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Betreuer Willkür

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Hallo! Brauche Eure Hilfe, deswegen habe ich mich hier angemeldet. Bin 54 Jahre, hatte vorher mit Betreuung nie zu tun, ...


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Alt 04.01.2016, 13:31   #1
Mareda2601
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Betreuer Willkür

Hallo!
Brauche Eure Hilfe, deswegen habe ich mich hier angemeldet. Bin 54 Jahre, hatte vorher mit Betreuung nie zu tun, bis mein Verlobter dieses Jahr 12 Epilepsie Anfälle erlitt. Er trinkt, muss ich dazu sagen, und hat bereits 10 Jahre in Heimen verbracht. Ich habe versucht, die Zwangseinweisung abzuwenden, und deswegen hat sein Betreuer etwas gegen mich. Bei den Anfällen erlitt mein Freund einen mehrfachen Ellenbogen Bruch. Nach 9 Wochen Krankenhaus wurde er am 28. Juli 15 vom Betreuer in ein unbekanntes Pflegeheim verbracht. Ich habe seitdem nichts mehr von ihm gehört. Der Rechtsanwalt und die Betreuungsstelle haben mir nicht geholfen. Sie verwiesen mich an das Vormundschaftsgericht, was mir aber nichts nützt, da mein Freund nicht mehr in Nürnberg ist. Ich war sein einziger Halt, und ich mache mir grosse Sorgen. Der Betreuer reagiert nicht auf meine Kontaktversuche, und mein Freund auch nicht. Wie ich gehört habe, hat der Betreuer mich schlecht gemacht, weil ich Hartz 4 bekomme, und hat ihm Kontaktverbot unter Androhung einer Verlängerung seines Aufenthalts erteilt.Momentan käme er im Februar 2017 raus. Was kann ich tun, um vielleicht doch noch herauszufinden, wo er ist?
Selbst der Sohn meines Verlobten erfährt nichts. Niemand will mir helfen, da Alle sagen, einem Alkoholiker gehört es nicht anders. Er hat nur 4 Bier am Tag getrunken. Würde mich über Antworten freuen. Ich vermisse ihn schrecklich, und die ständige Einsperrerei hat er nicht verdient.
 
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Alt 04.01.2016, 16:41   #2
Gesperrt
 
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 14,097
Standard

Das scheint ein sehr komplizierter Fall zu sein mit vielen Unklarheiten. Ich befürchte, dass wir hier nicht weiterhelfen können.

Zitat:
Der Betreuer reagiert nicht auf meine Kontaktversuche, und mein Freund auch nicht.
Das wirst du dann leider wohl so akzeptieren müssen. Dein Freund hätte ja sicher die Möglchkeit sich bei dir zu melden wenn er das wollte.
michaela mohr ist offline  
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Alt 04.01.2016, 20:00   #3
Mareda2601
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Betreuer verweigert Zusammenarbeit

Ich kann das nicht so akzeptieren, das ein erwachsener Mann in Deutschland -verschleppt- werden kann, und Niemand tut etwas. Es ist angeblich gut für seine Gesundheit, wenn er aller seiner früheren Bindungen beraubt wird. Mein Freund ist leider ziemlich unselbstständig geworden, und eine freie Entscheidung zu treffen, fällt ihm schwer. Er ist vom Betreuer abhängig, und macht Alles, was dieser ihm sagt. Wechseln wollte er den Betreuer leider auch nicht, da er Angst hatte, an jemand Schlimmeres zu geraten. Meinen Verlobten habe ich bis zuletzt gepflegt und mich um ihn gekümmert. Unsere Beziehung wurde zerstört. Für mich geht es um einen Menschen, und mir ist das nicht egal, das er jahrelang in der Psychiatrie sitzt, nur weil er gezwungen werden soll, mit dem Biertrinken aufzuhören. Gibt es denn keine Möglichkeit gegen den Betreuer noch etwas zu unternehmen? Die Rentenversicherung zahlt den Aufenthalt. Da ich mich nicht von meinem Verlobten verabschieden konnte, hätte ich einfach gern Gewissheit. Er war nach den vielen Epilepsieanfällen auch ziemlich durcheinander. Ich würde ihn gern besuchen, aber Niemand gibt mir Auskunft. Ich weiss, das er in irgendeinem AWO Heim untergebracht ist. Wie gesagt, arbeitet der Betreuer mit Drohungen.Hat noch irgend Jemand eine Idee?
Das ärztliche Gutachten aufgrund dessen er eingewiesen wurde, war an den Haaren herbei gezogen. Er wäre verwahrlost und würde desorientiert umher irren, was nie der Fall war.
 
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Alt 04.01.2016, 21:57   #4
Admin/Berufsbetreuer
 
Benutzerbild von Imre Holocher
 
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 9,533
Standard

Hallo Mareda

Ich finde das ganz schön heikel, was Du da schreibst.
Wenn Dein Verlobter tüchtig Alkohol trinkt, schon etliche Heimaufenthalte hintersich hat und jetzt auch noch ein Dutzend epilleptische Anfälle bekommen hat, dann ist es höchste Zeit mal zu überlegen, was denn da so falsch gelaufen ist.
Oder ist das so in Ordnung?

Wenn Du dann auch noch schreibst, dass Dein Verlobter in letzter Zeit auch noch unselbständig geworden ist und keine eigene Meinung mehr entwickelt, dann stellt sich zumindest mir die Frage:
Was ist denn Dein Anteil daran?
und:
War es nicht hoch notwendig, dass ein Betreuer bestellt wurde, um Deinen Verlobten aus dieser Situation herauszunehmen?

Wenn es Dich nicht gestört hat, dass er viel Alkohol trinkt,
und Du sowieso immer alles für ihn gemacht hast
bzw. ihm gesagt hast, was er denn zu tun hat,
und Du kein Problem in den epilleptischen Anfällen siehst
(oder hast Du da etwas unternommen?)
...
dann hat der Betreuer das Problem erkannt!

Dein Verhalten hat den Verbleib im Alkoholismus erst ermöglicht.
Das nennt man Co-Alkoholikerin.

Der Betreuer dürfte mit der Unterbringung und der Kontaktsperre Dir gegenüber so ziemlich das Leben Deines Verlobten gerettet haben.

Meine Worte klingen Dir gegenüber sicherlich knallhart und brutal, aber versuch mal darüber nachzudenken, ob da nicht doch was dran ist.
Ich habe zumindest Hände und Füße über dem Kopf zusammen geschlagen, als ich Deine Beiträge gelesen habe.

MfG

Imre
__________________
Fehler sind dazu da, um sie zu machen
und daraus zu lernen.
Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen.
Imre Holocher ist offline  
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Alt 04.01.2016, 23:17   #5
Club 300
 
Registriert seit: 19.01.2014
Beiträge: 331
Standard

Zitat:
Zitat von Imre Holocher Beitrag anzeigen
Ich habe zumindest Hände und Füße über dem Kopf zusammen geschlagen, als ich Deine Beiträge gelesen habe.

ich auch, deswegen hab ich mir verkniffen etwas zu schreiben...inhaltlich stimme ich aber Imre zu
Miezekatze ist offline  
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