Dies ist ein Beitrag zum Thema Diagnostik im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Guten Tag,
ich bin neu hier und habe mich ein wenig im Forum umgesehen.
Vieles, was ich auch erlebt habe, ...
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#1 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 20.04.2008
Beiträge: 136
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Guten Tag,
ich bin neu hier und habe mich ein wenig im Forum umgesehen. Vieles, was ich auch erlebt habe, findet sich hier wieder. Da ich mich aber nicht gerade zuviel in laufende Diskussionen einmischen möchte, stzelle ich erst einmal einige mich betreffende Fragen hier. Also: ich selber habe um Betreuung gebeten, da ich in einer Stressituation einen Bausparvertrag gekündigt hatte, bei dem mir erst wenig später richtig klar wurde, dass ich mir damit meine Zukunft selber verbaue. Auf Einzelheiten kann ich, glaube ich, hier verzichten. Diese Betreuung ist die reinste Katastrophe (seit vielen Jahren) und im Zuge der Betreuung wurden diverse Erweiterungen, u.a. auf Gesundheitsfürsorge, vorgenommen. Ich habe eine gut behandelte und behandelbare neurotische Depression in meiner Vorgeschichte, aber jetzt kommts: Als ich Selbstmord begehen wollte, weil meine Betreuerin u.a. mein Elternhaus verkaufen wollte, wollte ich in der Klinik auch die fatale Lage mit der Betreuerin ausräumen. Nach kurzer Zeit wurde von der Uni-Klinik befunden, ich hätte eine unsichere Persönlichkeitsakzentuierung und die Betreuerin sei vollkommen in Ordnung. Nachdem ich 2 Jahre umständehalber in einer vergammelten, ungeheizten, überteuerten Wohung bleiben musste (ich bekam nur damals zwischen 350 und 512 DM Bargeld ausgehändigt), aber ich mich selber ins LKH eingewiesen, auch hier mit dem Ziel, mit der Betreuerin klarkommen zu wollen. Nach kurzer Zeit erhielt ich Neuroleptika, gekümmert hat sich niemand um mich. Entlassungsdiagnose: Psychose, Hausverkauf hinter meinem Rücken und Betreuungsintensivierung. Da die neue Betreuerin einen Berufswechsel vornahm, bekam ich die nächste Betreuerin vorgesetzt, und bekam plötzlich keine Post mehr. Vor dem Betreuerwechsel wurde noch ein Gutachten angefertigt, ich hätte eine manisch-depressive Erkrankung. Da dies in den Papieren steht, habe ich auf Betreuungsende auf eigenen Wunsch verzichtet. Ich war immer noch unbehandelt krank. Nach 2 Jahren hab ich mich wieder selber in die Uni-Klinik eingewiesen, wieder mit dem gleichen Ziel, wieder vergeblich. Diesmal lautete nach Fremdanamnese durch die mir unbekannte Betreuerin die Diagnose: Schizophrenie mit Verfolgungswahn. Als ich wiederum nach einem Umzug und erneutem Betreuerwechsel Blackouts in einer Mathe-Klausur hatte (mittlerweile besuchte ich das Abendgymnasium mit einem Notendurchschnitt von 1,2), habe ich mich in ein anderes Krankenhaus eingewiesen. Nix Betreuerklärung, nix Gespräche, Neuroleptika mit Entlassungsdiagnose: Schizophrenie mit formalen Denkstörungen. Wieteres Betreuungsgutachten: jetzt hätte ich eine Borderline-Persönlihkeitsstörung ... Nach 10 Jahren fand ich jetzt endlich einen Arzt, der mir ohne weitere Fremdanamnese auf meine Bitte hin ein Antidepressivum verschrieb, was mir gut hilft - bis ich ins Krankenhaus komme. Hoffentlich diesmal ins richtige .... Nur: alle Diagnosen sind in den Betreuungsakten, damit amtlich und werden meiner Erfahrung nach auch benutzt, um mich abzustempeln. Aber ich möchte gesund werden - und wie kann man eigentlich feststellen, w a s ich genau habe und w i e es zu behandeln ist? Und wie kann ich zu meinem eigenen Schutz - lebt mal unter solchen Diagnosen - nachweisen, dass dem nicht so ist? Eine schwierige Frage, ich weiss, aber vielleicht findet sich doch jemand, der mir diese einmal beantworten kann. Liebe Grüsse |
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#2 |
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Gesperrt
Registriert seit: 04.04.2004
Ort: NRW
Beiträge: 2,294
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Hallo,
da hast Du ja schon eine Menge hinter Dir. Das Erste was mir in den Sinn kam war "viele Köche verderben den Brei" und es ist nicht auszuschließen, dass die eine oder andere Diagnose nicht zutrifft. Es ist mir auch schon passiert, dass ein KH eine neue Diagnose bei einer Klientin entdeckt haben wollte, weil die Überleitung schiefgelaufen ist. Vielleicht waren bei Dir wirklich zu viele unterschiedliche Ärzte am Werk. Wenn Du jetzt einen Arzt gefunden hast, dann bespreche das mal mit ihm. Wenn Deine Betreuerin auch für die Gesundheitsfürsorge zuständig ist, sollte sie Dich eigentlich dabei unterstützen. Ich habe eher den Eindruck, dass ihr gegeneinander arbeitet. Was sagt sie Dir denn dazu? |
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#3 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 20.04.2008
Beiträge: 136
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Hallo Tina und danke für dein herzliches Willkommen.
Tja, ich bin jedesmal einer akuten Krise zum Arzt gegangen, mal habe ich mit meinen gesundheitlichen Beschwerden angefangen, mal mit äusseren Umständen der Betreuung, über die ich mich schon lange geärgert und total verzweifelt war. Im Rheinland, wo ich bis vor 2 Jahren gelebt habe, hiess es dann sehr oft lapidar beim Therapeuten/Psychiater: Sie haben doch sicherlich einen Neurologen, bei dem Sie in Behandlung sind. Nehmen Sie Ihre Neuroleptika, dann verschwinden Ihre Wahnvorstellungen. Andere Version: Ihre Betreuerin ist eine reizende Frau, das glaub ich Ihnen einfach nicht. Neuroleptika s.o. Da meine (gesundheitlichen) Beschwerden sich leider nicht von alleine bessern, war ich gezwungen, einen Arzt zu finden, der mich nicht nach einer Viertelstunde mit obiger Empfehlung an die frische Luft setzt. Seit 2 Jahren wohne ich in Niedersachsen, hier habe ich auch einen praktischen Arzt gefunden, der mich unterstützt, und auch eine Anwältin. Aber ich muss dazu sagen, dass es mittlerweile verdammt schwer ist, mein Vertrauen soweit zu bekommen, dass ich aus meinem Schneckenhaus wirklich herauskomme. Mein jetziger Betreuer hat gerade eine Kontopfändung für seine eigenen Vergütungen beantragt und bekommen, obwohl er lt. Auskunft meiner Bank eine Girokontovollmacht sich eingerichtet hat und ein Dispo-Limit von 2500 Euro veranlasst hat, die dafür ausreichen. S o bekommt man mein Vertrauen wahrlich nicht ... Aber jetzt vermenge ich wieder das eine mit dem anderen, ich merks schon ... Liebe Grüsse |
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