Dies ist ein Beitrag zum Thema Betreuung abgeben oder behalten? im Unterforum Betreuung: Bestellung - Abgabe - Wechsel - Ende , Teil der Rechtsfragen im Rahmen des Betreuungsrechts
hallo,
ich betreue meine schizophrene mutter bestimmt schon seit 10 j, jetzt wird die kreiserweiterung gemacht, da sie langsam sehr ...
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#1 |
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Ich bin neu hier
Registriert seit: 22.12.2025
Beiträge: 4
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hallo,
ich betreue meine schizophrene mutter bestimmt schon seit 10 j, jetzt wird die kreiserweiterung gemacht, da sie langsam sehr schlecht gehen kann und immer wieder psychosen. die psychiaterin im gespräch für das gericht hat gemeint, wenn sie mich so behandelt (unterstellt mir, dass ich sie beklaut habe (es kommt immer wieder eine rechnung vor langer zeit, die ich nicht bezahlt habe, vermutlich vergessen, und meine mutter musste das zahlen. ich habe ihr geld nie genommen, aber das wird nicht geglaubt. weil die sache sehr alt ist, kann man keine kontoauszüge mehr prüfen, leider) und ständig belüge), dann wäre es evntl besser die betreuung an einen gesetzlichen betreuer abzugeben, dann gäbe es vermutlich, weniger spannung. ich habe keinen grund die betreuung abzugeben, da ich meine mutter kenne, sie wird einen schuldigen immer finden. das gericht ist wegen der kreiserweiterung wegen unterbringung, was vermutlich bald ansteht. meine mutter tut nach aussen zu sehr fremden immer brav und nett, nur ich am meisten, da ich oft bei ihr bin, und meine schwester bekommen es tatsächlich mit, wie die lage ist. meine schwester kriegt immer die ohren voll, wie schlimm ich bin. obwohl ohne mich meine mutter kaum was selbstständig machen kann. abgeben oder bleiben? danke schön für die antworten. Olga |
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#2 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 15.02.2022
Ort: in Baden-Württemberg
Beiträge: 157
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Hallo,
für deine Nerven ist es sicher besser, wenn sich jemand anderes der Sache annimmt. Ich kenne sowohl die berufliche (Berufsbetreuerin) als auch die private (Kind und Schwiegerkind) Sichtweise und rückblickend erkenne ich, dass man immer versucht, es anderen recht zu machen ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit. Daher meine Empfehlung: Gib die Verantwortung ab.
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Mimmi aus Baden-Württemberg |
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#3 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 17.12.2024
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 282
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#4 |
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Admin/Berufsbetreuer
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 9,533
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Moin moin
Die Betreuung von psychisch kranken Angehörigen ist eine reichlich komplizierte Sache. Wenn es blöd läuft, dann ist bzw. wird man selber ein Teil des kranken Systems und kann sich nur noch falsch verhalten. Das passiert Dir gerade. Du hilfst und unterstützt, aber Deine Mutter kann das aufgrund ihrer Erkrankung nicht erkennen. vieles oder vielleicht sogar alles wird sie dann als gegen sich gerichtet sehen und Dir zum Vorwurf machen. Ganz toll: für Deine Mühe wirst du dann auch noch verflucht. Aus dem Grund kann auch ich Dir nur empfehlen, die Betreuung abzugeben. Du kannst dann einfach nur die Tochter sein - und all die Sachen, wegen denen Du von Deiner Mutter verflucht wirst, darf die Berufsbetreuerin erledigen. Und aushalten. Aber das zu können sollte eine Grundkompetenz in diesem Job sein. Mach Dir keine Vorwürfe, dass Du nicht genug für Deine Mutter tun würdest, wenn Du den Job an Profis abgibst. Ein schlechtes Gewissen ist da einfach nicht angesagt. Der Erhalt deiner eigenen Gesundheit schon eher. Mit freundlichen Grüßen Imre
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Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
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#5 |
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Ich bin neu hier
Registriert seit: 22.12.2025
Beiträge: 4
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vielen liebe dank an alle, die mir geantwortet haben. ich verstehe es. meine schwester will auch, dass ich die betreuung abgebe. nur ich sah bis jetzt keinen grund dafür, weil es mir auch vom betreuungsgericht gesagt wurde: Am ende mache ohnehin alles ich, da ich die tochter bin, die sich ihrer angenommen hat.
noch eine frage: was wird denn der berifliche betreuer alles machen? die rechnugen bezahlen, Termine für sie machen, sie begleiten? meine mutter ist arm, da gibt es kein vermögen, da muss man anträge stellen, heimplatz suchen, zum arzt fahren usw. das bleibt alles bei mir, oder? und es ist nicht ja nicht so viel, nur diese angriffe und unterstellungen... und meine Schwester fragt mich schon im ernst, ob ich das geld genommen habe. "die lüge, die oft genug erzählt, wird zu wahrheit". leider. und die alten geschichten wird meine mutter ohnehin nicht mehr vergessen, sie ist wie besessen darauf, was sehr schade ist und sehr weh tut. bitte sagt eure sicht, es ist sehr wichtig für mich, da ich darüber mit keinem sprechen kann. und ich brauche eine neutrale meinung, um eine entscheidung zu treffen. danke schön |
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#6 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 09.10.2025
Ort: Steinbach(Taunus), Hessen
Beiträge: 112
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Ein rechtlicher Betreuer ist wie du es erkannt hast kein Alltags-Betreuer. Er/Sie wird sich, falls deine Mutter diese Dinge nicht mehr regeln kann, und er/sie den Aufgabenbereich haben:
- um die Finanzen kümmern (Rechnungen zahlen, Konten verwalten) - Anträge stellen - Falls notwendig eine geschlossene Unterbringung durchführen (aber nur mit richterlicher Genehmigung) - unter Umständen Termine vereinbaren Ein rechtlicher Betreuer wird z.B. nicht: - Deine Mutter zu Terminen fahren - Einkäufe für deine Mutter machen - Klamotten zu ihr bringen, wenn sie im Krankenhaus ist Wenn ein Berufsbetreuer deine Mutter übernimmt, kannst du auf jeden Fall erwarten, dass dieser dich auch regelmäßig bittet, eben diese alltäglichen Sachen zu übernehmen. Aber zumindest den Papierkram bist du erst mal los. |
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#7 |
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Ich bin neu hier
Registriert seit: 22.12.2025
Beiträge: 4
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hallo Pmock,
vielen leibebn für sehr ausführliche antwort. es hilft sehr. |
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