Dies ist ein Beitrag zum Thema Zu Hause Abschied nehmen im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hallo liebe Listenmitglieder,
wie lange darf ein Verstorbener zu Hause aufgebahrt werden,
damit die Angehörigen von ihm Abschied nehmen können?
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#1 |
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Forumsikone
Registriert seit: 30.06.2005
Ort: Hilden (bei Düsseldorf, NRW)
Beiträge: 3,284
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Hallo liebe Listenmitglieder,
wie lange darf ein Verstorbener zu Hause aufgebahrt werden, damit die Angehörigen von ihm Abschied nehmen können? Wie und wo ist das rechtlich geregelt? Hat vielleicht jemand von euch einen Link parat? Viele Grüße, und dankeschön vorab Jörg
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#2 |
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Gast
Beiträge: n/a
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sorr y jörg :-(
gruss sternfee |
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#3 | |
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Forumsikone
Registriert seit: 30.06.2005
Ort: Hilden (bei Düsseldorf, NRW)
Beiträge: 3,284
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Zitat:
ich merke gerade, daß ich mich mißverständlich ausgedrückt habe. Es gibt in meiner Familie und in meinem Freundeskreis keinen Todesfall. Es ist eine allgemeine Frage, die mich beschäftigt. Entschuldige bitte, Sternfee. Viele liebe Grüße Jörg
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#4 |
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Gast
Beiträge: n/a
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Hallo Jörg,
besten Gruß Heinz http://www.postmortal.de/Recht/Besta...r/NRW/nrw.html Ordnungsbehördliche Verordnung über das Leichenwesen vom 7. 8. / 20. 10. 1980 (GVBl. S. 756 und 919), geändert durch Verordnung vom 6. 11. 1984 (GVBl. S. 670). Auf Grund des § 26 des Ordnungsbehördengesetzes (OBG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 13. Mai 1980 (GV. NW. S. 528) wird im Benehmen mit dem Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen verordnet: § 4 (1)Jede Leiche muß innerhalb von 120 Stunden, sie darf jedoch nicht vor Ablauf von 48 Stunden nach dem Tode bestattet werden. § 7 (1) Jede Leiche ist spätestens 36 Stunden nach dem Tode, jedoch nicht vor Ausstellung der ärztlichen Totenbescheinigung, in einer Leichenhalle zu überführen. Auf Antrag eines Angehörigen (§ 2 Abs. 1) kann die örtliche Ordnungsbehörde die Aufbewahrung der Leiche im Sterbehaus oder an anderer Stelle genehmigen, wenn durch ärztliches Zeugnis bescheinigt wird, daß Bedenken hiergegen nicht bestehen. |
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#5 |
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Forumsikone
Registriert seit: 30.06.2005
Ort: Hilden (bei Düsseldorf, NRW)
Beiträge: 3,284
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Vielen Dank,
Heinz! Das hilft mir sehr weiter. Liebe Grüße Jörg
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#6 |
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"Betreuerschreck"
Registriert seit: 24.09.2004
Beiträge: 3,058
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meine güte ich hab mir das jetzt mal durchgelesen für alles gibt es Vorschriften sogar für den tod.ich sehe jetzt imme rso neumodoische särge aus plastik. wie solen die denn verotten so wie es in der anordnung steht?oder urnen die können doch auch nicht verrotten oderß
ich weis daas thema gehört jetzt hie rnicht hin aber das wolte ich doch immer shcon mal wissen lg MOMO
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#7 |
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Ehrenamtlicher Betreuer
Registriert seit: 23.02.2004
Ort: im Norden
Beiträge: 1,794
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Hallo,
Urnen können nach meiner Kenntnis rosten. Eine Leiche im Plastiksarg, das kann ja wohl nicht sein, oder ? Andererseits kann man den Sarg nach 10 Jahren nochmal benutzen. Würg. Momo, gibt es keine Collagen mehr ? Die waren echt gut. Gruss Andreas |
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#8 | |
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"Betreuerschreck"
Registriert seit: 24.09.2004
Beiträge: 3,058
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Zitat:
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#9 |
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Gast
Beiträge: n/a
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Hallooooo, was für eine heißes, nein, kaltes Thema. Das ist der Ehre für Gevatter Tod aber zu viel, oder nicht? All die Vorschriften. Ob nun Sarg oder Urne, ist ihm doch egal. Und ob Kiefer oder Plastik. Verrottet nicht inzwischen manche Plastiktüte oder Plastikfaden nach einer OP? Dann doch sicherlich auch ein Sarg. Und überhaupt, was sich die Menschen inzwischen einfallen lassen, wo der Platz auf den Friedhöfen knapper und die Kosten höher werden, da lassen sich vermehrt Verstorbene verbrennen. Asche oder Erde, das ist Gevatter Tod einerlei. Aber was sich die Menschenkinder für Gedanken machen, nein. Wie lange ein Angehöriger zuhause aufgebahrt werden darf. Früher, och das ist noch gar nicht so lange her, nicht einmal hundert Jahre, da konnten noch Angehörige über eine Woche zuhause in der kalten, aber guten Stube aufgebahrt werden und Familienangehörige und Freunde und Bekannte nahmen Abschied. Saßen neben dem Leichnam und unterhielten sich. Und Gevatter Tod war mitten drin. Kein Problem. Aber heute, nein. Da streiten sie sich um die Urne auf dem Kaminsims. Ist doch auch nett, sich ständig an den Tod zu erinnern. Steht ja auch in der Bibel: Herr, lehre uns, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.
Aber welchen Herrn meinten sie? Den Tod? Und vor allem klug? Ha, wäre doch gelacht, wenn sich das nicht verhindern ließe. Manche wollen die Asche des Verstorbenen sogar zum Diamanten pressen lassen. Nein, wie fein. Und tragen ihn zu besonderen Anlässen. Reiche dem Tod den Finger und er nimmt gerne die ganze Hand. „ Reich mir die Hand zum Bunde“ Der Tod steht ihnen gut. Wer denkt jetzt nicht an Voldemor oder Halloveen. Von Klugheit keine Spur. Früher, da stellten sie Gevatter Tod als Sensenmann dar. Das war nicht nett. Gewiss, manchmal kam er etwas rücksichtslos daher und wie heute oft zum unpassenden Augenblick. Aber früher war er noch presenter. Heute wird er oft vom Krankenbett weggeschubst und sein Anspruch durch Wiederbelebung verhindert. Aber dafür denken viele über eine Patientenverfügung nach und wollen solche Spielereien nicht mehr. Vor allem wenn die Uhr des Lebens eh bald abgelaufen ist. Aber ob das alles klug ist, was sie sich dabei denken? Überhaupt denken sie viel zu wenig über den Tod nach, als vielmehr über sich selbst und über ihre Trauer und was Gevatter Tod ihnen angetan hat. Als wenn es eine Frechheit wäre, das Leben zu beenden. Sie reden immer darüber, dass der Tod zum Leben gehört. Aber wenn er dann anklopft, dann wünschen sie ihn zum Teufel. Es sei denn, er hat gute Vorarbeit geleistet und das Menshenkind und die Angehörigen haben schon eine Weile gelitten oder die Heim- und Pflegekosten fressen das Erbe auf. Dann ist der Tod auch mal willkommen. Und dann beklagen sie sich, dass selbst der Tod nicht umsonst ist und die Bestattungskosten horrend. Aber verscharrt werden wie zur Zeiten des schwarzen Todes wollen sie auch nicht. Und wenn dann doch noch etwas Nachlass übrig geblieben ist, dann müssen es die anderen auch sehen, was für ein Grabstein und Einfassung. Nein, wie nett und ehrenvoll. Für die getöteten Amis im Irak werden noch nachträglich Orden vergeben - für die Waisen und Witwen. Auch das interessiert Gevatter Tod recht wenig. Seine Arbeit hat er getan, obwohl widerwillig, denn im Grunde ist er nicht käuflich. Und dann dieses fürchterliche Bohei um Ethik, Moral und Anstand. Dabei machen sie es nicht dem Tod, sondern nur sich selbst zum Gefallen. Selbstgefällig halt. Und deshalb auch manche Extravaganz. Sie denken wenig über das Leben und noch weniger über den Tod und sein Verhältnis zum Leben nach. Dabei sind Leben und Tod im Grunde Geschwister und brauchen einander: ohne den Tod kein Leben und ohne Leben keinen Tod. Der ach so von sich überzeugte Mensch ist dabei nur eine Spielerei. Denn Leben und Tod gab es, als es den Menschen noch nicht gab und sie wird es geben, wenn sich Mutter Erde vom Menschen befreit hat. Spätestens dann ist es völlig egal, ob Plastik oder Kiefer, ob mit Ehren oder durchs Ordnungsamt. Aber, wen interessiert das schon. Dafür werden Hohlköpfe beleuchtet und geglaubt, dass die Seelen umher irren. Die Frage ist doch, wer sich hier irrt. Statt dem Tod mit Ehrfurcht zu begegnen und ihm sein Recht zu lassen, wird Schabernack mit ihm getrieben. Doch er weiß, wie er sie kriegt. Wenn sie erst an die Geister glauben, die sie zu vertreiben meinen, sind sie ihm schon fast hörig. Und wenn sie dem Leben dienen bis zur totalen Erschöpfung oder ihre Gesundheit ruinieren, hat er sie auch. Ich wünsche allen einen besinnlichen Totensonntag. Eine günstige Gelegenheit, mal nachzudenken, wo Gevatter Tod schon mitten unter uns ist, statt dieses albernen Halloveen. |
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#10 |
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Gesperrt
Registriert seit: 04.04.2004
Ort: NRW
Beiträge: 2,294
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Toller Beitrag Heinz!!!
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