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Angemessenes Taschengeld für betreute Mutter

Dies ist ein Beitrag zum Thema Angemessenes Taschengeld für betreute Mutter im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Zitat: Zitat von Imre Holocher Moin moin So wie es aussieht ist noch etwas Erbmasse vom Vater (oder ein Restvermögen) ...


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Alt 29.06.2023, 17:36   #11
Forums-Azubi
 
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Zitat:
Zitat von Imre Holocher Beitrag anzeigen
Moin moin


So wie es aussieht ist noch etwas Erbmasse vom Vater (oder ein Restvermögen) da, die gerade abgeschmolzen wird. Andernfalls würde Aurora die Differenz von ca. 100,00 € aus eigener Tasche drauflegen.



So oder so sollte sie sich umgehend um einen Einwilligungsvorbehalt für die Vermögenssorge kümmern, falls der noch nicht beschlossen sein sollte.



Falls Kein Vermögen mehr da sein sollte, dann wird es höchste Zeit, die Ausgaben zu drosseln. Sonst ist Aurora selber bald pleite.



Falls doch Vermögen vorhanden sein sollte, gilt es den Rechenschieber zuschwingen und zu überlegen, wie lange es bei den "Zuviel-Ausgaben" ausreicht und wieviel Zeit man hat, um die Bremse zu ziehen.



Grundsatz: Es kann nur das Geld ausgegeben werden, dass auch da ist. Mehr nicht. Völlig Wurscht, wieviel Kaufrausch oder Kaufsucht da ist. Da hat Mutter lange genug High Life in Shopping gehabt und durch eine Talsohle durch. Das ist unangenehm - aber dafür war die pralle Zeit ja vielleicht auch schön.



Für Aurora wird das sicherlich auch nicht angenehm auszuhalten, wenn die Mutter auf Kauf-Entzug zu einer Furie und sich der Tochter gegenüber allerübelst benehmen wird.

Ich drücke Aurora alle Daumen.



Mfg
Imre
Guten Tag und danke für deine Antwort. Leider ist die Krankheit meiner Mutter schon sehr stark oder besonders ausgeprägt, sodass sie keinerlei Überblick über ihre Ausgaben hat bzw. dies nicht versteht. Sie behauptet außerdem gerne, ich würde ihr Geld für meinen Urlaub oder ähnliches ausgeben und ihr deshalb kein Bargeld auszahlen, dies eine Woche nachdem ich ihr bereits 200€ ausgezahlt habe. Unangenehm wird es, wenn sie Polizei, Anwälte oder Gericht anruft und dort behauptet, ich würde ihr gar kein Geld geben, obwohl sie natürlich ständig relativ viel Geld erhält.

Bei diesen Anrufen wird die Krankheit meiner Mutter auch befeuert. Sie ruft zB. beim Gericht oder Polizei an und sagt "bekomme gar kein Geld", die antworten dann, vielleicht genervt oder gelangweilt "ja sie müssen schon etwas Geld bekommen", was meine Mutter dann quasi als Freifahrtsschein und Triumpf feiert, wenn hier auch etwas völlig anderes gemeint war und Kontext fehlt.

Sie ist außerdem der Meinung, viel mehr Rente zu bekommen, als sie eigentlich bekommt und versteht es nicht, wenn ich ihr zeige, wieviel sie nur bekommt. Oder vielleicht hält sie die 1300€ krankheitsbedingt für eine viel höhere Summe als sie eigentlich sind.

Sofern ich ihr sage, dass sie bereits all ihr monatliches Geld ausgegeben hat, sagt sie, ich solle ihr von meinem Geld "leihen", ich würde mir selbst ja immer schöne Sachen kaufen. Das finde ich persönlich belastend, da ich relativ sparsam lebe und meine Kleidung Second-Hand kaufe. Außerdem kann ich mit dem von mir erwirtschafteten Geld ja machen, was ich will.

Darüber hinaus ruft sie mich zwar täglich an aber immer nur um Geld zu fordern. Sofern sie dann Geld hat, sagt sie dem Pflegedienst ab (der zweimal täglich zur Medikamentengabe kommt), um auf ihre Shopping Tour zu gehen. Auch das sollte eigentlich nicht sein.

Aus diesem Grunde würde ich gerne die 50€ im Monat Taschengeld streng durchziehen.
Aurora921 ist offline  
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Alt 29.06.2023, 17:58   #12
Admin/Berufsbetreuer
 
Benutzerbild von Imre Holocher
 
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Moin Aurora


Eigentlich sind doch selbst die 50,00 € nicht übrig.
Sonst hast Du diese Erkrankung schpön beschrieben. Diese Krankheit ist einfach so und da wird niemand etwas daran ändern können. Auch und gerade Du hast da nicht die geringste Chance.



Überlege mal, ob Du die Betreuung nicht an einen Profi abgeben willst. Ein Profi wird von Deiner Mutter genauso beschimpft werden, kann das aber aushalten (sonst wäre es kein Profi).
Und Du hast dann die Möglichkeit einfach nur die Tochter zu sein und ein familiäres Verhältnis mit Deiner Mutter zu pflegen, ohne die Vorwürfe die Du jetzt abbekomst. Die hageln dann auf den Betreuer bzw. die Betreuerin. Das kann Dein Leben sehr entspannen.



Und: Unter den gegebenen Umständen darf Dir niemand einen Vorwurf machen, wenn Du die Betreuung abgeben wolltest.



MfG
Imre
__________________
Fehler sind dazu da, um sie zu machen
und daraus zu lernen.
Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen.
Imre Holocher ist offline  
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Alt 29.06.2023, 18:06   #13
Forums-Azubi
 
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Beiträge: 33
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Zitat:
Zitat von Imre Holocher Beitrag anzeigen
Moin Aurora


Eigentlich sind doch selbst die 50,00 € nicht übrig.
Sonst hast Du diese Erkrankung schpön beschrieben. Diese Krankheit ist einfach so und da wird niemand etwas daran ändern können. Auch und gerade Du hast da nicht die geringste Chance.



Überlege mal, ob Du die Betreuung nicht an einen Profi abgeben willst. Ein Profi wird von Deiner Mutter genauso beschimpft werden, kann das aber aushalten (sonst wäre es kein Profi).
Und Du hast dann die Möglichkeit einfach nur die Tochter zu sein und ein familiäres Verhältnis mit Deiner Mutter zu pflegen, ohne die Vorwürfe die Du jetzt abbekomst. Die hageln dann auf den Betreuer bzw. die Betreuerin. Das kann Dein Leben sehr entspannen.



Und: Unter den gegebenen Umständen darf Dir niemand einen Vorwurf machen, wenn Du die Betreuung abgeben wolltest.



MfG
Imre
Mittelfristig, also in den nächsten 12-24 Monaten plane ich dieses Vorgehen schon, also das ganze abzugeben. Ob dies allerdings viel ändert, weiß ich nicht, da sie sich sicherlich immer noch Geld leihen wollen wird und mich bei jeglichem "Problem" mit dem neuem Betreuer "konsultieren" wird. Und die Einkäufe beim REWE Lieferdienst, DM, usw. macht sowas überhaupt ein prof. Betreuer oder fällt das dann sowieso trotzdem auf mich zurück?
Aurora921 ist offline  
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Alt 29.06.2023, 19:44   #14
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Moin moin

Zitat:
Zitat von Aurora921 Beitrag anzeigen
Ob dies allerdings viel ändert, weiß ich nicht, da sie sich sicherlich immer noch Geld leihen wollen wird und mich bei jeglichem "Problem" mit dem neuem Betreuer "konsultieren" wird.
Das wird sich mit Sicherheit nicht ändern. Deine Mutter wird so bleiben, wie sie ist.

Zitat:
Zitat von Aurora921 Beitrag anzeigen
Und die Einkäufe beim REWE Lieferdienst, DM, usw. macht sowas überhaupt ein prof. Betreuer oder fällt das dann sowieso trotzdem auf mich zurück?
Nein, das macht kein professioneller Betreuer. Es ist sein Job das zu organisieren. Egal ob über die Pflegekasse, Betreutes Wohnen oder sonst etwas.
Deine Aufgabe ist es, dem Betreuer zu sagen, dass Du dafür nicht oder nur sporadisch zur Verfügung stehst. Daher solltest Du Dir schon überlegen, wie weit bzw. womit Du Dich für Deine Mutter engagieren willst und (noch viel wichtiger und womit nicht, also wo Deine Grenzen sind, die auch kein professioneller Betreuer überschreiten darf.

Hier kannst und solltest Du in allererster Linie an Deine eigene seelische Gesundheit denken. Ganz viele Angehörige vergessen das, sind dann unzufrieden, machen sich damit selber krank und fragen sich, wie dass denn wohl passieren konnte...



MfG
Imre
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