Dies ist ein Beitrag zum Thema Daten von Betreuten per E-Mail vermitteln? im Unterforum Beiträge zu Rechtsfragen bis 2015 , Teil der Rechtsfragen im Rahmen des Betreuungsrechts
Hallo!
Wie haltet Ihr es mit der Übermittlung von Betreuten-Daten per E-Mail (z.B. Schriftverkehr mit Gerichten, Ärzten oder Gläubigern)?
Eigentlich ...
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#1 |
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Berufsbetreuer
Registriert seit: 31.07.2007
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 2,806
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Hallo!
Wie haltet Ihr es mit der Übermittlung von Betreuten-Daten per E-Mail (z.B. Schriftverkehr mit Gerichten, Ärzten oder Gläubigern)? Eigentlich ist diese Art der Kommunikation ja nicht gerade sicher, da die Administratoren der Web-Dienste leicht auf die betr. Daten zugreifen könnten, was sie natürlich nicht dürfen - und normalerweise wohl auch nicht tun. mfg |
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#2 |
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Gast
Beiträge: n/a
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Hallo Carlos,
das Problem der Datensicherheit ist im Betreuungswesen sehr umstritten. Manche gehen soweit, dass sie auch gegenüber Ämtern und Behörden kaum die Umstände und Erkrankung des Betreuten schildern, aber erwarten, dass die Behörden Verständnis zeigen. Kann natürlich nicht funktionieren. Übrigends hatten wir dieses Thema vor langer Zeit auch schon mal besprochen. Deine Frage zielt jetzt auf die Verlässlichkeit des Internet. Also ich maile z.B. auch unter dem Aktenzeichen an den Landschaftsverband, wenn es um die Auskunft geht, ob sich die Vermögenssituation des Heimbewohners geändert hat oder so. Ich frage mich bei allem Datentransfer, wo bestünde eine konkrete Gefahr für Datenmissbrauch. Solange es nur um eine abstrakte, wenngleich technisch mögliche Gefährdung handelt, ist es mir und den Betreuten in der Regel sowieso ziemlich egal. Was anderes ist es, wenn durch Weitergabe von Fakten, z.B. Fragen der Erkrankung, bestimmte Leistungen möglicherweise nicht gewährt oder eingestellt werden. Doch diese Weitergabe von Fakten ist in der Regel unabhängig des Mediums, als vielmehr welche Behörde überhaupt bestimmte Informationen verlangen darf oder benötigt, damit der/die Betreute bekommt, was möglich ist. In diesem Sinne denke ich, kommt man ganz gut zurecht. Heinz |
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#3 | |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 19.09.2006
Beiträge: 198
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Zitat:
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#4 |
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Gesperrt
Registriert seit: 04.04.2004
Ort: NRW
Beiträge: 2,294
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Hallo Roy,
beim LVR passiert es mir immer öfter, dass mir Schriftverkehr per e-mail übersendet wird, aber auch andere Stellen gehen immer mehr dazu über. Bei mir sind z.B. einige Briefe nicht angekommen, wo immer die abgeblieben sind, hier im Haus sind sie jedenfalls sicher nicht abhanden gekommen. Die Gefahr des Mißbrauchs, nachdem die privaten Briefdienstleister aus den Boden schießen wie sonst was, lauert überall. Wenn wir von einem evtl. Datenmissbrauch ausgehen, dann dürfte kein Betreuer online banking machen, oder? Mit freundlichen Grüßen Tina |
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#5 |
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Gast
Beiträge: n/a
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Hallo allseits,
man muss sich im Klaren sein, dass die Daten unter den Behörden oder auch vom Arzt zum Krankenhaus mitunter per Netz gehen. Ob die dann bei den Behörden oder dergl. auch immer gleich die Person erreichen, die sie betreffen, ist oftmals fraglich. Unabhängig dieses unangenehmen Gefühls können wir uns dieser Gefährdung gar nicht entziehen. Demnächst wird, so wie der WDR es sendete, ein Portal aufgebaut, in dem alle Daten von allen, die irgendwie im Netz Spuren hinterlassen haben, zusammen geführt werden, ob das Leserbriefe, Fotos, Homepage. Das heißt, demnächst haben wir für jeden frei Zugänglich, den gläsernen Mitarbeiter, Nachbarn, Klassenkamerad, egal was. Da stellt sich die Frage nach Datenschutz oder -schmutz schon gar nicht mehr. Trotzdem ist für BetreuerInnen die Sorge und Behutsamkeit mit den Daten der Betreuten angebracht. In diesem Sinn Heinz |
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#6 |
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Berufsbetreuer
Registriert seit: 31.07.2007
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 2,806
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Hallo!
Könnte man das Fazit dieser Diskussion in der Form ziehen, dass die Korrespondenz in Betreuungsangelegenheiten per E-Mail legal ist und man dem Betreuer, sofern er nur - in der Sache - erforderliche Daten übermittelt, auch nichts anhaben kann. Ungeachtet dessen erscheint es jedoch empfehlenswert - wenn möglich - auf Briefpost oder Fax zurückzugreifen. Wie bereits erwähnt wurde, verkehren Behörden und Krankenhäuser, wohl auch Rechtsanwälte (untereinander) ja auch oft per E-Mail. Und Online-Banking ist - obwohl nachweislich unsicher - schließlich auch salonfähig. mfg |
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#7 |
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Gast
Beiträge: n/a
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Hallo Carlos,
es ist bekannt, dass das Internet öffentlich ist. Für die, die sich die Mühe machen oder die technischen Möglichkeiten haben, können alles mitlesen, es sei denn, es ist verschlüsselt. Dann wird es zwar komplizierter, fordert die Cracks erst recht raus, weil es ein besonderer Anreiz ist, Verschlüsseltes zu lesen. Könnte ja was Wichtiges sein. Wenn ich eine eMail Anschrift eines Mitarbeiters bekomme bei einer Behörde oder Heim, dann kann ich davon ausgehen, dass er nur meine Mail bekommt. Bei der Briefpost oder Fax wird in der Regel die Post von der Verwaltung geöffnet und wandert dann durch die Abteilungen. Mitunter können dann viel mehr Leute mitlesen, die es gar nichts angeht. Die Gewähr von Datenschutz ist meines Erachtens praktischerweise nicht so sehr gefährdet durch irgendwelche Hacker, die sich einen Spaß machen, das Internet zu filzen, als vielmehr durch Mitarbeiter oder andere Bewohner oder Patienten oder oder . Da sollte schon genauer hingesehen werden: wer soll meine Info bekommen und wie weit ist der Weg zum andern. Und da kann das Mailen fast sicherer sein, als das Fax. In diesem Sinn keine Angst vor Popanz Heinz |
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