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Ende der Betreuung

Dies ist ein Beitrag zum Thema Ende der Betreuung im Unterforum Beiträge zu Rechtsfragen bis 2015 , Teil der Rechtsfragen im Rahmen des Betreuungsrechts
GHalo, wie lange läuft die Betreuung denn schon? Wurde der Betreueer nur vorläufig eingesetzt, oder ist er schon fast 5 ...


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Alt 25.10.2007, 15:10   #11
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GHalo,

wie lange läuft die Betreuung denn schon? Wurde der Betreueer nur vorläufig eingesetzt, oder ist er schon fast 5 Jahre tätig?

Es gibt 1. Eine einstweilige Anordnung, diese darf längstens 6 Monate andauern. Sie kann durch ein Gutachten verlängert werden. 2. Gibt es die Eilmaßnahmen, diese dürfen höchstens 1 Jahr bestehen bleiben. Wird vor Ablauf der Fristen eine Verlängerung ausgesprochen und der Betreuer endgültig bestellt, endet die Betreueung spätestens nach 7 Jahren, bzw. wird dann wieder überprüft.

Nenn mir doch mal aus deiner Sicht die Vorteile einer Betreuung, speziell in unserem Fall.

Ist schwierig von hier aus zu beurteilen. Es könnte jedoch sein, dass der Betreuer sich deshalb zurücknimmt, weil ihr alles in die Hand nehmt und er nur den "Beobachtungsposten" übernimmt... Na klar sind mir Angehörige auch willkommen, die das eine oder andere übernehmen können, was leider viel zu selten der Fall ist. Deshalb würde ich keinen Betreuer gleich als untätig bezeichnen. Ihr solltet euch mal zusammensetzen und das bespechen...

Was mich z.B. sehr stört ist, dass auf jedem Kontoauszug der Bank "Betreuung" steht. Muss das denn jeder wissen ??

Die zuständigen Stellen müssen darüber informiert werden,
es ist außerdem kein Makel, wenn jemand betreut wird.

Eine Aufhebung aus Schamgefühl zu beantragen wäre grundlegend falsch. Und evtl jetzt krampfthaft nach Gründen zu suchen, die dagegen sprechen, ebenso.

Kommt Dein Sohn alleine klar, ist er stabil genug seine Angelegenheiten alleine zu regeln? Aus Deinen Berichten lese ich heraus, dass Dein Sohn durchaus Hilfe benötigt, oder? Es ist was anderes, wenn Du als Mutter ab und zu mal hilfreich an seiner Seite stehst, moralisch unterstützt, ohne rechtliche Grundlage, oder ob Du evtl. sogar mal gegen seinen Willen für ihn entscheiden müßtest. Das könntest Du nicht. Es wurde Dir zudem nahe gelegt die Betreuung nicht zu übernehmen, weil eben emotionale Dinge aufkommen. Was soll werden, wenn alles mal plötzlich nicht mehr so gut läuft wer wird dann einspringen? Die Wohnung hat er ja noch nicht lange, die Arbeit auch nicht, das kann sich noch alles drehen....

Mit freundlichen Grüßen

Tina
Tina L. ist offline  
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Alt 25.10.2007, 19:51   #12
"Betreuerschreck"
 
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Hi Charlotte
weiso steht denn auf jeden bankauszug "betreuung" drauf? hab ich abe rnicht,. das heisst jetzt krieg ich die ausszüge ja nicht mher aber früher stand das auch nicht drauf..
lg MOMO
__________________
Momo ist offline  
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Alt 26.10.2007, 21:00   #13
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Hallo Tina,
die Betreuung läuft seit Februar 2006. Der Betreuer hat nicht mal den Beobachtungsposten übernommen, denn sonst würde er sich doch wenigstens ab und zu mal melden. Du hast sicher recht, dass er gemerkt hat, dass wir als Eltern sehr viel für unseren Sohn tun, doch das nur, weil er nicht da ist wenn man ihn braucht. Ein Gespräch mit ihm war und ist nicht möglich, da er mir zu verstehen gibt, dass er daran nicht interessiert ist. Ich weiß schon, dass ihm einiges nicht gefallen hat, was ich gesagt und getan habe, aber ich bin einfach in der Rolle der Mutter und immer !! emotional an der Sache. Tina, du hast mich jetzt sehr verunsichert, da ich keinen Fehler machen will. Ich glaub ich lass es einfach mal laufen und warte was kommt. Und was das "Schamgefühl" angeht.... es ist meiner Meinung nach nicht notwendig, dass z.B. auf einen Kontoauszug das Wort "Betreuung" steht. Warum denn auch? Die meisten Menschen reagieren da doch sehr "ich will mal sagen komisch". Ein unter Betreuung stehender Mensch wird doch immer mit anderen Augen angesehen. Was glaubst du denn was passiert, wenn Alex wieder rückfällig wird?! Als erstes bin ich gefragt und muss handeln, denn das hab ich in der Vergangenheit oft genug erlebt. Hätte der Betreuer wenigstens versucht, zu meinem Sohn ein Vertauensverhältnis aufzubauen, würden sich diese Fragen für mich jetzt gar nicht stellen. Betreuung heißt doch "jemanden zu betreuen - sprich sich um den anderen zu kümmern".
charlotte54 ist offline  
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Alt 26.10.2007, 21:03   #14
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Zitat:
Zitat von Momo
Hi Charlotte
weiso steht denn auf jeden bankauszug "betreuung" drauf? hab ich abe rnicht,. das heisst jetzt krieg ich die ausszüge ja nicht mher aber früher stand das auch nicht drauf..
lg MOMO
Ja das würde mich auch mal interessieren. Ich finde das diskriminierend :cry:
Liebe Grüße von Charlotte
charlotte54 ist offline  
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Alt 27.10.2007, 13:13   #15
"Betreuerschreck"
 
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HI Charlotte
also nachdem was du so schreinst über den betreuer deines Sohnes fin dich auch das mann da von "betreung" wohl nicht reden kann. auch wenn mann bedenbkt wie du ja auch shcon schreibst das er dich vieleicht als einmischung in seine angelegenheiten sieht.

Aber er tut ja rein gar nix.

vieleicht wäre es doch der weg einen neuen betreuer zu suchen bzw dem gericht mitteilung zu achen . oder hast du das shcon mal getan. cih wiess sdas jetzt nicht mehr so genau.
Also in meine rbetreuung läuft das so ab. ich treffe meine jeden monat einmal aber wnen wa sist wird auhc zwischnedurch telefoniert. ausserdem stehen meine betreuerin und der vom bewo in reglemässigem kontakt.
OK bei mir läuft auch nicht imme ralles gltt aber was die Besuche bzw die "beobachtung" abgeht ist es shcon ok...

Nun ich empfinde es shcon ein wenig als makel wenn alle welt weiss das da eine betreung besteht. es gibt leider immer noch genug Leute die das nicht richtig einordnen können.

aber ich mache mir dann schon die Mühe es zu erklären was das ist und arum. denn ich dneke das ist der weg damit mann von dem makel des " der kann das ja nicht alleine" weg zu kommen. bzw das psychische erkrankungen einfach auch besser toleriert werden.

lg MOMO
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Alt 27.10.2007, 14:12   #16
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Hallo Momo,

ich finde es bewundernswert, mit welcher Energie Du Dich gegen diese an Verständnisarmut leidende Gesellschaft auflehnst!
Leider sind viele Menschen einfach zu dumm, um zu verstehen, dass jeder einmal in eine solche Situation kommen kann, wo ihm der Boden unter den Füßen weggleitet und er dann auf wohlwollende und verständnisvolle Menschen angewiesen ist.
Es gibt aber leider in unserer Gesellschaft keine richtige Lobby (Interessenvertretung) für derart Betroffene.
Selbst im engsten Freundeskreis erfährt man, dass die Wenigsten heute noch bereit sind, sich helfend zu engagieren.
In unserer Gesellschaft gibt es einfach einen sehr starken Trend zum Egoismus!
Viele denken heute einfach:
"Warum soll ich helfen, mir hilft doch auch keiner!" oder "Was habe ich denn davon, wenn ich helfe?"
Treffend ist hier der Spruch: "Alle Menschen denken nur an sich, keiner denkt an mich - nur ich"
Der Betreuer meines Bruder hatte auch einen tollen Spruch für uns auf Lager:
"Persönliche Schicksale muss man immer auch persönlich aushalten"
Ich glaube, das stimmt eben nicht. Gerade durch Hilfe, Mitgefühl und Anteilnahme kann man manches besser aushalten.

Guter, sachlicher Rat wird hier ja in Hülle und Fülle angeboten, ich vermisse aber häufig etwas mehr Anteilnahme und Verständnis.
Man darf nie vergessen, dass es für die Betroffenen meistens extrem schwierige Lebenssituationen sind.
LG
Marion
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Alt 27.10.2007, 18:27   #17
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Hallo Marion,


Ein unter Betreuung stehender Mensch wird doch immer mit anderen Augen angesehen.

Es kommt auch ein Stück weit darauf an wie Du selber damit umgehst. Da es für mich z. die normalste Sache auf der Welt ist, gehe ich auch ganz natürlich damit um und strahle das auf andere aus. Meine Klienten verlieren meistens das Schamgefühl und glaube mir mal, dass sie auch anfangs auch damit zu kämpfen haben unter Betreuung zu stehen. Ich habe übrigens schon von Vormundschaftsrichtern gehört, die irgendwann selber einen Betreuer brauchten! :wink:

Was glaubst du denn was passiert, wenn Alex wieder rückfällig wird?! Als erstes bin ich gefragt und muss handeln, denn das hab ich in der Vergangenheit oft genug erlebt. Hätte der Betreuer wenigstens versucht, zu meinem Sohn ein Vertauensverhältnis aufzubauen, würden sich diese Fragen für mich jetzt gar nicht stellen.

Wenn die Betreuung fortgesetzt werden soll , dann gibt es immer noch die Möglichkeit, dass der Betreuer auf Antrag ausgetauscht werden kann. Es kommt hin und wieder vor, dass die Chemie nicht stimmt, so etwas gibt es. Dann hat es keinen Sinn das auf Biegen und Brechen weiter zu probieren. Und es gibt in der Tat leider auch unfähige Betreuer, da darf man sich nix vormachen. Ich kenne in meinem Umfeld nur gute und gewissenhafte Betreuer, aber man hört automatisch auch von anderen... Ich finde es immer schlimm, wenn alle Betreuer deshalb über einen Kamm geschert werden, denn es sind Ausnahmen.

Berichte doch mal wie es weitergegangen ist.

Mit freundlichen Grüßen

Tina
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Alt 28.10.2007, 14:42   #18
"Betreuerschreck"
 
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Zitat:
Zitat von Marion
Hallo Momo,

Hallo Marion

ich finde es bewundernswert, mit welcher Energie Du Dich gegen diese an Verständnisarmut leidende Gesellschaft auflehnst!

Danke!! NUN ja auflehnen mal mehr mal weniger:O))))
Leider sind viele Menschen einfach zu dumm, um zu verstehen, dass jeder einmal in eine solche Situation kommen kann, wo ihm der Boden unter den Füßen weggleitet und er dann auf wohlwollende und verständnisvolle Menschen angewiesen ist.

Ja das ist leider genau der Knackpunkt. Ich glaube Menschen sind so gestrickt das solange es sie nicht selber betrifft sie es erst mal wegschieben bzw ablehnen da sihnen auch sowas passieren könnte. Ich dneke das ist zum grösten Teil auch angst.Es gibt aber leider in unserer Gesellschaft keine richtige Lobby (Interessenvertretung) für derart Betroffene.

Nein die gibt es leider nicht oder viel zu wenig. Liegt wahrscheinlich auch da dran das mann damit keine guten Geschäfte machen kann:O(( Klingt jetzt hart Selbst im engsten Freundeskreis erfährt man, dass die Wenigsten heute noch bereit sind, sich helfend zu engagieren.

Ja bis auf ganz wenige Ausnahmen. also in dem HAus wo ich wohne da gibt es echt noch sowas wie ein verantwortungsgefühl dem anderen gegenüber.Wenn wir hier einenn mal einige tage nicht sehen dann wird geklopft und gefragt ob mann helfen kann. Meine nachbarin hat sogar mal ne zeitlang eine ältere Dame geflegt bevor sie ins altenheim kam. obwohl diese ältere dame auch noch familie hatte. aber die kümmerten sich nicht so besonders. das ging soweit das sie ihr die windeln gewechselt hat und auch erbrochenens weggemahct hat. also ich find das sehr lobens und anerkennungswert.

Oder wenn es mir schlecht ging dann waren sie auch immer da. trotzdem fühlt sich hier keiner vom anderen beobachtet oder eingeengt. Klingt jetzt ein wneig wie ein märchen:O) OK ist auch nicht immer alles ok, aber die Grundstimmung ist positiv!!!!
In unserer Gesellschaft gibt es einfach einen sehr starken Trend zum Egoismus!
Viele denken heute einfach:
"Warum soll ich helfen, mir hilft doch auch keiner!" oder "Was habe ich denn davon, wenn ich helfe?"

JA so denken viele. aber dann gibt es auch wiede die die zuveil helfen wollen:O)) die es sich zu iher ureigensten aufgabe gemacht haben zu helfen. die werden dann oft mit dem Wort"Helfersyndrom" bedacht. ok helfen kann ja auch ehct high machen:O)))

Ein guter mittelweg ist wie immer das richitge...
Treffend ist hier der Spruch: "Alle Menschen denken nur an sich, keiner denkt an mich - nur ich"
Der Betreuer meines Bruder hatte auch einen tollen Spruch für uns auf Lager:
"Persönliche Schicksale muss man immer auch persönlich aushalten"

Toller Spruch:O(((((( na dann wünsche ich diesem Hern mal in die situation zu kommen wo er dann sein persönliches schicksla auch persönlich aushalten muss!!!!!Ich glaube, das stimmt eben nicht. Gerade durch Hilfe, Mitgefühl und Anteilnahme kann man manches besser aushalten.

sehe ich auch so....

Guter, sachlicher Rat wird hier ja in Hülle und Fülle angeboten, ich vermisse aber häufig etwas mehr Anteilnahme und Verständnis.

Ja stimmt ich glaube auch es wird nur dann fachliche rrat angenommen, wenn derjenige auch die dahinter liegende anteilnahme bzw verständnis spürrt. ist bei mir jedenfallss so.Man darf nie vergessen, dass es für die Betroffenen meistens extrem schwierige Lebenssituationen sind.

JA das sind sie, es gibt abgründe die kan mann sich so gar nicht vorstellen

lg MOMO
LG
Marion
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Alt 28.10.2007, 14:56   #19
"Betreuerschreck"
 
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Zitat:
Zitat von Heinz Balzer
Hallo Momo,

Hallo heinz


das ist z.B. bei Betreuten, die sich im Wohnheim wieder völlig gefangen haben, kein Rückfall, kooperativ, selbständig, verlässlich und jetzt vor dem Auszug stehen. Dann kann es Aufgabe der Betreuung sein, ihm/ihr bei der Selbständigkeit in eine eigene Wohnung und berufliche Integration zu helfen. Da das aber innerhalb von 2 Jahren bewerkstelligt werden kann, braucht dann auch die Betreuung nur so lange zu laufen, weil davon ausgegangen wird, dass der/die Betreute nur noch begleitende Hilfe benötigt und dann sein Leben selbständig managt.

Oder aber ein Betreuter lebt bereits seit geraumer Zeit völlig selbständig ist aber noch in psychologischer Behandlung. Nimmt seine Medikamente, kümmert sich selbst um die Befreiung, geht eigenständig zum Amt und hat nur noch hier und da ein paar Fragen zu Formularen oder Anträgen. Bei erneuter Verlängerung kann dann ein Zeitraum von einem oder zwei Jahren vorsichtshalber angeordnet werden, um zu schauen, ob seine Stabilität auch hält und er/sie an Selbständigkeit gewinnt.
Alles klar. oh da hate ich aber bei meiner letzten Verlängerung was arg schlechte Karten:O))))

Die Beurteilung liegt zum einen im Ermessen des Richters/der Richterin, zum andern an der Bereitschaft und Einsicht des/r Betreuten und nicht zuletzt an der Kompetenz und Arbeit der BetreuerIn. Es liegt natürlich auch in der Macht und Kompetenz der BetreuerIn, ob gewollt oder unbedacht Konflikte zu provozieren oder zuzulassen, die dann Frust und Unwillen des/r Betreuten verursacht oder erhält, durch die dann eine längerfristige Betreuung notwendig erscheint, obwohl sie nicht sein müsste.

hihi..ja genau so kann es auch sein...

Es darf auch nicht übersehen werden, dass das neue Gesetz die Betreuer zu einem `Sammeln´ von Betreuungen verleitet, um ein ausreichendes Einkommen zu erzielen. Andererseits wird vom Gericht geprüft, ob nicht Betreuungen aufgehoben werden können, weil nicht mehr erforderlich. Das bedeutet aber für den/die BetreuerIn, bei Aufhebung alter problemloser Betreuungen neue zu übernehmen, die in der Regel weit mehr Arbeit machen, als vergütet wird. Erst recht, wenn die Betreuung schon über ein Jahr bestand, egal ob ehrenamtlich oder beruflich geführt wurde.

Oftmals werden Betreuungen auch defizitorientiert und nicht ressorcenorientiert geführt. Heißt, für die Notwendigkeit einer Betreuung wird festgestellt, wie behindert oder krank der Betreute oder Bedürftige ist. Durch die Pflichten des/der Betreuer gegenüber dem Gericht zur Vorlage aller Quittungen und Belege, bleibt der Betreute oftmals in einer Unselbständigkeit und Abhängigkeit. Ihm oder ihr zunehmend Freiräume einzuräumen, bedeutet ein Mehraufwand für Betreuer, es dem Gericht zu erklären. Sollte dann der versuchsweise Freiraum (z.B. eigene Kontoverwaltung) missbraucht werden, gibt es wieder zusätzliche Arbeit für Betreuer, die er/sie sich natürlich vermeiden will.

Also ist es für alle nahezu offensichtlich, dass der/die Betreute im Grunde nicht in der Lage ist, sich zu bewähren. Tatsächlich ist es aber so, dass gesetzlich und systemische Bedingungen bestehen, die einmal Betreute weiterhin in der Betreuung zu lassen.

Das mag manchem übel aufstoßen, ist aber nur logisch. Wo es ums Geld geht, wird in allen Bereichen geschaut, wo produktiv und effizient gearbeit wird, heißt mit wenig Aufwand den möglichst größten Erfolg.

Der Gesetzgeber hat sich ganz bewusst und gewollt von der Effizient der Arbeit verabschiedet, die möglichst prophylaktisch arbeitet, um Betreute vor einem Klinikaufenthalt zu bewahren oder eine Kündigung zu vermeiden. Die Gesetzesänderung bedeutet, dass BetreuerInnen lediglich Feuerwehr zu sein haben, um gerade noch das Schlimmste zu verhindern.

JA das ist das shclimmste find ich. erst wenn jetzt alles am brennen ist dann wird noch eingegriffen. aber ist doch anderswo auch so. wenn "nbur" was passieren könnte, aber noch nicht ist, warum solte mann da dann vorbeugen? Ist natürlich blödsinn auch hinterher viel teur aber was ist denn ander ganzen sache schon logisch?:O(((Das Schlimmste ist die Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Heißt, wenn der Betreute droht, sich selbst oder anderen Schaden zuzufügen, ist der Betreuer gefordert, notfalls mit Zwangseinweisung.

JA dann ist aber meist shcon der punkt erreicht wo man mit gesprächen nix mehr ausrichten kann...
Dass aber vielleicht manches auch ausführliche Gespräch mit dem/r Betreuten Frust, Angst oder Einsamkeit genommen hätte und es zu einer Zwangseinweisung vielleicht hätte gar nicht zu kommen brauchen, sieht das Betreuungsrecht nicht vor. Ein, zwei Stunden mit dem/r Betreuten zu verplappern, das ist Sache der Psychotherapeuten. Die haben aber auch oft ihr Praxen auf bloße Medikamentengabe umgestellte und gewähren den Betreuten maximal ne viertel Stunde, damit sich ihre Praxis rechnet.

Ich glaube die reinen psychotherapeuten machen immer noch ne ganze stunde bzw 45 MInuten.Bei dem psychaitern ist es aber echt so das da nur minuten vorgesehen sind. Und natürlich auch dann nur ein medi. der klient fühlt sich dann natürlich alleingelassen was wiederrum nicht zu seine rgesundung beiträgt. und dann wiederum mehr kosten erzwugt. HA..so was nent mann dann wohl teufelskreis....
Das heißt, die Gemeinschaft macht sich ihre eigenen Betreuten und erhält sie, zwar nicht immer, aber oft in der Abhängigkeit. Das führt dazu, dass manche Betreute, die clean geworden sind und noch reichlich Grips behalten haben, das System durchschauen und sich völlig angepasst verhalten, um möglichst keinen Grund zur Verlängerung zu geben.

Oder aber sie werden derart aufsässig, dass geprüft wird, ob die Betreuung gegen ihren ausdrücklichen und nachhaltigen Willen noch Sinn macht.

hihi Heinz ich tendiere dann oft zu dem letzteren:O))) trotzdem werd ich abe rimmer wieter betreut. ich dneke diese"Aufsässigkeit" wird dann oft so gedeuetetd as dann der klient eben noch sehr krank sein muss. wenn er nicht einsieht welche segnungen ihm guttun:O))
Da fällt mir doch der Sponti Spruch ein: Sie wollen alle nur mein Bestes, aber das kriegen sie nicht.

Klasse spruch....ich glaub der kann aber auch anders gehen der spruch"
Sie wollen nur dein bestern, und das nehmen sie sich dann auch....

Doch brave Betreute sind die liebsten Betreuten. Und sie kommen mitunter weiter, als nur aus der Betreuung heraus. Das bedeutet aber nicht, dass sie auch laufen können. Ohne Korsett und Stütze ist die Versuchung groß, sich zu überschätzen und wieder in die Sucht oder in eine Psychose abzustürzen. Deshalb ist trotz aller Kritik nicht übersehen, dass Betreuung nicht optimal ist und sein kann, aber mitunter besser ist als gar nichts.

Ja das kenne ich auch von mir ich lauf ene ganze Weile ganz gut ohne diese" stütze" aber leider nicht auf dauer. ich denke das leigt aber dann auch daran das wenn mann radikal mit denen bricht das mann dann nicht nur auf siech selbst zurückgeworfen wird mit seiner erkrankung sondern auch dann das gefühl hat völlig alleingelassen und unverstanden zu sein. was natürlich keine guten vorrausetzungen für eine gesundung sind.
Bevor nun geprüft wird, ob eine Betreuung aufgehoben wird, wird natürlich die Wahrscheinlichkeit geprüft, ob es auch gut geht, damit ein Betreuungsverfahren mit allen Prüfungen und Formularien nicht erneut initiiert werden muss.

Ob es gut get oder nicht ist von sehr vielen Faktoren abhängig. klar niemand kann hellsehen.

lg MOMO

Heinz
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Alt 28.10.2007, 15:17   #20
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Ich habe jetzt erst mal entschieden - abzuwarten!! Mal sehen ob das Gericht auf meinen Sohn zukommt, was die dann meinen und wie sich der Betreuer dazu äußert. Mir wäre es am liebsten, die Betreuung würde erst mal noch weiter laufen aber mit einem anderen Betreuer, der eine Beziehung zu meinem Sohn herstellen kann und will. Doch eigentlich bin ja gar nicht ích gefragt sondern mein Sohn, der natürlich auch erst mal alles laufen lässt.
Ich danke euch für eure Antworten, denn dieses Thema kann ich mit sonst niemandem besprechen :roll:
Liebe Grüße von Charlotte
charlotte54 ist offline  
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