Dies ist ein Beitrag zum Thema Pflegemappe vom Pflegedienst nicht vor Ort im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hallo,
Was kann man tun wenn die Betreute die Pflegemappe Vorort haben möchte. Aber Pflegedienst u. Betreuer sich dagegen wären?
...
|
|||||||
| Registrieren | Hilfe | Benutzerliste | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
|
|
#1 |
|
Forums-Geselle
Registriert seit: 03.09.2022
Beiträge: 152
|
Hallo,
Was kann man tun wenn die Betreute die Pflegemappe Vorort haben möchte. Aber Pflegedienst u. Betreuer sich dagegen wären? Pflegedienst sagt sogar, das zur Zeit Pflegemappen von allen Patienten im Büro seien und bei keinem Patient Vor Ort. Vielen Dank für Hilfe Joni |
|
|
|
|
|
#2 |
|
Forums-Geselle
Registriert seit: 18.05.2020
Ort: Großraum Bad Dürkheim
Beiträge: 122
|
Hallo Joni24!
Darf man fragen, zu welchem Zweck du die Mappe des Pflegedienstes vor Ort haben möchtest? Bei mir ist es so, dass die Mappe hier bei mir in einer Schublade eines Sideboards in meiner Wohnstube liegt. Ab und an haben die Mitarbeiter des Pflegedienstes aber die Anweisung, die Mappe mitzunehmen und sie im Büro abzugeben. Ich vermute, dass in regelmäßigen Abständen a) geschaut wird, ob die Angestellten ausführlich und ausreichend/informativ dokumentieren und dass es b) vielleicht z.B. um die Abrechnung geht. Außerdem werden Seiten herausgenommen, wenn kein Platz mehr ist, um noch etwas zu notieren, und durch neue, leere Vorlagen ersetzt. Und manchmal werden handschriftliche Angaben auch fest in die Mappe übernommen, weil sie wichtig oder/und so besser lesbar sind. Zum Beispiel die Termine, an denen man gegen Corona geimpft worden ist. Es kann also durchaus sein, dass dein Pflegedienst die Mappe wirklich ein paar Tage lang benötigt, um administrative Tätigkeiten durchzuführen, und sie dann wieder an dich zurückgibt. Falls das nicht der Fall ist und du die Mappe nicht mehr bekommst, ist die Frage, warum das nicht passiert. Kann es sein, dass die Mitarbeiter deines Pflegedienstes Dinge notieren, von denen du dich womöglich angegriffen oder verletzt fühlst? Manchmal gibt es ja durchaus Patienten, die bspw. verhaltensauffällig sind oder die sich aggressiv gegenüber dem Pflegepersonal oder anderen Besuchern verhalten. Im Nachhinein liest man so etwas natürlich nicht gerne über sich selbst. Ich möchte damit aber nichts andeuten. Vielleicht hat man einfach Angst, dass die Mappe irgendwo in der Wohnung herumfliegt oder sogar beschädigt wird, wenn es in der Wohnung generell nicht so sauber ist und die zu pflegende Person Schwierigkeiten hat, ein wenig Ordnung zu halten, aus welchen Gründen auch immer!? Oder du rufst einfach mal an und versuchst, dich in einem freundlichen Ton zu erkundigen, warum man die Mappe nicht bei dir aufbewahrt. Grundsätzlich solltest du bedenken, dass die Pflegedokumentationsmappe Eigentum des Pflegedienstes ist. Theoretisch könnten die das Ding also jederzeit einkassieren, ohne dich voher zu fragen. Soweit das, was ich dir zu dem Thema sagen kann. Wenn du noch Fragen hast, nur her damit! Viele Grüße, Ralle82 |
|
|
|
|
|
#3 | |
|
Forums-Geselle
Registriert seit: 03.09.2022
Beiträge: 152
|
Zitat:
Vielen Dank Joni |
|
|
|
|
|
|
#4 |
|
Forums-Geselle
Registriert seit: 18.05.2020
Ort: Großraum Bad Dürkheim
Beiträge: 122
|
Hallo Joni24,
wie gesagt: Im Pflegevertrag, den ich mit meinem Pflegedienst geschlossen habe, steht, dass die Mappe Eigentum des Pflegedienstes ist. Darüber hinaus auch, dass sie bei Beendigung des Vertrags in einem ordentlichen Zustand zurückgegeben werden muss. Und schließlich steht da noch, dass die Mappe dem Pflegedienst bei Beschädigung oder Verlust kostenpflichtig ersetzt werden muss. Das heißt zwar nicht, dass es in eurer Mappe auch und genau so drin stehen muss. Aber hast du mal bei eurem Pflegedienst angerufen und dich erkundigt, warum man die Mappe nicht bei der Betreuten belässt? Könnte es einen Grund geben, warum man davon absieht? Ehrlich gesagt bezweifle ich, dass das völlig grundlos so gehandhabt wird. Grüße, Ralle82 |
|
|
|
|
|
#5 |
|
Forums-Azubi-Anwärter
Registriert seit: 19.03.2013
Ort: Berlin
Beiträge: 28
|
Hallo Joni und Ralle,
es gibt ein Recht auf Einsichtnahme für den Pflegebedürftigen. Allerdings bei psychischen Erkrankungen kann dies ebenfalls eingeschränkt sein, aus Schutz für den Pflegebedürftigen. Gerade psychisch Kranke erleben ihr Umfeld oft nicht so wie es tatsächlich ist. Und dann entsteht Misstrauen, das die Pflege erschwert. Grundsätzlich ist es Sache des Pflegedienstes, ob er die Mappe vor Ort belässt oder nicht. Bei meinem Vater blieb die Mappe vor Ort. Allerdings war dies eine Palliativbetreuung, wo täglich mehrfach Eintragungen vonnöten waren. Und es wäre hinderlich gewesen, wenn der Palliativarzt erst seine Medikation dem Pflegedienst hätte mitteilen müssen, damit das zeitnah (also täglich später sogar stündlich) hätte eingetragen werden müsste. Ihr seht, das ganze ist sehr situationsabhängig und abhängig vom Pflegedienst. |
|
|
|
|
|
#6 |
|
Stammgast
Registriert seit: 02.02.2011
Ort: NRW
Beiträge: 874
|
hm, als rechtliche Vertreterin meiner pflegebedürftigen Klient:innen möchte ich regelmäßig Einblick in die Dokumentation haben. "Die Mappe vor Ort" ist da ungemeint hilfreich.
Alternativ könnte natürlich dem Kunden regelmäßig ein Leistungsbericht (= Doku) zur Verfügung gestellt werden. |
|
|
|
|
|
#7 | |
|
Forums-Geselle
Registriert seit: 03.09.2022
Beiträge: 152
|
Zitat:
Wir haben 2 verschiedene Pflegedienste wegen eventuellen Wechsel/Aufnahmegespräch kommen lassen. Die habe beide gemeint das es bei denen so üblich wäre das die Pflegemappe hier Vorort und nicht ins Büro gehört. Und, alle Leute die ich nun kennen gelernt habe die einen Pflegedienst haben, die haben die Pflegemappe alle Vorort, und bestehen auch darauf das es so bleibt. Deswegen versteht die Betreute immer mehr das es bei diesem Pflegedienst nicht so richtig zu geht. |
|
|
|
|
|
|
#8 |
|
"Nervensäge" vom Dienst
Registriert seit: 08.12.2008
Ort: Berlin
Beiträge: 1,068
|
|
|
|
|
|
|
#9 |
|
Forums-Geselle
Registriert seit: 14.11.2011
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 219
|
Hallo Joni24, als Kundin vom Pflegedienst hat Deine Nachbarin das Recht auf Rechnungskopie vom Pflegedienst. Einfach mal die KK und die Pflegekasse bitten (evtl. über Betreuer), dass sie Kopien vom letzten abgerechneten Monat schicken und die Leistungen abgleichen.
LG Motzerella |
|
|
|
|
|
#10 | |
|
Forums-Geselle
Registriert seit: 11.03.2019
Ort: BaWü
Beiträge: 199
|
Zitat:
Wieso Kopie? DIe Originalrechnung geht doch eigentlich an die Leistungsnehmerin. Die Pflegebedürftige muss doch auch den Leistungsnachweis monatlich unterschreiben -. dann sieht sie doch was geleistet wurde und dann in der Rechnung landet. Von daher kann ich die ganze Fragestellung hier nicht sicher nachvollziehen. Am Monatsende bekommt man als Pflegebedürftiger den Leistungnachweis, kontrolliert und unterschreibt ihn. Dass im Nachweis jede EInzelleistung von der jeweilgen Pflegekraft mit Kürzel unterschrieben wird, ist auch der Grund warum manche Pflegedienste die Mappe nicht beim Patienten lassen: Ist der Leistungnachweis weg, dann kann in dem Monat nicht mehr sicher (oder gar nicht) abgerechnet werden. |
|
|
|
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | Thema durchsuchen |
| Ansicht | |
|
|