums-Geselle
 
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Zitat:
Zitat von Florian Beitrag anzeigen
Ich halte diese Abgrenzung, die man als professioneller Betreuer im Sinne unseres Berufsbildes ggü. den Beteiligten ganz ausdrücklich und ggf. in jedem Einzelfall erneut artikulieren muss(!), für sehr wichtig!

Diese Einstellung zu seinem Beruf (Berufung?) hat sich zu einem Problem entwickelt. Es wird nicht mehr in gesellschaftlichen Zusammenhängen gedacht. Die Abschottung des eigenen Handelns und Wirkungskreises macht blind für das Ganze. Deshalb ist es wichtig seine selbst gesteckten Grenzen immer auch wieder (wenn auch nur zum Teil) aufzubrechen und sich damit neuen Erfahrungen zu öffnen. Wenn alle nur das machen, zu dem sie gesetzlich verpflichtet sind und dies auch konsequent vertreten, wird das menschliche Zusammenleben bald kaum erträglich sein.
Susi K ist offline  
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Alt 11.02.2020, 20:51   #15
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Zitat:
Zitat von Susi K Beitrag anzeigen
Deshalb ist es wichtig seine selbst gesteckten Grenzen immer auch wieder (wenn auch nur zum Teil) aufzubrechen und sich damit neuen Erfahrungen zu öffnen.
Ja!

Zitat:
Zitat von Susi K Beitrag anzeigen
Wenn alle nur das machen, zu dem sie gesetzlich verpflichtet sind und dies auch konsequent vertreten, wird das menschliche Zusammenleben bald kaum erträglich sein.
Ja!

Dennoch sollte hier streng differenziert werden zwischen einem professionellem Berufsbild mit zugehörigen Aufgaben und Tätigkeiten, die ich, losgelöst davon, privat ausübe...dann gerne auch die Begleitung zum Friedhof.


Denn bei aller Offenheit für neue Erfahrungen und ihrer Notwendigkeit für das menschliche Zusammenleben (das sehe ich alles grundsätzlich ganz genauso):
Zitat:
Zitat von Susi K Beitrag anzeigen
(...)wird das menschliche Zusammenleben bald kaum erträglich sein
Verselbständigt sich die, m. E. unprofessionelle, Ausweitung unseres Berufsbildes auf Aufgaben außerhalb der eng auszulegenden gesetzlichen (rechtlichen) Betreuung, so laufen wir vielmehr Gefahr, dass die Ausübung unseres Berufes zunehmend "unerträglich", wie Du schriebst, werden könnte.

Ich bin grundsätzlich bei Dir, wenn die Tätigkeit, die über die gesetzliche Verpflichtung hinausgeht (wie Du schriebst), ausschließlich und ganz stringent in ganz ausdrücklich kommunizierter Abgrenzung (siehe oben, ggü. Betreutem, Angehörigen pp.) zum beruflichen Handeln erfolgt!

"Die Begleitung gehört nicht zu meinen beruflichen Aufgaben. Aber ich werde sie (ihre Mutter, ihren Nachbarn...) privat begleiten, weil ich Sie unterstützen möchte. Das können Sie jedoch erwarten, wenn einmal ein Kollege ihre Betreuung übernehmen sollte..."

So banal diese Ausdrücklichkeit auch erscheinen mag, so wichtig ist sie m. E. für unsere Außenwirkung und vielleicht dauerhaft für unsere Handlungsfähigkeit!


...um beim Eingangsfall zu bleiben: Auf dem Friedhof bist Du grundsätzlich privat unterwegs, dabei bleibe ich und das fordere ich von den KollegInnen auch ganz ausdrücklich und unmissverständlich nach außen zu kommunizieren!

Alles andere ist unprofessionell und wir erweisen allen sich mit manchmal großen Mühen unter Vorhaltungen und Erwartungen Dritter abgrenzenden KollegInnen einen ungeahnten Bärendienst mit solch einem, vermeintlich moralischen, Handeln.

Nochmals: Entscheidend ist die Abgrenzung und die außenwirksame Kommunikation derselben, nicht die Nichtvornahme im Einzelfall ethisch gebotener und einem guten Miteinander dienlichen Handlung über "das Maß" hinaus! Letzteres zu leisten bleibt jedem Kollegen völlig unbenommen!


Gruß Florian
Florian ist offline  
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Alt 11.02.2020, 21:03   #16
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Zitat:
Diese Einstellung zu seinem Beruf (Berufung?) hat sich zu einem Problem entwickelt.

Da die Arbeit als BB kein Beruf ist sondern eine Tätigkeit müssen wir dazu nicht weiter nachdenken.


Zitat:
Es wird nicht mehr in gesellschaftlichen Zusammenhängen gedacht.
Doch genau das wird es.

Einen Betreuer zu einem omnipotenten Wesen hochzustilisieren nützt "Der Gesellschaft" nichts.
Klare Dinge und Angelegenheiten müssen klar benannt werden und nicht in einem nebulösen Erwartungs-Enttäuschungs-Geschwurbel verschleiert sein.


Zitat:
Deshalb ist es wichtig seine selbst gesteckten Grenzen immer auch wieder (wenn auch nur zum Teil) aufzubrechen und sich damit neuen Erfahrungen zu öffnen.
Jeder von uns macht das täglich aufs Neue wie man gerade hier im Forum gut nachlesen kann.
Aber........ meine neuen Erfahrungen will ich nicht auf dem Rücken von hilflosen Schwerstkranken machen nur weil ich selbst die Schwere der Erkrankung nicht erkenne.


Zitat:
in klarer Abgrenzung zum Berufsbild und dann als Privatperson handelnd.
Dem kann ich nicht zustimmen.

Vertrauensbildende Masnahmen gehören definitiv auch zu unseren Aufgaben. Ebenso eine bestimmte Art von Empathie und Einfühlungsvermögen. Die kann keiner für sich herzaubern wenn er das nicht hat. Bei uns erwartet das Gericht auf jeden Fall dass man sich darum bemüht was ich für absolut richtig befinde.


Ich bin durch nichts verpflichtet und handle auf keinen Fall unprofessionell wenn ich Probleme nicht nur am Schreibtisch sondern bei einem Spaziergang mit einem nervösen Betreuten im Park bespreche.


Ich will kein Automat sein weswegen ich es ab und an geniesse mit einem Betreuten für 15 Minuten in der Sonne im Klinikhof zu sitzen. Ich will dass meine Leute mir vertrauen, ich will mich auf sie verlassen können. Das gehört auch zu einer persönlichen Betreuung.
Das erreiche ich nicht durch rein formelles, abgegrenztes Verhalten in jeder Lebenslage.
michaela mohr ist offline  
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Alt 12.02.2020, 00:54   #17
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Zitat:
Vertrauensbildende Masnahmen gehören definitiv auch zu unseren Aufgaben. Ebenso eine bestimmte Art von Empathie und Einfühlungsvermögen.
Ja, unbestritten ist das so, Letzteres idealerweise auch und insbesondere.


Zitat:
Ich bin durch nichts verpflichtet und handle auf keinen Fall unprofessionell wenn ich Probleme nicht nur am Schreibtisch sondern bei einem Spaziergang mit einem nervösen Betreuten im Park bespreche.
Ja, wie Kontakte gestaltet werden ist im Einzelfall recht frei gestaltbar, was uns viele Möglichkeiten eröffnet. Ein schöner Aspekt unserer Tätigkeit. Aber davon war ja auch nicht die Rede.


Zitat:
Ich will kein Automat sein weswegen ich es ab und an geniesse mit einem Betreuten für 15 Minuten in der Sonne im Klinikhof zu sitzen. Ich will dass meine Leute mir vertrauen, ich will mich auf sie verlassen können. Das gehört auch zu einer persönlichen Betreuung.
Das erreiche ich nicht durch rein formelles, abgegrenztes Verhalten in jeder Lebenslage.
Ich glaube, dass wir aneinander vorbeischreiben...genau so arbeite ich ebenfalls und argumentierte w. o. auch so. Es geht nach wie vor um den Friedhof, den Einkauf von Pantoffeln und irgendwann um das Anreichen der Nahrung wenn der Betreuer doch gerade da ist..."das machen die anderen Betreuer doch auch"...(ja, weil es die Ehefrau, die Tochter...des Betreuten ist...).

Ich bleibe da bei meiner Sicht zur Sache. Es geht hier doch nicht darum, ein formell abgegrenzter Automat zu sein, sondern ein professionell agierender gesetzlicher Betreuer, der die ihm übertragenen Aufgaben wahrnimmt und dabei den ihm zur Verfügung stehenden Rahmen zur Gestaltung des Arbeitsumfeldes und der "Settings" (eigentlich vermeide ich solche neumodernen Bezeichnungen) nach eigenem Ermessen ausschöpft. Ich sitze mit Klienten auch im Garten oder trinke einen Kaffee im Heim und bequatsche alles in Ruhe und in angenehmer Atmosphäre. Das alles war nicht gemeint.

Ich stand auch schon mit meiner Werkzeugkiste bei einer Betreuten, um ihr notdürftig die Tür nach "Besuch der Feuerwehr" zu reparieren, weil der Vermieter nicht aus dem Quark kam. Einen solchen Fall meine ich mit meiner Argumentation in den vorhergegangenen Beiträgen. Hier muss nach außen immer klar sein und bleiben, dass ich nicht aus meiner Aufgabenzuweisung als Betreuer heraus handele, sondern weil ich es mag und möchte, weil ich es als meine moralische Pflicht ansehe, weil ich hilfsbereit, weil ich Mensch bin, wie auch immer.

Gruß Florian
Florian ist offline  
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Alt 12.02.2020, 08:13   #18
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Entschuldigung @Florian, da habe ich wohl doch etwas falsches bei dir zuvor herausgelesen.


Zitat:
Dennoch sollte hier streng differenziert werden zwischen einem professionellem Berufsbild mit zugehörigen Aufgaben und Tätigkeiten, die ich, losgelöst davon, privat ausübe...dann gerne auch die Begleitung zum Friedhof.
Das hatte mich wohl irritiert.


Letztlich ist schwierig zu entscheiden wo die Grenzen verlaufen, bzw. zu entscheiden, was ist jetzt was?


Ich habe auchschon mit 5 T Shirts die ich höchstselbst fix besorgt hatte einem total abgerissenen Kerl in der Entgiftung gegenüber gestanden. Der war so platt dass er zunächst sprachlos war und danach aber die Mauer von absoluter Abwehr, Misstrauen usw. einfach in sich zusammen fiel.
Das war kein privater Hilfeakt sondern meiner damaligen Einschätzung nach die einzige Möglichkeit die vorherige Verweigerung zu durchbrechen.
Für ihn war das ein kleines (Erkenntnis-)high light, nicht weil er jetzt die T Shirts hatte sondern weil anscheinend jemand verstanden hatte das ein anderer nicht (nur) durch Reden zu erreichen ist.

Ich arbeite gerne und lange vorwiegend mit Menschen aus einem Millieu was bei vielen nicht zum bevorzugten Fallkreis gehört. Da muss oft was ganz praktisches her damit eine gemeinsame Arbeitsebene entstehen kann.



Aufforderungen der Pflege oder sonstiger Personen endlich Kleider oder, oder.... zu besorgen käme ich trotzdem im Traum nicht nach.
michaela mohr ist offline  
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Alt 12.02.2020, 15:07   #19
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Zitat:
Zitat von michaela mohr Beitrag anzeigen
Aufforderungen der Pflege oder sonstiger Personen endlich Kleider oder, oder.... zu besorgen käme ich trotzdem im Traum nicht nach.

Genau das meinte ich mit meinen Beiträgen zum Ausruck bringen zu müssen. Mich bringt das pauschale "das machen die anderen Betreuer doch auch" (und eben auch die KollegInnen, die dann immer einfach um der Ruhe Willen machen oder KollegInnen, die das Hindernis, Betreute mit auf den Friedhof zu begleiten, darin sehen, "über seinen Schatten springen zu müssen") halt immer sehr auf die Palme, daher die vehemente Argumentation... Gruß Florian
Florian ist offline  
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Alt 12.02.2020, 23:00   #20
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Zitat:
Mich bringt das pauschale "das machen die anderen Betreuer doch auch" (und eben auch die KollegInnen, die dann immer einfach um der Ruhe Willen machen oder KollegInnen, die das Hindernis, Betreute mit auf den Friedhof zu begleiten, darin sehen, "über seinen Schatten springen zu müssen") halt immer sehr auf die Palme, daher die vehemente Argumentation...
@Florian und genau damit stehst dir endlos selbst im Weg.
Ich muss weder was erklären, geschweige denn mich rechtfertigen.
Ich muss auch nicht die Welt von anderen unbedingt zurechtrücken.


Letztlich wirkt sowas immer wie ne Ausrede oder Entschuldigung.
Bei solchen Sätzen höre ich einfach nicht hin. Wenn ich einen besonders höflichen Tag habe sage ich bestenfalls gelangweilt, ahja...
Ich bin an solchen Stellen nicht der Erklärbär und möchte mich dazu auch nicht machen lassen.


Die Intention sich unter Rechtfertigungsdruck bringen zu lasssen kann ich Null nachvollziehen.Ich habe schon oft gesagt, wir lassen uns zu oft selbst die Butter vom Brot nehmen. Wie kommen wir eigentlich dazu? Sind wir etwa alle stille Masochisten? Hoffentlich nicht.
michaela mohr ist offline  
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