Dies ist ein Beitrag zum Thema Therapie Messie Syndrom im Unterforum Beiträge zu Rechtsfragen bis 2015 , Teil der Rechtsfragen im Rahmen des Betreuungsrechts
Hallo!
Seit einiger Zeit betreue ich einen Mann mit deutlichen Verwahrlosungstendenzen. Er sammelt zwar nicht, die Wohnung ist aber sehr ...
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#1 |
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Forums-Azubi
Registriert seit: 12.05.2012
Beiträge: 53
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Hallo!
Seit einiger Zeit betreue ich einen Mann mit deutlichen Verwahrlosungstendenzen. Er sammelt zwar nicht, die Wohnung ist aber sehr unordentlich und schmutzig. Er verzettelt sich ständig und daher sammelt sich immer mehr Zeugs und Schmutz an. Ungeziefer gibt es nicht, einige Nachbarn haben ihn auf dem Kieker und beschweren sich immer wieder über Geruchsbelästigung, die ich bei meinen Besuchen als nicht besonders ausgeprägt empfinde. Es hat sich auch schon etwas gebessert. Ich konnte ihm klarmachen, dass er auf lange Sicht die Wohnung verliert, wenn nichts passiert und er hat daher einer Unterstützung im Haushalt zugestimmt. Er erhält nun zwei mal die Woche Besuch vom Pflegedienst, der mit ihm aufräumt und putzt und einmal die Woche psychosoziale Betreuung, finanziert über Leistungen der Pflegekasse und Hilfe zur Pflege. Der Erfolg ist bislang überschaubar, die Verbesserung braucht Zeit, der Betreute stimmt einem radikaleren Vorgehen nicht zu, er ist auch kaum davon zu überzeugen, dass er eine Waschmaschine benötigt. Er sträubt sich gegen jede Veränderung. Was kann ich noch tun? Ausser einer Selbsthilfegruppe habe ich bislang nichts gefunden und da geht er bestimmt nicht hin. Gleiches gilt für Verhaltenstherapeuten o.ä. Ich habe nicht die Gesundheitssorge. Für Tips wäre ich dankbar sonige Grüsse aus Berlin! C |
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#2 |
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Gibt einen aus
Registriert seit: 16.11.2013
Ort: Berlin
Beiträge: 111
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Hallo xxl,
Messies sind einfach sehr schwer zu therapieren, mit großartigen Veränderungen und Verbesserungen solltest du also nicht wirklich rechnen können. Solange die Situation überschaubar bleibt oder sogar, wenn auch dezent, sich verbessert, ist dies als Erfolg zu werten. Vielleicht kann der Betreute vom Nutzen einer Waschmaschine überzeugt werden durch kommunikative Unterstützung der Pflegekräfte oder durch die PSB. Ggf. ist es möglich, die Kosten für die WM vom Sozialhilfeträger übernommen zu bekommen, wenn auf die finanzielle Situation und den dringenden Bedarf (Gefahr des Verlustes der Whg. oder gesundheitliche Probleme) hingewiesen wird. Einfach mal Antrag stellen. Wenn der Betreute seine Wäsche bisher z. B. in der Badewanne gewaschen hat, ist der Umgang mit einer WM für ihn erst mal neu und deshalb mit Ängsten besetzt. Vielleicht können diese Ängste durch Informationsgespräche oder Besichtigung eine Waschhalle minimiert werden Schließlich gibt es aber in D noch kein Gesetz, was die Benutzung einer WM zwingend vorschreibt. Somit bleibt es seine Entscheidung, wie er seine Wäsche wäscht und vor allem wie oft. Wenn du selbst den Eindruck hast, dass der Stinklevel noch erträglich ist und auch sonst keine Fäkalien oder Essensabfälle in der Whg. angehäuft werden, sollte es mit den Pflegebesuchen doch genügen!? Missgünstige Nachbarn finden sich schnell und solange keine Abmahnung der Hausverwaltung droht, würde ich diesen Faktor vernachlässigen. Ebenfalls sonnige Grüße sarasvati |
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#3 |
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Forums-Azubi
Registriert seit: 12.05.2012
Beiträge: 53
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Danke Sarasvati,
dann werde ich mich in Geduld üben. Die geruchsempfindlichen Nachbarn gehen leider nur teilweise auf meine Gesprächsangebote ein und pöbeln anonym gegen den Betreuten im Treppenhaus per Aushang, aber auch bei der Hausverwaltung und beim Ordnungsamt. Von wegen " es riecht hier täglich wie im Obdachlosenheim". Ich habe den Pflegedienst gebeten, Raumspray zu benutzen und muss hoffen, dass die Hausverwaltung weiter die Füsse stillhält. mittlerweile wolkig: CC |
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