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Zuständigkeit bei der Heimsuche

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Hallo, Ich bin nun nach einem längeren Klinik Aufenthalt so weit das die Klinik eindeutig empfiehlt ich solle in ein ...


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Alt 10.11.2018, 15:29   #1
Forums-Geselle
 
Registriert seit: 21.04.2017
Ort: bei Heidelberg
Beiträge: 70
Standard Zuständigkeit bei der Heimsuche

Hallo,

Ich bin nun nach einem längeren Klinik Aufenthalt so weit das die Klinik eindeutig empfiehlt ich solle in ein Heim ziehen. Ich weiß das Thema ist etwas repetetiv. Diesmal würde ich allerdings freiwillig mitspielen. Die Klinik verweist jedoch an ein Heim am Arsch der Welt (2h mit öffentlichen zur nächsten Stadt mit mehr als 50k Einwohnern) bei dem ich nicht weiß wie es mit meinen Bedingungen aussieht (Internet, Einzelzimmer) welche für mich zwingend erfüllt sein müssen.
Nun habe ich schon ein Gespräch mit den Kliniksozialdienst geführt. Dieser sieht meine Betreuerin in der Pflicht zu suchen. Meine Betreuerin meint es sei die Bringschuld des Kliniksozialdienst und sie sei nicht zuständig (Aufgabenkreise Behörden, Vermögen, Gesundheit). Ich alleine bin nicht in der Lage etwas zu suchen, ich kann zwar im Internet schauen aber finden tut sich da auch so gut wie nichts.
Kann ich irgendwie erreichen das meine Betreuerin zuständig ist? Oder wo bekommt man für so etwas Hilfe her ansonsten?
Bonusfrage: von meinem iabw(intensiv ambulant Betreutes einzelwohnen) Betreuern fühlt sich keiner zuständig mal mit mir was an zu schauen, kann meine Betreuerin(oder ich, wenn ich kann) an der Stelle andere Hilfe besorgen, oder muss ich hoffen das meine Eltern mir helfen?

Mit freundlichen Grüßen
Ela
Elara ist gerade online  
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Alt 11.11.2018, 09:38   #2
Admin/ Berufsbetreuerin
 
Benutzerbild von michaela mohr
 
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 9,626
Standard

Zitat:
Nun habe ich schon ein Gespräch mit den Kliniksozialdienst geführt. Dieser sieht meine Betreuerin in der Pflicht zu suchen. Meine Betreuerin meint es sei die Bringschuld des Kliniksozialdienst und sie sei nicht zuständig (Aufgabenkreise Behörden, Vermögen, Gesundheit).
Da hat deine Betreuerin erst mal absolut recht.

Du könntest deine Betreuerin aber trotzdem bitten dich dabei zu unterstützen dass der Kliniksozialdienst sich auf die Suche macht zusammmen mit dir. Das wäre dann nämlich wieder ihre Aufgabe.
Zu dem Thema habe ich- im Gegensatz zu vielen Kollegen- grundsätzlich eine andere Einstellung. Ich beteilige mich an der Heimplatzsuche grundsätzlich. Nicht weil ich der bessere Betreuer bin aber ich bin auch langfristig diejenige die mit der ausgesuchten Einrichtung zusammmen arbeiten muss/müsste. Das ist nicht immer positiv gegeben.

Zitat:
ich kann zwar im Internet schauen aber finden tut sich da auch so gut wie nichts.
Das kann nicht sein denn schau mal:
https://www.heimplatz-deutschland.de/
https://www.heimplatz-deutschland.de/hessen.html

Die Suche nach einem geeigneten Platz ist wichtig, das geht nicht nur mal so schnell nebenbei. Dort soll dejenige ja schliesslich in Zukunft leben.

Du kannst auch deinen zuständigen Stationsarzt auf deine Sorgen zu dem Punkt ansprechen. Wenn er halbwegs vernünftig ist wird er dich bestimmt dabei unterstützen dass etwas passendes für dich gesucht und gefunden werden kann. Wenn "unsere" Stationsärzte hier in der Psychiatrie auf solche Ängste angesprochen werden helfen sie! bzw. versuchen mindestens zu vermitteln.


Versuche deie Bedenken darzustellen, hoffentlich hast du Erfolg aber melde dich auch bitte weiterhin hier wie es damit weitergeht
__________________
diese kommunikation wurde im rahmen der überwachungsgesetze auf ihre kosten dauerhaft gespeichert und wird jederzeit weltweit gegen sie verwendet werden. danke für ihre kooperation.
michaela mohr ist offline  
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Alt 26.11.2018, 21:08   #3
Forums-Gesellen-Anwärter
 
Registriert seit: 28.08.2018
Beiträge: 58
Standard

Hallo,

bist Du noch im Krankenhaus?

Meiner Meinung nach müssen weder Sozialdienst noch Betreuer das Heim suchen, sondern der Betroffene selbst mit Hilfe des BeWo. Sollte ich je entscheiden, ins Heim ziehen zu wollen, weiß ich, dass meine Betreuerinnen vom BeWo mit mir auch zu 30 Heimbesichtigungen fahren würden.

Ich denke Betreuer und aber such Sozialdienst sind nur für das Notwendige zuständig. Die Klinik hat ja auch einen Vorschlag gemacht. Aber für Sonderwünwche Einzelzimmer mit Internet in Großstadtnähe ist man meiner Meinung nach selbst zuständig.
Stefanie78 ist offline  
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Alt 26.11.2018, 22:58   #4
Admin/Berufsbetreuer
 
Benutzerbild von Imre Holocher
 
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 6,056
Standard

Moin Stefanie

Bei Dir liegt der Fall wohl etwas anders. Du hast schon BeWo. Wenn Du dann nach einem Krankenhausaufenthalkt oder sogar ohne einen in ein Heim umziehen wolltest oder solltes, dann kannst Du die Unterstützung vom Bewo bekommen. Die fahren dann mit Dir hin etc.
Wenn Elara im Krankenhaus ist und sonst kein BeWo hat, aberin ein Heim umsiedeln soll, dann ist es schon so, wie Michaela es geschrieben hat. Erst mal ist der Sozialdienst des Krankenhauses zuständig. Und wenn Elara ihren Betreuer bittet bei der Suche bzw. Vermittlung mitzuhelfen, dann wäre es gut (und vertrauenserwidernd), wenn der Betreuer da auch mitmacht.
Der Sozialdienst kommt aber nicht so ohne weiteres aus der Nummer raus.

MfG

Imre
__________________
Fehler sind dazu da, um sie zu machen
und daraus zu lernen.
Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen.
Imre Holocher ist offline  
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Alt 27.11.2018, 09:19   #5
Forums-Geselle
 
Registriert seit: 21.04.2017
Ort: bei Heidelberg
Beiträge: 70
Standard

Hallo,

Wie bereits im Eingangsthread gesagt habe ich iabw(intensiv ambulant beteuertes einzelwohnen) aber die Betreuer vom iabw sind null bereit zu helfen was sie heimsuche angeht. Im Gegenteil sie legen noch Steine in den Weg.

Mit freundlichen Grüßen
Elara
Elara ist gerade online  
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Alt 27.11.2018, 10:31   #6
Admin/ Berufsbetreuerin
 
Benutzerbild von michaela mohr
 
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 9,626
Standard

Rechtsgrundlage: § 112 SGB V und Krankenhausgesetze der Länder

In den meisten Bundesländern sind die Einrichtung und die Aufgaben des Sozialdienstes im Krankenhaus in den (Landes-)Krankenhausgesetzen festgeschrieben.
In Bayern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein fehlen solche gesetzliche Regelungen zwar, die Beratung und Begleitung der Patientinnen und Patienten durch den Sozialdienst gehört dort aber auch zum Standard-Service der Krankenhäuser und ist, wie in allen Bundesländern, vertraglich gem. SGB V zwischen den Krankenkassen und Krankenhausträgern zu regeln.
Gem. § 112 SGB V sollen die Krankenkassen und die Krankenhausträger zweiseitige Verträge abschließen, welche auch die soziale Betreuung und Beratung der Versicherten im Krankenhaus beinhaltet. Bezüglich der Sozialdienste sind darin im Besonderen zu regeln:
  • Die soziale Betreuung und Beratung der Versicherten im Krankenhaus
  • Der nahtlose Übergang von der Krankenhausbehandlung zu Rehabilitation oder Pflege
Auch bei einer Betreuerbestellung muss der Krankenhaussozialdienst die ihm zugewiesenen Aufgaben wahrnehmen. Der Betreuer kann dies als rechtlicher Vertreter mit dem entsprechenden Aufgabenkreis einfordern bzw. delegieren.

Aus:http://www.bundesanzeiger-verlag.de/betreuung/wiki/Krankenhaussozialdienst

Ich habe dir ausnahmsweise mal die Aufgaben des Krankenhaussozialdienstes hierher kopiert (aus dem Betr. Recht Lexikon von Hr. Deinert) Ich hatte dir auch schon einmal vorgeschlagen deine Betreuerin zu bitten den Krankenhaussozialdienst stärker zu aktivieren, den Stationsarzt anzusprechen auf dein Problem usw. Hattest du das versucht?

ich finde es sehr wichtig die passende Einrichtung für jemanden zu finden denn sonst wird der Aufentahlt voraussichtlich scheitern. Als "Luxus"ideen sollte man nicht verstehen. Es geht um Arbeitsinhalte der Einrichtung und aber auch die persönlichen Bedingungen die jemand braucht um sich wirklich entwickeln zu können. Nur beides zusammen kann zum Erfolg führen und deshalb ist gezielte Suche mit Unterstützung wichtig.
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michaela mohr ist offline  
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Alt 27.11.2018, 10:59   #7
Forums-Geselle
 
Registriert seit: 21.04.2017
Ort: bei Heidelberg
Beiträge: 70
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Hallo,

Mein letzter Beitrag war eine Antwort an Stefanie.
Ja ich hatte so ziemlich alles versucht, also mit der Oberärztin über das Problem zu reden (die zuständige Stationsärztin hat mit der Sache wenig zu tun, es war vor allem nicht ihre Idee, so dass sie wenig dahinter ist) die Oberärztin hat einen zweiten Vorschlag gebracht wo ich hin ziehen könnte. Wir schauen jetzt beide heime an am kommenden Wochenende und vereinbaren ggf. Ein Probe wohnen. Mir persönlich geht es weniger um Luxus als darum das meine essentiellsten Bedürfnisse gestillt sind und ich mich überhaupt drauf einlassen kann. Meine gesetzliche Betreuerin hat nun auch (per Mail) angeboten das sie nochmal hilft wenn beides nichts ist.

Mit freundlichen Grüßen
Ela
Elara ist gerade online  
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Alt 27.11.2018, 11:41   #8
Admin/ Berufsbetreuerin
 
Benutzerbild von michaela mohr
 
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Ort: Darmstadt
Beiträge: 9,626
Standard

Danke für die Rückmeldung. dann ist deine Sache jetzt auf gutem Weg wenn ich dich richtig verstehe.
Eines hast du an meinem Beitrag missverstanden. Ich halte es nicht für ein Luxusansinnen die richtige Einrichtung auswählen zu können/ zu wollen.
Ich finde das ausgesprochen vernünftig und sinnvoll!
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michaela mohr ist offline  
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Alt 04.12.2018, 18:53   #9
Forums-Geselle
 
Registriert seit: 21.04.2017
Ort: bei Heidelberg
Beiträge: 70
Standard

Hallo,

ich wollte nochmal Rückmeldung geben. Nachdem ich jetzt 2 Heime besichtigt habe ist für mich klar dass eines der Heime für mich nicht machbar ist weil ich nicht entsprechend lange wach/aktiv sein kann. Beim anderen habe ich ein Probewohnen im Januar ausgemacht. Wenn dort dann raus kommen sollte dass ich tatsächlich dort einziehen will wird es eine Menge Leute bequatschen bedürfen die momentan von der Idee alles andere als begeistert sind(Psychiater, iabw Betreuerin). Immerhin kann ich auf meine Betreuerin bauen dass sie hinter der Idee steht, worüber ich massiv froh bin. Mit ihr treffe ich mich wenn ich aus der Klinik raus bin auch vor Weihnachten nochmal in Persona und hör mir nochmal an was sie dazu meint, auch zu dem konkreten Haus das wir nun rausgesucht haben - und zu der Idee allgmein bisher hatte ich meist mit ihren Sekretärinnen/Bürokräften das Vergnügen zu schreiben/reden. Worüber ich mich auch nicht beschweren will, die machen das wirklich vorbildlich. Aber jetzt zu dem Thema will ich sie doch persönlich nochmal hören weil es auch arbeit ist die auf sie zukommt (Zumindest laut Kliniksozialdienst ist das beantragen ihre Sache)...

Mit freundlichen Grüßen
Ela
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Alt 05.12.2018, 06:03   #10
Admin/ Berufsbetreuerin
 
Benutzerbild von michaela mohr
 
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Beiträge: 9,626
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Zitat:
Aber jetzt zu dem Thema will ich sie doch persönlich nochmal hören weil es auch arbeit ist die auf sie zukommt (Zumindest laut Kliniksozialdienst ist das beantragen ihre Sache)...
Stimmt.
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michaela mohr ist offline  
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