Dies ist ein Beitrag zum Thema Betreuung nicht zum Wohle des Betreuten? im Unterforum Beiträge zu Rechtsfragen bis 2015 , Teil der Rechtsfragen im Rahmen des Betreuungsrechts
Guten Tag erst einmal,
mein 91jähriger dementer Vater wird von meinem Bruder ( vom Gericht berufen) betreut. Aus gesundheitlichen Gründen ...
|
|||||||
| Registrieren | Hilfe | Benutzerliste | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
|
|
#1 |
|
Ich bin neu hier
Registriert seit: 04.11.2014
Beiträge: 4
|
Guten Tag erst einmal,
mein 91jähriger dementer Vater wird von meinem Bruder ( vom Gericht berufen) betreut. Aus gesundheitlichen Gründen konnte ich dies nicht beantragen. Zur Situation. Mein Vater wohnt allein mit der Pflegekraft in einem Haus das vor längerer Zeit meinem Bruder überschrieben wurde. Pflege ist durch eine ausländische Kraft geregelt die alle 3 Monate wechselt. Nun ist mein Vater innerhalb eines Jahres schon zwei mal gefallen, und hat sich dabei jeweils etwas gebrochen. Ich bin der Meinung das die häusliche Pflege durch die nicht wirklich gut ausgebildeten Damen nicht mehr ausreicht. Mein Bruder möchte aber das unser Vater im Haus bleibt, da es früher sein Wunsch war dort zu bleiben. Ich empfinde es als zu gefährlich und denke er wäre in einem Heim sicherer aufgehoben. Muß ich die Entscheidung meines Bruders akzeptieren? Wie oft soll mein Vater noch fallen? |
|
|
|
|
|
#2 |
|
Held der Arbeit
Registriert seit: 31.07.2012
Ort: Sachsen
Beiträge: 424
|
Hallo!
Welche Aufgabenkreise der Betreuung hat dein Bruder inne? Gruß der_andre |
|
|
|
|
|
#3 |
|
Forums-Azubi-Anwärter
Registriert seit: 14.11.2012
Ort: NRW
Beiträge: 29
|
Hallo,
ein Heim gibt auch keine Garantie, dass Ihr Vater nicht mehr fällt. Insofern ist es eher geboten zu schauen, ob im häuslichen Bereich Gefahren minimiert werden können bzw. was die Ursache bei den letzten Stürzen war (Teppichläufer, Türschwelle, Kabel, ...) Alle Dinge, die ein Heim bei erhöhter Sturzgefahr realisiert, können auch zu Hause angewendet werden. Ihr Vater wäre im Heim vermutlich totunglücklich und würde trotzdem fallen ... Viele Grüße Tina |
|
|
|
|
|
#4 |
|
Ich bin neu hier
Registriert seit: 04.11.2014
Beiträge: 4
|
|
|
|
|
|
|
#5 | |
|
Ich bin neu hier
Registriert seit: 04.11.2014
Beiträge: 4
|
Zitat:
|
|
|
|
|
|
|
#6 |
|
Held der Arbeit
Registriert seit: 31.07.2012
Ort: Sachsen
Beiträge: 424
|
Hallo!
Wenn das Haus nicht barrierefrei ist solltest Du das mit deinem Bruder besprechen. Als Betreuer ist er verpflichtet zum Wohle des Betreuten zu agieren. In diesem fall lag der Wunsch vor zu hause zu verbleiben im Alter, somit ist da nichts falsches dran, außer wenn sich abzeichnet das eine unzureichende Pflege gegeben ist. Auch im Heim, wie TinaW schreibt können Stürze nicht verhindert werden, da ab einer Gewissen physischen Verfassung nicht die Schwelle oder Treppe die "Stolperfallen" sind, sondern der eigene Körper. Vondaher bleibt hier wirklich nur das Gespräch mit dem Bruder. Gruß der_andre |
|
|
|
|
|
#7 |
|
Admin/Berufsbetreuer
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 9,604
|
Moin moin zusammen
Erst mal vorab: Was ist den der Wille des Vaters? Nach diesem hat sich der Bruder erst einmal zu richten. Das ist zumindest sein gesetzlicher Auftrag. Natürlich hat er sich auch nach dem Wohl des Vaters zu richten, was manchmal etwas ganz anderes ist. Wenn der Vater aber seine Sinne noch einigermaßen beieinander hat und lieber zu Hause leben will (Vater sind die (Sturz-)Risiken etc. bekannt und trotzdem...), dann soll er es auch dürfen. In diesem Fall ist es für die Angehörigen (egal ob Betreuer oder nicht) natürlich schwer auszuhalten, wenn man Vater stürzt und sich die Knochen bricht - aber es ist sein (freier) Wille und von daher in Ordnung. Es dürfte auch hilfreich sein, eine Pflegefachkraft zu Rate zu ziehen und die Möglichkeiten der Sturzvermeidung durchzugehen. Nicht nur bauliche Sachen, sondern auch entsprechende Möbel, Gestaltung der Räume, sogar besondere Bekleidung (Sturzhosen) sind hilfreich und Senken die Gefahren. MfG Imre
__________________
Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
|
|
|
|
|
#8 |
|
Ich bin neu hier
Registriert seit: 04.11.2014
Beiträge: 4
|
Wie schon geschrieben ist mein Vater dement. Explizite Wünsche kann er seit ca 5 Jahren nicht mehr äussern. Eine Unterhaltung ist nicht möglich. Evtl kann er auf Fragen mit ja oder nein Antworten.
Zum fortbewegen braucht er einen Rollator. Mit diesem schafft er in 1 Min. eine Strecke von etwa 4 Metern. Soviel zum Gesundheitszustand. Ein Gespräch mit meinem Bruder ist leider nicht möglich, da er auf den Wunsch meines Vaters "Zuhause zubleiben" von vor 10 Jahren besteht. Ich sehe auch einen bessere medizinische Versorgung in einem Heim. Dort wird ein Arzt gerufen oder ein Krankentransport organisiert. Im Moment wird er von der Pflegekraft zu jedem Arztbesuch mit dem eigenen Auto gefahren. Hier ist schon das Ein- und Aussteigen eine Qual. Geändert von Biber52 (06.11.2014 um 11:54 Uhr) |
|
|
|
|
|
#9 |
|
Held der Arbeit
Registriert seit: 31.07.2012
Ort: Sachsen
Beiträge: 424
|
Hallo!
Aufgrund der Schilderung ist es bedenklich, ich sehe aber keine Veranlassung gegen den Wunsch des Vaters zu entscheiden. Die Unterbringung im Heim ist auch nicht das Non Plus Ultra, denn hier liegt/sitzt/ steht er in seinem Zimmer. Da ist die Betreuung zu Hause, also rein das menschliche, sicher besser. Auch hier muss erst etwas passieren, (leider) um eine Unterbringung woanders zu rechtfertigen. MfG der_andre |
|
|
|
|
|
#10 |
|
Forums-Geselle
Registriert seit: 03.06.2011
Beiträge: 164
|
Im Grunde ist die Wohnsituation des Vaters ideal, da er rund um die Uhr eine Betreuung hat, die nur für ihn da ist. Das ist in keinem Heim so gegeben.
Wenn im Heim ein Bewohner stürzt und sich dabei verletzt, muss auch auf die Ankunft des Notarztes/Krankenwagens gewartet werde. Wenn das Einsteigen ins Auto so mühsam für den alten Mann ist, muss ein Krankentransport bestellt (und bezahlt) werden. Ich habe alte demente Betreute im Heim und in der eigenen Wohnung mit ambulanter Pflege. Stürze mit Verletzungen kommen in jeder Wohnform leider häufig vor. Ich sehe in dem hier geschilderten Fall keine Fehler in der Betreuung. Gruß Hanne |
|
|
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | Thema durchsuchen |
| Ansicht | |
|
|