Dies ist ein Beitrag zum Thema Welche Schritte muß ih unternehmen bis Betreuter ins Heim kommt im Unterforum Aufenthalt - Freiheitsentziehung , Teil der Rechtsfragen im Rahmen des Betreuungsrechts
Einer meiner Betreuten wird zunehmend dementer, so daß der Pflegedienst mir empfiehlt, er solle besser ins Heim.
Als Anfänger weiß ...
|
|||||||
| Registrieren | Hilfe | Benutzerliste | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
|
|
#1 |
|
Gast
Beiträge: n/a
|
Einer meiner Betreuten wird zunehmend dementer, so daß der Pflegedienst mir empfiehlt, er solle besser ins Heim.
Als Anfänger weiß ich noch nicht wo ich den Heimplatz beantragen muß ( er bekommt 1200 € Rente, das wird nicht reichen,zumal er auch im Heim Pflegeleistungen beanspruchen wird, die sicher extra kosten). Für eine Schritt -für Schritt-Anleitung wäre ich dankbar. |
|
|
|
#2 |
|
Forums-Geselle
Registriert seit: 09.10.2025
Ort: Steinbach(Taunus), Hessen
Beiträge: 194
|
Ich hatte bisher nur einen Fall (meine eigene Mutter), aber zumindestens stellen sich mir hier folgende Fragen:
- Was ist die Meinung des Betreuten zu einem Umzug ins Heim? Wäre er damit unter Umständen sogar einverstanden? - Falls er nicht will, ist es möglich, eine 24h-Pflege zu Hause zu organisieren? Würde er diese akzeptieren? - Hat der Betreute noch über Vermögen, um zumindest eine zeitlang die Heimkosten zu decken, oder ist sofort finanzielle Unterstützung notwendig? - Lebt der Betreute im Eigenheim oder zur Miete? Falls du zum Schluss kommst, dass eine Unterbringung in einem Heim unabwendbar ist (falls eine 24h-Pflege nicht möglich ist oder vom Betreuten vehement abgelehnt wird), musst du natürlich erst mal einen Heimplatz finden. Nicht jedes Pflegeheim ist in der Lage, Demenzkranke aufzunehmen. Du musst hier gezielt nach welchen mit einem "geschützten Bereich" oder mit "geschützter Unterbringung" suchen. Letzendlich kannst du eigentlich nur sämtliche Heime in der Umgebung anschreiben und fragen, ob ein Platz frei ist. Hier musst du durchaus damit rechnen, dass keins davon einen Platz frei hat und deinen Betreuten nur auf die Warteliste setzen können. Gibt es nahe Verwandte, die weit entfernt leben, die eine gute Beziehung zu deinem Betreuten haben? Dann wäre es auch eine Idee, diese mit einzubeziehen. Vielleicht gibt es ja auch in deren Nähe Pflegeheimplätze, was die Chance erhöht, dass man schnell was findet. Und falls sich in deren Nähe ein Platz in einem akzeptablen Heim findet, kannst du deinen Betreuten dort unterbringen und dann die Betreuung sinnvollerweise abgeben. |
|
|
|
|
|
#3 |
|
Admin/Berufsbetreuer
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 9,606
|
Moin moin
Eine Schritt für Schritt - Anleitung geht nicht so einfach. Dafür gibt es zu viele Variationen. D.h. die Voraussetzungen und bisherigen Rahmenbedingungen Einkommen, Vermögen, Wohnsituation, Ehe, Wunsch des Betreuten etc.) müßten erst einmal dargestellt werden. Sonst ist es vom Grundsatz her nicht so kompliziert: Wenn der Pflegedienst sagt, dass er besser in einem Heim aufgehoben wäre, dann liegt wahrscheinlich schon einmal ein Pflegegrad vor. Bei 1200,00 € Rente wirst Du sowieso einen Antrag auf Hilfe zur Pflege stellen müssen, weil das nicht reichen wird. Das kannst Du schon mal formlos tun, um die Formularen bitten und darauf hinweisen, das ein Heimplatz gesucht wird. Ggf. gleichzeitig und formlos den Antrag auf Übernahme der Mietekosten für die bisherige Wohnung bis zur Übergabe sowie Räumungskosten stellen. Dann hast Du da shon mal nichts verpennt und kannst die Feinheiten später abarbeiten. Wie steht Dein Betreuter zu einer Heimaufnahme? Begreit er seine Situation? Oder stellt er sich einfach nur queer, ohne die Risiken einschätzen zu können? Wenn er nichts mehr peilt: Wie wäre es mit einem kleinen Urlaub (Kurzzeitpflege)? Manchmal ist der "Urlaub" so toll, dass die Betreuten gar nicht mehr nach Hause wollen - aber vorher jedes Heim verflucht haben. Für mehr müßtest Du erst einmal mehr an den oben beschriebenen Sachen schildern. MfG Imre
__________________
Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
|
|
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | Thema durchsuchen |
| Ansicht | |
|
|