Dies ist ein Beitrag zum Thema Patientenverfügung im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hallo, ich habe mal eine Frage. Meine Betreute möchte gern eine
Patientenverfügung machen. Was soll ich da besonders beachten und
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Einsteiger
Registriert seit: 24.10.2012
Beiträge: 22
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Hallo, ich habe mal eine Frage. Meine Betreute möchte gern eine
Patientenverfügung machen. Was soll ich da besonders beachten und wo findet man dazu die besten Vordrucke? Welche werden da auch von den Ärzten anerkannt? |
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Forums-Azubi
Registriert seit: 17.12.2013
Beiträge: 38
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Hey Sommer,
Formulare und Textbausteine findest du z.B. auf der Webseite des Bundesjustizministeriums (BMJ - Betreuungsrecht / Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht). Darüberhinaus bieten auch die religiösen und weltanschaulichen Organisationen entsprechende Vordruck - z.B. Deutsche Bischofskonferenz: Christliche Patientenvorsorge Patientenverfügung, Humanes Sterben, Betreuung oder Vollmacht ? für jeden ab 18 | Bundeszentralstelle Patientenverfügung |
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Admin/Berufsbetreuer
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 9,592
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Hallo Sommer
Es gibt viele verschiedene Vordrucke für Patientenverfügungen. Aber aufgepaßt: Bei denen von der Kirche gewinnt die Kirche, bei denen vom Teufel der Teufel bei denen vom Juristen der Jurist etc... Und wann gewinnt Deine Betreute? Versuch's mal hier: IGSL Internationale Gesellschaft für Sterbebegleitung & Lebensbeistand Das ist die Internationale Gesellschaft für Sterbebegleitung und Lebensbeistand e.V.. Die kennen sich bestens mit der Thematik aus und weder von Kreuzen, Paragraphen oder Euronen infiltriert. Zu beachten hast Du ganz besonders die Wünsche und Vorstellungen deiner Betreuten. Wenn Du Dich mit ihr intensiv darüber unterhältst, dann wundere Dich nicht, wenn Du auch für Dich selber Gedanken dazu anstellst. Das ist kein Schaden. MfG Imre
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Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
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Forums-Azubi
Registriert seit: 17.12.2013
Beiträge: 38
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Routinier
Registriert seit: 07.03.2011
Beiträge: 1,393
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Hallo Sommer,
bei Patientenverfügungen stellt sich auch die Frage, ob der betreffende Patient bereits eine schwerwiegende Vorerkrankung hat, deren Zustand sich verschlechtern könnte. Will ein Herzkranker bestimmte Herzoperationen ? Will Krebspatient bei neuen Metastasen das volle Therapieprogramm, Lungenkranker künstliche Beatmung ?? Die konkreten Fragen und möglichen Optionen, die man haben oder unterlassen möchte, sollten dann mit dem Haus/Facharzt besprochen werden. fwu |
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Admin/Berufsbetreuer
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 9,592
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Moin Lukimator
Na, die IGSL natürlich. Die verlangen für ihre Vorsorgemappe nämlich Geld. Die Mappe ist allerdings ihr Geld auch wert, da sie a) sehr ausführlich ist (Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung, Überlegungen zu Pflegewünschen und Tod kleine Karte mit Hinweis auf VV,BV,PV für die Brieftasche b) Platz für eigene Texte läßt c) in unterschiedliche Teile aufgeteilt ist d) eine brauchbare Broschüre mit Erläuterungen enthält - und e) Interessenten eigentlich dazu zwingt, ihren Grips einzuschalten. die verschiedenen Blätter(Pappen) eignen sich nicht dazu, beim Notar zum beglaubigen vorbeizulaufen. Der würde schon für die Beglaubigung der Pappen mehr nehmen als für eine von ihm selbst aufgesetzte Vollmacht - Also als Anregung und Hilfestellung nehmen und selber eine schreiben. MfG Imre
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Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
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Einsteiger
Registriert seit: 24.10.2012
Beiträge: 22
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Hallo,
vielen Dank für Eure Informationen. Ich habe mir die IGSL- Vorsorgemappe bestellt. Die Mappe ist echt super übersichtlich und enthält wichtige Infos, kann ich nur weiter empfehlen. Auch habe ich im Internet beim BMJ-Beteuungsrecht viele Infos gefunden, aber die Mappe finde ich am Besten. Also noch mal Danke.
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#8 |
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Ich bin neu hier
Registriert seit: 21.11.2013
Beiträge: 3
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Das eigentliche Problem ist zwar bereits erklärt, aber ich wollte nochmal darauf Hinweisen, dass es hier gute und kompakte Informationen zur PatVerfü gibt. Da kann man sich vielleicht schonmal einlesen, während man auf die Mappe wartet.
Lg Konrad |
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Neuer Gast
Registriert seit: 10.08.2014
Beiträge: 2
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Hallo,
das Problem ist so weit gelöst, aber hier (kommerzielle Reklame, egal für was ist hier nicht gestattet)gibt es für meine Ansicht eine brauchbare Patientenverfügung. Die IGSL kannte ich auch nicht, aber der Admin Imre Holocher hat es ganz gut erklärt. ![]() Ein guter Bekannter von mir möchte eine Patientenverfügung für seine Mutter, die schon etwas an Demenz leidet, schreiben. Ich habe ihm angeboten, zu helfen. Seine Mutter ist mit der Verfügung einverstanden. Meine frage soll man in diesem Fall einen Notar dazu hinzuziehen? Wo bewahrt man so eine Patientenverfügung am besten auf, damit man im Notfall schnell darauf zu greifen kann? lg
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Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln. ![]() Chinesische Weisheit. |
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#10 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 30.05.2026
Ort: Stuttgart in Baden-Württemberg
Beiträge: 68
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Meine Betreute hatte vor ihrem Schlaganfall keine Patientenverfügung verfasst. Danach war sie nicht mehr dazu in der Lage. Sie bekam zunächst einen Berufsbetreuer, dann mich als ehrenamtliche Betreuerin, nachdem sie - zwangsweise als Notfall - ins Pflegeheim umgezogen war. Als gute Alternative zur Patientenverfügung sehe ich in so einem Fall die Gesundheitliche Versorgungsplanung gemäß § 132g SGB V an. Die Vorlagen dafür werden meines Wissens von den Pflegeheimen oder deren Trägern selbst verfasst.
Für mich als ehrenamtliche Rechtsbetreuerin dient die von mir unterschriebene Gesundheitliche Versorgungsplanung - gemeinsam mit meiner Betreuten, einem Angehörigen und der zuständigen Pflegefachkraft erklärt und durchgesprochen - zu meiner Beruhigung. Die Krankenkasse bezahlt diesen Aufwand. |
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