Dies ist ein Beitrag zum Thema Betreuung funktioniert nicht. im Unterforum Beiträge zu Rechtsfragen bis 2015 , Teil der Rechtsfragen im Rahmen des Betreuungsrechts
Hallo allerseits!
Bereits vor etwa einem dreiviertel Jahr habe ich hier über die Betreuungssituation meiner Großmutter Rat gesucht.
Die alte ...
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Gesperrt
Registriert seit: 31.08.2006
Beiträge: 4
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Hallo allerseits!
Bereits vor etwa einem dreiviertel Jahr habe ich hier über die Betreuungssituation meiner Großmutter Rat gesucht. Die alte Dame ist inzwischen 90 Jahre alt, lebt in ihrer eigenen, bis unter die Deckenkante mit "Gesammeltem" vollgestopften Wohnung. Sie leidet unter einer Alterspsychose und immer stärkeren geistigen Ausfallerscheinungen. Dazu kommen zahlreiche Alterserkrankungen von denen die stärksten eine Durchblutungsstörung in den Beinen und Polyneuropathie sind. In der Folge sind ihre Füße bis zum Spann nahezu gefühllos und sie hat große Mühe das Gleichgewicht zu halten und kann ohne Gehhilfe kaum stehen oder laufen. Durch die Psychose leidet sie unter erheblichen Wahnvorstellugnen, da sie sich - aus eben diesem Grund - weigert, ihre Medikamente zu nehmen und ausschließlich auf teure Wunderheil-Scheinmedikamente vertraut. Nachdem die erste Betreuerin von Januar - Oktober 2006 keinen Zugang zu ihr gefunden hatte und von meiner Großmutter als Betrügerin verdächtigt wurde, habe ich im November die Betreuung provisorisch übernommen. Mit der Bitte, einen neuen Berufsbetreuer zu suchen, der ein gutes Vertrauensverhältnis zu meiner Großmutter aufbauen sollte, damit ich die Aufgabe wieder abgeben kann. (Ich bin selbständig, habe eine Familie mit einem Sohn und noch mehr ständig hilfsbedürftige Angehörige, so dass mir ohnehin keine Zeit für mich selbst bleibt. Meine schwierige Großmutter kann ich mir deshalb als Daueraufgabe nicht leisten.) Der neue Betreuer machte erst einmal einen guten Eindruck. Er trat im Februar seinen Dienst an. In den drei Monaten meiner Arbeit hatte ich Sozialamt, Krankenkasse und Heimplatzvergabestelle in unserer Stadt so weit gebracht, dass eine Übersiedelung meiner Großmutter aus ihre total verschimmelten Bude in ein Altenwohnheim sowohl finanziell abgesichert als auch behördlich genehmigt war. Auch meine Großmutter hatte nach langer Überzeugungsarbeit zugestimmt sich verschiedene Häuser anzusehen und zumindest einmal "Probe zu wohnen". Umziehen wollte sie auf alle Fälle. Am liebsten in eine neue, schönere, eigene Wohnung. Aber auch ein guter Platz im betreuten Wohnen wäre ihr sehr recht gewesen. Weil sie auch zugab, inzwischen selbst fast nie mehr zu kochen und das essen und trinken oft tagelang zu vergessen. Ich dachte also, jetzt kann es nur besser werden. Nach dem Erstgespräch und der Übergabe ließ sich der Betreuer dann aber für einen Monat lang nicht blicken. Auf meine Nachfrage hin meinte er, ja er müsste sich ja jetzt erst einmal einen Überblick über die Aktenlage verschaffen. Er würde meine Großmutter schon bei gegebenem Anlass wieder besuchen. Meinen Hinweis darauf, dass meine Großmutter ihn in 6 Wochen längst nicht mehr erkennen würde, fand er albern. Aber genau das passierte. Und seit dem lässt meine Großmutter den Mann vor der Tür stehen. Und ist stinksauer. Und bezeichnet ihn als Betrüger, weil er ja über ihr Konto verfügt und da die Kontoauszüge etc. zu sich schicken lässt und meine Oma nicht daran kommt. Zum Glück hatte ich ihn dazu überreden können, ihr die Vereinbarung, die ich mit der Sparkasse getroffen hatte, ihr wöchentlich 100 Euro auszuzahlen für den Lebensunterhalt, zu lassen. Denn "Aushungern" funktioniert bei meiner Großmutter nicht. Das weiß ich von der letzten Betreuerin. Bevor sie die reingelassen hat, um sich von ihr ihr eigenes Geld abgezählt geben zu lassen, hat sie lieber Dinge versetzt und ist betteln gegangen. Nun ist dieser Zustand inzwischen ja auch schon wieder fast ein halbes Jahr alt. Also habe ich beim Amtsgericht eine entsprechende Anfrage gestartet. Dieses hat dann den Betreuer um Stellungnahme gebeten. Und nun redet der Betreuer nicht mehr mit mir, weil ich mich ja über ihn beschwert hätte. Ich hatte gestern ein sehr unerfreuliches, kurzes Telefongespräch mit ihm, in dem er mir mitteilte, dass ab sofort alles nur noch auf dem Amtsweg gehe. Das hat mich richtig kalkweiss am Telefon werden lassen und ich finde es eine richtige Unverschämtheit. Sagt doch bitte mal Eure Meinung dazu. Danke! Paulina |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 19.09.2006
Beiträge: 198
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#3 |
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Gesperrt
Registriert seit: 31.08.2006
Beiträge: 4
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Ah, doch noch eine Antwort
Tja, warum "soll" meine Oma in ein Altersheim, wenn sie nicht will... Erst einmal "soll" sie nicht, sondern sie will dringend aus ihrer jetzigen Wohnung ausziehen. Weil die nämlich total schimmelig ist, die Sanitären Einrichtungen defekt, kein warmes Wasser im Bad, die Haustüre nicht mehr richtig verschließbar und ebenfalls ihre Wohnungstüre nach mehrmaligen Einbrüchen. Denn dort, wo sie wohnt ist hier der "Kiez". Aber ganz schlimm. Die Wohnumstände sind schlichtweg menschenunwürdig. Obendrein ist sie ein Messie und hat die Wohnung bis auf winzige Schleichpfade bis obenhin mit Altpapier, Nippes und Zeugs vollgestopft. Und damit meine ich nicht verniedlichend zugestellt sondern so, dass es nur noch einen Stuhl gibt, den sie benutzen kann und ihr Bett nur noch im Sitzen, weil auch da alles voll ist mit alten zeitungen etc. Da sie obendrein sehr hinfällig ist und durch ihre Erkrankungen nur noch mit einer Gehhilfe mobil ist, macht es einfach SINN, sie in ein betreutes Wohnen umzusiedeln. Und ja, zuerst den Betreuer kontaktieren. DAS habe ich in den vergangenen Monaten nahezu wöchentlich gemacht. Er sagt auch, er tut sein Möglichstes, aber die alte Frau lässt ihn einfach nicht in die Wohnung. Weil sie ihn halt für einen Betrüger hält. Und gegen ihren Willen kann er ja nix machen. Also beisst sich die Katze in den Schwanz. Und ich finde, nach einem halben Jahr derartigen Schildbürger-Gehabes kann man schon mal beim Amtsgericht eine Anfrage starten. Den BESSER wird es mit meiner Großmutter sicher nicht mehr. Übrigens hatte sie in den letzten Wochen per Telefon für 1.500 Euro Vitaminpillen bestellt. Die sie dann hat wieder abholen lassen. Die dubiose Firma hat aber trotzdem den Gerichtsvollzieher losgeschickt. Und der hat ihr jetzt angekündigt sie - weil sie sich natürlich weigert zu zahlen und das auch nicht kann - in Haft nehmen zu lassen. Das wird sicher sehr amüsant. Der Betreuer ist informiert - ich bin sehr gespannt, wie das weiter geht. |
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Gesperrt
Registriert seit: 19.08.2005
Ort: im Baumhaus
Beiträge: 624
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Paulina, bin ja mal gespannt, wie der Betreuer die alte Frau vor der Haft verschonen wird.
Die Beteuerin kann ja auf Demenz hinweisen, den Vertrag rückgängig machen. Aber die Pillen hatte sie ja schon zurückgeschickt oder?Unsere Betreute hat auch schon oft Sachen bestellt, Abo unterzeichnet. Bisher habe ich diese Dinge einfach zurükgehen lassen, falls an meine Anschrift und mit Nachnahme verbunden war und auch viele Abo selber gekündigt, ohen Betreute gefragt zu haben. Nachdem ein Inkassodienst eingeschaltet wurde, dem geschrieben, dass Hauptforderung bezahlt wurde, die wollten trotzdem noch ihre Kosten. Dann wieder geschrieben, dass für Zustellungen des MB die Betreuerin zuständig wäre. Es ging um 7.00 €. Dann nix mehr gehört. Bei einer anderen Firma habe ich klipp und klar gesagt, Betreute sei bei Bestellung in Psychose gewesen. Die haben sie gesperrt für Neubestellungen. Karte von Douglas etc. bekommt sie nicht ausgehändigt. Irgendwann hatte sie mal für über 1.200 € dort eingekauft. Das Zeugs teilweise vescheuert, um zu Geld zu kommen, da sie keine Bankkkarte mehr mehr besitzt, aber kein Einwilligungsvorbehalt. Wenn sie selber zur Bank geht, bekommt sie Geld, aber nie so viel, dass laufende Kosten nicht gedeckt sein könnten, Anweisung bei der Bank. Mit dem Hinweis, falls das nicht eingehalten würde, dass Regreß, Schadensersatz erfolgt, Gruss mary Seit kurzem kann der (aussergerichtliche) Einwilligungsvorbehalt auch durch Betreuerin durchgezogen werden, ohne gerichtlichen Beschluss. Da sind wir sehr froh drüber. Denn uns Verwandte schützt dies vor Geldforderungen, Drohungen direkt durch die Betreute :cry: |
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Forums-Azubi-Anwärter
Registriert seit: 25.07.2007
Beiträge: 27
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Ja, dass kenn ich alles!
Mein Vater hat im Herbst letzten Jahres 2 Verträge bei Partnerschaftsvermittlungen unterschrieben über insgesamt 20.000,00 €!!! Ich weiss über gute Kontakte dass auf jeden Fall ein großer Teil davon bezahlt wurde. Aber so wie sich der Betreuer mir gegenüber geäußert hat, wird der wohl auch dieses Geld nicht zurückholen. Aber ich werde dem dann auch ein Ei legen, denn ich habe das Geld von dem Wohnungsverkauf in weiser Voraussicht auf meinen Namen angelegt! Ich habe kein Problem einen Dauerauftrag für das Heim oder so zu machen, aber dieser suspekte Betreuer bekommt dieses Geld NIEMALS in die Hand! :twisted: |
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#6 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 13.08.2005
Beiträge: 89
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Guten Tag zusammen,
eine solche Aussage darf nicht unwidersprochen bleiben. Bestand die rechtliche Betreuung schon, als Ihr Vater diese Verträge abgeschlossen hat? Wenn nicht, dann konnte und durfte Ihr Vater das tun, auch wenn Ihnen das nicht passt. Mit Aussicht auf Erfolg kann ein Betreuer solche Verträge nur unterbinden, wenn bereits eine Betreuung mit Einwilligungsvorbehalt für finanzielle Angelegenheiten besteht. Wurde die Betreuung erst nach Vertragsabschluss eingerichtet oder ist der Betreute in diesem Bereich geschäftsfähig, kann der Betreuer klagen, wenn er nachweisen kann, dass zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses keine Geschäftsfähigkeit gegeben war, was oft sehr schwer ist. Selbst wenn er obsiegen sollte, ist noch nicht sicher, ob er bei einer wenig seriösen Firma tatsächlich auch das Geld zurück erhält. Schlimm finde ich, dass ein Listenteilnehmer hier von dem "suspekten Betreuer" spricht und gleichzeitig zu Geld, welches wohl seinem Vater zusteht, mitteilt, "ich habe das Geld von dem Wohnungsverkauf in weiser Voraussicht auf meinen Namen angelegt!" Wenn ich mich nicht irre bezeichnet der Gesetzgeber das als Unterschlagung. Mit nachdenklichen Grüßen Arno |
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#7 |
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Gesperrt
Registriert seit: 19.08.2005
Ort: im Baumhaus
Beiträge: 624
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Akinci, und wenn der Betreuer der Partnervermittlung schreibt, dass die Verträge während eine psychotischen Zustands, unzurechnungsähig, abgeschlossen wurden und ärztliche Bestätigung beiifügt: Zeitpunkt ...... nicht zurechnungsfähig, bereits in psychiatrischer Behandlung.
Also das würde ich nicht so einfach hinnehmen. Auch schon ein Teil von 20 t€ sind kein Pappenstiel. Am besten RA einschalten. Wurden denn diese Verträge in seiner Whg. abgeschlossen durch einen Vertreter des ominösen Instituts? Gruss mary |
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#8 |
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Forums-Azubi-Anwärter
Registriert seit: 25.07.2007
Beiträge: 27
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@ars Eine Betreuung habe ich beantragt als ich von einem Staubsaugervertreter angerufen wurde, der mich ganz einfach informieren wollte, da er die Unterlagen der Partnerschaftsvermittlungen auf dem Tisch bei meinem Vater hat liegen sehen und er auch mal so ein Problem hatte! Es gibt schon auch noch das gute im Menschen...habe auch erst gedacht er will mir einen Staubsauer andrehen..
Zu dem Vorwurd der Unterstellung will ich ganz einfach mal soviel sagen, hätte ich das Geld nicht auf meinen Namen umschreiben lassen wäre es heute nicht mehr da....dass sollte man nicht vergessen...und dann wäre ich der Depp der zahlen müßte im übrigen bin ich gerade dabei das Geld auf ein Kto. meines Vaters zurückzuüberweisen....eigentlich kann mich doch die ganze Geschichte kreuzweise...es kotzt mich an wie sich dieser Betreuer verhält....niemand wird überhaupt über irgendwas informiert also weder meine Geschwister noch ich...der kommt zu mir bloß wegen des Geldes...alles andere entscheidet er alleine...nachdem er mich gestern mal wieder wegen dem Geld angerufen hat habe ich mir erlaubt anzufragen was denn jetzt eigentlich mit der Wohnung meines Vaters passiert, da sagt er mir die wird jetzt gerade in diesem Augenblick von einem Auktionator geräumt....es steht aber nichts wertvolles in der Wohnung...aber doch ein Auktionator! Ich habe mich ja schon vor 3 Wochen beim Gericht beschwert dass ich das nicht möchte ich will die Wohnung selbst räumen, immerhin sind da ja noch einige Erinnerungswerte vorhanden auch wenn bei dem Betreuer alles wertlos ist...aber reden nutzt nix....ich hab dann gefragt ob ich wenigstens sein englisches Service haben kann, da meinte er ja, er ruft dort kurz mal an....10 Minuten später ruft er mich wieder im Geschäft an und sagt mir...dem Auktionator ist gerade beim räumen der Karton mit dem Geschirr runtergefallen.....so und wenn mir jetzt hier einer sagen will dass es sich hier nicht um Betrug handelt der lügt! Dieser Betreuer denn ich habe ist die pure Verarschung! Ich bin seit Wochen dabei ein geeignetes Heim für meinen Vater hier in meiner Nähe zu finden dann schieß ich den Betreuer auf jeden Fall ab...wenn es auf meine erneute Beschwerde jetzt nicht entgültig das Gericht macht. Gestern bin ich glaub ich nur knapp an einem Herinfarkt vorbeigerast so hab ich mich aufgeregt! Gruß :twisted: |
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