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In meinen Augen unrechtmäßige Betreuung aufheben

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Hallo, ich wusste jetzt nicht genau wo ich das reinpacken soll, ich fasse mich einfach kurz weil das sowieso nicht ...


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Alt 25.04.2024, 22:54   #1
Einsteiger
 
Registriert seit: 25.11.2020
Beiträge: 15
Standard In meinen Augen unrechtmäßige Betreuung aufheben

Hallo,

ich wusste jetzt nicht genau wo ich das reinpacken soll, ich fasse mich einfach kurz weil das sowieso nicht möglich ist meine Umstände jetzt irgendwie mit ein paar Zeilen zu vermitteln, ich versuche mich ganz kurz zu fassen, mir wurde vor 4 Jahren ein Betreuer gestellt der alle Aufgabenkreise inklusive Einwilligungsvorbehalt hat. Ich habe im laufe einer Alkoholabhängigkeit dann einen Unterbringungsbeschluss bekommen der in meinen Augen rechtswidrig war, da dazu auch immer noch eine schwerwiegende Krankheit vorliegen muss.
Nach 7 Monaten geschlossener Einrichtung lebe ich seit ca. 3 Jahre in einer offenen Wohngruppe und habe bis heute keinen Rückfall oder ähnliches mehr gehabt, ich habe riesen Fortschritte gemacht wie auch meine Therapeutin sagt.
Für mich ist es nun gefühlsmäßig einfach wichtig dass ich wieder selbständig und ohne Betreuung bin, ich hab jetzt große Angst dass ich einen Antrag stelle und dieser abgewiesen wird, das ist so schrecklich wie damals, als mir einfach die freie Willensbildung abgesprochen wurde..

Jetzt wollte ich fragen wie ich denn am geschicktesten vorgehe und meine Chance erhöhe die Betreuung aufzuheben, da es wie gesagt ein herber Rückschlag für mich wäre, mich wie damals komplett machtlos zu fühlen, obwohl ich damals sogar von der Psychiatrie aus einen Anwalt besorgt habe und gegen diesen Beschluss geklagt habe, ohn erfolg. Wie gesagt liegt bei mir auch keine schwerwiegende seelische Erkrankung oder Behinderung vor, ich habe lediglich als Diagnose Depression..

Kann sich jemand in meine Lage versetzen? Klar, ich habe Fehler gemacht, litt unter einer schweren Sucht , aber es muss doch auch mal wieder einen Weg in die Freiheit geben.. ich will keinen Einwilligungsvorbehalt und würde gerne mal wieder über mein Konto verfügen und mich einfach wie eine "normale" erwachsene Person fühlen..und nicht nur das, es ist einfach ein schwerwiegender Eingriff in die Freiheit... Aufenthaltsbestimmungsrecht usw. ich denke ich habe meine Sinne noch beisammen..Und wie gesagt muss man bedenken dass ich seit nun 3 Jahren in einer offenen Wohngruppe lebe und keinerlei Probleme hatte bis dato..

Edit: ich sehe gerade, das ist jetzt doch ein wenig durcheinander ich hoffe ihr könnt mir folgen, also mir wurde vor 4 Jahren nachdem ich im Krankenhaus wegen Alhohol gelandet bin ein Betreuer gestellt der dann einen 1 Jahr Beschluss beantragt hat, ich war dann 7 Monate in einer geschlossenen Einrichtung und der Beschluss wurde aufgehoben nachdem ich in die offene Wohngruppe gezogen bin.

Ich hab das auf die Schnelle am Handy getippt, bitte habt Nachsicht.. wenn ich mehr Zeit investieren würde könnte ich ausführlicher schreiben und die Sätze besser bauen, ich hoffe es reicht für einen groben Überblick und einen Rat wie am besten die Betreuung aufzuheben wäre.

Geändert von Skyro (25.04.2024 um 23:11 Uhr)
Skyro ist offline  
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Alt 26.04.2024, 00:04   #2
Forums-Azubi
 
Registriert seit: 21.04.2024
Ort: Karlsruhe
Beiträge: 32
Standard

Hey,

ich kann absolut nachvollziehen, was du durchmachst. Um dir gezielter helfen zu können, wäre es gut zu wissen, wie alt du genau bist und wie lange deine schwierige Phase angedauert hat. Auch interessiert es mich, ob du eine Therapie gemacht hast oder eher unfreiwillig trocken geworden bist. Das kann nämlich einen großen Unterschied machen.

Das Einschreiten deines Betreuers hat dich zwar in eine Einrichtung gebracht, aber wie du selbst sagst, hat es dir auch in gewisser Weise geholfen. Es ist toll zu hören, dass es dir jetzt viel besser geht. Aber man muss sich im Klaren sein, dass eine Suchterkrankung ein lebenslanger Begleiter ist. Ich würde an deiner Stelle mal ganz offen mit deinem Arzt darüber sprechen. Wenn er der Meinung ist, dass du stabil bist und einen geregelten Alltag hast, hol dir am besten noch eine Meinung von einem zweiten Facharzt.

Danach könntest du versuchen, beim Gericht eine schrittweise Rückgewinnung deiner Eigenverantwortung zu beantragen. Ganz auf die Betreuung zu verzichten, wäre vielleicht zunächst zu viel verlangt, aber eine Reduzierung der Maßnahmen könnte ein erster Schritt sein. Wenn du über längere Zeit zeigen kannst, dass du klar kommst, wird vielleicht auch das Gericht einsehen, dass eine Betreuung nicht mehr nötig ist.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass es sehr oft schiefgeht, wenn die Betreuung zu schnell beendet wird. Ich habe es leider schon zu oft erleben müssen. Kaum war der Betreuer weg, kam ein Rückfall, und die Person landete wieder in der geschlossenen Einrichtung. Dann war niemand da, der sich um die Wohnung gekümmert hat; Rechnungen wurden nicht bezahlt. Niemand hat sich gekümmert. Das Jobcenter wurde vergessen, Meldungen zu machen, die Krankenkasse erhielt keine Beiträge mehr.

Sieh die Betreuung nicht als Fessel, sondern als Hilfe.

Es wäre sicher nicht schlecht, diesen Weg nicht alleine zu gehen. Es gibt Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen, die da große Unterstützung bieten können. Sie haben oft viel Erfahrung damit, wie man am besten mit rechtlichen und medizinischen Herausforderungen umgeht.

Alles Gute und viel Kraft!
Lücke
Lücke ist offline  
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Alt 26.04.2024, 19:38   #3
Admin/Berufsbetreuer
 
Benutzerbild von Imre Holocher
 
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 9,515
Standard

Moin moin


Erst mal vorneweg: Ich finde es gut, dass es Dir wieder deutlich besser geht und Du Dein Leben wieder in die eigenen Hände nehmen willst. Über solche Betreute freue ich mich immer, weil das in den meisten Fällen auch klappt, wenn wir nicht gegeneinander arbeiten sondern Schritt für Schritt die Begtreuung überflüssig machen.


Deshalb die Frage: Wie kommst Du mit Deinem Betreuer klar? Könnt ihr Euch gut unterhalten und über Deine/seine Vorstellungen sprechen? Wenn ja, das wäre gut.

Dann könntet ihr miteinander vereinbaren, welche Schritte anstehen, um wieder selbständig zu werden. Einen EiWi nach dem anderen aufheben zu lassen (Alle Angelegenheiten mit EiWi zu beschließen halte ich für völlig schwachsinnig, obwohl ich auch zwei Betreute hatte, bei denen das so war). Und dann die Aufgabenkreise und zum Schluss die ganze Betreuung.

Damit vermeidest Du das von Lücke berichtete Risiko, das das Ganze nach hinten losgeht (Betreuung weg und dann Peng).
Und vor allen Dingen vermeidest Du, dass Dein Betreuer nicht gegen Dich arbeitet.



MfG
Imre
__________________
Fehler sind dazu da, um sie zu machen
und daraus zu lernen.
Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen.
Imre Holocher ist offline  
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Alt 28.04.2024, 09:35   #4
Gehört zum Inventar
 
Registriert seit: 25.06.2021
Ort: Balkonien
Beiträge: 2,598
Standard

Erstmal solltest Du mit Betreuer und Arzt sprechen, und fragen, wie die das sehen.

Damit es nicht in einer Katastrophe endet wäre vielleicht vorerst die Aufhebung des Einwilligungsvorbehalts und ne Absprache mit dem Betreuer, dass er nur tätig wird, wenn Du nicht mit etwas klarkommst ein möglicher Weg aus der Betreuung.
Mächschen ist offline  
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