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Verpflegungskosten bei Magensonde

Dies ist ein Beitrag zum Thema Verpflegungskosten bei Magensonde im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Mein Großvater hat Pflegestufe 3 und wird seit kurzem über eine Magensonde ernährt. Die hierbei benötigte Ersatznahrung wird ja von ...


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Alt 07.01.2016, 10:43   #1
Forums-Azubi
 
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Beiträge: 50
Standard Verpflegungskosten bei Magensonde

Mein Großvater hat Pflegestufe 3 und wird seit kurzem über eine Magensonde ernährt. Die hierbei benötigte Ersatznahrung wird ja von der Krankenkasse bezahlt. Das Pflegeheim berechnet aber bei den Verpflegungskosten den gleichen Satz wie vor der Magensonde. Meine Frage lautet nun ob das so rechtens ist oder nicht? Im Internet habe ich dazu verschiedene Äußerungen aber nichts wirklich konkretes gefunden. Die AOK sagte mir, dass das Pflegeheim die bisherigen Kosten abrechnen darf. Ich bin halt der Meinung, dass zumindest ein Teil der Kosten reduziert werden müsste. Kann mir hierzu jemand näheres sagen?
Hans3000 ist offline  
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Alt 07.01.2016, 12:36   #2
agw
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Beiträge: 4,796
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Hallo Hans3000,

ob ein Abschlag der Ernährungskosten bei Sondenernährung vorgenommen werden muss dürfte sich aus dem Heimvertrag ergeben.

Bitte vor Ort prüfen.
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agw ist offline  
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Alt 07.01.2016, 19:41   #3
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Moin Hans3000

Sofern nix im Heimvertrag stehen sollte, läuft die Abrechnung immer gemäß der individuellen Pflegestufe und der Abrede in der Rahmenvereinbarung mit z.B. dem Landkreis als Kostenträger.
Selbstzahler müssen mehr zahlen, weil der Investitionskostenzuschuss noch drauf kommt.

Es könnte aber sein, dass die Pflegekasse an der Pflegestufe herumschrauben will und sie (also den Pflegebedarf) überprüfen läßt.
Bis vor etwa 10 Jahren wurde von Heimen gerne gedrängelt, dass die Bewohner eine Magensonde bekommen, weil damit Pflegearbeit eingespart werden konnte. Dann haben die Pflegekassen (endlich) mal auf den zahngefühlt und geprüft. Erst nachdem viele Heimnbewohner wg. einer Magensonde in der PST herutergestuft wurden, wurde auch nicht mehr so viel gefordert eine Magensonde zu legen.
Erst der Druck auf den Geldbeutel hat dafür gesorgt, dass die pflegebedürftigen Menschen wieder Zuwendung durch Füttern bekommen haben. Wie es in einem kapitalistischen System eben funktioniert.

MfG

Imre
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Imre Holocher ist offline  
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Alt 07.01.2016, 20:23   #4
Forums-Azubi
 
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Beiträge: 50
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Was müsste denn in dem Heimvertrag genau stehen? Unter dem Punkt "Verpflegung" habe ich mal nichts gefunden.
Hans3000 ist offline  
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Alt 08.01.2016, 19:02   #5
Admin/Berufsbetreuer
 
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Moin Hans

Wenn im Heimvertrag nix steht, dann rechnet das Heim nach der entsprechenden PST ab.
Du könntest mal im Heim die Pflegedokumentation durchsehen und Prüfen, wieviel Pflegeaufwand erbracht wird. Wenn das deutlich weniger geworden ist und evtl. unter dem Maß der gegebene PST, dann laß doch mal die PST von der Pflegekasse prüfen.

Sollte Dein Vater heruntergestuft werden, dann werden auch die Kosten geringer. Die Freundlichkeit des Heimes Dir gegenüber allerdings auch...

MfG

Imre
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Alt 08.01.2016, 19:19   #6
agw
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Hi Imre,

Wenn ich Hans3000 richtig verstanden habe geht es ihm nicht um die Pflegeeinstufung sondern um die abgerechneten Verpflegungskosten obwohl lediglich Sondenkost verabreicht wird.
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agw ist offline  
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Alt 08.01.2016, 19:28   #7
Admin/Berufsbetreuer
 
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Moin Andreas

Das ist mir durchaus klar. Hans fragte ja, ob es rechtens sei, wenn das Heim gleich viel abrechnet, wenn es Sondenkost gibt, und keine andere Nahrung mehr gereicht werden muss.

Deshalb sollte erst mal der Blick in den Heimvertrag gehen, ob da was dazu drinsteht. Tut es erwartungsgemäß aber nicht.

Vielleicht steht ja was in den Abrechnungen - z.B. dass die Verpflegung nach wie vor in selber Höhe abgerechnet wird.
Dann würde ich mal da nachfragen.

Aber insgesamt gehe ich mal davon aus, dass so pauschal wie möglich abgerechnet wird und deshalb der Preis nicht runtergeht.
Deshalb meine Idee, über die Prüfung der Pflegeinstufung die Preisgestaltung zu beeinflussen.

MfG

Imre
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Alt 08.01.2016, 21:59   #8
agw
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Bei meinem Lieblingsheim erfolgt die Erstattung der Verpflegungskosten bei ausschließlicher Sondenernährung separat , unabhängig von der Pflegeatufe.
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agw ist offline  
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Alt 08.01.2016, 22:01   #9
Admin/Berufsbetreuer
 
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Das könnte auch mein Lieblingsheim werden...

Imre
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Alt 25.01.2024, 12:00   #10
Forums-Geselle
 
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Ort: Nürnberg
Beiträge: 68
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*pust*


Ich docke mich mal hier an den bestehenden Thread an.


Ich habe aus eigentlich einem anderen Anlass in den Heimvertrag meiner Mutter geschaut (dazu demnächst siehe anderer, noch zu erstellender Post) und Folgendes zur PEG unter dem Punkt "Abwesenheitsregelung" gefunden:


"Bei Bewohnern, die über Sonennahrung versorgt werden und bei denen das Entgelt für Verpflegung um den Lebensanteil gekürzt wird, entfällt diese Kürzung für die Abwesenheitstage, an denen das Entgelt für Unterkunft und Verpflegung bereits pauschal um 25 % gekürzt wird. Im Kürzungsbetrag von 25 % ist bereits der ersparte Lebensmittelaufwand enthalten."


Nun ist es so, dass die Verpflegungskosten meiner Mutter nie gekürzt worden, obwohl sie seit Einzug ins Pflegeheim eine PEG hatte und nichts sonst zu sich nahm.
Mir fiel das nun auf, da ich nach Krankenhausaufenthalt suchte.


Für mich heißt das nun, es wurde fast ein Jahr zuviel gezahlt, es sind über 1000 Euro.


Nun meine eigentliche Frage:
Wenn ich das so tatsächlich korrekt verstanden habe und zuviel gezahlt wurde, wer sollte das nun rückwirkende zurückfordern?

Meine Mutter bekommt aufstockend Sozialhilfe, wäre es dann nicht rechtlich das Geld des Sozialamtes?

Was mache ich jetzt? Informiere ich direkt das Sozialamt oder muss ich beim Heim einfordern und dann dem Sozialamt überweisen?


Vielleicht kann mich jemand in diesem Punkt erhellen.
Danke
Atlanta ist offline  
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